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Normale Version: DIE WELT "Bambi schützt vor Borreliose"
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DIE WELT
Artikel vom 25.05.2014

"Bambi schützt vor Borreliose

Je mehr Rehe und Hirsche im Wald leben, desto größer ist auch die Zeckenpopulation und damit die Ansteckungsgefahr für den Menschen. Neue Studien zeigen: Das Gegenteil ist der Fall"
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"Matuschka und Richter schließen daraus, dass Wiederkäuer auf die Borrelien einen Filtereffekt haben: Zecken infizieren sich nicht nur nicht an Wiederkäuern – sie verlieren sogar ihre Borrelien, wenn sie an Rehen saugen, und sind, wenn sie sich nach der Blutmahlzeit zu Boden fallen lassen, clean. Larven oder Nymphen müssen sich an Borrelienwirten wie Mäusen, Igeln oder am Boden brütenden Vögeln neu infizieren. Hat sich eine ausgewachsene Zecke an einem Hirsch gelabt, war es ohnehin ihre letzte Mahlzeit. Über die Eier werden Borrelien nicht an die folgende Zeckengeneration weitergegeben."
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"Die Lyme-Borreliose verbreitet mehr Schrecken, weil sie schlimme Spätfolgen haben kann, wenn die Infektion nicht gleich zu Beginn mit Antibiotika bekämpft wird beziehungsweise Zecken nicht entfernt werden, bevor sie ihre Borrelienfracht in den menschlichen Blutkreislauf entlassen. Man sollte Zecken also so schnell wie möglich entfernen, da die Borrelien dann ins Blut übergehen, wenn die Zecke zu saugen beginnt. Die Bakterien werden mit dem Zeckenspeichel übertragen, der die Blutgerinnung verhindert."

Quelle:

http://www.welt.de/print/wams/wissen/art...liose.html


Dazu passend:

http://www.verschwiegene-epidemie.de/201...orreliose/

http://www.asm.org/images/Communications...2ticks.pdf

Zecken/Kuh-Studie
ZDF Bericht
http://www.myvideo.de/watch/4023456/Neue...ber_Zecken

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ
Schutz der biologischen Vielfalt als Gesundheitsvorsorge?
„Bei uns unterstützt u.a. der Mangel an biologischer Vielfalt in der Agrarlandschaft, aber auch die geringe Vielfalt landwirtschaftlicher Nutzung, die Ausbreitung von Krankheiten", weiß Prof. Arthur Geßler vom Leibniz Zentrum für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg. So steige bspw. durch die rückläufige Zahl im Freiland gehaltener Wiederkäuer das Risiko, sich mit Borreliose anzustecken Die bakteriellen Erreger werden von Zecken übertragen. „Saugt eine infizierte Zecke jedoch auf Wiederkäuern, sterben die Bakterien aufgrund bestimmter Antikörper ab."
http://www.newsropa.de/index.php?id=115&tx_ttnews[tt_news]=19914&tx_ttnews[backPid]=7&cHash=491abece37
Zitat:
"Alle Faktoren schienen nun gefunden: die Hirsche als Hauptwirt der Hirschzecken und die Hirschzecken als Überträger eines Bakteriums, das, wie man nun immer genauer verstand, ursächlich für ein HOCHKOMPLEXES KRANKHEITSBILD ist"

Und was mussten wir Patienten uns alles anhören
Wir wurden als Hypochonder verspottet!
Eltern wurde das Münchhausen by Proxy Syndrom angedichtet und das Sorgerecht entzogen!
Borreliose-Patienten wurden in die Psychiatrie verfrachtet!
Wir wurden nicht behandelt!
Obwohl es schon seit Jahren neue wissenschaftliche Erkenntnisse gab, verweigerte man uns eine Therapie!
Nur wenige mutige Ärzte kämpften für uns!

Wie viele Ärzte wurden durch horrende Regresszahlungen in den Ruin getrieben? Und mancher Arzt in den Suizid!
Wie viele elend kranke Menschen verloren durch diese furchtbare Krankheit alles was sie hatten?
Wie viele Ehen gingen daran zu Bruch?
Wie viele Familien wurden zerstört?
Wie viele Verzweifelte nahmen sich das Leben?
Wie viele starben an den Folgen dieser grausamen Infektionskrankheit?

Und nie wurden sie müde zu behaupten die Borreliose wäre einfach zu heilen.
Und „Wo ist das Problem?“

Ich bin soo unendlich wütend
Und genau deshalb kämpfe ich
Liebe Petronella,
ich habe die Links noch nicht durchforstet, doch dieser Begriff ließ mich gleich recherchieren. HIRSCHZECKE
Zitat:Die Hirschzecken kommen nur in Nordamerika vor und werden dort deer tick und in manchen Gegenden auch bear tick genannt.[4] Sie sind äußerlich kaum von dem in Europa beheimateten Holzbock (Ixodes ricinus) zu unterscheiden und wurden daher im 19. Jahrhundert oft mit diesem in eine gemeinsame Art gestellt. Erst 1911 wurden die Hirschzecken als eine eigene Unterart Ixodes ricinus var. scapularis vom Holzbock unterschieden und später wieder als eigene Art anerkannt. Der deutschsprachige Name Hirschzecke wurde aber in Europa vielfach weiterhin auf Ixodes ricinus, den Gemeinen Holzbock, übertragen, weil dieser ebenfalls auf Säugetieren wie Hirsch und Reh parasitiert. Dies führt bis heute oft zu Verwechslungen
Aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hirschzecke
(Hirschlausfliege)
http://de.wikipedia.org/wiki/Hirschlausfliege
Hier brachte ich einmal ein Beispiel, S.15 + mit Augenmerk auf S.19
http://sikawild.org/User_files/549996e94...92ef50.pdf
Auch u.a. von Richter
http://sozdia.de/Wir-erforschen-Zecken.1181.0.html
Hintergrund - Wild
http://www.heimische-tiere.de/Hirsche_Deutschland.htm
In Norwegen hat man Versuchsweise einige Inseln Schalenwildfrei gemacht. Keine Verringerung der Zecken und auch Wiederbesiedlung von SW von allein. Der Natur mit sollchen fragwürdigen Versuchen ins Handwerk zufuschen, besser nicht. Australien hat damit einige schlechte Erfahrungen, und nicht nur die.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-28956980.html
hier muß ich doch noch einige anmerkungen zu anderen aspekten des welt-artikels machen, Dodgy is mir’n bedürfnis !!!

1.
von clean bei von rehwild abgefallenen zecken kann man wirklich nicht sprechen !
vielleicht frei von borrelien, wenn es denn stimmt. aber gerade rehe sind in unseren breiten die zb. am höchsten infizierten babesienträger: nämlich 54,9%. hirsche 76,5%. babesien werden im gegensatz zu borrelien immer in den eierstöcken der zecken an die larven weitergegeben, da is nix mit verschwindibus nach rehblutmahlzeit !
http://www.oegtpm.at/fileadmin/public/Ve...ochnik.pdf
von rickettsien, anaplasmen, ehrlichien u.a. ganz zu schweigen.

in folgender studie wurden immerhin in 33% der zecken - von rehkitzen abgesammelt – borrelia garinii gefunden ! hier spricht man auch vorsichtig nur von einer reduzierung der borrelienprävalenz.
http://www.stmgp.bayern.de/aufklaerung_v...eliose.pdf

2.
dann, hurra, entlastet unser welt-redakteur am ende seines artikels triumphierend die jägerschaft, der ja aus bestimmten ecken vorgeworfen wird, zuviel schalenwild im wald zu belassen =>
„Dass Jäger aber das Risiko für durch Zecken übertragene Krankheiten erhöhen, kann man ihnen nicht anlasten. Das Reservoir der Erreger, Mäuse und anderer Kleinsäuger, wird niemand ernsthaft aus dem Wald vertreiben“
.
echt ?! daß die jäger aber jedes jahr zigtausende oder mehr von natürlichen mäusekillern, nämlich füchse, sinnlos dahinraffen, die das wohl größte erregerreservoir in wald und feld in der tat ernsthaft dezimieren könnten, davon ist keine rede.
http://www.zwangsbejagung-ade.de/images/...trecke.jpg

hier hat welt jedoch mäuseplage beklagt: http://www.welt.de/wirtschaft/article107...e-weg.html

zusammenhänge verknüpfen ?? iwoo Icon_nixweiss

und nebenbei - wo kommen bloß die hohen borreliose-zahlen bei jägern her Icon_unknownauthor_bigtongue ???
http://bglv1.orf.at/stories/160607
41 bis 50 Jahre Jagderfahrung ließen das Risiko bei 75 Prozent ankommen. Nach fünf Jahrzehnten "Halali" war schließlich fast jede Person, nämlich 95 Prozent, schon mit den Borrelien in Kontakt gekommen.

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hanni
Wie zu erwarten, die Jägerschaft stürzt sich nur zu gern auf Argumente mit falschen Schlußfolgerungen Angry

Mit Reh und Hirsch gegen Borreliose


Zitat:DJV: Müssen wir mehr Rehe jagen, um das Risiko von Lyme-Borreliose zu senken?

Professor Matuschka: Niemals, denn eine massive Reduktion der Rehe würde sofort das Risiko für die öffentliche Gesundheit erhöhen! Und zwar, weil unzählige Jugend-Stadien der Zecken, die sonst an Rehen saugen und keinen Erreger erwerben oder ihn sogar verlieren, wenn sie infiziert waren, jetzt an Wirten saugen müssten, die bekannt sind als Borrelien-Reservoir – etwa Nager und Vögel. Dadurch würde der Anteil infizierter Zecken drastisch steigen. Rehe wirken zweifach positiv, einmal lenken sie die Zecken davon ab, auf geeigneten infizierten Wirten zu saugen, und zweitens befreien sie infizierte Zecken, die an ihnen saugen, von ihrer infektiösen Fracht


Dass aber ein einziges Stück Rehwild im Laufe seines Lebens theoretisch einer geschätzten Anzahl von 1 Millionen Zecken (Kinder und Kindeskinder) Lebensgrundlage bieten kann - davon ist natürlich keine Rede! Icon_xmas_kilroy


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(27.05.2014, 20:33)hanni schrieb: [ -> ]dann, hurra, entlastet unser welt-redakteur am ende seines artikels triumphierend die jägerschaft, der ja aus bestimmten ecken vorgeworfen wird, zuviel schalenwild im wald zu belassen =>
„Dass Jäger aber das Risiko für durch Zecken übertragene Krankheiten erhöhen, kann man ihnen nicht anlasten. Das Reservoir der Erreger, Mäuse und anderer Kleinsäuger, wird niemand ernsthaft aus dem Wald vertreiben“
.
echt ?! daß die jäger aber jedes jahr zigtausende oder mehr von natürlichen mäusekillern, nämlich füchse, sinnlos dahinraffen, die das wohl größte erregerreservoir in wald und feld in der tat ernsthaft dezimieren könnten, davon ist keine rede.
http://www.zwangsbejagung-ade.de/images/...trecke.jpg

Hanni, du hast ja so recht!Icon_nicken
Und natürlich ein gefundenes Fressen für das Waffen-Portal 'GunNews' Icon_verwirrt2

http://www.gunnews.de/20140603-mit-reh-u...orreliose/

und im Jagdforum

http://www.jagdforum24.eu/Forum/index.ph...8fdad38ee4
hi -
daß mir das hier nicht zu einer hatz auf rehe ausartet, schreibe ich später noch dazu - jetzt gehe ich erstmal beim mähen in den wiesen mit => rehkitze retten.....
Icon_sofa_huepf
hanni
(04.06.2014, 11:06)hanni schrieb: [ -> ]daß mir das hier nicht zu einer hatz auf rehe ausartet

Ich würde da nicht von Hatz auf Rehe reden, sondern um vernünftiges Entgegenwirken der zunehmenden Rehpopulation.
Frau Richter #1
jetzt auch hier, in der Zeitung. Infektionszeit laut Artikel 1-2 Tage, etwas über Katzen diesesmal dabei, usw. Ich mag nicht weiter ...
Habe mir erlaubt, die Informationsliste der Zeitung etwas zu verlängern, unter Kommentare.
http://www.braunschweiger-zeitung.de/nac...le_comment