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Borrelliose + Psyche
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takamaka Offline
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Beitrag #1
Borrelliose + Psyche
Guten Tag Forum,

ich bin 47 Jahre alt und lebe seit vielen Jahren mit depressiven Episoden unterschiedlichen Intensität. Nach einem großen "Crash" vor etwa 12 Jahren habe ich diese Thematik danach ziemlich gut in den Griff bekommen. Bis vor etwa 2 Jahren. Seitdem fühle ich mich in meiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt und auch die mentale Stabilität ist nicht mehr wie vorher. Der Alltag bzw. das Leben an sich ist deutlich "schwerer geworden". Hinzu kommt, dass kürzlich bei einem Bluttest Borrellien-Antikörper bei mir gefunden wurden und ich nun versuche herauszufinden, was therapeutisch angeraten ist und welche Symptome überhaupt welcher Erkrankung zuzuordnen sind. Ich schildere den Verlauf am besten mal stichpunktartig...

---

06/2016
Zeckenbiss, keine Wanderröte

08/2016
Hohes Fieber mit Schüttelfrost
Hausarzt tippt auf "irgendein Virusinfekt"
Hohe Entzündungswerte
Borrellientest negativ

01/2018 - 06/2018
3 Insektenstiche bzw -Bisse, davon eine Zecke, ohne Wanderröte

06/2018
Hohes Fieber mit Schüttelfrost und sogar Kreislaufkollaps
Borrelien-Test positiv (IgG=90, IgM=138; laut Text "kürzlich stattgefundene Infektion")
30 Tage Doxycyclin 200mg

---

Wenn ich zum heutigen Zeitpunkt mögliche Borrelliose-Symptome versuche bei mir zu finden (z.B. anhand der besagten 46-Punkte Liste): Ja, da gäbe es schon einge... Aber eigentlich schon seit Jahren, das meiste hat mich nie wirklich gestört oder arg eingeschränkt und einiges habe ich bislang auch der psychischen Ecke zugeordnet. Jedoch sind garade einige dieser Symtpome aktuell sehr stark ausgeprägt: Schlafstörungen, starkes Schwitzen, Derealisation, Depersonalisation.

---

Frage 1:
Kann bereits in 2016 eine Infektion mit Borrellien erfolgt sein und die seit 2016 verringerte Leistungsfähigkeit und verschlechterte psychische Verfassung durch Borrelliose verursacht sein?

Frage 2:
Laut Hausarzt + Neurologe (bislang die einzigen involvierten Ärzte) haben die 30 Tage Doxycyclin "mit Sicherheit alles restlos vernichtet". Darf man sich damit zufrieden geben? Was sollte man noch in Erwägung ziehen?

Frage 3:
Mit psychischer Vorerkrankung, wie lässt sich (auch für die Zukunft) überhaupt differenzieren, welche Symptomatik worin begründet liegt und welche Therapie sinnvoll ist?

Frage 4:
Kann die Borrelliose als Multisystem-Erkrankung primär psychische Auswirkungen haben, ohne dass es zuvor deutliche (!) körperliche oder neurologische Symptome gibt?

Viele Grüße, Takamaka
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.08.2018 11:32 von takamaka.)
07.08.2018 22:17
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borrärger Offline
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Beitrag #2
RE: Psychische Vorerkrankung + Positiver Borrellienbefund
Heart lich WILLKOMMEN hier im Forum

(07.08.2018 22:17)takamaka schrieb:  06/2018
Hohes Fieber mit Schüttelfrost und sogar Kreislaufkollaps
Borrelien-Test positiv (IgG=90, IgM=138; laut Text "kürzlich stattgefundene Infektion")
30 Tage Doxycyclin 200mg
Wenn Du magst und das schaffst kannst Du den Test hier unter geschwärztem Namen einstellen. Lass Dir auf jeden Fall vom Arzt immer die Originallaborergebnisse ausdrucken. Eigentlich müsste auf dem Test noch irgendwas von Blot oder Westernblot stehen. Wichtig ist, der Test wird als positiv gewertet und Dir geht es nicht gut, also sollte man dem Verdacht auf jeden Fall nach gehen.


(07.08.2018 22:17)takamaka schrieb:  Frage 1:
Kann bereits in 2016 eine Infektion mit Borrellien erfolgt sein und die seit 2016 verringerte Leistungsfähigkeit und verschlechterte psychische Verfassung durch Borrelliose verursacht sein?
Das ist gut möglich (man kann es nicht wissen), es gibt auch seronegative Borreliose, d.h. in Tests wird nie was gefunden obwohl die Krankheit da ist.
https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...#pid133175

Ansonsten können Zecken auch sogenannte CO. Infektionen übertragen, die einiges Ungemach bescheren können.
https://www.shg-bergstrasse.de/bakterien/


(07.08.2018 22:17)takamaka schrieb:  Frage 2:
Laut Hausarzt + Neurologe (bislang die einzigen involvierten Ärzte) haben die 30 Tage Doxycyclin "mit Sicherheit alles restlos vernichtet". Darf man sich damit zufrieden geben? Was sollte man noch in Erwägung ziehen?
Am besten einen Spezie aufsuchen, da man mit normalen Ärzten nicht weiterkommt.
Unter dieser Ruprik, kann man nach einem privaten Spezie für Dein Postleitzahlengebiet fragen, wir dürfen uns hier nicht offen über Ärzte austauschen nur über PN.
https://forum.onlyme-aktion.org/forumdisplay.php?fid=15

Z.B nach den LL der DBG wird im Anfangsstadium mit 400 Doxy für vier Wochen behandelt. ca. 5mg/pro kg Körpergewicht werden empfohlen. Du hast schon Glück gehabt, dass Du 30 Tage behandelt wurdest.
http://www.borreliose-gesellschaft.de/Te...linien.pdf


(07.08.2018 22:17)takamaka schrieb:  Frage 3:
Mit psychischer Vorerkrankung, wie lässt sich (auch für die Zukunft) überhaupt differenzieren, welche Symptomatik worin begründet liegt und welche Therapie sinnvoll ist?
Das ist bestimmt auch für erfahrene Ärzte schwer zu differenzieren, da Borreliose einige psychische Probleme verursachen kann. Nicht immer ist im MRT oder Spect was nachweisbar. Man kann aber zum Neurologen oder Hausarzt und um sowas bitten. Im SPECT pder PET ist eher was nachweisbar als im MRT, aber man bekommt diese Untersuchungen kaum, da sehr teuer. Vielleicht hast Du auch schon was gemacht.
Und wenn man was sieht, ist es auch kein Beweis, sondern kann nur Hinweis sein, auf was auch immer. Eben dann evtl. auf was organisches.

(07.08.2018 22:17)takamaka schrieb:  Frage 4:
Kann die Borrelliose als Multisystem-Erkrankung primär psychische Auswirkungen haben, ohne dass es zuvor deutliche (!) körperliche oder neurologische Symptome gibt?
Ich denke ja, ich hatte zuerst psychische Symptome, später sind körperliche und neurologische Beeinträchtigungen aufgetreten.

Aber letztendlich kann man die Frage kaum beantworten, ob nun Deine psychischen Probleme von der Borreliose, einer anderen Infektion, oder einer körperlichen Ursache kommen oder nicht. Also rein psychisch sind, oder ein Zusammenspiel aus beidem. Ich bin natürlich kein Arzt. Aber es sind schon viele Borreliosekranke in der Psychiatrie gelandet.

Hier noch unsere Erstinformation
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=177

liebe Grüße borrärgerIcon_winken3

Glücklich ist der, der hinter den schwarzen Regenwolken auch die Sonne sieht.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.08.2018 07:48 von borrärger.)
07.08.2018 23:56
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Beitrag #3
RE: Psychische Vorerkrankung + Positiver Borrellienbefund
Was hat denn die Therapie mit 200 mg Doxy gebracht? Wenn du Verbesserungen hattest, könnte das ein Fingerzeig sein. Wenn nicht, dann hat es nicht viel zu bedeuten, denn 200 mg Doxy sind halt nicht so hoch dosiert.

Das hohe Fieber passt für mich nicht so recht zu Borrelien. Es könnte also auch eine andere zeckenübertragene Infektion (alleine oder obendrauf) am Kochen sein. Was haben wir denn da? FSME, Ehrlichiose, Babesiose, Rickettsiose (hier v.a. R. helvetica). Es wurden bei Untersuchugen von Zecken bisher zig Bakterien und Viren gefunden, über dessen Krankheitsbedeutung und -verläufe man nichts weiss. Also bleibt einem nur, aufgrund der Symptome und des Verlaufs auf die potentiell Verdächtigen zu testen und/oder zu therapieren.

Borreliose kann vieles und muss nichts. Das entspricht allerdings nicht geltender Lehrmeinung. Obwohl die Forschungslage mehr als dünn ist, tun bestimmte Wissenschaftler so als wäre alles klar, was leider auch so in geltende Lehrmeinung einfliesst. Deshalb behaupten dein Hausarzt und der Neurologe (Anwender geltender Lehrmeinung) auch, bei dir sei die hinterletzte Borrelie mit den vier Wochen Doxy gekillt worden. Es gibt Hinweise, dass Borrelien AB-Therapien überleben können. Und es gibt Betroffene, die nach AB einfach nicht gesund werden. Das sind hauptsächlich die, die lange nicht diagnostiziert und behandelt wurden. Aber davon wollen gewisse Herren nichts wissen. Überhaupt herrscht zum Thema international ein Expertenstreit, der hauptsächlich auf den Rücken der Patienten ausgetragen wird. Ja, Pfui! Ist aber so. Damit du nicht wahnsinnig wirst angesichts der widersprüchlichen Infos, findest du hier eine grobe Gegenüberstellung der unterschiedlichen Ansichten:
https://www.borreliose-nachrichten.de/Sc...dation.pdf

So kannst du nur rumpröbeln. Das würde ich nur nach den Leitlinien der DBG tun (siehe Link von borrärger). Die Dosierung und Dauer der Therapien ist dort höher als von geltender Lehrmeinung und der Fachinfo der AB für Borreliose empfohlen. Bei der höheren Dosierung weiss ich wenigstens, dass ich das Mögliche getan habe, wenn die Therapie keine Verbesserung bringt.

Was wurde bei dir denn schon mit welchen Tests an Krankheiten ausgeschlossen? Wenn wir keine schlaue Diagnostik haben, dann müssen wir andere mögliche Ursachen so gut wie möglich ausschliessen.

LG, Regi

Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.

Nichts auf der Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit. (Martin Luther King)
08.08.2018 07:11
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Beitrag #4
RE: Psychische Vorerkrankung + Positiver Borrellienbefund
Hallo zusammen und danke für eure Rückmeldung!

Beigefügt habe ich die Bluttests der letzten Monate...

@borrärger:
Was hattest du denn für psychische Symptome und welche körperlichen und neurologischen sind dann dazu gekommen?

Dass das hohe Fieber ungewöhnlich für Borrelliose ist, wurde mir auch schon gesagt.

Welche Tests bei mir bislang gemacht wurden: Eigentlich nur Blutbilder (siehe Anhang) sowie diverse internistische Untersuchungen (Ultraschall, Langzeit-EKG, etc.). Welche Tests würdet ihr mir empfehlen? Bin in der GKV, würde aber auch privat zahlen, wenn es Erfolg verspricht...

Es gibt da ein Labor in Berlin (Dedimed, hoffe ich darf das hier posten), welches wohl recht detaillierte Tests macht, auch bzgl. Co-Infektionen (gibt da ein extra Profil "Neurologische und psychologische Symptome"). Übernimmt die Gesetzliche leider nicht... Was haltet ihr davon?
https://dedimed.com/wp-content/uploads/2...les-DE.pdf

Viele Grüße, Takamaka


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.pdf  Blutwerte.pdf (Größe: 1,06 MB / Downloads: 18)
08.08.2018 11:31
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Beitrag #5
RE: Borrelliose + Psyche
Hallo takamaka,
ich würde die Fragen anders stellen, da es auf die Fragen, die du stellst, leider keine eindeutigen Antworten gibt. Fest steht für mich, daß du eine Borreliose hast oder gehabt hast. Es besteht jedenfalls die Gefahr, daß deine Therapie nicht ausreichend war. Ob die psychischen Beschwerden, die du derzeit hast, von der Borreliose kommen, kann niemand sagen. Aber eine nicht ausreichend behandelte Borreliose kann später starke körperliche und psychische Beschwerden verursachen. Deshalb solltest du einen Borreliose-Spezi aufsuchen und dich von ihm gegen deine Borreliose behandeln lassen. Wenn deine psychischen Beschwerden dann ebenfalls verschwinden, umso besser. Wenn nicht, dann weißt du, daß diese eine andere Ursache haben. Wenn du möchtest, kann ich dir per PN die Namen der beiden mir bekannten Spezis schicken.
08.08.2018 16:19
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Beitrag #6
RE: Borrelliose + Psyche
(08.08.2018 11:31)takamaka schrieb:  Es gibt da ein Labor [...] welches wohl recht detaillierte Tests macht, auch bzgl. Co-Infektionen [...] Übernimmt die Gesetzliche leider nicht...

Aus eigener mehrfacher Erfahrung und der von anderen mir bekannten Patienten kann ich Dir versichern, daß die GKV sehr wohl die Kosten für die Antikörper-Tests auf Co-Infektionen übernimmt, wenn der Arzt es als notwendig ansieht und in Auftrag gibt.


(Viele Ärzte denken BWL-orientiert an ihre ausbleibenden Honorarzahlungen, wenn sie ihr wirklich sehr enges Laborbudget überschreiten, und erzählen dann den Patienten gern, daß das die Kasse nicht bezahlt... - Nicht zu verwechseln mit Tests, die die GKV tatsächlich nicht übernimmt, wie z. B. seit paar Jahren den LTT nicht mehr.
Etliche Ärzte wissen noch nicht mal, daß diverse Infektionstests außerhalb ihres Budgetrahmens laufen, also nicht mitgerechnet werden, nämlich dann, wenn es sich um meldepflichtige Infektionen handelt.)

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08.08.2018 17:35
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Beitrag #7
RE: Borrelliose + Psyche
Hallo Filenada,

also die Tests vom oben genannten Labor sind nach Aussage des Labors selbst kenie GKV Leistung.

Welche Tests hast du alle machen lassen und ggf wo?
08.08.2018 17:44
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Beitrag #8
RE: Borrelliose + Psyche
(08.08.2018 17:44)takamaka schrieb:  also die Tests vom oben genannten Labor sind nach Aussage des Labors selbst kenie GKV Leistung.

Das liegt daran, daß dieses Labor eben keine GKV-"Zulassung" (keine Ahnung, wie das bei Laboren heißt und geregelt ist) hat.

Zitat:Welche Tests hast du alle machen lassen und ggf wo?

Chlamydia pneu. + tracho., Mycoplasma pneu., Ehrlichia (Anaplasma), Bartonella hens., Toxoplasma, Brucella, Rickettsia typhi + rickettsii, Babesia microti + divergens, Yersinia.
Das waren zwei verschiedene Ärzte mit zwei verschiedenen Laboren.
Aus meiner ehem. Selbsthilfegruppe und von mehreren erkrankten Bekannten weiß ich, daß auch andere Ärzte und andere Labore dies "auf Kasse" machen.

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08.08.2018 18:23
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Beitrag #9
RE: Borrelliose + Psyche
@takamaka
Hier ein link zum Laborlexikon. Da kannst Du selbst nachlesen. ich finde auf Deinen Befunden IGG und IGM positiv, die P 41 Bande. Was das bedeutet, kannst Du hier im laborlexikon nachlesen.
http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Tabel...n-Blot.htm

Bei p41 kann es sich um eine Kreuzreaktion handeln, kann- muss aber nicht. Regi hat hier sehr schön was zur P41 und Kreuzreaktion geschrieben
https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...#pid137296

Wie Regi hier schrieb, gibt es bei P41 auch Krezrreaktion mit EBV. Da hattest Du mal ein positives Ergebnis. Später wurde es nicht mehr getestet. Mit EBV kenne ich mich nicht so gut aus. Vielleicht willst Du den Arzt nochmal darauf ansprechen, ob damals wirklich alles in Ordnung war mit dem EBV Ergebnis.
Allerdings sind über 90% der Erwachsenen mit EBV in Kontakt gekommen, und ich glaube kaum dass sie alle einen positiven Borrelientest haben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Epstein-Barr-Virus

Es gibt einige Co.Infektionen die u.a. auch Fieber auslösen können:
Rickettsien (auch aus der Zeckenbissfiebergruppe, es gibt verschiedene Arten und Unterarten), Babesien und auch FSME, womöglich noch mehr.
vielleicht findest Du Dich irgendwo besonders wieder, ansonsten würde ich mindstens das alles durchtesten wollen.
http://www.zecken-tipps.de/zecken-krankh...ieber.html

Die Ergebnisse die Du eingestellt hast, sind übrigens nur die Ausdrucke aus der Praxis. Besser ist es wenn man die Originallaborergebnisse einfordert. Ist manchmal nciht leicht. Manchmal stehen z.B. noch Einschätzungen vom Labor drauf oder anders interressante das man sonst nicht erfährt.

(08.08.2018 11:31)takamaka schrieb:  (gibt da ein extra Profil "Neurologische und psychologische Symptome"). Übernimmt die Gesetzliche leider nicht... Was haltet ihr davon?
dazu kann ich Dir wirklich nichts sagen, wüsste nicht was das für ein Test sein soll, womöglich werden mehrere Tests gemacht, Immunsystem usw. und daraus Schlüsse gezogen.
Ich halte Dedimed für ein gutes Labor, denke aber dass sie zum teil ganz schön teure Tests vorschlagen, die womöglich nicht immer Sinn machen. Ich würde das im Einzelfall überprüfen, mich genau erkundigen und dabei den Geldbeutel nicht ganz aus den Augen verlieren. Für evtl. Therapien bracuht man ja eh noch Geld.
Co. Infektionen und Borreliose würde ich da ruhig machen lassen. Da haben sie wirklich Erfahrung. Es sei dann man kann einen HA überreden, das auf Kasse zu bekommen. Sollte bei Fieber eigentlich drin sein. Die Frage ist dann wieder, wie gut ist das Labor des HA.

liebe Grüße borrärgerIcon_winken3

Glücklich ist der, der hinter den schwarzen Regenwolken auch die Sonne sieht.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.08.2018 22:45 von borrärger.)
08.08.2018 22:32
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Beitrag #10
RE: Borrelliose + Psyche
Hallo takamaka,

obwohl ich aus dem Raum kommen und schon lange danach suche - bis auf die drei Spezis auf der Liste kann ich dir niemanden nennen.

Mein Tip an dich wäre, bei deinem Hausarzt nicht locker zu lassen. Eine Behandlung mit Doxycyclin kann fehlerbehaftet sein - z.B. durch Einnahmefehler, somit ist sie mitnichten eine absolut sichere Behandlung. Die aktive Infektion ist durch die Bluttests, die du hier eingestellt hast, doch nich unwahrscheinlich, wenngleich es seltsam ist, dass lediglich die hochpositive Bande p41 als Beleg aufgeführt ist. Diese ist kreuzreaktiv zu einer Reihe anderer Spirochätenerkrankungen,u.a. Rückfallfieberspirochäten, Treponema pallidum.

Ansonsten würde ich trotzdem versuchen, zumindest eine i.v. Behandlung mit Ceftriaxon für 2-3 Wochen herauszuleiern mit der Hoffnung, dass sich Verbesserungen erzielen lassen.

Dass du für die Tests selbst hast zahlen müssen ist skandalös. Das sind doch ganz normale Tests. Es kann doch nicht sein, dass diese nicht von der GKV übernommen werden oder dein Arzt die Tests über nichtzugelassene Labore machen lässt - oder habe ich das falsch verstanden.

Bei der Sache mit dem hohen Fieber wäre dann auch die Frage was noch dabei sein könnte. Von Malaria, über Babesien und Rückfallfieber gibt es viele Möglichkeiten, wo man anknüpfen könnte, wenn Arzt bereit dazu wäre.... Hast du denn Auslandsaufenthalte gehabt? Ich denke mehr Diagnostik rund um die Spirochäten wäre sinnvoll.

Liebe Grüße Urmel

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org

Hier stehe ich, ich kann nicht anders ....
09.08.2018 08:31
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