Forum Borreliose & Co-Infektionen

Normale Version: Laborwerte Infektiologie
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Im Dezember letzten Jahres habe ich eine Blutuntersuchung durchführen lassen. Leider kann mir bis jetzt keiner Auskunft geben wie ich diese Werte beurteilen soll. BorG 884 (+) siehe Anhang.
Ich hoffe, jemand aus dem Forum kann mich aufklären. Danke im voraus.
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Hallo,

du müsstest dir den Originalaborzettel holen, dieser scheint aus der Patientenkartei.
IgG Antikörper werden von den "normalen" Ärzten meist als abgelaufene Infektion gewertet.
Ich finde sie sind recht hoch in deinem Fall und der Bestätigungstest (Westernblot) ist positiv. Leider stehen da nicht die Banden dabei...
Hallo roburk,

Willkommen bei uns. Letztlich ist es ein positiver Befund auf Borrelien. Man kann nicht zwischen einer aktiven oder überstandener Borreliose alleine aus den Blutwerten schließen. Originalbefunde wären sicherlich besser zu interpretieren.

Es gehören jedoch grundsätzlich die eventuell vorhandenen Beschwerden dazu sowie die Entstehungsgeschichte dieser möglichen Beschwerden. Daraus lässt sich dann ggf. ableiten, welche weiteren Schritte gegangen werden könnten.

LG Urmel
Hallo roburk,

Von wann ist denn das Labor? Wenn die Symptome passen, solltest du behandeln.

Liebe Grüße, Ixodes
Da ausser einer typisch aussehenden Wanderröte oder ACA kein Symptom beweisend ist für Borreliose, gehört nebst Tests, Vorgeschichte und Symptomen auch der Ausschluss anderer möglicher Krankheiten zur Diagnostik. Die Tests können aktive nicht von früher durchgemachten Borreliosen unterscheiden und eine Therapiekontrolle ist auch nicht möglich. Warum wurde der Test gemacht? Zur Diagnosefindung oder als Therapiekontrolle?

Der Titer (die Zahl auf dem Befund) erscheint mir auch recht hoch. Ich weiss nicht, ob man bei so hohen Titern noch von Seronarbe (Antikörper von ausgeheilter Infektion) sprechen kann. Die Wissenschaft schweigt sich dazu aus. Der WesternBlot ist der Bestätigungstest. Das darf nicht falsch verstanden werden. Er bestätigt die Diagnose nicht. Ein positiver WesternBlot bestätigt, dass der positive Antikörper-Titer nicht wegen einer anderen Krankheit positiv ist, was möglich ist. Hier findest du weitere Erklärungen zum Fiasko mit den Borreliosetests:
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=8747

LG, Regi
(03.01.2020, 22:05)Ixodes schrieb: [ -> ]Hallo roburk,

Von wann ist denn das Labor? Wenn die Symptome passen, solltest du behandeln.

Liebe Grüße, Ixodes
Diese Meinung teile ich keinesfalls. Solange nicht bekannt ist, warum getestet wurde, welche Beschwerden vorhanden sind und welche Krankheiten schon ausgeschlossen wurden, kann das nichtmal ein Arzt ansatzweise beurteilen. Die Borreliosetests können dafür zuwenig.

LG, Regi

Ehemaliges Mitglied

@ roburk
eigentlich gibt das Labor eine Stellungnahme ab.
Solche Testverfahren sind bei Borreliose aber nur ein Teil der Diagnose.

Was ist ein Western Blot, das will ich Dir mal etwas näher bringen. Eigentlich wird er erst nach einem positiven ELISA Test durchgeführt. (Privat natürlich immer möglich)
Banden, durch sie kann einiges in den Fokus rücken.
http://www.dieterhassler.de/index.php?id=175
http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Tabel...n-Blot.htm

Wenn es Dich jetzt sehr neugierig gemacht hat, was es mit diesen Testverfahren auf sich hat dann schau doch mal hier ab S. 74 aus dem Jahr 2001 rein.
Einige Labore sind in den Jahren zwar etwas sensibler geworden, weil es nach wie vor kein standardisiertes Testverfahren im Bereich der Borreliose gibt.
https://d-nb.info/972806237/34
Herzlichen Dank für die informativen Mitteilungen.
Leider komme ich erst jetzt dazu eure Kommentare zu lesen. Am 4.1.2020 begann ich mit der Einnahme von Wilder Karde. Daraufhin bekam ich am selben Tag kurz bevor ich ins Bett ging einen "kleinen" Schüttelfrost und ich fror trotz zweier Zudecken. Auf den Gang zur Toilette hatte ich das Gefühl ich bekomme einen Kreislaufkollaps und hatte zusätzlich Alpträume.
Diese Symptome waren am nächsten vorbei. Was dazu kam war eine extreme Schlappheit, Appetitlosigkeit und Müdigkeit.
Seit heute scheint das gröbste überstanden.
Auslöser waren sehr starke Schmerzen im Schulterbereich, Schulterblatt und Schlüsselbein. Ursprünglich schob ich diese Schmerzen auf meinen relativen langen aber intensiven Krankenhausaufenthalt (Krebs).
Nach der Reha dachte ich das dauert seine Zeit bis dein Körper wieder einigermaßen belastbar ist. Ich hatte in meinem Bewegungsablauf keine großen Einschränkungen. Bei bestimmte Bewegungen wie beispielsweise Jacke anziehen hat ich starke Schmerzen. Ich ging zum Orthopäden. Seine Diagnose: Altersverschleiß, REHA Sport hilft weiter.
Da ich alle meine gesundheitlichen Vorfälle seit meinem ersten Borrelioseschub aufzeichne mußte ich für mich feststellen das viele Symptome die gleichen Anzeichen vorwiesen wie 2016 bei meinem letzten Schub.
Übrigens habe ich meine Geschichte ab 2008 in meine Benutzer-CP hochgeladen.
Da ich einen Bluttest (Chemo) machen mußte wegen Nierenfunktion habe ich privat den Auftrag gegeben auch nach Borrelien zu testen.
In deinem Profil steht unter anderem:
Zitat:Zufällig hatte ich in den nächsten Tagen einen Hautarzt Termin. Ich hatte einen Tellergroßen rötlich gefärbten Fleck am inneren linken Oberschenkel. Das ist ja eine Wanderröte war seine erste Aussage. Eine Blutprobe ergab die Bestätigung Borreliose.
Sehe ich es richtig, dass du seit dieser Rötung (Erythema migrans) kein Anitibiotikum bekommen hast?
Dann war der Test eine Art Verlaufskontrolle?

Welche Untersuchungen hat der Orthopäde für seine Diagnose gemacht?

Weil ich selbst auch immer wieder Probleme mit Sehnen, Bändern und Muskeln habe, ist mir dieser Artikel in den Sinn gekommen:
Erkrankung der elastischen und kollagenen Fasern bei Lyme-Borreliose
Beim Artikel handelt es sich um die Meinung eines unserer Spezis und Lösungsansätze betreffend Behandlung fehlen. Geltende Lehrmeinung äussert sich nicht zu solchen Spätfolgen einer Borreliose. Aber ich sehe nicht ein, warum Borrelien nebst irreversibler Schäden an der Haut (z.B. ACA) nicht auch im gesamten Bindegewebe einen solchen Schaden anrichten können, zumal die Affinität der Borrelien zum Bindegewebe immer wieder beschrieben wird.

Da bei mir Bewegungstherapie (ausgenommen angepasste Wassergymnastik) immer zu einer Verschlechterung führte, würde ich die Plausibilität der Diagnose des Orthopäden genau überprüfen wollen. Welche Untersuchungen mit welchen Befunden mit welcher Aussagekraft wurden durchgeführt?

Ich habe es wie Markus verstanden. Du hast nur diese eine AB-Therapie im 2008 gemacht? Ich würde mir an deiner Stelle mit einem Therapieversuch mit AB eine Chance geben wollen, auch wenn bei mir persönlich die Bindegewebs-Problematik dadurch nur geringfügig verbessert wurde. Weswegen hattest du trotz Wanderröte keine AB-Therapien mehr seit 2008? Hast du sie nicht bekommen oder willst du sie nicht?

LG, Regi
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