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Normale Version: Erfahrungen mit Krankenhausaufenthalt bei Bartonellose
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In wieweit ein Krankenhausaufenthalt nützlich sein kann, wenn man mit Borrelien infiziert ist, habe ich selbst erfahren.
Ich bin nun an Erfahrungen von Betroffenen interessiert, in iweweit ein Krankenhausaufenthalt bei Bartonellose hilfreich war, um eine fantasiereiche Diagnostik und Therapie zu erhalten. Wie lange war die Therapie? Und womit wurde therapiert?
Welche Analytik in Bezug auf Bartonellen wurde gemacht?
Ich freue mich auch über Nachrichten per PN, falls spezielle Erfahrungen mit Instituten oder Kliniken vorliegen, deren Namen im Forum nicht genannt werden dürfen.
LG Niko
Lieber Niko,

sorry, dass ich dich desillusionieren muss, aber vergiss es!

Die Klinikärzte haben keine Ahnung von einer chronischen Borreliose und von einer chronischen Bartonellose erst recht nicht!!! Sie kennen Bartonellen bestenfalls im Zusammenhang mit der Katzenkratzkrankheit. Angry

Meine Tochter war in der Klinik bei einem Kinderinfektiologen. Trotz mehrfach grenzwertigem IGG bei Bartonella henselae, wiederholt krankhaftem EEG und entsprechender Vorgeschichte (sie und ich erkrankten nach Flohstichen? fast gleichzeitig) wurden wir und unsere Beschwerden nicht ernst genommen. Die Symptome meiner Tochter wurden als Migräne und psychische Probleme abgetan. Als ich mit einer Borreliosesymtomliste aus dem Internet ankam auf der ich viele Beschwerden von meiner Tochter und mir wiederfand, hieß es wir hätten eine "Internetborreliose". Als ich dann noch den Verdacht einer Bartonellose (ziemlich ähnliche Symptome) zu äußern wagte hieß es: " Erst wollten Sie eine Borreliose haben und jetzt plötzlich eine Bartonellose." Auf die Idee, dass man auch beides haben kann, sind die gar nicht gekommen! Und klar, ich habe mir für meine Tochter und mich nichts mehr gewünscht als an Borreliose und /oder Bartonellose zu erkranken - haha.

Auf mein Drängen hin wurden wir jedenfalls mit 1 Tablette Doxy täglich abgespeist. Als ich meinte, dass dies viel zu wenig sei, bekamen wir dann 2 und die Ärzte machten einen großen Bogen um uns.

Es ist sehr erschreckend, wie wenig Ahnung selbst sogenannte Infektiologen in Deutschland von diesen Krankheitserregern und möglichen chronischen Verläufen haben. Da wissen selbst Tierärzte mehr!

Haben diese Infektiologen noch nichts von Edward B. Breitschwerdt gehört?

Ich kann doch als verantwortungsvoller, engagierter und interessierter Arzt nicht einfach die Augen vor diesen chronischen von Insekten übertragenen Krankheiten verschließen und diese einfach ignorieren!!!???

Diese Krankheiten werden nicht zuletzt wegen der Erderwärmung zunehmen und es ist höchste Zeit zu handeln!

Geht es diesen Ärzten nur noch um Geld und Karriere?
Manchmal ist die Tiermedizin weiter, als die humane.
ABER, es gibt sie noch die Menschen mit dem Forschergen.
http://www.forschung-frankfurt.uni-frank...erlage.pdf?

http://www.verschwiegene-epidemie.de/201...rankungen/

Und aus dem Forum
http://forum.onlyme-aktion.org/showthrea...=72&page=4
Ja, aber irgendwie wird fälschlicherweise davon ausgegangen (vgl. Link 1), dass nur immungeschwächte Menschen wie z.B. Aidskranke chronisch an Bartonellen erkranken können, die Erkrankung bei immunkompetenten Menschen dagegen recht harmlos und selbstlimitierend verlaufe.

Meine Tochter und ich sind die lebenden Gegenbeispiele für diese Behauptung - Aids haben wir Gott sei Dank nicht - und auch Ed Breitschwerdt ist da ganz anderer Meinung:

http://www.ashdin.com/journals/jnp/235640.pdf

http://www.parasitesandvectors.com/content/8/1/317

Durch den häufigen und intensiven Kontakt mit an Bartonellen infizierten Katzen und Hunden haben Veterinäre übrigens ein erhöhtes Risiko an Bartonellen zu erkranken!

Im zweiten Link geht es um die Vermutung, ob der Tod zweier Tierärzte im Zusammenhang mit ihrer Bartonelleninfektion stehen könnte.
@Danke Amy,
so in etwa dachte ich es mir, dass es laufen könnte, wenn man mit Bartonellose in eine Ambulanz geht.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein neurologischer Befunde, ein auffälliges EEG, nur dem Selbstzweck diente. Jedenfalls hatte es keine Konsequenzen, so dass man es sich selbst und dem Gesundheitssystem auch hätte sparen können. Kopfschmerzen werden noch immer gerne in die Migräne und Psychoecke gelegt.
Ich bin froh, dass ich kein Arzt geworden bin, denn ich kann meine Aufmerksamkeit schlecht nur auf den Mainstream richten. Möglicherweise ist nicht viel Raum im Arztalltag, um sich in speziellen Infektologischen Themen weiterzubilden. Dazu benötigt man sicher einen Anlass, so wie Dr. Breitschwerdt (Tierarzt?) ihn hatte. Und in der Breite scheint keine Handlungsstrategie in Krankenhäusern für diesen Fall vorzuliegen?


@Danke Fischera,
die Literatur kenne ich.
Ich frage mich aber, ob die Tatsache, dass an der Uniklinik in Frankfurt Bartonellen ein Forschungsgegenstand sind, dazu führt, dass dort im Krankenhaus an der Behandlungsfront mehr Wissen und Qualität beim Patienten ankommt, insbesondere in Bezug auf Serologie, PCR und der Offenheit für die Möglichkeit, dass Bartonellen auch im Körper und nicht "nur" auf der Haut, Schaden anrichten können.

Gruß Niko
@Niko,

ich habe schon Verständnis dafür, dass viele Klinikärzte Stress haben und vielleicht überfordert sind. Trotzdem erwarte ich gerade von einem Infektiologen, dass er sich mit Infektionen wie Borreliose oder Bartonellose auskennt. Sonst trägt er diese Bezeichnung zu unrecht, da es sich hierbei zweifelslos um bakterielle Infektionen handelt. Wenn er sich damit trotzdem nicht auskennt, erwarte ich, dass er sich schlau macht, sonst ist er überflüssig und sinnlos - erst recht, wenn ich als Patient diesbezüglich über mehr Wissen verfüge, als er. Tut mir leid, aber da habe ich gar kein Verständnis für!!!

Dr. Breitschwerdt kommt aus der Veterinärmedizin und ja, er hatte einen Anlass, da sein betagter Vater an Bartonellose erkrankt war und wahrscheinlich auch an den Folgen dieser Infektionskrankheit starb.

Aber muss ich als Arzt erst einen solchen Anlass haben, um mich als Infektiologe für Erkrankungen zu interessieren, die eindeutig in mein Fachgebiet fallen? Von meinem Hausarzt erwarte ich das nicht unbedingt, wohl aber die Tatsache, dass er mich, meine Beschwerden und Vermutungen ernst nimmt!
@Amy
ja, da stimme ich Dir zu.
Die Infektiologie müsste sich in diesem Bereich weiterentwickeln.
Und ein Hausarzt, der einen unterstützt, ist wünschenswert. Leider mussten wir mit unseren "speziellen" Erkrankungen lange suchen und weit fahren.

Zitat:Aber muss ich als Arzt erst einen solchen Anlass haben, um mich als Infektiologe für Erkrankungen zu interessieren, die eindeutig in mein Fachgebiet fallen?
Ein deutscher Infektiologe hat gelernt, dass Bartonellose in Deutschland bei immunkompetenten Personen selbstlimitierend ist. Ich kann mir deshalb gut vorstellen, dass es tatsächlich erst einen Krankheitsfall in der Familie benötigt, um dem Thema Bartonellose mit neuem Interesse zu begegnen.
Aber als Betroffeneer steht man ohnmächtig da und kann es nicht fassen.
LG Niko
Aus #5
Zitat:Ich frage mich aber, ob die Tatsache, dass an der Uniklinik in Frankfurt Bartonellen ein Forschungsgegenstand sind, dazu führt, dass dort im Krankenhaus an der Behandlungsfront mehr Wissen und Qualität beim Patienten ankommt, insbesondere in Bezug auf Serologie, PCR und der Offenheit für die Möglichkeit, dass Bartonellen auch im Körper und nicht "nur" auf der Haut, Schaden anrichten können.
Ob es so ist, vermag ich nicht zu sagen. Es ist auch nicht meine Baustelle, Gott sei dank. Aber man kann, durch Kontakt mit Studien Mitarbeitern, einiges erfahren.
Hier mal ein erster Ansatz:
https://www.kgu.de/?id=5660
http://www.kgu.de/presse-recht/pressemit...matet.html
@Vielen lieben Dank Fischera,
die Internetpräsenz kenne ich. Ich bin aber noch nicht auf die Idee gekommen, mit dem Universitätsprofessor in Kontakt zu treten, da ich kein Arzt bin. Möglicherweise starte ich irendwann einmal einen Versuch dort etwas zu erfahren.
LG Niko
@An Alle Leser

Gibt es positive Erfahrungen von Bartonelleninfizierten im Zusammenhang mit einem Krankenhaus- oder Ambulanz-Aufenthalt?

Hat jemand z.B. ein Hautbioptat analysiert bekommen?

Hat jemand eine Infusionsbehandlung aufgrund einer durch Bartonellen verursachten Erkrankung bekommen?

Es wäre schön, wenn es positive Beispiele zu lesen gäbe. Ich vermute, dass es viele Bartonellen-Infizierte gibt. Aber auch schlechte Erfahrungen sind natürlich von Interesse.
LG Niko
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