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Normale Version: Schlafstörungen
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Bisher haben mich die Themen EBV und Borreliose sehr beschäftigt. Was in den letzten Monaten für mich in den Vordergrund gerückt ist, ist ein neues sehr mühsames und lästiges Leiden, - Schlafstörungen.

Ich will daher mal kurz zusammenfassen, was ich bislang darüber herausgefunden habe.

Mehrere Faktoren beeinflussen den Schlaf:

1. Ernährung:
Nahrungsmittel die L-Glutamin und Tryptophan enthalten sollen zur Produktion von GABA (unterbindet die "Reizweiterleitung" im Gehirn) bzw. Serotonin (Vorstufe von Melatonin) unterstützen. Aufgrund diverser Diäten eben wg. Verdacht auf EBV oder Borr. versuche ich beide "Stoffe" in meinen Ernährungsplan einzubauen

Weiters soll hier wichtig sein, ausreichend Grünen Tee zu trinken; enthält einen Stoff der EGCG heißt, der offenbar auch für den Schlaf wichtig ist

Sonst ist bei der Ernährung noch auf einen gesunden Eisenspiegel, Magensium u.a. mehr zu achten...

2. Vagus Nerv bzw. Parasympathikus aktivieren
Dieses Thema ist eher neu für mich klingt aber jedenfalls interessant. Der Vagus oder auch die Teilabschnitte Parasympathikus (Beruhigungsnerv) und Sympathikus ("Stressnerv") sind u.a. für das Herunterfahren der vegetativen Körperfunktionen (Atmung, Puls, Schlaf, etc.) verantwortlich.
Offensichtlich gibt es eine Reihe von Maßnahmen die helfen sollen den Parasympathikus zu aktivieren. Z.B. kalt duschen, Sport betreiben, gesellschaftlicher Umgang (z.B. Bewegungsspiele, oder auch nur mit einem guten Freund plaudern), Augenbrauen hochziehen und mit den Ohren wackeln, die Augen reiben, etc. etc.

Nun ja, vieles von dem versuche ich seit einigen Tagen zu machen; Erfolg sehr mäßig bisher; Schlaf letzte Nacht (trotz Sport, kalt duschen etc. eine Katastrophe

3. Medikamente
Offenbar gibt es drei Medikamente die hier in Frage kommen:
a) Trimipramin (soll den Schlaf und die Qalität dessen am wenigsten bis gar nicht beeinflussen) - Nebenwirkungen?
Dieses Medikament ist bei uns in Ö nicht erhältlich bzw. müßte (wenn ein Arzt gewillt ist - was bei mir noch keiner war) z.B. aus Deutschland bestellt werden.

b) Trittico - bei mir hat das katastrophale Nebenwirungen ausgelöst - zwei mal Notaufnahme (ein mal sogar mit Notarzt)
c) Mirtazapin - vertrage ich noch eher (allerdings schon mittelprächtiger Schwindel und Müdigkeit tagsüber - habe hier streckenweise bis zu einer halben Tablette genommen; so richtig toll wirkt es finde ich nicht, weil ich sehr intensive und teilweise schlechte Träume habe und dieses Medikament (glaube ich) auch die Schlafqualität negativ beeinflusst;


c) Von den Benzos hab ich derzeit noch Zoldem (Z-Substanz) in Verwendung (hin und wieder eine viertel Tablette)
Schlafe davon so drei Stunden pro Nacht (nehme ich nur wenns überhaupt gar nicht mehr anders geht) und richtig erholt fühle ich mich überhaupt nicht; abgesehen davon sind mir Benzodiazepine bzw. Z-Substanzen ein Graus, man weiß ja, was die anrichten können...

Derzeit bin ich wirklich schon sehr gerädert und erschöpft. Das alles mit Job und Kind zu handeln ist echt eine Challenge... hoffe ich finde bald mal was was wirklich hilft. Baldrian, Melisse, Hopfen und diese ganzen pflanzlichen Sachen aus der Apotheke haben bisher nicht den durchschlagenden Erfolg gebracht.

Vielleicht kennt das jemand und hat was gefunden... für Tipps bin ich natürlich gerne offen und dankbar.

Natürlich hilft nicht jedem dasselbe aber vielleicht hab ich noch was übersehen was ich noch probieren könnte.

Ansonsten muss ich mich wohl oder übel wieder dem Mirtazapin zuwenden, ggf. die Dosis erhöhen und schauen wie ich davon wieder los komme.
Ich würde Melatonin probieren.
(08.11.2020, 16:22)Markus schrieb: [ -> ]Ich würde Melatonin probieren.
Danke! Das ist als Zusatz in vielen pflanzlichen Arzneien dabei. Hat leider nicht richtig geholfen.
Ich bin mir nicht sicher, ob es das reine Melatonin überhaupt ohne Rezept gibt. Und dann hängt es ja auch von der Dosierung ab. Wie viel mg hast du genommen?
Ich habe sehr(!) gute Erfahrungen mit Calmvalera injekt von Hevert gemacht. Mit der parenteralen Verabreichung treten die Wirkstoffe unmittelbar in die Blutbahn und entfalten entsprechend schnell ihre Wirkung.
Mirtazapin ist und bleibt ein Antidepressiva. Meine Mutter sollte dieses Medikament auch wegen ihrer Schlafstörungen nehmen und der Schuss ging absolut nach hinten los. Am liebsten hätte ich die Ärztin verklagt...
(08.11.2020, 16:51)Markus schrieb: [ -> ]Ich bin mir nicht sicher, ob es das reine Melatonin überhaupt ohne Rezept gibt. Und dann hängt es ja auch von der Dosierung ab. Wie viel mg hast du genommen?
Die Tabletten die ich habe, haben das von 1 - 1,9mg enthalten.
(08.11.2020, 18:04)Gabi68 schrieb: [ -> ]Ich habe sehr(!) gute Erfahrungen mit Calmvalera injekt von Hevert gemacht. Mit der parenteralen Verabreichung treten die Wirkstoffe unmittelbar in die Blutbahn und entfalten entsprechend schnell ihre Wirkung.
Mirtazapin ist und bleibt ein Antidepressiva. Meine Mutter sollte dieses Medikament auch wegen ihrer Schlafstörungen nehmen und der Schuss ging absolut nach hinten los. Am liebsten hätte ich die Ärztin verklagt...
Vielen Dank für die Info. Bin wirklich für alles was helfen könnte sehr dankbar. Das ist mir jetzt neu. Bei den Inhaltsstoffen scheint es sich um etwas homöopathisches zu handeln. Leider glaube ich nicht an Homöopathie und deshalb fällt bei mir Placebo weg.

Sehe ich das falsch oder gibt es doch andere (als homöopathische) Inhaltsstoffe?

Von Mirtazapin bin ich nicht begeistert, es scheint aber zumindest (neben anderen unerwünschten Wirkungen) schlaffördernd zu wirken. In der Not frisst der Teufel Fliegen... um mal eine Phrase zu bemühen... ;-)
(08.11.2020, 18:05)burns schrieb: [ -> ]Die Tabletten die ich habe, haben das von 1 - 1,9mg enthalten.
Das scheint mir sehr niedrig dosiert zu sein, aber da müsstest du evtl. selbst mal recherchieren. Ich hatte früher mal Kapseln mit 3 mg und das war glaube ich schon die niedrige Stärke.
(08.11.2020, 19:07)Markus schrieb: [ -> ]
(08.11.2020, 18:05)burns schrieb: [ -> ]Die Tabletten die ich habe, haben das von 1 - 1,9mg enthalten.
Das scheint mir sehr niedrig dosiert zu sein, aber da müsstest du evtl. selbst mal recherchieren. Ich hatte früher mal Kapseln mit 3 mg und das war glaube ich schon die niedrige Stärke.
Alles klar. Besten Dank für deine Info. Schau mir das mal näher an.
Schlafstörungen kenne ich nur zu gut. An Medikamenten hat mir eigentlich gar nichts mehr geholfen, nicht mal Benzodiazepine.
Ich konnte nach langer "Übung" zum Glück sämtliche Medis absetzen. :) Ist wirklich Übungssache und dauert ein wenig, ich meditiere viel. Ein kleiner Schritt dabei, um abends zur Ruhe zu kommen, waren und sind bei mir Dankbarkeitsübungen. Praktisch lag ich wach im Bett und habe mir so "kleine Dinge" bewusster gemacht, die mir so tagsüber passiert sind und denen ich meine Dankbarkeit schenken möchte. Das kann alles Mögliche sein, was uns so tagsüber passiert aber nur wenig direkte Aufmerksamkeit bekommt. Es fühlt sich anders an, wenn man dies wieder mehr ins Bewusstsein holt. Mit der Zeit und bissl Geduld wird man echt ziemlich zufrieden und sehr ruhig, jetzt schlafe ich darüber oft auch direkt ein...;)

Hier mal ein kleiner Artikel dazu:
https://www.livenet.ch/magazin/gesundhei...rkeit.html
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