Forum Borreliose & Co-Infektionen

Normale Version: Mein Therapieplan gegen Borreliose
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Zuvi, kannst du den Originalbericht des Labors hier einstellen? (Namen schwärzen)

Eine Bande im Blot ist die berühmte eine Schwalbe, die noch keinen Sommer macht. Trotzdem ist sie da. Es gibt aber auch Sommer ohne Schwalben. Alles ist dann eine Frage der Wahrscheinlichkeit.

Grundsätzlich ist es so, dass man das Ergebnis nur im Gesamtkonzept beurteilen kann.

Wie Regi schon schrieb, ist eine Verlaufskontrolle über Antikörpertests wenig zielführend. Das wird auch überall in der offiziellen Literatur so beschrieben. Manchmal wurde aber schon beschrieben, dass diese nach Antibiose deutlich positiv wurden, was lediglich zeigen würde, dass das Immunsystem die Borrelien erkennt. Daher kann man den Test auch wiederholen. Das Problem der Bewertung zur Aktivität der Erkrankung durch Tests ist offiziell auch bekannt. Doch würde dir das bei deinem Hausarzt Nutzen bringen? Für wiederholte Behandlungen fehlt dann oft der nötige Rückhalt, da es dazu kein gesichertes Erkenntnismaterial gibt.

Grundsätzlich werden Infektionen aller Art an der Antikörperbildung festgemacht, damit man nicht nur ins Blaue hinein therapiert. Hier weichen viele dann auf den LTT aus, der das eher leisten kann oder setzen ganz und gar nur auf das klinische Bild. Wichtig alleine ist aber, ob dir die Therapie Verbesserungen bringt. Ich würde vielleicht beim IMD in Berlin noch einen LTT versuchen. Jetzt allerdings während der Behandlung nicht und frühestens nach 8Wochen nach Beendigung der Antibiose oder sogar erst dann, wenn Beschwerden sich wieder verstärken.

Verbesserungen durch die Behandlung würde der Arzt ja vielleicht auch erkennen und fände ich die beste Argumentation, das könnte auch nicht wegdiskutiert werden.

LG Urmel
Hier noch die Blutwerte, einmal die aktuellen, einmal die vom November 2018.
Die Werte sind von unterschiedlichen Labors, der aktuelle Befund enthält leider eben nicht die Banden, die bei mir im ersten Labor als positiv getestet wurden. Die aktuellen Werte sind die, bei denen zu Beginn die Schilddrüsenwerte (TSH, ...) enthalten sind [attachment=5107][attachment=5108]
Interessant was Fehler (grenzwertig) bedeuten soll.

Ich vermute, dass der Test negativ gewertet wurde, weil die IgG insgesamt unter dem Grenzwert liegen. Auch wenn es ein andere Test ist, die Banden würden sich durchaus im Verlauf ändern.

Letztlich heißt es aber nur, dass sich dein Immunsystem derzeit nicht stark mit Borrelien auseinandersetzt. Das kann viele Ursachen haben. Das VlsE ist aber tatsächlich ein sehr wichtige Bande.

Entweder Borrelien sind nicht mehr die Hauptbaustelle oder sie haben sich zurück gezogen, so dass sie vom Immunsystem nicht mehr erreicht werden. Die Frage wäre, ob sie von Antibiotika noch erreicht werden können.

Ich denke, der Nachweis, dass du Kontakt zu Borrelien hattest, ist schon gegeben, über dessen Bedeutung weißt du ja, dass gestritten wird.

Die Frage bleibt, welche Weg du weitergehen willst und was für dich am meisten Sinn macht.

LG Urmel
(10.09.2019, 04:32)Regi schrieb: [ -> ]Und hier für die Schweizer:
https://www.sginf.ch/files/epidemiologie...nostik.pdf
Zitat:Serologische Untersuchungen eignen sich nicht zur Verlaufs- oder Therapiekontrolle.

Seite 2336, ganz zuoberst

zu der Schweiz-Veröffentlichung:
die Veröffentlichung ist ja von 2005. @Regi: Weisst Du, ob es da noch etwas neueres gibt?
Ergänzung jetzt: habe auf der Ursprungsseite gefunden, dass es nichts neueres gibt :-)


Wenn der Gesamt-Antikörperwert (d.h. nicht der Immunoblot) negativ ist, Banden im Immunoblot jedoch positiv: was würde dass dann bedeuten?

Sorry, bin durch den Wind - der permanent anhaltende Kampf mit Ärzten und Versicherungen macht mich balla-balla! (kämpfe seit 01.05. weiterhin um die Anerkennung, dass ich arbeitsunfähig bin!)
Aktualisierung gibt es nur zum PTLDS:
https://smw.ch/article/doi/smw.2016.14353/
Leider nur in Englisch und nicht sehr aufbauend hinsichtlich der Therapieoptionen.

Zitat:Wenn der Gesamt-Antikörperwert (d.h. nicht der Immunoblot) negativ ist, Banden im Immunoblot jedoch positiv: was würde dass dann bedeuten?
Nichts! Sad
... Na also, dann wissen wir ja wieder Bescheid: Alles nicht so schlimm.

Stimmt auch, bedingt: Für die meisten derer, die an uns verdienen, wäre schlimm, wenn es uns einfach nur wieder gut gehen würde. Doch sie verstehen nicht, dass sie sich am eigenen Ast sägen: Die Seuche breitet sich weiter aus, und am Ende bleiben zu wenig Beitragszahler übrig für das ganze schöne Geld, das es zu verdienen gilt.
so, hier nun mal wieder ein Update:

nachdem ich seit 1 Jahr bei meinem Borre-Spezi in Behandlung bin und anfangs nur mit Tini (gepuls alle ca. 4 Wochen) und später mit Kombi Amoxi/Tini behandelt habe, hatte ich den Eindruck, dass ich insgesamt gute Fortschritte Richtung Besserung erreicht habe.
Meine längste AB-Pause war jetzt, mit insgesamt 8 Wochen. Ich hatte zwischendurch (in der AB-freien Zeit) immer wieder mehrere Tage, an denen ich wieder eine Symptomverstärkung gespürt habe. Trotzdem wollte ich nicht so schnell wieder AB einwerfen.
Leider ging es aber immer schlechter, so dass ich jetzt wieder mit AB angefangen habe.
Bin gerade am 3. Tag von Amoxi. Ich merke auch, dass sich wieder etwas bessert. Heute ist mein Antrieb wieder minimal vorhanden und mein Kopf ist wieder etwas klarer. Leider habe ich jedoch heute auch wieder verstärkt (spürbare) Herzrhythmusstörungen und die Missempfindungen im Kopf, verbunden mit Kopfschmerzen. Ich werte das jetzt mal als Herx.
Werde in den nächsten Tagen auch Tini für 5-7 Tage dazu nehmen (Amoxi für mind. 14 Tage, max. 30 Tage).

Ein nächstes Update gibt es dann auch irgendwann mal wieder.
Hab leider keinen Hausarzt mehr - der letzte hat mich quasi aus seiner Praxis rausgeschmissen. Naja, werde halt die Blutuntersuchung selbst in einem Labor vornehmen lassen und selber bezahlen, ist ja nicht so teuer.
Gut, dass der Borre-Spezi mir die AB-Rezepte ausstellt, so kann ich es wenigstens als Selbstzahler noch von der Apotheke holen. Ich hoffe, bald wieder einen Hausarzt zu finden - ist in der Gegend in der ich aktuell wohne, leider nicht gerade leicht.

Ehemaliges Mitglied 1

(20.11.2019, 12:05)Zuversichtliche schrieb: [ -> ]Hab leider keinen Hausarzt mehr - der letzte hat mich quasi aus seiner Praxis rausgeschmissen. Naja, werde halt die Blutuntersuchung selbst in einem Labor vornehmen lassen und selber bezahlen, ist ja nicht so teuer.
Hallo zuvi,
Kann dein Spezi nicht einen Arztbrief an den Hausarzt schicken, in dem steht dass du diese Blutuntersuchung und ev EKG während der Therapie brauchst. Mein Hausarzt macht es jetzt ohne meckern.
Wie geht es dir aktuell?
Kannst du wieder arbeiten?
Ich bin ja auch ungefähr solange erkrankt wie du. Und könnte wieder 10 Wochenstunden arbeiten. Nur warte ich jetzt noch die Gerichtsverhandlung wegen Rehageld. Vielleicht wird mir ja was erstattet. Sonst muss I h wohl wieder arbeiten mit geldeinbusse.
Machst du auch etwas alternativ bzw. Spurenelemente und vitamine?
Die Serologie kann Borreliose nicht widerlegen. Das ist eine unwissenschaftliche Behauptung von der man sich nicht verunsichern lassen sollte. Die Deutsche Borreliosegesellschaft hat diesbezüglich in der Auseinandersetzung mit der Deutschen Neurologischen Gesellschaft (DNG) zahlreiche(!) peer-reviewed Studien präsentiert, die von der DNG nicht widerlegt werden konnten. Daher ist das Zitat in meiner Signatur leider zutreffend.
Was die VlsE-Bande angeht:

Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), schreibt: "In einigen Fällen ist VlsE als einziger Borrelien-spezifischer Antikörper nachweisbar und in diesem Fall der einzige Befund, der auf eine Borreliose hindeutet."
https://www.rheuma-online.de/aktuelles/n...e-und-pse/
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