Forum Borreliose & Co-Infektionen

Normale Version: Antibiotika-Einsatz in Tierhaltung soll reduziert werden
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http://www.tagesschau.de/inland/antibiotika116.html

"Hintergrund der Gesetzesänderung ist die Sorge vor einer wachsenden Anzahl an Antibiotikaresistenzen durch zu häufigen und unsachgemäßen Einsatz der Medikamente etwa bei Masttieren. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 1734 Tonnen Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt - mehr als doppelt so viel wie noch im Jahre 2005."


Massentierhaltung sollte generell abgeschafft werden!!!
Icon_schweinegrippe
Keine Killerkeime auf meinen Teller!

Auf engstem Raum tausende Hühner, Rinder und Schweine zusammenpferchen – das funktioniert nur unter massivem Einsatz von Antibiotika. So werden Megaställe zu Brutstätten für Antibiotika-resistente Keime, die über Fleisch, Eier und Gemüse auf unserem Teller landen. Jetzt muss der Bundestag den hohen Antibiotika-Einsatz stoppen.

Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell!
https://www.campact.de/antibiotika/appell/teilnehmen/
Genau darum bleibt mir für die Argumentation der Borreliose-Hardliner nur ein müdes Lächeln. Die Förderung von AB-Resistenzen ist nicht auf Langzeit-Antibiosen von Borreliose-Betroffenen zurückzuführen sondern auf den masslosen Einsatz von AB, um Gewinne zu maximieren. Aber die Wirtschaft muss um jeden Preis geschützt werden. Kranke können bleiben, wo sie sind.....

Mir muss kein Arzt mehr mit Resistenzen argumentieren.

Weiss der Teufel, inwieweit der Einsatz von AB in der Tiermast Einfluss auf die Virulenz von Borrelien hat. Borrreliose ist immerhin eine Zoonose.

LG, alien
Vor Jahren gab es schon den Arztspruch: "Wollen sie AB für ihre Bronchitis, oder reicht 2x Hühnerfrikassee?"

...und wenn man hört, dass in der Tierhaltung 4x mehr Antibiotikaeinsatz stattfindet als in allen deutschen Krankenhäusern zusammen, dann scheint mir eine Lösung dieses Problems, zumindest aus Richting " Fleischindustrie" in weite Ferne gerückt zu sein.

Es sei denn, die Lösung kommt von der anderen Seite. Von uns. Einfach mal ein/zweimal die Woche auf Fleisch verzichten. Das war früher ganz normal, siehe den Freitag bei den Katholiken. Aus dem so gesparten Geld können wir uns dann Fleisch aus artgerechter Tierhaltung kaufen.( ich sage extra nicht Bio, denn da ist auch nicht alles Gold, was glänzt...) Früher war es auch ganz normal, dass es Fleisch nur Sontags gab und niemand litt an Mangelerscheinungen.
Mal abgesehen davon, dass diese Vergiftung der Tiere für unsere Gesundheit nicht gerade förderlich ist, verstehe ich im Leben nicht, wie wir denken können, dass das Fleisch von gequälten Tieren uns in irgendeiner Form guttuen kann.....ob mit oder ohne AB.
Wir regen uns, zu Recht, über die Antibiotika auf und verdrängen gekonnt die Bilder der gequälten Tiere.
Die Produzenten sagen, der Markt gibt es her und leider haben sie recht.
(19.09.2012 18:32)Filenada schrieb: [ -> ]Massentierhaltung sollte generell abgeschafft werden!!!

Ja, finde ich auch!!! Fleisch muss nicht billig sein. Niemand braucht täglich Fleischberge auf dem Teller. Bei diesem Thema kann ich (auch) wütend werden [Bild: n010.gif]
Couch
Zitat:01.04.2015 | 10:54
Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit bei Masttieren vergleichen Stallpflicht für Geflügel in Risikogebieten aufgehoben


Erste Daten aus Antibiotika-Monitoring veröffentlicht

Berlin - Mit den gestern veröffentlichen Daten aus dem staatlichen Antibiotika-Monitoring wird erstmals die Therapiehäufigkeit in Betrieben, die Rinder, Schweine, Hühner und Puten zur Mast halten, gleichzeitig für die Landwirte und für die Überwachung offenkundig.
Aus
http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichte...78497.html
Das ist der Hintergrund. (1. Link) Meine Kritik, damals, nicht LANDwirtschaftliche Bauern sondern TIERhalter Bauern wären interessanter. Wissenschaftlich alles mit ? versehen.
Zitat:Rund 500 Landwirte im nördlichen Emsland erhalten am Mittwoch ungewöhnliche Post. In einem Brief werden sie gebeten, an einem Massen-Keimtest teilzunehmen - und zwar im Rahmen einer Wette. Absender ist die Erzeugergemeinschaft Hümmling in Lorup, deren Geschäftsführer die Wette ausgesprochen hat. Landwirte sind nicht häufiger Träger des gefährlichen Krankenhauskeims MRSA als andere Menschen - das jedenfalls wettet Genossenschaftschef Bernd Terhalle.
Mehr:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersac...sa154.html
Jetzt liegt ein Ergebnis vor. Die Überschrift
Zitat:Bauern nicht belasteter als andere
Doch etwas weiter -
Zitat:Im Labor sind die Proben der Bauern allerdings auch auf multiresistente Keime aus der Nutztierhaltung untersucht worden. Und da liegt der Wert wesentlich höher: Den sogenannten laMRSA-Keim tragen 135 Bauern in ihrem Körper, also 38 Prozent der Getesteten
Aus
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersac...sa180.html
Persönlich denke ich über solch eine Aktion - nicht begriffen was es bedeutet, dieses Problem der multiresistenten Keime. So scheint mir auch dann der Umgang mit AB's in der Praxis der Tierhalter.
2012 war das Problem schon erkannt.
http://www.deutschlandfunk.de/angst-vor-...e_id=79056
Das ist das Ergebnis nach 2 Jahren, was ich fand. Sad
http://www.welt.de/gesundheit/article130...Keime.html
Das ist doch sehr bedenklich, wie konzentriert einige Landkreise das AB verbrauchen. Ich hoffe Wasser und Bodenproben werden dort jetzt intensiv durchgeführt.
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/A...ka408.html
Wegen der Vollständigkeit der "Sauerei".
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/n...16810.html
als Ergänzung:
Zitat:.......
Schweine-MRSA quasi endemisch
Dieses Problem bzw. das Überspringen von Artgrenzen konnte man in den letzten Jahrzehnten auch an anderer Stelle beobachten. Lange Zeit ging man davon aus, dass MRSA (multiresistenter Staphylococcus aureus), an dem in Europa jährlich mehr als 170.000 Menschen erkranken, „nur“ ein hausgemachtes Problem durch die übermäßige und unbedachte Gabe von Antibiotika bei banalen Infekten sei. Doch Prof. Voss fand im Jahr 2004 die erste Übertragung von einem Schweine-MRSA auf den Menschen. Inzwischen sind etwa 80 Prozent der Schweine und rund 50 Prozent der Rinder mit dem Schweine-MRSA (ST389) infiziert. Der Erreger kann bei engem Kontakt zu Nutztieren leicht auf den Menschen übertragen werden. Das Risiko dafür ist 138fach erhöht. Schweinezüchter in industriellen Tiermastbetrieben mit großem Antibiotikaeinsatz sind praktisch ständig positiv für Schweine-MRSA. Inzwischen gab es auch erste Übertragungen von Mensch zu Mensch, wie Prof. Voss berichtet. Deutschlandweit liegen die tierassoziierten MRSA-Fälle bei ein bis zwei Prozent – im Krankenhaus jedoch bereits bei 30 Prozent.

Solange die Darm-Blut-Barriere intakt ist, stellt das für die Betroffenen selbst kein Problem dar. Doch egal, ob es sich um ….. Mitarbeiter von Tierzuchtbetrieben oder auf anderen Wegen mit multiresistenten Keimen infizierte Personen handelt, sie stellen indirekt eine Bedrohung für andere Patienten dar. Gelangen unwissend Infizierte dann noch in ein Krankenhaus, besteht die Möglichkeit, die Keime auf z. B. immunologisch geschwächte Personen zu übertragen. „Hygienefehler passieren in unseren wirtschaftlich unter hohem Druck stehenden Krankenhäusern ständig“, sagt Dr. Lübbert. In Europa weist Deutschland inzwischen den mit Abstand schlechtesten Pflegeschlüssel im Krankenhausbereich auf, sodass eine deutsche Krankenschwester doppelt so viele Patienten zu versorgen hat wie ihre Kollegin in Norwegen oder in den Niederlanden. „Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Wenn dann ein Patient beispielsweise nach langer Wartezeit auf ein Spenderorgan auf der Intensivstation mit einem multiresistenten Keim infiziert wird und daran verstirbt, dann hat das für den einzelnen Menschen eine ziemliche Dramatik erreicht.“....
Quelle: http://news.doccheck.com/de/83048/multir...us-mumbai/
Christine Hutterer
7. Mai 2015
Seiten: 1 2
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