Forum Borreliose & Co-Infektionen

Normale Version: Polyneurophatie durch Borreliose
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Seiten: 1 2
Guten Morgen,

gestern hatte ich nun doch noch einmal ein Termin beim Neurologen.
Angeblich ein besonders guter, der gern auch mal über den Tellerrand
schaut. Mit starken Fußbrennen und Taubheitsgefühlen in den Füßen
habe ich mich bei ihm vorgestellt. Er war erstaunt dass die Nervenleit-
Geschwindigkeit bei "angeblich NULL" lag und attestierte mir eine
sehr schwere Nervenschädigung und/oder Polyneurophatie (PNP). Ich
erzählte auch von einem Zeckenstich vor 15 Jahren. Darauf ging er gar
nicht ein. Stattdessen sagte er mir, dass die Schädigung nicht reversibel
sei.

Mein Frage hier ins Forum: "Ist das so?" Oder gibt es durch "Borre"
ausgelöste Fälle, wo sich die PNP wieder gebessert hat?

Statt zu resignieren hat der "Neuro" jetzt meinen Kampfgeist geweckt.
LG
UlliBu
Wie kann er sagen, dass die Nervenschädigungen nicht reversibel sind, wenn er keine Ursache benannt hat? m.M. nach ist die Ursache essentiell, um auch den weiteren Verlauf/Regeneration prognostizieren zu können. Immerhin können sich bedingt auch Nerven regenerieren (auch wenn sehr langsam...). Sollten aber Bakterien (z.B. auch Borrelien), Viren, Nährstoffmangel, Umweltgifte, Zucker (diabetische Polyneuropathie), Medikamente (Medikamentös induzierte periphere Neuropathien, also z.B. auch Antibiotika), Alkohol usw. als Belastung/Ursache weiter vorliegen, wird kein Regenarationsprozess eintreten. Nützlich dazu zu wissen: Nervenregeneration
Fordere bei ihm eine Ursachensuche ein, denn eine Nervenleitgeschwindigkeit von 0 hat Ursachen! Da die Ursache vielfältig sein kann, tut sich hier auch ein komplexes Feld auf... (zur Info vielleicht auch hilfreich: Dr. Barop - Polyneuropathie) an Deiner Stelle würde ich wahrscheinlich die Lumbalpunktion durchführen lassen, die du mal abgelehnt hast (nicht primär wg. Borreliose, da sollte beiläufig mit drauf geschaut werden (da hattest du ja schon reichlich AB...), sonderen wg. der möglichen weiteren Ursachen/neurologischen Erkrankungen ..., aber das ist nur (m)ein Gedanke...)

P.S. Bzgl. Borreliose induzierte Nervenschädigung, kommt es auf den betroffenen Nerv und dann auch Schädigungsgrad an (korreliert oft mit Erkrankungsdauer). In z.B. den Rauer-Videos/Publikationen der DGN, sind Patienten mit beginnender Spätphase (Taubheitsgefühle, Kribbeln/Brennen in den Extremitäten) durch AB komplett beschwerdefrei geheilt worden, bei länger vorliegender Erkrankung werden Schäden dann auch nicht mehr reversibel ... z.B. Fokus Neuroborreliose (achte auf die Fallbeispiele z.B. das mit der Blasenfunktionsstörung (länger bestehend, wo er meint ein Schaden ist entstanden...) oder der Herr, der sich antibiotisch nicht behandeln lies...)
Wahrscheinlich sorge ich jetzt für noch mehr Verwirrung: Bei dem Stichwort "brennende Füße/Fußsohlen" denken viele Amis sofort an Bartonellen.
(Solche Fußbeschwerden habe ich auch oft, habe aber den Eindruck, dass hier die meisten mit Borreliose das eher nicht haben.) Sollte man aber im Hinterkopf behalten.
Viele Grüße Berta
Borreliose "frisst" B-Vitamine. Dies kann Polyneuropathien verursachen.
Schulmediziner kennen und erfassen diese Zusammenhänge nicht.

Bei mir war es ein ausgeprägter Vit.-B2-Mangel. Seitdem ich substituiere
habe ich deutlich weniger Probleme in den Beinen.
Danke an alle für die Antworten. Ich soll noch einmal Blut lassen. Möglicherweise wegen einer Neuinfektion. Möchte aber selber das Labor bestimmen. Wer liefert derzeit den zuverlässigsten Borrellientest. Komme aus Hamburg.
Danke für Hinweise.

UlliBu
Ich würde mein Blut ins IMD Berlin schicken wollen. Da Du so fragst gehe ich davon aus dass es ein Kassentest, also der Elisa werden soll. Du weißt warscheinlich, nur wenn der Elisa positiv ist wird der WesternBlot gemacht. Zwei Stufen Diagnosik. Ich würde dem Arzt vorschlagen, den WesternBlot auf jeden Fall zu machen, selbst wenn der Elisa negativ ist und diesen dann selbst zu bezahlen.
https://www.imd-berlin.de/spezielle-komp...liose.html
Hier kannst Du anrufen und fragen wie Du selbst oder Dein Arzt das Blut am besten hinschicken sollt, evtl. schicken sie Dir Päckchen oder was zum verschicken zu.
Wie lange ist die vermutete Neuansteckung denn her?? Denn der Test braucht vier bis sechs Wochen bis er anschlägt.

Es ist ein Labor mit gutem Ruf das sich prüfen lässt.
Wenn es ein LTT werden soll, kannst Du ihn auch dort machen, dieser ist aber bei Schulmedizinern nicht anerkannt.

Auch dieses Labor hat einen guten Ruf
https://www.arminlabs.com/de/services/ti...orreliosis
hier hatten Bekannte die sicher erkrankt waren positive Testergebnisse die woanders negativ waren, aber ob es der Elisa war weiß ich nicht mehr, vielleicht war es auch der Elispot der nicht immer einen guten Ruf hat, hab ich genau vergessen. Auch hier gibt es den Elisa und Blot aber ich glaube nicht auf Kasse, man kann auch anrufen und fragen wegen Blut hinschicken und Kosten oder Kasse.

In Hamburg kenne ich mich nicht aus, vielleicht hat noch jemand anders was auf Lager.

Hast Du das mit dem B12 wegen der PNP mal abklären lassen, wenn nicht würde ich das machen. B12 Mangel kann zu so etwas führen, darüber sollte man sich vorallem Gedanken machen, wenn man Gastritis hat oder Magenschoner nimmt.
Hier wie man das am besten testet.
https://www.vitaminb12.de/mangel/urintest/
Zitat:Selbst bei einem Vitamin-B12-Spiegel im oberen Normalbereich kann faktisch ein klinischer Mangel in den Zellen vorliegen. Aussagekräftiger hingegen ist es, entweder allein das bioverfügbare Vitamin B12 (Holo-TC-Test) oder die Konzentrationen verschiedener Stoffwechselprodukte zu messen, die sich bei einem zellulären Vitamin-B12-Mangel verändern – darunter vor allem die Konzentrationen von Homocystein und Methylmalonsäure (MMA).
Kann sein dass die PNP bei Dir eher von der Borreliose kommt, aber ich habe das auch abklären lassen denn ich habe auch PNP, es kann ja auch zweigleisige Ursachen geben.
Die Tests gibts beim HA auf Kasse.
Ich denke der Stich liegt gut zwei Monate zurück. Urplötzlich tauchen merkwürdige Symptome auf (Gelenk-, Rücken- und Gliederschmerzen), Nachtschweiß, sich massiv gerädert fühlen ... und und und. IMD hatte
ich auch schon dran gedacht, bin aber verwirrt ob Kasse oder nicht.

Dir auf jeden Fall "Herzlichen Dank" borrärger. Ich bin gespannt.

UlliBu
Elisa ist im IMD auf Kasse und nur wenn der positiv ist bekommst Du den Blot, und den dann auch auf Kasse.

Wenn der Elisa negativ ist, gehst Du mit negativem Elisa nach Hause, ohne Blot. Ich würde aber nicht darauf verzichten wollen, denn der Blot kann auch was anzeigen obwohl der Elisa negativ gewertet ist und Du bekommst ihn sonst nicht zu sehen.

Daher würde ich Dir empfehlen Deinem Arzt zu sagen, dass Du im Falle eines negativen Elisa trotzdem einen Blot machen möchtest und diesen, also nur den Blot, dann selbst bezahlst. Du kannst ja fragen was er kostet. Da es acht Wochen her ist bräuchtest Du meines Wissens IGM und IGG, beides ist getrennt zu bezahlen.

Die andere Variante ist bei Deinem alten Labor zu bleiben, wenn Du da noch Werte hast, kannst Du jetzige Veränderungen vielleicht besser sehen, als bei einem anderen Labor, da die Tests sich von Labor zu Labor unterscheiden. Wenn bei einem normalen Arzt gemacht, muss es auch auf Kasse sein, wie beim IMD, beim Spezie kann es anders sein.

Den LTT müsstest Du sowieso selbst bezahlen, ca. 130€.

Warscheinlich würde ich erst zum alten Labor in dem Du früher getestet hast und sehen was raus kommt. Wenn Du da negativ bist oder keine Veränderung zu alten Ergebnissen und doch überzeugt bist Dich neu angesteckt zu haben, kannst Du imernoch zum IMD.

Oder Du lässt den Arzt einfach machen ohne irgendwelchen bestimmte Labore und ohne das selbst bezahlen vom Blot und gehst dann bei negativem Ergebnis zur Absicherung noch zum IMD über einen anderen Arzt. Vielleicht ist ja auch gleich alles positiv, und Du sparst Dir so Kosten. Wollen wir ja in dem Fall nicht hoffen.

Vielleicht erkläre ich zu umständlich aber besser kann ich es nicht.
Genau das, was ich befürchtet habe: Laborergebnis negativ. Weder aktuell noch zurückliegende Borreliose. Hausärztin: "Ich verlass' mich auf die Laboruntersuchung, habe aber selbst keine Ahnung von Borreliose."
Ein anderes Labor sei nicht möglich, sie hätte einen Rahmenvertrag mit diesem Labor geschlossen. Gut das
ich noch meinen Borrespezi habe, der aber privat abrechnet. Jetzt lasse ich noch mal auf eigene Faust/Kosten
Blut untersuchen. Überlege ob IMD oder Chronikerlabor im Harz. Bin grad richtig SAUER....
Ja das ist gut zu überlegen, ich habe jetzt Deine Geschichte nicht auf Lager weiß also nicht ob Du Dir (noch) sicher bist mit der Borreliose und nur endlich ein positives Testergebnis in der Hand haben willst, oder ob Du selbst noch auf Diagnosesuche oder auf Verlaufskontrolle aus bist.

Zwei Bekannte die auf jeden Fall Borreliose hatten , (oben bereits erwähnt ) hatten im IMD nur negative Tests einer hatte im Deutschen Chroniker Labor dann endlich positive Ergebnisse, mit welchem Test weiß ich nicht mehr und die Andere auch im DCL was positives und später mit dem Elispot von Aminlabs nochmal was positives. Hier schreibt Sie was zum DCL Ergebnis, den Elispot bei Animlabs hat sie später gemacht.
https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...#pid103557
Ob die Tests der anderen Labore so genau und empfindlich sind wie die aus dem IMD kann ich nicht beurteilen, dem IMD wird da besonders viel Gutes nachgesagt, aber ob die Anderen wirklich schlechter sind Huh und warum zum Teil hier ein schlechterer Ruf kausiert und ob er berechtigt ist kann ich gar nicht wirklich sagen. Man müsste mal parallel testen, aber ist mir auch zu teuer.
https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...#pid103530

Womöglich hat der Spezie zu dem Du willst auch eine Idee dazu, aber vielleicht willst zum Termin schon Ergebnisse haben.

Vielleicht magst Du dir die Symptomlisten zu Co.Infektionen angucken.
https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...#pid145286
Seiten: 1 2