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Westernblot oder LTT - welcher Test ist besser? - Druckversion

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RE: Westernblot oder LTT - welcher Test ist besser? - Pitar - 16.10.2014

(16.10.2014, 11:28)urmel57 schrieb:  Hast du denn einen Arzt der dich gut unterstütz?

Liebe Grüße Urmel

Nicht wirklich. Eher suche ich mir die Ärzte nach bestimmten Zwecken zusammen. Ich habe bisher noch nie erlebt, dass ein Arzt mir wirklich konstruktiv, problemorientiert weiterhilft. Eher gehe ich schon mit einem ganz bestimmten Anliegen hin und überzeuge ihn, die Tests zu machen. Auf diese Weise habe ich mitterlweile sehr viel abgescheckt und bestimmt ca. 150 Blutwerte zusammen

-alle Hormonachsen (inkl, Schilddrüse)
-Rheumatische Erkrankungen
-Pilzinfektionen
-Vitamin- und Mineralstoffhaushalt
-orthopädische Probleme
-neurologische Probleme
-Nahmittelunverträglichkeiten
-Trinkwasserbelastung.


Laut Blutwerte bin ich gesund. Allerdings sind meine Eisen-, B12- und D3-Werte im unteren Grenzbereich (Ursache unbekannt). Meine Entzündungswerte sind sehr niedrig. Ich hatte auch nie Gelenkschwellungen, nur eben Gelenkschmerzen (Knie). Mittlerweile sind die Knieschmerzen aber nur noch gering vorhanden und ich habe nun chronische Schmerzen in Schultergelenk, Rücken und Oberarmen.


RE: Westernblot oder LTT - welcher Test ist besser? - urmel57 - 16.10.2014

Oh Pitus, da warst du aber schon sehr fleissig:


Den Link hier kennst du sicherlich:

http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=1918&pid=45943#pid45943

Babesien.... diese sind auch häufige Bewohner von Zecken also nicht so ungewöhnlich. Das ungewöhnliche ist eher, dass sie normalerweise selbslimittierend sein sollen. Aber ich glaube da nicht daran, dass das immer so ist.

Auch Ehrlichien und Rickettsien sind häufige Mitbewohner von Zecken, die dazu das Immunsystme schwächen können.

Wichtig wäre dann eben schon diese Coinfektionen mitabklären zu lassen, ob das nicht die Haupinfektionen sind, bei seronegativer "Borreliose".

Liebe Grüße Urmel


RE: Westernblot oder LTT - welcher Test ist besser? - urmel57 - 16.10.2014

(16.10.2014, 11:10)neumaex schrieb:  Für mich sind Krankheitsverlauf und Symptomatik nahezu ein lehrbuchreifer Borreliosefall.
Welche Symptomatik passt da nicht ?

LG neumaex

Hallo Neumaex,

der lehrbuchreife Borreliosefall ist leider nicht wirklich definiert. Lehrbuch der Neurologen und Dermatologen mit sehr engen Begiffsfassungen und danach ist Schluss. Der Rest ist aufgrund fehlender Evidenz leider sehr spekulativ. Dass es mehr gibt wissen wir alle.

Das heftige und starke Fieber ist ein deutliches Symptom von Babesien. Man hätte nur damals schon danach schauen sollen, da wären die wahrscheinlich auch unter dem Mikroskop sichtbar gewesen, wenn es diese sind. Bei solchen heftigen Reaktionen sollte das Immunsystem sich auch so damit auseinandersetzen, dass Antikörpergebildet werden, es sei dann man ist immundefizient. Das müsste man dann auch abklären.

Wir werden es hier auch nicht beurteilen können, was nun tatsächlich Sache ist. Genausogut kann dieser Krankheitbeginn nur zufällig im zeitlichen Zusammenhang mit der Zecke erfolgt sein. WIr können das nicht eindeutig wissen. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass sich hinter den vielen seronegativen Borreliose ein Haufen anderer Infektionen oder sonstigen Erkrankungen verstecken kann und man aufpassen muss, nicht alles als Borreliose zu bezeichnen, was an unerklärlichen Symptomen so auftreten kann, nur weil noch nicht nach dem Richtigen geschaut wurde.

Daher ist auch wichtig gründlichst zu betrachten, was bereits ausgeschlossen wurde, bevor man sich zu viele Medikamente reinpfeifft, die das Gegenteil von dem bewirken was sie sollen, was ja durchaus auch nicht so selten vorkommt.

Liebe Grüße Urmel


RE: Westernblot oder LTT - welcher Test ist besser? - Pitar - 16.10.2014

ok, danke, das werde ich machen.

Letzte Frage: Inwiefern prüft der Westernblot oder LTT diese Coinfektionen mit ab bzw. muss jede Coinfektion durch einen eigenen Test geprüft werden und muss man diese selbst bezahlen?

Noch eine Anmerkung zu dem Fieber:

Das war kein typisches Erkältungsfieber, sondern einfach nur starker Schüttelfrost und hohes Fieber, Übelkeit, starker Nachtschweiß. Es gab keinen Husten oder Schnupfen. Erst am Tag darauf habe ich die Zecke gefunden, die ich mindestens 8 bis 10 Tage gehabt haben muss. Ich habe darauf nur 6 (!) Tage Doxy 400 genommen. Vermutlich nicht ausreichend.


RE: Westernblot oder LTT - welcher Test ist besser? - urmel57 - 16.10.2014

Die Coinfektionen sind dann leider mit dem Westenblot und dem LTT auf Borrelien nicht mit abgedeckt (macht der Spezi sicherlich mit) und die Tests für Babesien sind leider auch nicht das Gelbe vom Ei.

Der Babesientest sollte eigentlich auch Kassenleistung sein, aber die Frage ist, ob sich der Arzt das Budget damit belasten will/kann.

Vielleicht solltest du hier nochmal rumfragen, welche Erfahrungen es zu den Babesien bei welchem Labor gab. Da gibt es wohl auch große Unterschiede.

Liebe Grüße Urmel


RE: Westernblot oder LTT - welcher Test ist besser? - doncamilo - 16.10.2014

Hallo Pitar,
deine Symptome decken sich zu 100% mit meinen, nur wurde meine Borreliose im Chronischen Stadium
im Januar durch ein ELISA und anschließend durch einen Westernblott bestätigt.
Ich bekam 14 Tage 2-mal täglich 3g Cefotaxim i.v.
Momentan habe ich noch folgende Symptome.
Muskelzucken, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gelenkknacken überall.
Die Gelenkschmerzen sind auf ein Minimum zurückgegangen und auch nicht täglich vorhanden.
Anfangs hatte ich starke Knieschmerzen.
Habe gerade ein Labor bei mir um die Ecke (Ettlingen) gefunden, dass auf Co.-Infektionen Testet.
Hier mein Zweiter Westernblott vom Juni 2014. Keine Signifikante Änderung zum ersten im Januar.
Vielleicht kann einer der Spezis hier was dazu sagen.


RE: Westernblot oder LTT - welcher Test ist besser? - doncamilo - 16.10.2014

Hier mein Westernblott.


RE: Westernblot oder LTT - welcher Test ist besser? - urmel57 - 16.10.2014

Hallo doncamillo,

da hatten die im Labor sicherlich ihre Freude dran ein so schönes klares Ergebnis präsentieren zu können.

Es ist nicht zu erwarten, dass die Antikörper so schnell zurückgehen, die sind ziemlich langlebig. Die Beschwerden leider auch.

Vielleicht geht ja beides mit der Zeit noch zurück, das wäre wünschenswert, ansonsten wäre auch eine weitere Behandlung anzudenken. Wenn die Schmerzen schon mal weitgehend weg sind, ist das zumindest schon mal ein Erfolg. Die Müdigkeit und Erschöpfung sind leider ziemlich zäh.

Was für dich jetzt das einzig Richtige ist, kann dir wahrscheinlich niemand genau sagen. Das müssstest du an Hand deines Beschwerdebildes und einem erfahrenen Arzt herausfinden.

Ich hoffe du kommst da weiter. Man kann sich keinesfalls darauf verlassen, dass mit den 14 Tagen Infusionen alles machbare gemacht ist. Ob weitere Antibiosen was bringen, auch dazu gibt es unterschiedliche Erfahrungen und es ist individuell nicht vorhersagbar gerade auch wenn die Erkrankung schon sehr lange im Körper ist.

Mir hat da der LTT mehr Erkenntnis gebracht, da die Lymphozyten nicht so langlebig sind, zeigt dieser dann auch eher an, ob noch was los ist im Körper. Allerdings hat man das auch so gemerkt. Eine Therapieentscheidung würde ich ungern alleine an all diese Tests knüpfen.

Liebe Grüße Urmel


RE: Westernblot oder LTT - welcher Test ist besser? - doncamilo - 16.10.2014

Hi,
vor ca. drei Monaten habe ich mit dem Buhner Protocol angefangen und bin momentan bei einem TCM in unserer Nähe der sich auf Borreliose spezialisiert hat.
Trotz des klaren Bo Befundes möchte ich mich noch auf Co-Infektionen Testen lassen. Das Labor in Ettlingen hat mir mein TCM empfohlen.
Mal schauen was bei rauskommt.
Weiter kämpfen ist angesagt.
Aufgeben gibt es nicht.