Forum Borreliose & Co-Infektionen

Normale Version: Bartonellen Again -> Ausheilung??
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Das Thema sagt ja eigentlich schon alles...

Besteht überhaupt die Chance diese kleinen Drecksbiester wieder loszuwerden? Bei mir persönlich hat sich nach einer 6 wöchigen Therapie mit Rifa und Azi jedenfalls nix getan...Angry

Würde mich über POSITIVE Rückmeldungen freuen Lightbulb
Hallo Hank,

ich habe dir mein Text zwar schon per PN geschickt, aber ich denke wir sollten das Teilen und evtl. gibt es ja andere Meinungen dazu.

In meinen Laborergebniss steht leider nur Bartonella IgG Postiv, angeblich gibt es bei den Biestern aber keine Serumnarbe.. Die IgG sollen laut SGB-Bergstraße nach Abschluss der Infektion fallen.

Auzug von SGB-Bergstraße:
"Anfangs wurde eine lebenslange Immunität nach durchgemachter Katzenkratzkrankheit diskutiert. Erste serologische Verlaufskontrollen zeigen jedoch, dass die Antikörper schon innerhalb weniger Monate oder nach einem Jahr unter die Nachweisgrenze absinken können"

Desweitern unterdrücken Bartonella wohl das Immunsystem weshalb z.B evtl. mein CD57-Wert im Ordnung ist und mein LTT auf Borrelien Negativ aber ich einige Postive Banden, darunter auch VlsE, im Westernblot habe. Das würde auch meine Belegte Zunge erklären, es ist wohl auch ein Zeichen von Immunschwäche.

Es gibt wohl noch ein paar Blutwerte die auf die Funktion des Immunsystem hinweißen könne und dadruch evtl. Aufschluss über eine Infektion geben können. Aber ich denke da gibt es hier wesentlich schlauere Köpfe als mich die dies beantworten können.

Ich habe gestern den ganzen Tag damit verbracht auf englischen Foren eine Antwort auf meine Fragen zu finden es trifft so viel zu...

z.B. hat dort einer ein Video auf Youtube gepostet was genau mein Wadenzucken wiederspiegelt..
https://www.youtube.com/watch?v=eRfztnpLDOQ

Ich denke auch das du Bartonella hast nach deinen Symptomen und die ist nicht abgelaufen... laut der SGB-Bergstraße zumindest.

Dr. J. Burrascano empfielt Levofloxacin 500mg-1000mg täglich für mindestens 1-3 Monate und zusätzlich viel Magnesium um die Nebenwirkung Sehnenabriss deutlich zu minimieren. Es ist natürlich jeden selbst überlassen auf ein anderes Antibioteka mit schwächeren Nebenwirkungen umzusteigen.

Liebe Grüße
m0reX
Nach unseren Leitlinien, sollten Rifa und Azi, doch die Mittel der Wahl sein bei Bartonellen.
Ich habe gelsen , daß Bartonellen sofort zu IGG werden.

Bevor ich so eine heftige Antibiose machen würde, es sei denn man will nochmehr Untermieter zeitgleich damit treffen, sollte aber abgeklärt werden ob man wirklich noch eine akute Infektion hat.

Wie klärt man das ab. Verlaufskontrollen vom Elisa bringen hier wohl wenig, oder ????
verlaufskontrollen mit einem LTT schon eher, oder???

Bei meinen sämtlichen Co. Infektionen würde das ganz schön teuer werden.

Oder hat jemand eine andere Idee???
(28.02.2015, 17:55)borrärger schrieb: [ -> ]Nach unseren Leitlinien, sollten Rifa und Azi, doch die Mittel der Wahl sein bei Bartonellen.
Ich habe gelsen , daß Bartonellen sofort zu IGG werden.

Bevor ich so eine heftige Antibiose machen würde, es sei denn man will nochmehr Untermieter zeitgleich damit treffen, sollte aber abgeklärt werden ob man wirklich noch eine akute Infektion hat.

Wie klärt man das ab. Verlaufskontrollen vom Elisa bringen hier wohl wenig, oder ????
verlaufskontrollen mit einem LTT schon eher, oder???

Bei meinen sämtlichen Co. Infektionen würde das ganz schön teuer werden.

Oder hat jemand eine andere Idee???

Hallo Borrärger,

ich habe zum Beispiel auf einen, Hinweiß hier aus dem Forum, im IMD-Berlin Antikörper bestimmen lassen. Dort taucht auch nur ein IgG auf und das sogar ohne Titerhöhe. Es steht nur dort in Rot "postiv". Soweit ich gelesen habe fällt er nach abgelaufene Infektion nach ca. 1 Jahr auf wieder auf Negativ, warum das gerade bei Bartonella so sein soll habe ich noch gefunden. IgM-Werte habe ich schon öfters gelesen, da scheint wohl jedes Labor ein anderes Testkit zu haben. Den LTT gibt es bei Bartonella leider nicht.. nur PCR und ich glaube die kann ich mir stecken lassen, da ich schon unter Antibose mit Metro und Doxy bin.

Also müsste ich ja gerade eine Infektion durchmachen...

Liebe Grüße
m0reX
ach so, das wußte ich nicht. Hab ich noch nie gehört, aber womöglich bin ich falsch oder unzureichend informiert. Der Test beim IMD war bestimmt ein Elisa, so sah meiner auch aus.
Die Info habe ich von der SHG-Bergstraße.

Zitat von der SHG-Bergstraße zu Bartonella-Antikörper:

"Anfangs wurde eine lebenslange Immunität nach durchgemachter Katzenkratzkrankheit diskutiert. Erste serologische Verlaufskontrollen zeigen jedoch, dass die Antikörper schon innerhalb weniger Monate oder nach einem Jahr unter die Nachweisgrenze absinken können.!

Leider weiß ich nicht wie wissenschaftlich fundiert die Sache ist.. Habe schon gesucht aber leider nix gefunden.. Gibt es den noch mehere Erreger wo die Antikörper sinken?

Liebe Grüße
m0reX
Ja super dass du das Zitat mitgeschickt hast. Für mich steht da sie können unter die Nachweisgrenze sinken ,müssen es aber nicht. Damit wird eine alte Infektion ( oder immunität)nicht ausgeschlossen sondern nur behauptet, es kann bei positivem IgG so oder so sein. Ich entnehmen daraus man sollte beide Möglichkeiten in Betracht ziehen.
Da gebe ich dir recht... Ich denke aber ein Versuch ist es Wert. Wie bei allen Serologischen Werten bei Infektionen..

Schönen Abend noch ;)
m0reX
(28.02.2015, 19:05)borrärger schrieb: [ -> ]Der Test beim IMD war bestimmt ein Elisa

Nein, das IMD testet Bartonellen mit dem IFT.
(Steht mit drauf auf dem Befund.)
Siehe auch den Beitrag vom IMD-Newsletter hier:
http://forum.onlyme-aktion.org/showthrea...7#pid69057

Positive IgG-Antikörper auf Bartonellen beweisen keine aktive Infektion, können aber auf eine hindeuten. Wie bei der Borreliose hat das etwas von Kaffeesatz lesen.

Daher wäre ein PCR (idealerweise vor der Therapie, da hier die Chancen besser sind, nach der Therapie als Therapiekontrolle) aus Blut als Ergänzung einen Versuch wert, da hat man bei positvem Ergebnis zumindest was handfesteres (wobei ein PCR nicht zwischen tot und lebendig unterscheiden kann). Idealerweise ein PCR der nicht auf einen bestimmten Stamm sondern gattungsspezifisch testet und damit unterschiedliche Stämme entdecken kann.
Leider sieht's da in Deutschland mau aus. Ein PCR schließt eine Infektion auch nicht sicher aus, aber bei Bartonellen ist die Treffer-Wahrscheinlichkeit rein theoretisch ganz gut, da die sich in den roten Blutkörperchen aufhalten.

Zur Therapie:

Ich zitiere mal eine übersetzte Passage aus Buhners Buch zur schulmedizinischen Therapie von Bartonellen:
"Am effektivsten sind Telithromycin, Trimethoprim war ebenfalls sehr effektiv in einer anderen Studie, weitere Makrolide (Clari, Erythromycin, Rifampin), Fluoroquinolone (Gatifloxacin, Gemifloxacin, Moxifloxacin), dann Tetracycline (Doxycyline, Minocyclin), dann Netilmicin und Gentamicin mit den Aminoglycosiden. Eine Kombination aus zwei oder mehr dieser antibiotika war meistens der effektivste Ansatz.
Antibiotika waren jedoch nur bei 58-87% der Behandelten effektiv und oft gab es keinen Unterschied bei den Outcomes zwischen Behandelten und nicht Behandelten."

Chronische Infektionen sind bislang relativ unerforscht, bei immunkompetenten Menschen gilt Bartonellose als selbstlimitierend. Es wird aber vermutet, dass die antibiotische Therapie schwieriger ist, als bisher gedacht.
Aber ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass man die Biester auch wieder gut los wird, die können natürlich schon hartnäckig sein.

Zu Hanks Therapie hab ich meine Meinung ja schon mal geäußert und wenn nach einigen Wochen keine Besserung eintritt kann durchaus mal ein Wechsel in Erwägung gezogen werden.
Man sollte sich auch allgemein gut überlegen, ob man erstmal mit Rifampicin draufhaut, da hier bei einer späteren erneuten Einnahme (z.B. Tuberkulose) starke Komplikationen auftreten können. Ich bin hier selber ein gebranntes Kind, ich hatte selber unterdosiertes Rifa vor einigen Jahren.
Das gleiche gilt natürlich für Fluorchinolone aufgrund der Nebenwirkungen. Wenn es verträglichere Alternativen gibt und unklar ist, welche Therapiemethode wirklich die effektivere ist, wäre ich für die mit weniger Nebenwirkungen.

Im Zweifel sollte man auch nochmal die Diagnose einer kritischen Prüfung unterziehen, da IgG-Antikörper eben keinen kausalen Zusammenhang zwischen Bartonellen und den bestehenden Beschwerden beweisen. Ergänzend dazu kann man natürlich Ursachenforschung betreiben, warum die Bartonellen so hartnäckig sind (Immunstatus, weitere Infektionen, richtige Wahl der Therapie?)
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