Forum Borreliose & Co-Infektionen

Normale Version: "Borreliose natürlich heilen" von Wolfgang Storl
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Hallo,

mir wurde heute das Buch "Borreliose natürlich heilen" von Wolf-Dieter Storl empfohlen.

Kennt jemand das Buch und/oder den Autor und kann mir was dazu sagen? Ich vermute, dass es eher umstritten ist, da er ja z.B. Antibiotika generell ablehnt.

Hat jemand die Therapieansätze aus dem Buch schon versucht und Erfolg gehabt? Weiß jemand, ob und wenn ja welche davon auch in der Schwangerschaft angewendet werden dürfen?

Eine Antibiotikagabe kommt derzeit aufgrund meiner Schwangerschaft nicht in Frage, davon hat mir sogar die Ärztin aus der Borreliose-Praxis, wo ich gestern war, abgeraten.
Hallo Eglantine,

Storl und seine Thesen sind tatsächlich sehr umstritten. Darüber wurde auch hier im Forum schon recht kontrovers diskutiert.
Hier ein Thread zum Thema, es gibt dazu noch wesentlich mehr:
http://forum.onlyme-aktion.org/showthrea...ight=storl
Einfach mal den Begriff "Storl", oder "Karde" oben in die Suchfunktion eingeben...


Liebe Grüße
Leonie
Hallo Eglantine,

ich habe auch sofort nach Bestätigung meiner Borreliose das Buch in die Hand bekommen und mir, da noch rechtzeitig, einen alkoholischen Auszug angesetzt und mir zudem später recht viele Blätter der Karde für den Tee getrocknet. Auch Borrelia Nosode C200 habe ich mir in der Apotheke besorgt. Davon nehme ich 3x1 Kugel pro Tag, jeweils etwa eine Stunde später eine kleine Menge des Kardewurzelauszugs. Weiterhin trinke ich über den Tag hinweg so ca. 1 Liter Tee aus den Blättern.
So, daß zu meiner Dosierung. Ich kann sagen, daß sich dadurch meine Schmerzschwelle nach hinten geschoben hat, es ist immer noch da, aber eher unterschwellig. Dadurch bin ich insgesamt schon mal weniger belastet. Ich habe aber immer noch Tage, an denen ich überhaupt nicht belastbar bin und mir alles sehr, sehr schwer fällt - da kommen auch die Schmerzen wieder durch- aber es ist besser geworden, ich hab sogar ab und an mal einen Tag, den ich als gut bezeichnen könnte.
Aber ich will momentan eben auch keinerlei AB zu mir nehmen und lieber dafür sorgen, daß mein Immunsystem wieder so weit in Gang kommt, daß ich mit den Borrelien leben kann oder sie eben nach und nach wieder weggehen.
Liebe Eglantine,

ich finde, die große Schwierigkeit bei deiner Frage besteht darin, dass du schwanger bist. Da darfst du definitiv auch nicht alle Kräuter benutzen. In dem Buch von Storl wirst du darüber keine Informationen finden. Die Datenlage ist da häufig dünn, wie bei Medikamenten auch. Das das Thema heikel ist, hast Du wahrscheinlich schon gemerkt.

Bei Buhner habe ich nur gefunden, dass der Staudenknöterich und Andrographis in der Schwangerschaft kontraindiziert sind und Katzenkralle, Eleuthero und Stephania wohl gehen. Falls du diesen Weg gehen möchtest und dir das zutraust. Mir haben die Kräuter geholfen.

LG S.
Englantine,

ich möchte mich da keinesfalls aufdrängen - weil du gezielt nach Storl gefragt hast und offensichtlich Alternativen suchst, aber dennoch möchte ich es zumindest zurückmelden: Eine Borreliose in der Schwangerschaft ist durchaus antibiotisch therapierbar.
Das ist nach meiner Kenntnis schon sehr häufig praktiziert worden.
Es gibt auch entsprechende Therapieempfehlungen von der Deutschen Borreliose Gesellschaft.
Soweit ich weiß ist Amoxicillin das Mittel der Wahl. Die Verträglichkeit und Nebenwirkungsfreiheit auf das ungeborene Kind sind sehr gut belegt (nicht nur im Rahmen der Borreliosetherapie).
Das kann man wahrscheinlich von vielen Kräutertherapien nicht sagen...

Liebe Grüße

Leonie
Ja, Leonie, Amoxicillin wird bei Infektionen in der Schwangerschaft gegeben. Es gibt ja auch viele andere Infektionen, vor denen auch Schwangere nicht geschützt sind.
Man darf tatsächlich nicht vergessen, dass oft genug Kräuter genau so schlimme Nebenwirkungen haben wir Medikamente der Schulmedizin. Nur wollen das die Verfechter der "natürlichen" Heilmethoden nicht wahrhaben.
Helena
@ Helena: Von welchen Kräutern hattest du denn schlimme Nebenwirkungen. Würde mich mal interessieren.

Sorry, off topic. Aber ich bin neugierig und hätte sonst nicht gewußt, wo ich die Frage stellen soll.

LG S.
@sonneya: Die Frage war zwar nicht an mich gerichtet, aber ich mag Dir trotzdem kurz antworten. Wenn man bei aktiver Borreliose Karde zu Beginn hoch dosiert, stellt sich dadurch eine Art Erstverschlimmerung ein. Ich hatte plötzlich nachts schlimme Schmerzen in der linken Hüfte, die mich um den Schlaf gebracht haben. Wer Karde probieren will, sollte sie vielleicht vorsichtshalber langsam einschleichen. Das hab ich dann später gemacht und die Tropfen einige Monate genommen. Meiner Meinung nach wird eine andere Therapie dadurch unterstützt, aber alleine reicht die Karde in den meisten Fällen nicht.

LG
Claire
Ich misch mich mal wieder ein. Von der Karde habe ich jedenfalls keine Nebenwirkungen - sie hilft den Körper zu reinigen (der Tee) und das Immunsystem anzukurbeln - was es bei mir scheinbar tut. Ich finde es extrem daneben, einem hilfesuchenden Menschen hier Angst einzujagen, besonders, wenn man selbst keine Ahnung hat. Es gibt auch andere Mittel, die ich nutze - im Zusammenhang mit meiner fast chronischen Neben- und Stirnhöhlenentzündung, die mir die Borrelien eingebrockt haben und die mir auch mit die größten Schmerzen gebracht haben. Damit meine ich Thuja, also Lebensbaum. Das Zeug ist schon in homöopatischer Anwendung nicht ganz ohne - hatte mir aber keine dauerhafte Linderung verschafft, daher habe ich mir einen Zapfen über Stunden im Mund auffweichen und zergehen lassen. In der Nacht darauf begann sich der festsitzende Schleim zu lösen - unter höllischen Schmerzen und das ging einige Tagen lang so weiter. Ich nehme jetzt ab und an noch mal ein Blatt vom Zapfen - es wirkt schmerzlindernd und hilft immer wieder mal die Nase freizuhalten. ABER !!! - da ist Thujon drin, es kann und wird, in größeren Mengen und dauerhaft eingenommen, die Leber und die Nieren schädigen! , wie viele schulmedizinische Experimente eben auch.

so, schönen Abend Euch allen!
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