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Normale Version: Malarone gegen Babesien: erstes mal Notaufnahme
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Hi, danke der Nachfrage. Habe Malarone ja sofort abgesetzt, nach einer Woche war der Spuk vorbei.

Schon erstaunlich, zunächst hatte ich es ja 4 Wochen vertragen und dann die heftigen Reaktionen gehabt, bei der zweiten Einnahme reichte schon eine fast homöopathische Dosis, um heftige Reaktionen hervorzurufen. Beim zweiten mal hat es auch deutlich länger mit dem Abklingen der Symptome (heftigste Panik, Unruhe, bis hin zur Suizidalität, dazu Übelkeit, heftige Koliken, unerträglich...) gedauert. Eine DRITTE Runde werde ich nicht machen, habe ernshaft Angst, das nicht zu überleben...

Der verordnende Arzt lehnt jetzt jegliche Weiterbehandlung aus der Ferne ab, ich bin wieder auf mich allein gestellt. Atovaquon scheint aber das einzig wirklich wirksame Mittel gegen Babesien zu sein, und ich habe sogar das Gefühl, dass bereits die vierwöchige Einnahme -nachdem die heftige Reaktion auf den Wirkstoff vorüber war- mein Gesamtbefinden letztendlich gebessert temporär hat.

Erwäge jetzt dank dem lieben Hinweis eines Foristen, mit dem Monopräparat Wellvone weiterzumachen, da es ja schließlich nur auf das Atovaquon ankommt (habe noch eine teure 400-EUR-Monatsdosis Malarone hier herumliegen, die ich jetzt wohl wegwerfen kann...). Wäre ja möglich, dass ich nur so heftig auf das Kombipräparat reagiert habe. Wellvone bekommt man über spezielle Apotheke zum halben Preis, so dass rund 400,- EUR Behandlungskosten im Monat anfallen. Auch nicht teurer als das Malarone aus Dänemark.

Traue mich aber nicht, dies einfach so ohne ärztliche Unterstützung zu nehmen. Auch ist es eher unwahrscheinlich, dass ich so heftig auf das Proguanil im Kombipräparat reagiert habe, weil das laut roter Liste eigentlich sehr sehr wenige Nebenwirkungen hat, das Atovaquon dagegen sehr viele und heftige. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass es das Atovaquon im Malarone ist, welches mich umhaut (sagte auch der Krankenhausarzt).

Will auf jeden Fall auch vorher eine Blutuntersuchung machen lassen, ob ich eine echte Allergie habe: Dafür müßte ich allerdings erstmal für 350,- EUR eine Packung Wellvone kaufen, um einen Blut-Allergietest zu machen (oder kann mir jemand etwas von der -leider auch noch SUSPENSION- zukommen lassen????)
Bin fast so verrückt, das zu erwägen, denn mein Gesamtbefinden ist wirklich mies, nehme jetzt Amoxicillin mit Tinidazol bis zum nächsten Spezitermin in vier Wochen, um überhaupt was zu machen (hatte noch genügend da) und die Kombi bringt null Erfolg.

Versuche wohl auch, jetzt mal im englischsprachigen Forum was zu erfahren, vielleicht sogar einen eigenen Artikel radebrechen...
Was für einen Test planst du, LTT ? Würde vorher im Labor in Berlin anrufen, ob die deinen Wirkstoff vielleicht da haben, dann brauchst du nichts zu kaufen.
(22.07.2016, 19:49)berndjonathan schrieb: [ -> ]Versuche wohl auch, jetzt mal im englischsprachigen Forum was zu erfahren, vielleicht sogar einen eigenen Artikel radebrechen...

Falls Bedarf könnte ich dir bei Letzterem helfen. Shy
@ticks for free: Danke, komme gegebenenfalls darauf zurück.

Der Test, den mein Spezi immer macht, ist der Basophilen Degranulationstest. Hat schon bei einigen Medis Treffer gehabt.

Ach so, habe auch noch zur Uni Wien Blut geschickt um andere Parasiten auszuschliessen (Ascariasis z.B.), hat mich 750,- EUR gekostet, dazu 50,- EUR Expressversand, die Werte stehen noch aus...
Ja, Parasiten-Test ist eine Chance. Bitte berichte, wenn das Testergebnis vorliegt. Danke!
So, aktuell geht es unverändert mies, Amoxicillin mit Tinidazol (und Probenecid) bringt keinerlei Verbesserung.

Meine Versuche mit Malarone gegen Babesien waren ja ein Desaster, ich habe es per Degranulisationstest testen lassen, allerding habe ich KEINE Allergie gegen Malarone. Mein Spezi hält die ganze Babesiengeschichte auch für nicht zielführend. Da es mir allerdings immer elender geht, hat er mir jetzt auf mehrfaches Drängen doch Wellvone aufgeschrieben, damit wir es im Degranulisationstest und per Prick-Test auf Allergien abchecken. Sonst wird er eine Therapie nicht verantworten. Eine echte Allergie ist aber unwahrscheinlich, schließlich habe ich ja auch auf die Kombi Malarone keine Allergie und trotzdem extrem reagiert. Bekomme es für 350,- EUR von internationaler Apotheke (statt 650,- in Deutschland). Leider hat mein Spezi nur alle 3 Monate Termine, daher kann ich frühestens in 3 Monaten mit der Babesienbehandlung beginnen.

Die PARASITEN - Suche (Blut und Stuhl) in Wien hat NICHTS erbracht. Haben alles genau getestet, fast 800,- EUR Gesamtkosten, alles für die Katz (oder eben wieder eine Möglichkeit ausgeschlossen, ist ja auch ok...)

Eine kleine Auswahl: Ascaris, Babesien, E granulosus, Entamoebia, E. multilocularis, Fasciola, Lamblien, Leishmania, Microsporidien, Enterocytozoon bieneusie, E. cuniculi, Toxocara, Trichinen....
Bernd,
dann ist es das mit den Bakterien nicht.
Bernd, der BDT ist nur zu 80% sensitiv, habe bei Dr. v. Baehr nachgefragt. D.h. 20% der Allergien werden nicht erkannt. Zudem gibt es Typ 2 und 3 Allergien, die sind komplementvermittelt und lassen sich gar nicht testen. Es gibt noch eine Typ 4 Unverträglichkeit, die könnte man zwar testen, aber das macht denke ich nicht die Art von Beschwerden, die du hast.

Ich vertrage z.B. Tetrazykline auch nicht mehr und im BDT kam nichts raus. Wenn du eindeutig so krass auf dieses Medikament reagierst, kannst du es eben nicht mehr nehmen, egal was Tests sagen. Pricktest ist ganz schlecht bei Medikamentenallergie, das würde ich mir sparen. Würdest du denn die Medikamente dann nehmen, wenn der Prick negativ ist, obwohl du fast dran gestorben bist? Ich jedenfalls nicht.

Was macht dich so sicher an einer chronischen Infektion zu leiden? Hast du auch schonmal andere Sachen ernsthaft in Betracht gezogen? Kieferherde und allgemein toxikologische Aspekte würde ich auch mal checken lassen. Habe in Wien übrigens auch Toxocara und Ascaris testen lassen, negativ.
Hi Markus,
danke für Deine Überlegungen. Ich habe jetzt dummerweise schon das Wellvone für den Pricktest gekauft, aber erst jetzt gelesen, dass Babesien auch mit Riamet behandelt werden können. Wenn dann würde ich nochmal mit Riamet starten, harre bis dahin auf nächsten Spezi-Termin in 2 Monaten (schneller geht es da nicht). Mein Spezi hält eine Infektion (Borre/Chlamydien) für hauptursächlich, alles andere (z.B. Blei) wurde ausgeschlossen.

Jetzt rieche ich auch plötzlich nichts mehr, MRT des Kopfes gibt es nächste Woche.

Eine Muskelerkrankung (mitochondrale oder metabolische Myopathie) wurde immer mal wieder erwogen, hätte aber keine therapeutische Konsequenz. Gehe in 3 Wochen nochmal zum Test in Uniklinik, habe da aber auch keine Hoffnung auf eine Diagnose. Der Chefarzt der Uniklinik nahm sich 20 Minuten Zeit, mich, meine Antibiose und meinen Spezi übelst zu beschimpfen und mir das Stockholm-Syndrom zu unterstellen, als ich den Spezi verteidigte. Dann könnte ich statt AB auch täglich einen Liter Spiritus trinken, das wäre gleich nützlich/nutzlos. Zumindest aber denkt er, dass ich eine von hunderten unentdeckten Krankheiten habe und dass ich kein Psycho bin. Die Assistenzärztin sagte, ich könne doch froh sein, dass er sich 20 Minuten Zeit zum Beschimpfen lies, sonst behandelt er immer nur 1-2 minuten...

Denke zudem auch an Histaminintoleranz, habe ich auch noch nicht verfolgt, und zudem könnten eventuell auch Umstellungen der L-Thyroxin Hormone (natürliche Schweinehormone).

Es ist zum verzweifeln....
Hallo Berd

(12.09.2016, 20:23)berndjonathan schrieb: [ -> ]Denke zudem auch an Histaminintoleranz, habe ich auch noch nicht verfolgt, und zudem könnten eventuell auch Umstellungen der L-Thyroxin Hormone (natürliche Schweinehormone).

Magst du mal erzählen, wie diese Umstellung ablief? Hast du Levo (wie viel) von einem Tag zum andern abgesetzt? Und Schwein (wie viel) dafür genommen? Wann war das?

Was sind deine Hauptsymptome?
Hast du tote Zähne? (Diese haben bei mir zu anhaltendem, miesesten Befinden geführt wegen unerkannter Herde)

Du hast ABs oder Malarone scheinbar durchgängig genommen in den letzten Monaten?
Nach deinen heftigen Reaktionen könnte ich mir auch vorstellen, dass der Organismus sich jetzt erstmal regenerieren muß ohne erneuten toxischen Input und er dafür Zeit braucht.
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