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Normale Version: Studie: Vergleich von US- mit europäischen-Tests
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Med Microbiol Immunol. 2013 Nov 12. [Epub ahead of print]
Utility of serodiagnostics designed for use in the United States for detection of Lyme borreliosis acquired in Europe and vice versa.
Wormser GP, Tang AT, Schimmoeller NR, Bittker S, Cooper D, Visintainer P, Aguero-Rosenfeld ME, Ogrinc K, Strle F, Stanek G.
Source
Division of Infectious Diseases, New York Medical College, Valhalla, NY, 10595, USA, GARY_WORMSER@NYMC.EDU.

Abstract
Although two-tier testing is standard practice in both the United States and Europe for the serologic diagnosis of Lyme borreliosis (LB), the test kits generally differ. The purpose of this study was to determine if the testing used in the United States will detect LB acquired in Europe and vice versa. Testing was performed on a convenience sample of archived sera from 40 LB patients from Austria and 39 from the United States, using first- and second-tier test kits from both the United States and Europe. The sensitivity of four first-tier tests from Europe and two first-tier tests from the United States was similar. Thus, two-tier testing was compared to the C6 ELISA as the first-tier test, since it is licensed in both the United States and Europe. The sensitivity of C6 two-tier testing with US assays was 9/40 (22.5 % [95 % CI 10.8-38.5 %]) for detection of LB acquired in Europe, and just 20.0 % (95 % CI 2.5-55.6 %) in the ten European patients with neurologic involvement. These results differed significantly from the sensitivity of European C6 two-tier testing that was 70.0 % (95 % CI 53.5-83.4 %) overall (p < 0.001) and 90.0 % (95 % CI 55.5-99.7 %) for the European patients with neurologic manifestations specifically (p = 0.016). In contrast, the sensitivity of European and US C6 two-tier testing was similar for detection of LB acquired in the United States. Two-tier serologic testing with the US test kits may be unsatisfactory for detection of LB acquired in Europe. First-tier testing with an assay such as the C6 ELISA should be considered as a stand-alone diagnostic strategy in such cases.
PMID:
24218117
[PubMed - as supplied by publisher]


http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24218117


Ziel dieser Studie war es, festzustellen, ob die in den Vereinigten Staaten verwendet Tests in Europa erworbe LB erkennen und umgekehrt.
Die Tests wurden Seren von 40 Patienten LB aus Österreich und 39 aus den Vereinigten Staaten durchgeführt.
Die Sensitivität der vier großen Tests aus Europa und zwei erstrangigen Tests aus den USA waren ähnlich.
Die Sensitivität der C6 Zwei-Stufen-Tests mit US -Assays betrug (9 /40 22,5% [95% KI 10,8-38,5 %] ) für die Erkennung von in Europa erworben LB, und nur 20,0% (95% CI 2,5-55,6 %) bei den zehn europäischen Patienten mit neurologischen Beteiligung. Diese Ergebnisse unterscheiden sich deutlich von der Sensitivität der Europäischen C6 Zwei-Stufen-Tests, die 70,0% betrug (95% CI 53,5-83,4 %), insgesamt (p <0,001) und 90,0% (95% CI 55,5-99,7 %).


(Eine Sensitivität von 20% bedeutet z.B., dass von 100 tatsächlich Erkrankten mit dem jeweiligen Testskit nur 20 erkannt werden, während bei 80% der tatsächlich Erkrankten durch das Raster fallen und die Infektion unerkannt bleibt!)
Super Untersuchung, aufgrund derer Ergebnisse begründet angezweifelt werden darf, dass die alten gerne zitierten großen amerikanischen Behandlungsstudien auf Europa übertragen werden dürfen, so wie es derzeit gemacht wird.

http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=1463
Das Argument, dass amerikanische Studien nicht auf europäische Verhältnisse übertragen werden können, finde ich nach wie vor schwach, denn auch betroffene Amerikaner haben dieselben Probleme wie wir. Müssten sie es nicht besser haben, wenn amerikanische Studien für Amerikaner besser geeignet wären als für Europäer?

Wenn durch das Argument vernünftige Forschung in Europa angestossen wird, dann soll es mir recht sein. Sollten dann aber schon unvoreingenommene Forscher sein und nicht solche, die die Studienergebnisse dahingehend interpretieren, dass sie zu denselben Schlüssen kommen wie die Amerikaner, damit man Recht behält in dem Quatsch, den man jahrelang gepredigt hat. Immerhin ist jede Studie Interpretationssache, solange wir keinen Test haben, der zuverlässig diagnostizieren und den Therapie-Erfolg kontrollieren kann.

LG, Regi
Schaut mal, ich beschäftige mich gerade auf Grund der laufenden Verfahren mit einem "Durchseuchungstiter" der so oft vorgebracht wird.

Wenn ich das so richtig gefunden habe, beruht dieses Reiten auf dieser Annahme auf nur einer einzigen Studie!!!! die dazu wohl auch nur auf Kurzzeitbeobachtungen beruht.

Schaut mal hier:

http://www.erlebnishaft.de/dauerheilung.pdf

Das hab ich auch noch nicht gekannt:

http://ariplex.com/lyme/lymeblog/archives/26.htm
Zitat:
Aus einem Landesministerium ging vor wenigen Jahren ein Anruf bei einer Borreliose-Beratung ein: Bei der Obduktion mehrerer verstorbener Borreliosekranker seien regelrecht “zerfressene Herzmuskel” festgestellt worden; der Befund solle aber geheim gehalten werden, um keine “Panik” zu machen. Der Informant, selbst Naturwissenschaftler, wollte anonym bleiben. Vielleicht müssen erst – wie bei AIDS Rock Hudson – einige Medienprominente schwer erkranken, bevor sich die Kenntnis der Schrecken dieser “grausamen Krankheit” (Margrit Riemann, Ehefrau eines Borreliosekranken) verbreitet und die amtliche gesundheitliche Aufklärung die Borreliose als Desiderat entdeckt.
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