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Normale Version: Lasst ihr euch impfen gegen Corona
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Hallo,

ich wollte mich mal bei euch umhören, wenn es dann irgendwann die Impfung gegen Corona gibt, lasst ihr euch dann impfen? Ich tendiere im Moment eher gegen eine Impfung. Wie seht ihr das?
Definitiv nein. Es mussten ja schon mehrere Studien wegen schwerwiegender Nebenwirkungen (Transverse Myelitis) und auch mindestens einem Todesfall pausiert werden. Der gesunde Menschenverstand sagt einem eigentlich, dass vor allem die Langzeitfolgen nicht untersucht sein können innerhalb einer so kurzen Zeitspanne und das, obwohl es sich um ein ganz neues Impfstoffkonzept mittels mRNA handelt. Gestern sah ich einen Stream auf ARD, wo eine Professorin (Virologin) interviewt wurde. Da wurde auf die Frage nach dem Risiko auch komplett ausweichend geantwortet.

Empfehle in diesem Zusammenhang das Interview mit Prof. Hockertz anzuhören, auch für diejenigen, die sich impfen lassen wollen. Man sollte diese Argumente zumindest mal gehört haben um zu einer ausgewogenen Entscheidung zu kommen.
https://www.youtube.com/watch?v=kWpzfqW34lA

Ich würde mich allerdings auch nicht impfen lassen, wenn der Impfstoff ausreichend getestet wäre und nach herkömmlicher Methode (Antigen + Wirkverstärker) entwickelt wäre. Einfach aus dem Grund, weil Corona in meiner Altersgruppe keine wirkliche Gefahr darstellt (Sterblichkeit wie bei Grippe bzw. niedriger). Bei multimorbiden, alten Patienten könnte das Kosten-Nutzen-Verhältnis eventuell positiv sein, vorausgesetzt der Impfstoff ist sicher (kann aber niemand wissen) und wirksam.

Andererseits ist die Frage was die Regierung sich noch einfallen lässt, wenn sich kaum jemand impfen lassen will. Insofern bin ich dankbar für jeden, der dieses Lebendexperiment an sich vollziehen möchte.
Ich weiß es noch nicht, mischka, tendiere aber eher dazu mich nicht impfen zu lassen. Mir fehlen da tatsächlich noch Langzeitstudien dazu. Aber ich kann mich auch in die Privatheit zurückziehen und muss nicht tagtäglich da raus. Es sind die Menschen, die sich impfen lassen, die uns allen dann ein "normaleres" Leben wieder ermöglichen. Daher bin ich da auch sehr zwiegespalten - auf der einen Seite möchte ich natürlich wieder mein normales Leben aufnehmen, wieder Geld verdienen und nicht darauf warten müssen, dass Messen irgendwann vielleicht mal wieder stattfinden dürfen (ergo müsste ich mich eigentlich impfen lassen). Auf der anderen Seite würde ich schon ganz gerne wissen, welche Langzeitfolgen da auf einen zukommen könnten, wenn man sich für eine Impfung entscheidet (ergo müsste ich mit der Impfung eigentlich so lange zuwarten, bis man hier von möglichen Langzeitschäden überhaupt sprechen kann). Dieses persönliche Dilemma + die Unwägbarkeit was dann mit der Neuroborreliose sein könnte, lässt mich etwas rat- und entscheidungslos zurück.

Dass Impfstudien pausiert oder abgebrochen werden ist übrigens ein ganz normaler Fall und wenn ich alles richtig verfolgt habe, dann sind das bei den über 100 Corona-Impfstudien gerade mal zwei gewesen, die unterbrochen werden mussten. Eigentlich ist das ein gutes Zeichen, weil man so merkt, dass es ernstgenommen wird und die Sicherheit des zukünftigen Impfstoffes höchste Priorität hat.

Impfen ist ja (meist) eine sehr persönliche Entscheidung und Diskussionen darüber sind leider oft davon geprägt, dass da vermeintliche Gegner meinen aufeinander einprügeln zu müssen. Daher meide ich eigentlich gerne Impf-Diskussionen und hoffe sehr, dass wir hier ohne Ressentiments und ergebnisoffen für jeden einzelnen diskutieren können.

Ich habe auch noch die Aussagen einiger  Forenmitglieder im Kopf deren Borreliose erst nach einer FSME-Impfung so richtig ausgebrochen ist. Ob das dann bei einer zukünftigen Corona-Impfung auch der Fall ist und ob diese Impfungen vergleichbar sind? Ich weiß es nicht.
(11.11.2020, 18:28)AnjaM schrieb: [ -> ]die Sicherheit des zukünftigen Impfstoffes höchste Priorität hat.
Das ist ja gerade nicht der Fall, wenn der Impfstoff in wenigen Monaten durchgepeitscht wird, was sonst 5-10 Jahre dauern würde. Es handelt sich ja zudem um eine komplett neue Impfstofftechnologie, von der Sorte bisher weltweit kein Impfstoff zugelassen wurde. Und nein, ich bin kein genereller Impfgegner.

Meines Erachtens muss jeder für sich folgende Fragen beantworten:
- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich mit Corona infiziere?
- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich einen schwerwiegenden Verlauf davon trage?
- Wie hoch ist die Wirksamkeit eines potentiellen Impfstoffs?
- Wie ist die Sicherheit des Impfstoffs, insbesondere Langzeitfolgen wie Krebserkrankungen und Autoimmunerkrankungen?

Da die Frage nach den Langzeitfolgen logischerweise für die nächsten 5-10 Jahren offen bleiben muss, würde ich eine Impfung - wenn überhaupt - nur für Hochrisikopatienten in Erwägung ziehen, da dort eventuell ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis vorliegen könnte. Ich sehe generell überhaupt keine Indikation zu einer massenweisen Impfung, da von der Erkrankung für den überwiegenden Teil der Bevölkerung kaum eine Gefahr ausgeht, jedenfalls nicht mehr als von der Grippe. Wer sich dann zu einer Risikogruppe zählt und impfen lassen will soll das halt tun, ich hoffe aber mal es bleibt freiwillig und es werden nicht über die Hintertür Zwangsmaßnahmen kommen (z.B. Impfung notwendig um an Arbeitsplatz, Schule, Uni, etc. zu kommen).
Von einer Grippeimpfung rät mir mein Arzt ab, als Borreliosebetroffener.

Ob man das verallgemeinern kann, weiß ich nicht.
Seit ich darum weiß, habe ich jedenfalls keine Impfung mehr über mich ergehen lassen und auch eine Coronaimpfung bisher nicht in Erwägung gezogen.

Man kann das natürlich unter dem Aspekt der gesammtgesellschaftlichen Verantwortung betrachten, aber wenn es nach hinten losgeht bin ich mit dem Dilemma allein.
Da trägt keine Gesammtgesellschaft etwas mit, wie beim Thema Borrelioseverleugnung hinreichend offensichtlich.
Das Risiko bleibt schön persönlich.
Ich sehe es so, dass man sich mittel-langfristig dem Virus nicht entziehen kann. 
Ob ich nun die mRNA durch das Virus oder den Impfstoff in den Körper bekomme, ist eigentlich egal. Da ist es mir durch Impfung eigentlich lieber. Die kürzlichen Impfungen gegen Pneumokokken und Grippe habe ich gut vertragen. Für meinen Teil war das auch ein Test, wie ich derzeit auf Impfungen reagiere. Zu wünschen wäre es, dass sich tatsächlich viele, die keine Probleme mit Impfungen und unklareren Beschwerden im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten haben, impfen ließen, um diese Risikogruppe, die sich nicht impfen lassen sollte zu schützen.
Ich verzichte, wie sehr viele andere auch, auf sehr vieles derzeit. Ein erstrebenswerter Dauerzustand ist das nicht. 
Es wird sowieso allerdings dauern, bis der Impfstoff flächendeckend überhaupt zur Verfügung steht. Bis dahin wird es noch weitere Erkenntnisse geben.
(11.11.2020, 20:03)Markus schrieb: [ -> ]
(11.11.2020, 18:28)AnjaM schrieb: [ -> ]die Sicherheit des zukünftigen Impfstoffes höchste Priorität hat.
Das ist ja gerade nicht der Fall, wenn der Impfstoff in wenigen Monaten durchgepeitscht wird, was sonst 5-10 Jahre dauern würde. Es handelt sich ja zudem um eine komplett neue Impfstofftechnologie, von der Sorte bisher weltweit kein Impfstoff zugelassen wurde. Und nein, ich bin kein genereller Impfgegner.

Stimmt.
Noch keine Meinung.
Für mich noch ein ungelegtes Ei.

Ich möchte aber gern den Hinweis (Zotti) hier zur Grippe aufgreifen, weil ich dazu gerade in einer Auseinandersetzung war.

... Für die 44. Meldewoche (MW) 2020 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 14 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das Robert Koch-Institut übermittelt (Datenstand: 3.11.2020).
Aus und mehr

https://influenza.rki.de/

Weiter (ein Brief aus 2015)

... Aber 20 000 Tote?! Wer hat das ermittelt?
Der oben genannte Beitrag verrät uns, dass es tatsächlich nur 5 000 bis 8 000 Tote sind. Und dass nur einmal, nämlich in der Saison 2012/13 so viele, nämlich 20 000 Tote, zu beklagen waren.

Aber im Kleingedruckten auf Seite 38 ff. erfahren wir dann, dass die 20 000 Toten bloß geschätzt sind (!) 

Freundlicherweise verraten uns die Experten der AG Influenza, beziehungsweise des Robert Koch-Instituts aber auch, wie viele Menschen wirklich empirisch nachweisbar an Influenza gestorben sind.

„Laborbestätigte Todesfälle“ durch Influenza in den Jahren 2010 bis 2013:

26 bis 198 pro Saison . . .
Aus und mehr

https://www.aerzteblatt.de/archiv/170864...odesfaelle

Und FSME
...In Österreich sind 82 % der Bevölkerung geimpft gegen FSME,
das sind 6 Millionen Impfungen,

aber 3 Impfungen nötig.

"Insgesamt wurden im Jahr 2018

181 FSME-Fälle gemeldet, davon haben sich 154 Patientinnen und Patienten in Österreich angesteckt und waren auf Grund der FSME stationär im Krankenhaus aufgenommen. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2017 116 Fälle."
Zwar sind die Österreicher noch immer Weltmeister, was die FSME-Schutzimpfung betrifft,
Ich finde die Videos von Clemens Arvay (Biologe) sehr interessant, der sich kritisch mit der Impfung auseinandersetzt z.B. hier: https://www.youtube.com/watch?v=Sqt3LZy0lyk

Hier ist übrigens der Stream vom ZDF: https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/...f-100.html

Dort wurde die Virologin Prof. Protzer von der TUM befragt, bei Zeitmarke 10:07 erfolgt die Frage nach etwaigen Langzeitfolgen des Impfstoffs worauf Protzer die Antwort auf eine Frage gibt, die nicht gestellt wurde und die eigentliche Frage unbeantwortet lässt. Ein Nachhaken der Moderatorin erfolgt nicht. Wenn man so berechtigte Zweifel zerstreuen will, wird das nichts.
Ich bin auch noch unentschlossen. Fühle mich eigentlich sowohl für den Impfstoff, als auch für das Virus selbst noch zu krank... Confused

Von außen her sehe ich meinen Sohn als "größte Gefahrenquelle". Er will sich auch impfen lassen. Allerdings ist man dann ja längst selbst noch nicht sicher, so wie ich es verstanden habe, können auch Geimpfte Überträger des Virus sein.
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