Forum Borreliose & Co-Infektionen

Normale Version: Mein Therapieplan gegen Borreliose
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@ Horror und Zuvi:

Viel, viel Glück wünsche ich euch - diese Situation wie ihr hatte ich auch. Der Klageweg brachte mir bisher gar nichts - außer viel unnötiger Schreibarbeit. Mit einem guten Anwalt wäre das vielleicht anders gelaufen - doch auch der kostet Geld, und das hatte ich eben in der Situation nicht für mehrere Anwälte bei mehreren nötigen Parallel-Prozessen.

Wenn ich euch etwas nah legen darf:

Eure Borre-Folge-Erkrankungen machen euch wohl die größten Probleme; wie so viele sucht ihr ggf. darin auch verzweifelt Beweise für des Übels Wurzel; das ist schwierig mit dem, was wir bei Ärzten erleben...

Kümmert euch also mindestens darum, dass ihr eine Dunkelfeld-Mikroskopie habt. Selbst wenn die von der Ärzteschaft oft nicht anerkannt wird (derzeit!), sehe ich die als echte Chance. Die Nicht-Anerkennung der Dunkelfeld-Mikrskopie kann man juristisch durchaus in Frage stellen, wenn man zugleich auf die LMU-Dissertation verweist, welche unlängst hier im Forum verlinkt war. Dort: "schicke" Borrelien-Bilder. Und die Frage danach, weshalb dies einerseits für die Erlangung eines Doktor-Grades relevant scheint, aber weshalb dann "eure" sichtbaren Borrelien nicht zur Krankheits-Anerkennung beitragen, ist selbst ggf. medizinisch überforderten Richtern leichter plausibel

Hätte ich meinen Weg nochmals zu gehen, würde ich sofort (!) auf eigene Rechnung eine gute Dunkelfeld-Mikroskopie anstreben. War ein Fehler das damals nicht zu tun...
Hallo Mari

ich stehe dem zwiespältig gegenüber.
Mit der Dunkelfeld-Mikroskopie hätte ich evtl. wieder ein Beweis für die Borreliose - aber was nützt das?
Wenn ein Arzt trotzdem meint, dass ich arbeitsfähig bin, dann nützt mir ein Titel einer Krankheit letztendlich doch auch nichts.
Ich habe auch nachgewiesene Herzrhythmusstörungen und eine Symptombekämpfung durch Tabeletten hat nicht geholfen, weil damit der Blutdruck in den Keller gerauscht ist.
Da heisst es aber, dass man trotzdem arbeitsfähig ist. (neben anderen Symptomen, weswegen ich nicht arbeiten kann)
Und andere Ärzte sagen mir, ohne anerkannte Diagnose keine Arbeitsunfähigkeit.

Ergo, ich drehe mich im Kreis.

Ehemaliges Mitglied 1

@Zuvi so wie du das beschreibst kann ich das bestätigen. Man sammelt Beweise für die Einschränkungen. Und von den Gutachtern wird das alles als harmlos abgetan,bzw. nicht genug um damit die arbeitsunfähigkeit zu begründen. Wie es einem geht, dass ich es jetzt gerade mal schaffe den Haushalt und die Kinder zu versorgen(vor einem halben Jahr war ich noch auf Hilfe angewiesen), interessiert keinem.
Zuvi wenn du einen test gefunden hast, der die kognitiven Probleme feststellt, könntest du mir das dann mitteilen. Das ist nämlich bei mir auch noch ein sehr grosses Problem.
@mari ich habe eine Rechtsschutz Versicherung. Ich verspreche mir da aber auch nicht viel. Aber wenns nix bringt habe ich wenigstens Zeit gewonnen. Vielleicht geht's mir dann besser.
Wenn alles nix hilft bleibt einem mir scheint wirklich nur die psychische schiene. Aber an das möchte ich jetzt noch nicht denken.
Dunkelfeld Bilder lass ich mir ausdrucken und werde es in meinem Ordner von beweisen ablegen. Vielleicht kommt irgendwann die Zeit. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Alles Gute euchHeart
@ Horror und Zuvi:

Reaktions-, Gedächtnis-, Wahrnehmungstests usw. gibt es - bei Psychologen, die an Psychiater/Neurologen "angeklinkt" sind. Daher dann im Fall des Falles Vorsicht: nicht allein hin!!!

Denn ihr könnt dort sicher sein, dass ihr auch Depressions-, Angst-, Psychotizismus-Tests usw. hingelegt bekommt. Und die Fragen darin sind oft so, dass sie verzerrende Antworten liefern: "Haben sie oft das Gefühl, dass Sie schwere Beine haben?" oder etwas in der Art. Bejaht ihr das: Punkte "gewonnen" auf der Depressions-Skala u. ä. m. - wenn uns unsere Beine den Dienst nicht leisten wollen wegen neurologischen (!) Schäden am ZNS...

Aussagekräftiger in unserem Falle eher Tests der Nervenleitgeschwindigkeit, auch Reflex-Tests. Macht quasi jeder Neurologe. Aber ungern bei Borreliose-Erkrankten... Soll nicht wahr sein, was nicht wahr sein darf??? Habt ihr solche Tests/bei solchen Tests dann "Ausfälle", kommt prompt MS-Verdacht, etwas wie Cadasil, cerebrale VAskulitis o. ä. ins Gespräch. Und ab dann könnt ihr euch halb tot untersuchen lassen...

So ist die Situation.

@ Horror: Die RS-Versicherung ist eine gute Sache - Problem wird sein, einen geeigneten Anwalt zu finden. Wer in NDS lebt, könnte es aber bei jenem Anwalt versuchen, der damals den Präzedenzfall gewann für die Lehrerin, die krank wurde nach Stichen im Landschulheim. Ich hab den Namen des Anwalts per Internet-Recherchen herausgefunden und auch selbst schon mal mit ihm telefoniert. Kann per PN bei mir angefragt werden.

Frage an Horror: Du hast also Dunkelfeld-Bilder? Wo wurde deine Mikroskopie gemacht? Was kostete die? Bitte PN an mich...
Dunkelfeld-Mikroskopie
OBACHT
hier #8 und 12 +
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=1871

Und wenn Borrelien so häufig im Blut wären, dann könnten Antibiotika ihre Aufgabe viel effektiver erfüllen.
Was immer Sie über Dunkelfeld Untersuchungen wissen wollten, könnte hier stehen.
https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...?tid=11228
Ich habe selbst viel Erfahrung mit Dunkelfeld sammeln dürfen und ich muss sagen, es ist viel Humbug dabei. Ich kann die Enderlein-Interpretation auch wirklich nicht logisch nachvollziehen.

Aber wenn man diese etwas konstruierten Erklärungen beiseite lässt und sich nur darauf konzentriert, was für Erreger tatsächlich im Blut zu sehen sind und dies streng nach wissenschaftlichen Vorlagen, wie diese Bakterien aussehen, dann kann das Dunkelfeld unglaublich hilfreich sein, weil es viel mehr zeigen kann, als das Lichtmikroskop.

Ehemaliges Mitglied 1

Ich habe selbst in einem Labor gearbeitet und mir damals ab und zu mein Blut im dunkelfeld angeschaut. Und oft diese typischen clamydien Strukturen bei mir gesehen. Da wusste ich aber noch nicht was das ist(ich habe nicht in einem medizinischen Labor gearbeitet).
Jetzt war ich bei einer Ärztin die auch dunkelfeld nach scheller macht und sie hat mir ihre Interpretationen etwas erklärt. Bei mir sind viele Herde an verbrauchten roten blutkörperchen, clamydien und am nächsten Tag (beim Zerfall der roten blutkörperchen) auch borrelien und sie hat anscheinend auch pilzsporen gesehen(ich weiss aber nicht ob ich das glauben soll-dann wäre das ja eine systemische mykose oder?) . Ich finde dunkelfeld Mikroskopie doch ganz interessant. Die Interpretation ist aber wieder eine eigene Wissenschaft. Gut das mal gesehen zu haben. Aber zuviel Geld würde ich da jetzt nicht hineinstecken.

Aber ich glaube wir schweifen vom Thema ab.

@mari ich bin aus Österreich. Soll ich dir trotzdem die Ärztin per pn schicken, die das macht?
@ Horror:

PN wäre nett - ist zwar sehr weit, doch Mensch weiß ja nie, was noch kommt...

Danke dir für deine Infos auch sonst hier!
So, morgen ist es dann 1 Jahr her, seitdem ich von der Zecke "angefallen" wurde.

Momentan bin ich wieder in einem Zyklus mit Amoxi und Tini.
Wobei ich nur 7 Tage Tini durchgehalten habe, jetzt habe ich verstärkt Missempfindungen - vor allem in beiden Händen und auch in den Füssen wird es stärker - das ist für mich neu. Ich werte das als Nebenwirkung von Tini und werde es erst mal wieder absetzen. Geplant waren eigentlich 10-15 Tage Tini.
Bis auf das 1. Mal habe ich Tini immer 10 Tage durchziehen können. Scheinbar ist es jetzt irgendwie zuviel.
Amoxi nehme ich derzeit morgens und abends je 1000 mg, bin gerade an Tag 14 angekommen.

Nach 1 Jahr kann ich sagen, dass einige Symptome viel besser geworden sind, aber manches hält sich eben doch noch hartnäckig.
Vor allem die Erschöpfung, kognitive Probleme, immer wieder Schlafprobleme, Kreislaufprobleme (eher zu tiefer Blutdruck und Puls) - und die Unsicherheit mit den Herzproblemen (treten ja erst nach einer Anstrengung auf, dann sind sie aber für mich ängstigend, auch wenn ich weiss, woher sie kommen).

Ich hoffe auch jetzt, dass ich das letzte Mal im Antibiotika-Zyklus bin - habe ja noch 16 Tage Amoxi vor mir.
(14.02.2019, 19:00)Zuversichtliche schrieb: [ -> ]Ich schätze dieses Forum sehr und habe viel von anderen Einträgen profitiert.
Aus diesem Grund werde ich meinen Verlauf hier auch weiter dokumentieren, evtl kann es für jemand anderes ja auch hilfreich sei.


Details zum bisherigen Verlauf / Fragen sind hier enthalten:
https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...?tid=12250

aktueller Verlauf meiner Antibiotika-Therapien:
  • 02.02.19 – 12.02.19 (10 Tage) Tini 500 (1-0-1)
  • 01.01.19 – 10.01.19 (10 Tage) Tini 500 (1-0-1)
  • 12.12.18 – 21.12.18 (10 Tage) Tini 500 (1-0-1)
  • 29.11.18 – 29.11.18 (1 Tag) Tini 500 (1-0-0), Mino 50 (1-0-0) - AB-Abbruch wegen Urinproblem
  • 22.11.18 – 28.11.18 (7 Tage) Tini 500 (1-0-1)
  • 21.09.18 – 15.10.18 (15 Tage) Ceftriaxon i.v. 2g (1-0-0)
  • 14.09.18– 16.09.18 (3 Tage) Doxy 200 (1-0-0), Abbruch am 17.09. (nach ½-0-0), wegen Urinproblem

Da zum ersten Mal während dem Tini-Zyklus meine Symptome sich verstärken (insbesondere auch die Herzprobleme sind belastend), werde ich jetzt zeitnah die AB-Therapie erweitern:

Weiteres geplante Vorgehen:
Amoxi 1-1-1 (750 mg) für ca. 3 Wochen, dann zusätzlich Tini 1-0-1 (500 mg) dazu nehmen.
Dann ist wieder eine AB-Pause geplant.

Parallel dazu versuche ich nochmals eine Analyse wegen meiner verlängerten QT-Zeit im EKG vornehmen zu lassen. Ziel ist, dass der Kardiologe ein OK zum Azi gibt. Das wäre dann eine weitere Option.

Bin so froh, dass ich einen guten Spezi habe (mit dem kann man wirklich die verschiedenen Vor- und Nachteile der verschiedenen AB für meinen Fall diskutieren) und dass ich dieses Forum hier habe. Wink

Fragen / Anregungen: gerne hier einfügen

Danke dass du uns auf dem Laufenden hälst. Andere können davon profitieren.
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