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Teratogenität von Quensyl?!
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NeuroLyme_Mfr_83 Offline
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Beitrag #1
Question Teratogenität von Quensyl?!
Hallo,

ich habe eine weit fortgeschrittene Borreliose...

Schon mehrfach habe ich gehört, dass die Kombination von Antibiotikum (z. B. Makrolid oder Tetracyclin) und Quensyl über mehrere Monate recht gut wirken soll.

Allerdings habe ich auch gehört, dass Quensyl wohl mehr oder weniger teratogen sein könnte. Möglicherweise (nach Aussage eines Arztes) könne es aufgrund der langen Halbwertszeit sogar noch Jahre nach der Einnahme geschädigte Eizellen bzw. Spermien bewirken und damit zu fehlgebildeten Föten führen.

Für mich ist das echt ein wichtiges Thema, weil ich (männlich) noch keine Kinder habe und prinzipiell ein Kinderwunsch besteht.

Weiß hier jemand mehr über die (angebliche) Teratogenität von Quensyl? Das Internet gibt ja nicht sehr viel her, außer, dass es wohl Schwangere nicht nehmen sollen.

Krankheitsgeschichte und bisherige Maßnahmen: siehe Bio/Lebensgeschichte!!
13.08.2017 20:38
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korri Offline
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Beitrag #2
RE: Teratogenität von Quensyl?!
nimm doch einfach Artemisia anstatt Quensyl
13.08.2017 21:23
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Gabi68 Offline
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Beitrag #3
RE: Teratogenität von Quensyl?!
Korri, wie bist Du mit Artemisia gefahren? Soll ja ein Zystenknacker sein... und das auch noch auf natürlicher Basis
14.08.2017 17:06
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borrärger Offline
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Beitrag #4
RE: Teratogenität von Quensyl?!
Nicht zu vergessen ist bei Kinderwunsch auch dass Borreliose über die Plazenta übertragen werden kann, nicht muss.
Hier noch was zu Artemsia annua

Artemisin soll nicht durchgängig genommen werden, da es sonst seine Wirkung verliert, es soll u.a. das zellinnere alkalisieren und u.a. dadurch die Wirksamkeit einiger Ab erhöhen. Ob das wirklich so ist, wer weiß das schon.
https://forum.onlyme-aktion.org/archive/...-5743.html

Ich würde es probieren, wenn es meinem Magen nicht solche Probleme bereiten würde. Ob Artemisia unnua das im Handel erhältlich ist auch dieselben Studienergebnisse wie das hier geteste Artemisin erzielt hätte steht in den Sternen und selbst das hat in neueren Studien dann wieder schlechter abgeschnitten.
https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...#pid104141

Eigentlich ist es ein Malariamittel, einige Spezies verschreiben es zu Antibiose

Wer es nehmen möchte kann hier Tips zur Dosierung finden, es werden meist 2 mal 600mg für drei Wochen und eine Woche Pause empfohlen usw.
https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...9#pid74729

Ich habe es mir mal bei Novoform Pharma bestellt, dort ist es aber wegen eines Lieferengpasses im Moment nicht Lieferbar, man muss also selbst goggeln.

liebe Grüße borrärgerIcon_winken3

Glücklich ist der, der hinter den schwarzen Regenwolken auch die Sonne sieht.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.08.2017 10:31 von borrärger.)
15.08.2017 09:24
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claudianeff Offline
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Beitrag #5
RE: Teratogenität von Quensyl?!
Hallo zusammen!

@NeuroLyme_Mfr_83,
Zitat:Schon mehrfach habe ich gehört, dass die Kombination von Antibiotikum (z. B. Makrolid oder Tetracyclin) und Quensyl über mehrere Monate recht gut wirken soll.

Diese Kombination wird von den Ärzten empfohlen, die nach DBG Leitlinien behandeln. Sonst wird Quensyl bei Malaria oder bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt, auch langfristig, wenn indiziert ist. Hier schon geschrieben...
Da dieses Medikament viele NW hat, sollte - hat schon? - dein Arzt dich dazu gut beraten. Ohne regelmäßige Augenarztkontrolle würde ich damit nicht anfangen. Mit der Frage nach der Teratogenität kann ich dir nicht viel helfen. Ich habe ein wenig recherchiert - es wird sehr selten erwähnt. Nur eins: Vor allem betrifft es die Frauen und erfreulicherweise habe ich hier im Forum schon mal gelesen, dass eine Frau nach der Therapie mit Quensyl ein Kind bekam und mit einem 2. schwanger war (hoffen wir, dass alles gut ist!Heart).
Das Problem ist, dass es bei Borreliose kaum Behandlung ohne Risiken gibt , dazu noch alle individuell... Alles ist Selbstentscheidung mit dem vertrauten Arzt zusammen.
Übrigens wäre es vielleicht für alle leichter dir gezielt zu antworten, wenn du etwas mehr von deinem Hintergrund schreibst?..

Hier wurde die Alternative mit Artemisia angesprochen. Ich habe beides ausprobiert und als völlig verschieden in der Wirkung erlebt. Artemisia hat zu einer Verstärkung der Schmerzen geführt, eigentlich habe ich nach zwei Tagen abgebrochen und danach nur unregelmäßig in kleinen Dosen genommen. Daher keine richtige Erfahrung...
Und noch was: Es wurde schon mal berichtet, dass Artemisia die Leberwerte verschlechtern kann.

Mit Quensyl dagegen haben die Gelenkschmerzen bei mir nachgelassen und die Entzündung ist etwas zurück gegangen. Was aber für alle chron. Betroffene interessant sein könnte, zitiere ich aus dem Arztbericht:

"Quensyl verursacht in der Zelle eine Alkalisierung des Zellmilieus und zerstört dadurch auch den Säuremantel , den die Borrelien als äußere Schutzhaut haben. Weiterhin trägt es zur Schädigung der "Zystenformen" der Borrelien, die sog. Borrelienpersister, wodurch die Effizienz des verabreichten Antibiotikums gesteigert werden kann, bei."

Das heißt, es soll das gleiche bewirken, wie Artemisia. Dass diese Wirkung durch eine strenge kohlenhydratarme Diät verstärkt werden kann, ist bekannt.

@borrärger:
Zitat:Ich habe es mir mal bei Novoform Pharma bestellt, dort ist es aber wegen eines Lieferengpasses im Moment nicht Lieferbar, man muss also selbst goggeln.

Ich habe Artemisia annua Kapsel zuletzt über medpex bestellt, auch von novoform produziert. War sogar günstiger. Allerdings war das im vorigen Jahr...

Liebe Grüße an alle!
15.08.2017 13:42
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Gabi68 Offline
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Beitrag #6
RE: Teratogenität von Quensyl?!
Das Produkt konnte ich vor ein paar Wochen ohne Lieferschwierigkeiten in meiner Apotheke (auf dem Land) bestellen (war allerdings ca. 5 Euro teurer als über das Internet). Ich werde jetzt mal pausieren; mal sehen, wie mir die "Mono-Therapie" mit Minocylin bekommt....
15.08.2017 17:09
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NeuroLyme_Mfr_83 Offline
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Beitrag #7
RE: Teratogenität von Quensyl?!
Hallo,

vielen Dank für eure hilfreichen Beiträge!

Zunächst etwas zum Thema Quensyl vs. Artemisia: ein Heilpraktiker, der selbst Borreliose hat(te), hat bei sich selbst und vielen anderen Patienten - in Zusammenarbeit mit einem Arzt große Erfolge mit der Kombination aus Quensyl und Clarithromycin gemacht.
Wenn er versuchsweise Artemisia statt Quensyl hat nehmen lassen, gab es keine gute Wirkung.

Dann noch etwas: ich habe meist hohe QT-Zeiten im EKG (frequenzkorrigierte QT-Zeit meist 420 bis 450 ms). Clarithromycin kann ja auch die QT-Zeit verlängern.
Deshalb meine Frage: wie sind die Erfolgsaussichten, wenn man eine Kombinationstherapie mit Quensyl + Minocyclin macht statt Quensyl + Clarithromycin?

Krankheitsgeschichte und bisherige Maßnahmen: siehe Bio/Lebensgeschichte!!
24.09.2017 11:30
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Markus Online
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Beitrag #8
RE: Teratogenität von Quensyl?!
(24.09.2017 11:30)NeuroLyme_Mfr_83 schrieb:  Dann noch etwas: ich habe meist hohe QT-Zeiten im EKG (frequenzkorrigierte QT-Zeit meist 420 bis 450 ms). Clarithromycin kann ja auch die QT-Zeit verlängern.

Hast du solche Werte ohne oder mit Medikation? Wurde das von Hand ausgemessen oder automatisch berechnet? Im letzteren Fall muss man die Herzfrequenz noch in die Bewertung einbeziehen. Bei hohen Frequenzen (> 90 bpm) führt die in der Regel verwendete Formel zu einer Überkorrektur, d.h. das QTc-Intervall erscheint länger, als es tatsächlich ist.

Unter Clari ging meine QTC von 408 ms auf 436 ms hoch. Als ich das von Hand mit einer "besseren" Formel nachgerechnet habe, kam 408 vs. 411 ms heraus.

Azi wäre hinsichtlich QT-Verlängerung wohl etwas günstiger als Clari.

Dr. Rainer Rothfuß: Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.09.2017 12:22 von Markus.)
24.09.2017 12:21
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urmel57 Offline
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Beitrag #9
RE: Teratogenität von Quensyl?!
Die Frage ist auch, welches Wirkprinzip von Quensyl zum tragen kommt. Die ursprüngliche Idee ist, dass der Wirkstoff des Quensyls den pH-Wert innerhalb der Zellen leicht anhebt und dadurch Clarythromycin eine effektivere Wirkung haben soll. Bei Minocyclin kommt dieser Effekt nicht zum tragen.

Da Quensyl auch als Basismedikament bei manchen rheumatischen Erkrankungen Verwendung findet, wäre auch hier ein Wirkprinzip zu finden.

Mein Spezi hatte bei mir sowohl Clarythromycin als auch Minocyclin mit Quensyl kombiniert.

Ein potentielles Wirkprinzip von Artemisia bei der Borrelienbeseitigung wurde meines Wissens bisher noch nicht beschrieben. Gegen Malaria vielleicht auch Babesien hätte es zumindest Potentialität.

Liebe Grüsse Urmel

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24.09.2017 21:05
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