Forum Borreliose & Co-Infektionen

Normale Version: Bin ich betroffen?
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Hi liebe Lymer,

mein erster Post.

ich habe viele psychiatrische Symptome, die der Psychiater nicht ausreichend in den Griff bekommt. Ich habe gehört, dass es sein kann, dass diese Symptome von versteckten Infektionen her rüren.

Ich reagiere auf eine Reihe von entgiftenden Nahrungsergänzungsmittel mit verschlimmerten psychischen Symptomen. MSM, NAC, Niacinamid. Zudem nehme ich seit letztem Freitag Cefuroximaxetil und da hat sich der psychische Zustand ebenfalls verschlechtert. Am Anfang EXTREME Müdigkeit, seit gestern Angst.

Ich hatte mal einen Zeckenbiss.
Hallo, herzlich Willkommen,

wie lange ist der Zeckenstich her?
Warst du davor Symptomfrei?
Wie äußern sich deine jetzigen Symptome genau?
Hast du mit Pferden zu tun (Borna Virus)?
Wofür bekommst du das Antibiotikum?
Danke. Der Zeckenstich war in meiner Kindheit (Jetzt 30). Symptomfrei war ich selten in meinem Leben. Die Symptome sind eine Mischung aus Depression und Angst (soziale Phobie). Mit Pferden habe ich nix zu tun. Ich hatte eine eiternde Wunde am Ohr. Ich hab einfach gehört, dass teilweise Infektionen sich nur durch psychische Symptome äußern können. Und meine Reaktion auf Antibiotika und Nahrungsergänzungsmittel macht mich stutzig. Mein Psychologe meint, das wäre wieder eine irrationale Angst von mir. Aber es ist nicht nur Angst. Gegen eine Infektion kann man was machen. Gegen psychische Symptome mit Psychopharmaka leider oft nicht! Es ist teilweise auch eine Hoffnung, dass ich etwas Behandelbares habe was das Ganze auslöst!
Hallo Jay,

schwierig zu sagen, durch was das ausgelöst wird, was dich quält. Wurdest du nach dem Zeckenstich in deiner Kindheit auf Borreliose behandelt?

Nimmst du das Antibiotikum wegen der Entzündung am Ohr?

Müdigkeit ist eine normale Sache unter Antibiotika - Angst kann viele Gründe haben, das ist nicht ganz so typisch für eine Borrelieninfektion. Du bräuchtest jemand, der dir da weiterhilft und auch nach weiteren Infektionen schauen mag und sie auch behandeln mag, das ist nicht einfach.

Bartonellen oder Toxoplamen stehen u.a. im Verdacht psychischen Symptome auslösen zu können, dazu würde ich dir dann aber raten, einen der Spezis zu suchen, wenn du es möglich machen kannst, die dem nachgehen und ob andere Behandlungne dann greifen.

Erstmal liebe Grüße

Urmel
Nein ich wurde nicht auf Borreliose behandelt. Ich glaube es war wohl nicht dieser typische Borreliose Ausschlag da.
Genau das Antibiotika wegen der Entzündung im Ohr. Habe gejuckt und dann hat es sich wohl infiziert.

Ich soll also einen Borreliose Spezialisten suchen? Kennen die sich dann auch mit anderen Erregern aus?
Als ersten Schritt würde ich beim Hausarzt auf einen Borreliose-Bluttest bestehen. Fällt der positiv aus, hast du schon mal was in der Hand und bekommst, je nach Arzt, weitere Antibiotika verschrieben. Du könntest dann beobachten, wie du dich damit fühlst. Fällt der Test negativ aus, spricht das allerdings nicht gegen eine Borreliose!

Nachtrag: Habe erst jetzt gesehen, dass es in Co-Infektionen steht und gar nicht um Borreliose an sich geht … Sorry! Rolleyes
Hi Jay

Das Bartonellen extreme psychische Symptome auslösen können, habe ich am eigenen Leib erfahren. In der link-Sammlung des Forums ist momentan zudem ein case-report, bei dem es um psychiatrische Symptome einer Bartonelleninfektion geht. Weiter können eine ganze Menge andere Erreger in Frage kommen: Babesien, Brucellen, Borrelien, Streptokokken etc. Bei letzteren gibts sogar einen Namen für die Krankheit: PANDAS-Syndrom https://de.wikipedia.org/wiki/PANDAS . Das sind meist Kinder, die nach einer Streptokokken-Infektion psychische Auffälligkeiten entwickeln. Eine Behandlungsoption sind da Antibiotika, manchmal lange und nur vorbeugend. Das sei bei von Zecken übertragenen Infektionen nicht möglich, meint das Gros der Ärzteschaft. Wahrscheinlich ist hierfür das sogenannte ZAS (Zeckenallergiesyndrom) verantwortlich, welches bei den betroffenen Ärzten akut auftritt, sobald der Patient erwähnt, er sei vor Ausbruch der Krankheit von einer Zecke gebissen worden.
Hallo Jay, Infektionen können solche Symptome auslösen.
Aber persönlich würde ich vermuten, dass allermeistens auch irgendetwas anderes wie Schmerzen, Schwitzen usw. auftreten würde. (Google doch einmal: Bartonella and Babesia Symptom Checklist. Da kannst du sehen, welche Symptome in Frage kommen.)
Sollte es dir mit dem Antibiotikum gegen die Ohrgeschichte aber insgesamt viel besser gehen, würde ich das weiterverfolgen und einen Arzt suchen, der bereit ist, über eine mögliche Infektion nachzudenken.
Alles Gute und viele Grüße
Berta

PS: Einen Bluttest würde ich nicht sofort durchsetzen, sondern nur in einem guten Labor und mit einem Arzt, der auch handeln würde. Sonst hast du hinterher einen falsch negativen Test aus einem schlechten Labor, was dir auch nicht weiterhilft.
Außerdem solltest Du für einen Bluttest warten bis fünf bis sechs Wochen nach der letzten Antibiotikaeinnahme vergangen sind da sonst die Ergebnisse verfälscht werden können.
(03.04.2019, 13:14)Herbst schrieb: [ -> ]Wahrscheinlich ist hierfür das sogenannte ZAS (Zeckenallergiesyndrom) verantwortlich, welches bei den betroffenen Ärzten akut auftritt, sobald der Patient erwähnt, er sei vor Ausbruch der Krankheit von einer Zecke gebissen worden.

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