Forum Borreliose & Co-Infektionen

Normale Version: Ärztezeitung Katzen als Überträger
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Guten Morgen,

Auch die Ärztezeitung warnt vor Katzen als Überträger der Borreliose.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/kran...sid=863463


Zecken breiten sich auch in Städten immer weiter aus. Das liege daran, dass ihre Wirtstiere wie Mäuse oder Ratten dort immer bessere Lebensräume vorfinden, sagten Franz-Rainer Matuschka, Parasitologe von der Hochschulambulanz der Universität Potsdam und seine Kollegin Dania Richter von der Technischen Universität Braunschweig im Gespräch mit der dpa.

"Die Zersiedlung hat zugenommen", erklärte Matuschka. "Unsere Stadtgärten werden anders gepflegt als früher, sind naturnaher, und das birgt bei aller Schönheit erhöhte Risiken." So ließen sich längst nicht nur in Berlin, Freiburg, Hannover oder Magdeburg Zecken mit den Erregern der Lyme-Borreliose oder FSME finden


viele Grüße
Ingeborg
Also ich weiß ja nicht...
Ich kenne unzählige Tierbesitzer, von Hunden wie von Katzen und noch vielen anderen Tieren, und wir haben selbst mehrere. Aber kein Tier schleppt so viele Zecken nach Hause wie der Hund.

Wieso da jetzt von Katzen geredet wird, aber der Hund mit keinem Wort erwähnt wird, ist mal wieder typisch.
Wir alle wissen, wie lange Zecken leben und wie weit die kleinen Mistviecher wandern können, um an ihre Opfer zu gelangen. Da ist es völlig unerheblich, ob das betreffende Tier auf dem Boden oder im Bett schläft. Die Zecke kommt an uns ran ab dem Moment, indem sie über die Türschwelle getragen wird, völlig egal ob von Hund, Katze oder anderem Getier.
Letztens habe ich nen kleinen Vogel gerettet und dabei gesehen, dass sogar der verzeckt war. Ein Tier, was nur seltenst auf dem Boden ist und dort nur winzige Strecken zurücklegt.

Daher ist es völlig egal, welche Art von Haustier man hat, man muß einem Freigänger einfach eine entsprechende Körperpflege zugedeihen lassen, wenn er ins Haus kommt.
Wo die Katze ja durch ihr erhöhtes Reinlichkeitsbefinden sogar noch einen kleinen Vorteil gegenüber anderen Tieren hat. Welches anderen Freigänger-Haustier putzt sich schon mehrfach täglich selbst?

Es ist einfach klar, dass man mit Tieren, die durch Feld, Wald und Weise streifen dürfen, mehr Acht geben muss.
Zum Glück leben unsre beiden Norwegerkatzen nur im Haus - aus gutem Grund.
Trotzdem kann ich Marc Recht geben: eine Katze schleppt niemals soviele Zecken ins Haus wie ein Hund.
Unsre frühere Katze ( eine Freigängerin ) hatte in 13 Jahren eine einzige Zecke am Kopf.
Ich nehme an, daß sie sich die anderen beim Putzen selber entfernt hat, falls sie überhaupt welche hatte.
Wir haben sie auch damals schon täglich durchgesehen, ob sie irgendwas im Fell hat.

Unsere Hündin dagegen kam jeden Tag mit Zecken heim, sie mußte von oben bis unten kontrolliert werden. Dennoch kam es vor, daß mal eine vollgesaugte Zecke am Boden lag. Scheußlich.
Es ist halt bei den Tieren ähnlich wie bei uns Menschen: manche werden so gut wie nie von Zecken oder auch anderen Insekten gestochen oder gebissen, andere erwischt es bei fast jedem Aufenthalt im Freien.

Wir haben seit Jahren einen Igel in unserem Garten. Jeden Abend macht er seine Runde bei uns - auch auf der Terrasse. Unsre Katzen sitzen auf ihrem Aussichtsstuhl drinnen und können kaum an sich halten.
Daß Igel als massive Zeckenträger bekannt sind, ist ja klar. Meine Tochter hat Angst, daß der Igel mal eine große schwangere adulte Zecke auf der Terrasse oder sonst im Garten fallen läßt.
Das wäre ja eine Katastrophe.
Die kleinen Zecken könnten ja überall hinkriechen, da kann man sich dann gar nicht mehr in den Garten wagen, auch wenn dieser mit allem sehr "kurz" geschoren wurde.
Wir verfügen zwar auch über jede Menge Ameisen im Garten, deren Hauptnahrung ja Zecken sein sollen.
Aber die Angst ist natürlich trotzdem da. Oder meint ihr, das sei übertrieben?

Liebe Grüße

Amrei
Das Problem ist einerseits, dass man sich nicht zu viele Sorgen machen darf, weil man sonst schnell in eine waschechte Neurose gerät. Andererseits ist die Sorge schon nachvollziehbar, denn die Möglichkeit als solche besteht natürlich irgendwie trotzdem.

Ich zum Beispiel halte es mittlerweile so, dass ich möglichst in kurzen Hosen unterwegs bin, und da eben in Risikogebieten (nach ner Tour durch eine länger gewachsene Wiese o.ä.) direkt kontrolliere. Ist ja ne Sache von 5s, wenn man direkt drauf kucken kann.

Gerade bei der sonst angeratenen langen Kleidung bin ich eher der Meinung, dass das kontrapriduktiv ist, wenn man ein gewisses Bewusstsein dafür hat. DA kannst du nämlich nicht so ohne weiteres schnell mal kontrollieren.

Und dass lange Kleidung, inkl. Kniestrümpfen und langen Unterhosen auch nicht vor Zeckenstichen schützt, weiß ich aus eigener Erfahrung. Dann lieber die Risikobereiche schnell einsehbar und helle einfarbige Kleidung, wo auch die kleinste Zecke schnell auffällt.
ich denke es geht hier nur um das "Transportmittel" der Zecken
und da zählen natürlich auch Katzen dazu, logisch.
Von daher ist villeicht einfach die Überschrift ein wenig blöd gewähltWink
Und auch die verwilderten Katzen sollte man hier villeicht nicht vergessen, den auch die werden immer mehr! Und die sind sicher nicht behandelt gegen Zecken etc.
Ich war ja mal im Tierschutz auf Kreta aktiv - mal mehr - mal weniger - und kann mit Gewissheit sagen das Katzen wie Hunde, Esel etc. gleich viele Zecken hatten.
Nun bin ich ja mal gespannt wie lange es noch dauern wird bis man feststellen wird das im Speichel der infizierten Tiere die Borrelien dann auch tatsächlich nachweißbar sind!Icon_pfeif2
Dieser Übertragungsweg wird ja fleißig bestritten, bislang......Icon_confusednew

Mein Hund schläft auch im Bett (ich gesteheIcon_winkgrin) und ja ich habe dabei kein gutes Gefühl was Zecken angeht aber ich schütze meinen Hund so gut es eben geht.
Sie hatte bislang hier in HH erst 1 Zecke, wie viele sie in Spanien auf der Strasse schon hatte? 10, 100, 250 ?Icon_nixweiss
Natürlich könnte ich sie testen lassen aber wie sicher wäre das?Icon_down

Da kann es nur heissen sich und seine Liebsten so gut es eben geht zu schützen gegen diese Mistviehcher
Ich muss allerdings auch sagen das ich mittlerweile ne echte Zeckenmacke habe denn früher bin ich oft und gerne barfuß über einer Wiese gegangen, habe Picknick gemacht etc. das ist schon länger für mich absolut undenkbarIcon_datz
(20.06.2014, 12:08)Morbus Bahlsen schrieb: [ -> ]Ich muss allerdings auch sagen das ich mittlerweile ne echte Zeckenmacke habe denn früher bin ich oft und gerne barfuß über einer Wiese gegangen, habe Picknick gemacht etc. das ist schon länger für mich absolut undenkbarIcon_datz

Ja, da muß ich dir beipflichten.
Bei meiner Tochter ist diese Angst schon fast neurotisch, aber sicher verständlich.
Wenn mein Mann oder ich mal im Garten gearbeitet haben, müssen wir uns hinterher immer auf der Terrasse bis auf die Unterwäsche ausziehen und uns von oben bis unten unter die Lupe nehmen. Die Kleidung wird gleich entsorgt, bzw. im Trockner "entseucht". Ich hatte mir ja meine Zecke mit Spätfolgen auch im Garten aufgelesen, trotz aller Vorsicht.

Irgendwann hat man auch keine Nerven mehr, wenn man nach vielen Jahren nicht gesund geworden ist.
Deshalb sind wir auch so vorsichtig und umsichtig wie möglich. Früher lag man im Gras und strolchte mit dem Hund durchs Unterholz. Das wäre heute für uns undenkbar.

Liebe Grüße

Amrei
(20.06.2014, 10:33)DerMarc schrieb: [ -> ]Aber kein Tier schleppt so viele Zecken nach Hause wie der Hund.

Ich kann dir beipflichten: ich hatte als Kind mehrere Katzen und habe noch nie eine Zecke bei ihnen entdeckt, obwohl sie auch mal raus durften.

Dafür hatte unser Hund unzählige, manche vollgesogene Zecken!Confused

Das ist der Grund, warum ich und mein Mann uns entschieden haben, keine Haustiere zu haben. Meine größte Angst wäre dabei, dass die Kinder sich dann infizieren. Für mich ein Alptraum.

Ich bin nicht neurotisch, sondern versuche nur, das Infektionsrisiko für mich und meine Kinder so gering zu halten. Ein chronisch kranker Mensch in der Familie genügt nun mal.
Amrei schreibt über ihre Vorsichtsmaßnahmen
Zitat:Oder meint ihr, das sei übertrieben?

Ich glaube nicht, dass das übertrieben ist. Da du durch eine Zecke aus Eurem Garten infiziert wurdest, finde ich es völlig normal, alles zu tun, dass das nicht nochmal passiert.

Auch finde ich es nicht neurotisch in Anbetracht dessen, was die kleinen Zecken bei dir und deiner Tochter angerichtet haben.

Ich bin auch sehr vorsichtig. Ich liebe die Natur und bin gerne draußen, doch ich bleibe möglichst auf den Wegen. Wenn ich doch durch Gras und Büsche gehe, dusche ich abends und suche mich sehr gründlich nach Zecken ab.