Forum Borreliose & Co-Infektionen

Normale Version: Weidetierhaltung senkt Durchseuchungsrate, 2015 (!)
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Ehrlichgesagt, verstehe ich jetzt nicht die Verlinkung zu der Nabu-Veranstaltung zu 2019 - muss ich aber auch nicht verstehen?

Liebe Grüße Urmel
Die Überschrift dieses Threads bezieht sich kontextuell auf den verlinkten Forums-Beitrag/Kommentar.

Themenübergreifend...
- NABU über Weidetierhaltung: https://brandenburg.nabu.de/natur-und-la...grund.html
- https://www.agrarheute.com/tag/weidetierhaltung
...und der Wolf bleibt als Jäger im Wald - wenn Renaturierung und Agrarwende konstruktiv organisiert werden.
... Tja, krudan, passt alles, was du berichtest.

Jedoch nicht zu unterschätzen: Jagdrecht ist Landrecht, und Landrecht ist Feudalrecht. Unter der Jägerschaft gibt es erstaunlich viele Mediziner. *schmunzelt*

Und noch etwas:

Mich wundert, dass wohl noch niemand der Frage nachging (als Forschungsfrage!), wieso Borrelien in den Zecken beim Saugen an Wiederkäuern abgetötet werden...
Zitat:wieso Borrelien in den Zecken beim Saugen an Wiederkäuern abgetötet werden...

Aus:
https://www.bundestag.de/resource/blob/5...f-data.pdf


Zitat:5. Gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse wie das Immunsystem von Wiederkäuern Borrelien bekämpft? Falls ja können sich daraus Ansätze für die Behandlung von Borreliose ergeben, gibt es Forschungsprojekte in dieser Richtung?
Auf die Frage, ob es wissenschaftliche Erkenntnisse gebe wie das Immunsystem von Wiederkäuern Borrelien bekämpft, antwortete Nijhof, es werde vermutet, dass der alternative Weg der Komplementaktivierung72 dabei eine Rolle spiele und anwesende Komponenten in der Blutmahlzeitdie vorhandene Borrelien in den Zecken eliminieren würden.73 Niijhof verwies auf Veröffentlichungen von Nelson et al. (2000) und Kurtenbach et al. (2002), die nachfolgend kurz besprochen
werden:
Kurtenbach et al. (2002) vermuten, dass das Komplementsystem von Wirbeltieren eine derHauptkomponenten der Immunantwort ist („complement system of vertebrates is one of he major effector components of defence against microorganisms”

74). Der klassische Weg sei in der Regel antikörperabhängig, wohingegen der alternative Weg direkt durch die Zelloberflächen aktiviert werden könne („the alternative pathway can be activated directed by cell surfaces“


Zitat:Auch nach telefonischen Angaben von Prof. Matuschka gibt es bislang noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, wie das Immunsystem von Wiederkäuern Borrelien bekämpft.77

Laut Prof. Kraicy, vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Frankfurt am Main, sind die derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse, wie das Immunsystem von Wiederkäuern Borrelien bekämpft, außerordentlich fragmentarisch, lückenhaft und nur wenig erforscht.

Die institutseigenen Forschungsprojekte zum Thema Überleben von Borrelien in verschiedenen Tierspezies und der zugrundeliegenden Mechanismen der Immunevasion würden vermuten lassen, dass das angeborene Immunsystem der unterschiedlichen Tierspezies eine wesentliche Rolle in diesem Szenario spiele. Insbesondere der Interaktion der verschiedenen Borrelienspezies mit Komponenten des Komplementsystems der entsprechenden Tierspezies sei eine große wissenschaftliche Bedeutung zuzumessen. Durch institutseigene Untersuchungen hätte nachgewiesen werden können, dass Seren von Wiederkäuern eine sehr starke bakterizide Wirkung auf alle fünf humanpathogenen Borrelienspezies ausüben würden, die in Deutschland vorkommen.

Seines Wissens gebe es allerdings in Deutschland keine Arbeitsgruppe, die dieses Forschungsgebiet bearbeite.78 Eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit zu diesem Aspekt aus dem Jahr 2016 von Kraicy Travelling between Two Worlds: Complement as a Gatekeeper for an Expanded Host Range of Lyme Disease Spirochetes79 findet sich in den ANLAGEN.

Prof. Kraicy und weitere Experten gehen davon aus, dass weiterführende Untersuchungen auch aus medizinischer Sicht hilfreiche Ansätze liefern würden, um die Pathogenese der Lyme-Borreliose zu verstehen und um neue Therapieoptionen zu ermöglichen. Weitere, nicht nur punktuelle, sondern auch interdisziplinäre Untersuchungen wären sicherlich nicht nur für die Bekämpfung der LB, sondern möglicherweise auch für die Bekämpfung anderer Erreger, die von Zecken
übertragenen werden, gewinnbringend. Kilpatrick et al. (2017) listen die Bereiche auf, wo Unsicherheiten bestehen, und es weiterer Forschung bedarf:
Bisher hatte ich immer gedacht, dass Kühe zu groß sind und nicht alt genug werden, um an Borreliose zu erkranken.

Dass Rehe immun gegen Borrelien sind, ist ja schon länger bekannt und als Forschungsgegenstand ähnlich interessant, wie der Umstand, dass versch. Wildtiere Giftpilze durch eine eigene Enzymatik und Darmflora relativ problemlos vertragen.

Mit dieser vom Waldgeist verkündeten Bekanntmachung der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages von 2017 bzw. dem Thread-Thema ansich eröffnen sich ja erstaunliche neue Perspektiven :-)
zu #6 "Wissenschaftlicher Dienste des Bundestages"
(vom "Steinbock" der sich eigentlich nicht verändern möchte)

Der Bundestag kennt das schon seit 2017, auch die Version für Menschen.
https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...?tid=10515

Es ist so warm und ich entfernte heute 2 Zecken aus mir, darum Icon_xp-close-button
Und die Zecke selbst
https://www.der-postillon.com/2016/04/ze...pfung.html
https://www.der-postillon.com/2017/10/ze...griff.html
Auch Bären übertragen Borrelien
https://www.der-postillon.com/2017/06/vo...rgang.html
... Tja, danke für die Beiträge an euch!

Aber ehrlich gesagt: Noch dankbarer wäre ich, wenn die entsprechende Fachwissenschaft ihre Hausaufgaben etwas gründlicher machen würde (oder machen dürfte????)...
https://www.3sat.de/gesellschaft/schweizweit/die-ideale-kuh-100.html

Die ideale Kuh ... "funktioniert" ohne Kraftfutter (Getreide, Soja etc.) umweltfreundlich nachhaltig, bei guter Milchleistung - findet sich z.B. im Hochlandrind, entsprechend dem Credo "Weniger ist mehr" & "Fasten statt Mästen".

In diesem Rahmen würde der Heumilch-Kodex dann auch seinem Namen 100% gerecht werden.

Bisherige Turbo-Getreideanbauflächen (i.B. Mais und Weizen) könnten dann zum Teil der Renaturierung von Wald- und Wiesenlandschaften in der EU zugeführt werden, was zudem die Öko-Korridorbildung zw. Naturschutzgebieten erleichtert.
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