Forum Borreliose & Co-Infektionen

Normale Version: Projekt Borreliose Prävention
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Es ist ja offensichtlich nicht, als wäre dies nicht in das Bewußtsein der politisch Verantwortlichen vorgedrungen:

Eine Borrelioseerkrankung ist mit gravierenden Folgen verbunden, die bis hin zu schweren Organsymptomen und neurologischen Störungen reichen.


und immerhin:

In diesem Programm sollen mit Hilfe biologischer Methoden neue Ansätze zur Reduktion der durch Zecken verursachten Borrelia-Infektionen entwickelt werden. Neben der Borreliose-Prävention sollen auch andere durch Zecken übertragene Erreger, insbesondere z.B. FSME-Erreger, erfasst werden.

Im Borreliose-Forschungsprogramm werden in zwei Projekten insbesondere populationsdynamische Untersuchungen zu Ixodes spec. und seinen Reservoirwirten untersucht, um die Grundlagen biologischer Methoden der Schädlingsbekämpfung zu erarbeiten. Das Ziel dabei ist eine Reduktion der durch Zecken verursachten Infektionen beim Menschen.


http://www.bwstiftung.de/forschung/laufe...ntion.html

Hilft uns leider nicht ganz viel, aber man fragt sich unwillkürlich, warum man es den Borrelikern trotz offenbar erkannter Problematik immer so schwer macht.
Zitat:Im Borreliose-Forschungsprogramm werden in zwei Projekten insbesondere populationsdynamische Untersuchungen zu Ixodes spec. und seinen Reservoirwirten untersucht, um die Grundlagen biologischer Methoden der Schädlingsbekämpfung zu erarbeiten.

An sich ein interessantes Thema, jedoch in Deutschland durch Tierschutzbestimmungen schwierig durchzuführen.

Das Problem ist nämlich, dass man wohl kaum Tiere dafür verwenden darf, um infizierte Zecken daran auszuprobieren. Das heißt die Effektivität der Methoden zur Schädlingsbekämpfung ist nur sehr schwer zu überprüfen.

Es arbeiten auch ander Arbeitsgruppen daran, u.a.

In einem weiteren Verbundprojekt, AgroScapeLab, das die Zusammenhänge zwischen Landnutzung und Biodi­versität erforscht, untersuchen wir zusammen mit Tierökologen und Botanikern der Universität Potsdam und Geo­ökologen der Technischen Universität München, wie sich die Nutzung und Pflege der Landschaft auf die Zecken­population, ihre Wirte und Erreger auswirken und wie sie somit indirekt die öffentliche Gesundheit beeinflussen können.

http://sozdia.de/index.php?id=1181&type=98

Alles sehr interessant und sehr wissenschaftlich.

Liebe Grüße Urmel
Zitat:Hilft uns leider nicht ganz viel, aber man fragt sich unwillkürlich, warum man es den Borrelikern trotz offenbar erkannter Problematik immer so schwer macht.

Man fragt sich das - aber solange die gängige Lehrmeinung ist, dass eine Borreliose egal in welchem Stadium mit drei Wochen Antibiotika immer geheilt ist, gibt es offiziell dieses Problem nicht im Bewusstsein, der Entscheidungsträger und vor allem der Kostenträger.
Das Problem ist nämlich, dass man wohl kaum Tiere dafür verwenden darf, um infizierte Zecken daran auszuprobieren

bist du da sicher ?

ich frag mich schon lange, wie man ganz konkret bei der impfstoffentwicklung am menschlichen probanden vorgeht ???
mit oder ohne zecken ????
kriegen die geimpften per spritze einen borreliencocktail geschossen ???
igitttt.
grübel........

Icon_nixweiss
hanni
Liebe Hanni, so habe ich das gestern vernommen. Prof Matuschka und Dr. Richter haben in Gießen einen langen Vortrag gehalten und darüber geklagt, wie schwer es ist, Tierversuche durchzuführen.

Bei der Impfstoffentwicklung beim Menschen ist man gerade bei der ersten Testphase. Ich glaube kaum, dass es ethisch vertretbar wäre Menschen infizierte Zecken anzuheften oder ihnen einen Borreliencocktail zu spritzen. Ich würde rennen, so schnell es geht. Icon_spritzeIcon_dinosaurier07

Aber nach Auffassung der Tierschützer, ist es wohl auch ethisch nicht vertretbar, Tieren das anzutun, zumindest wird das wohl in Deutschland nicht genehmigt , um die Infektionswege zu erforschen. Das soll schon sehr seltsame Blüten getrieben haben.

Wir sind die Kaninchen Icon_ostern2_smile können wir noch hoffen, nicht gebraten und verzehrt zu werden Icon_winkgrin

Liebe Grüße Urmel
Zitat:ist es wohl auch ethisch nicht vertretbar, Tieren das anzutun

Stimmt!
@ urmel - ich würde schon gar nicht bewußt als versuchskaninchen antreten, auch für viiiel kohle nicht.

erste phase jetzt - okay - aber lymerix ist an 10 000 (oder waren es mehr ?) menschen getestet worden, bevor es auf den markt kam.
WIE WAS ?
auf verträglichkeit.
auf sichere wirksamkeit.
WIE DAS ?
dazu braucht es ja eine infizierung nach der testimpfung - oder sollte die angebliche sicherheit nur aus in-vitro-beweisen hergeleitet werden ?
bestimmt nicht.
bitte klärt mich auf.......
Huh
Der Lymerix ist in den USA entwickelt worden. Die Amis sehen das nicht so eng mit den Tieren. Die Rücknahme vom Markt war angeblich erfolgt, weil die Firma Angst hatte, dass Forderungen bei Nebenwirkungen auf sie zukommen könnten.

Das ist eine gute Frage, wie sie das testen wollen, aber es wurde auch gesagt, dass es bis zum fertigen Impfstoff noch sehr lange dauern wird.

Es gibt ja dann auch die Möglichkeit der Langzeitbeobachtungen - aber das Studiendesign ist mir nicht bekannt. Vor allem fehlen wohl auch noch die nötigen Gelder, um das alles schon planen zu können.

Liebe Grüße Urmel
Urmel schrieb:Die Rücknahme vom Markt war angeblich erfolgt, weil die Firma Angst hatte, dass Forderungen bei Nebenwirkungen auf sie zukommen könnten.
Nebenwirkungen, die von Studienleiter (und IDSA-Leitlinienautor) Dr. Steere heraufbeschworen wurden
Das verhinderte Vakzin

Urmel schrieb:Das ist eine gute Frage, wie sie das testen wollen, aber es wurde auch gesagt, dass es bis zum fertigen Impfstoff noch sehr lange dauern wird.

Zitat:In der jetzt von "Lancet Infectious Diseases"publizierten Studie erhielten 300 Probanden, die noch keine Borrelien-Infektion durchgemacht hatten, drei Impfungen im Abstand von jeweils vier Wochen und eine Auffrischungsimpfung nach neun bis zwölf Monaten...

... Doch, so der Experte: "Wir können noch keine Aussage darüber treffen, ob der Impfstoff auch wirklich vor einer Lyme Borreliose schützt. Wir haben aber zeigen können, dass nach der Übertragung der schützenden Antikörper auf Mäuse und einer versuchten Infektion mit Borrelien mit infizierten Zecken bei den Tieren, ein Schutz besteht...

Das muss aber erst in einer groß angelegten Studie der Phase III auf die Wirksamkeit beim Menschen untersucht werden. Der Wissenschafter: "Vorerst machen wir noch weitere Studien an mehr Probanden auf die Verträglichkeit und die Immunogenität. Dabei untersuchen wir auch Probanden, die schon eine Borrelien-Infektion durchgemacht haben. Erst dann könnte eine Phase III-Studie starten. Da müsste man in Regionen, in denen die Lyme Borreliose häufig vorkommt, wahrscheinlich 10.000 bis 11.000 Probanden entweder mit dem der Vakzine oder einem Placebo impfen und zeigen können, dass die Vakzine zu einem statistisch signifikanten, nachweisbaren Schutz vor der Infektion führt...
http://www.kleinezeitung.at/magazin/well...iose.story

Zitat: Treten keine gröberen Komplikationen auf, wird er 2015 in die groß angelegte "Phase III“-Studie gelangen, bei welcher der Impfstoff an 10.000 bis 12.000 Menschen getestet werden soll. Um das Jahr 2020 könnte das Vakzin auf den Markt kommen...
http://www.profil.at/articles/1325/560/3...iose-sicht
...Wir haben aber zeigen können, dass nach der Übertragung der schützenden Antikörper auf Mäuse und einer versuchten Infektion mit Borrelien mit infizierten Zecken bei den Tieren, ein Schutz besteht...

na, also eben doch so Icon_winkgrin.

danke landei !
hanni
Referenz-URLs