Antwort schreiben 
Langzeitantibiose mit Pausen?
Verfasser Nachricht
Markus Offline
Posting Freak
*****

Beiträge: 3.271
Registriert seit: Feb 2015
Thanks: 672
Given 4891 thank(s) in 2043 post(s)
Beitrag #11
RE: Langzeitantibiose mit Pausen?
(04.02.2019 13:07)borrärger schrieb:  Markus hat recht das kann man dann guten Gewissens nicht weiter empfehlen.
Das habe ich so nicht gesagt. Nur dass, falls es helfen sollte, ich eher an was anderes als Borrliose denken würde, zumal die B. ja scheinbar labormedizinisch nicht nachgewiesen ist. Wenn Roxy/Trim in der Vergangenheit geholfen hat, kann man das ja durchaus probieren. Nur sollte man aus diesem Fallbericht keine weitreichenden Schlüsse ziehen (Zitat mikky: Da das offenbar nicht der Fall ist, macht mir dein Fall Angst.).

Dr. Rainer Rothfuß: Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg
04.02.2019 13:22
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
 Thanks given by: Filenada , mikky , urmel57 , HelenB
mikky Offline
Senior Member
****

Beiträge: 394
Registriert seit: Feb 2017
Thanks: 905
Given 567 thank(s) in 237 post(s)
Beitrag #12
RE: Langzeitantibiose mit Pausen?
Das ist ja sehr interessant. Hast du, HelenB, denn noch Ergebnisse von den Laboruntersuchungen von der alten Infektion? Sind da auch mal Co-Infektionen getestet worden? War die Borreliose nachweisbar?

Ich finde es erstaunlich, wie viele Leute, die mit diesem Gasser-Schema behandelt wurden, sagen, daß es ihnen davon besser ging, obwohl diese Medikamente nicht gegen Borrelien wirken sollen. Demnach müßten also doch wesentlich öfter als man meint, Co-Infektionen die Ursache für die Beschwerden darstellen.

Natürlich sollte man bei einer Neuinfektion eigentlich erwarten, daß die Beschwerden nicht so plötzlich und nicht so heftig kommen. Aber was heißt Neuinfektion? Wenn es vor einem halben Jahr gewesen wäre, wäre es auch eine Neuinfektion gewesen, aber eben doch keine frische mehr. Da könnte es dann auch für 5 Wochen Doxy schon zu spät sein.

Daß Ärzte einen unterschreiben lassen, daß man die AB auf eigene Verantwortung nimmt, habe ich auch noch nie gehört. Ich frage mich auch, ob das dem Arzt etwas bringen würde, wenn du nun doch starke Nebenwirkungen hättest. Kann der sich wirklich so leicht aus der Verantwortung ziehen?
05.02.2019 19:14
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
 Thanks given by: borrärger , HelenB
HelenB Offline
Junior Member
**

Beiträge: 9
Registriert seit: Dec 2018
Thanks: 10
Given 10 thank(s) in 7 post(s)
Beitrag #13
RE: Langzeitantibiose mit Pausen?
Hallo,

vielen Dank für Eure Anteilnahme und Hinweise!
Meine Blutwerte vom 18.1.19:

IgG (quant.) (EIA): negativ
VlsE: +/- (diese IgG-AK sind wohl die einzigen, die früh gebildet werden).

IgM (quant.) EIA) positiv (79,2 U/ml) (Norm: positiv >20)
OspC (pKo): +
AspC (pBI): +

Die (nachvollziehbare) Diagnose lautet: Reinfektion! (Freu Dich Mikky!).
Nach meiner kurzen Recherche habe ich also Borrelien vom Stamm B. afzelii!? Zu AspC (pBI) habe ich nichts gefunden.
Wisst Ihr etwas dazu? Kann man nun nützliche Schlüsse ziehen?

Mir ging es Dienstag und Mittwoch schlecht. Am Montag Abend war ich beim Sport und habe mich sehr angestrengt (Kraft). Vielleicht war das die Ursache?

Nun habe ich (wieder, wie schon ab und zu mal zwischendurch) deutliche Rachenschmerzen. Im Beipackzettel von Infectotrimet (Trimetoprim) steht, dass dies ein Symptom für eine Leukopenie sein kann und man solle dann zum Arzt gehen. Meine nächste Blutkontrolle ist erst in 6 Tagen...?

Insgesamt geht es mir unter der Therapie nicht sooo schlecht, aber ich sehe schon länger keine Tendenz nach oben mehr.

Ich habe wirklich Angst, dass es diesmal nicht klappt und nach der Therapie wieder alles hervorbricht!

Ganz herzliche Grüße,

HelenB
08.02.2019 09:07
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
 Thanks given by: mikky
urmel57 Offline
Posting Freak
*****

Beiträge: 8.356
Registriert seit: Aug 2012
Thanks: 19611
Given 23243 thank(s) in 6012 post(s)
Beitrag #14
RE: Langzeitantibiose mit Pausen?
(08.02.2019 09:07)HelenB schrieb:  Nun habe ich (wieder, wie schon ab und zu mal zwischendurch) deutliche Rachenschmerzen. Im Beipackzettel von Infectotrimet (Trimetoprim) steht, dass dies ein Symptom für eine Leukopenie sein kann und man solle dann zum Arzt gehen. Meine nächste Blutkontrolle ist erst in 6 Tagen...?

Hallo Helen,

wenn du Bedenken hast, dann geh bitte noch HEUTE zum Arzt und versuche das abzuklären! Es kann natürlich auch einfach ein grippaler Infekt sein, wie sie momentan umgehen. Das lässt sich hier aber nicht abschätzen.

Liebe Grüße Urmel

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org


Möge der Wind immer in deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf deine Felder fallen.
08.02.2019 09:46
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
 Thanks given by: Zuversichtliche , borrärger , Zotti , HelenB
mikky Offline
Senior Member
****

Beiträge: 394
Registriert seit: Feb 2017
Thanks: 905
Given 567 thank(s) in 237 post(s)
Beitrag #15
RE: Langzeitantibiose mit Pausen?
Zu deinen Blutwerten kann ich leider nichts sagen. Aber wenigstens scheint eine alte Infektion ausgeschlossen zu sein, was ich sehr beruhigend finde. Und auch für dich dürfte das bedeuten, daß es leichter sein sollte, das wieder loszuwerden, wenn die Infektion neu ist, als eine 5 Jahre alte.

(08.02.2019 09:07)HelenB schrieb:  Mir ging es Dienstag und Mittwoch schlecht. Am Montag Abend war ich beim Sport und habe mich sehr angestrengt (Kraft). Vielleicht war das die Ursache?
Mir geht es auch oft so, daß ich nach Sport oder nach sonst anstrengenden Tagen feststelle, daß es wieder losgeht, obwohl ich vorher schon dachte, ich wäre wieder ok. Ich habe so den Eindruck, daß man es gerade bei anstrengenden Tätigkeiten merkt, ob man wirklich wieder fit ist.

(08.02.2019 09:07)HelenB schrieb:  Nun habe ich (wieder, wie schon ab und zu mal zwischendurch) deutliche Rachenschmerzen.
Ich hatte damals, als ich akut krank war, auch ganz komische Halsschmerzen. Waren sehr geringe Schmerzen, die aber über mehrere Wochen anhielten. Eine normale Erkältung war das nicht. Ich bin aber bis heute nicht dahinter gekommen, was das gewesen sein mag. Borrelien? Chlamydia pneumonia? EBV? Oder ganz was anderes? Eine Medikamentennebenwirkung ließ sich bei mir ausschließen, da ich damals noch keine Medikamente bekommen hatte. Wenn du diese Beschwerden während der Antibiose hast, wäre natürlich auch eine Nebenwirkung möglich. Ich glaube kaum, daß dir das irgend jemand wird sagen können. Nach meinen Erfahrungen wohl auch die Ärztin nicht. Woran sollte sie das erkennen? Sie kann da auch nur raten. Das ist leider ein Problem, das wir alle immer wieder haben: Das Rätselraten welche Ursache für welche Beschwerden verantwortlich ist.

(08.02.2019 09:07)HelenB schrieb:  Ich habe wirklich Angst, dass es diesmal nicht klappt und nach der Therapie wieder alles hervorbricht!
Kann ich gut verstehen, aber auf der anderen Seite stehen dir dann noch ein ganzer Haufen anderer Medikamente zur Verfügung. Wenn es diesmal mit Gasser nicht funktioniert, dann probierst du halt ein anderes Schema. Ich hoffe doch, deine Ärztin ist dazu bereit, dir auch andere Medikamente zu verschreiben, wenn sich deine jetzigen als nicht die richtigen herausstellen sollten? Ansonsten würde ich mir schnellstens einen anderen Arzt suchen.
09.02.2019 18:20
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
 Thanks given by: HelenB
HelenB Offline
Junior Member
**

Beiträge: 9
Registriert seit: Dec 2018
Thanks: 10
Given 10 thank(s) in 7 post(s)
Beitrag #16
RE: Langzeitantibiose mit Pausen?
Hallo Borrärger und alle!

Trimethoprim ist doch aber kein Sulfonamid!?!

Zitat aus Wikipedia: "Sulfonamide wirken bakteriostatisch. Werden sie einzeln eingesetzt, bilden sich schnell Resistenzen. Daher kombiniert man sie bevorzugt mit Dihydrofolsäurereduktase-Hemmern wie Trimethoprim."


In einem Artikel im Ärzteblatt habe ich allerdings gelesen, dass Trimethoprim nicht geeignet sei als Borreliose-Therapie.
Vielleicht ist es aber in Kombination mit Roxithromycin (wie bei mir)wiederum doch hilfreich?

Heute geht es mir endlich mal wieder richtig gut bis jetzt. Sonst war es eher mittel. Entsprechend war meine Zuversicht die letzten Tage auch nicht groß. Wenn ich mein Befinden aber mit meinem Symptomtagebuch von damals vergleiche, gibt es große Übereinstimmungen! Auch der Antikörper-Befund ist sehr ähnlich!

Übrigens: 2013 ging meine Therapie noch weiter:
Es folgten 20 Tage Clarythromycin (Makrolid) und anschließend 10 Tage Metronidazol (Nitroimidazol). Während und nach der Therapie ging es mir in Wellen zunehmend besser. Ungefähr Ende 2014 war es dann ganz verschwunden.

Ob ich die nächsten beiden ABs auch noch nehmen muss, weiß ich nicht.

Ich grüße Euch herzlich,

HelenB
10.02.2019 08:28
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
 Thanks given by: borrärger
borrärger Offline
Posting Freak
*****

Beiträge: 2.024
Registriert seit: Sep 2014
Thanks: 11984
Given 4241 thank(s) in 1449 post(s)
Beitrag #17
RE: Langzeitantibiose mit Pausen?
(10.02.2019 08:28)HelenB schrieb:  Trimethoprim ist doch aber kein Sulfonamid!?!
Du hast recht wenn Du Infectotrimet nimmst dann hat das nichts mit Sulfonamid zu tun. Oft wird Cotrim verschrieben und das besteht aus Trimethoprim und Sulfmethoxazol
https://www.aerzteblatt.de/archiv/127055...ethoxazol-
Du nimmst aber nur Trimethropin, wie Du ja auch weißt.

Es freut mich sehr dass es Dir besser geht und wünsche Dir dass es ab jetzt immer weiter bergauf geht Wink

liebe Grüße borrärgerIcon_winken3

Glücklich ist der, der hinter den schwarzen Regenwolken auch die Sonne sieht.
10.02.2019 23:59
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
 Thanks given by: Hydrangea , HelenB
HelenB Offline
Junior Member
**

Beiträge: 9
Registriert seit: Dec 2018
Thanks: 10
Given 10 thank(s) in 7 post(s)
Beitrag #18
RE: Langzeitantibiose mit Pausen?
Hallo mikky und alle,

Laborwerte zur Borreliose 2013 (vom Januar):
IgG und IgM positiv,...
Basophile erhöht (soll z.B. bei Parasiten auftreten!)
Rheumafaktoren i. O.
ANA (Autoimmundiagnostik) positiv!
Campylobacter, Clamydia, Yersinae negativ.

Meine Halsschmerzen sind wieder weg (z. Zt.) und es geht mir gut!

Ich glaube, das Immunsystem leidet einfach unter der Antibiose. Des halb ist zu intensiver Sport ungünstig, aber leichter Sport durchaus hilfreich. Man sollte auf seinen Darm (als größter Bestandteil des Immunsystems) gut aufpassen: Viele Ballaststoffe, probiotischen Joghurt, Sauerkraut,...essen.
Außerdem nehme ich Perenterol (Trockenhefe) und neuerdings auch OmniBiotic.

Eine Leukopenie (zu wenig weiße Blutkörperchen) kann man im großen Blutbild feststellen. Das werde ich nächstes mal prüfen lassen.

Herzliche Grüße und beste Wünsche,

HelenB
12.02.2019 08:28
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
ticks for free Offline
Posting Freak
*****

Beiträge: 2.313
Registriert seit: Aug 2012
Thanks: 5780
Given 4644 thank(s) in 1330 post(s)
Beitrag #19
RE: Langzeitantibiose mit Pausen?
Hallo

(04.02.2019 08:43)HelenB schrieb:  Antibiotika:
Jetzt bin ich bei der "Borreliose-Therapie nach Gasser, Graz". Roxithromycin ist ein Makrolid, Infectotrimet hat den Wirkstoff Trimethoprim der Gruppe Diaminopyrimidine.

Diese Kombi hat mir 2006 auch als einziges bei einer (schrecklichen) Neuinfektion geholfen, nachdem mit Doxy nur mäßige Wirkung zu erreichen war.
Zeckenstiche hatte ich jedes Jahr.
Ich schließe daraus, dass es auf eine Infektion mit Rickettsien (nachgewiesen) oder andere Erreger wirkte.

LG, ticks
________________________________________________________
OnLyme-Aktion.org
12.02.2019 09:13
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
 Thanks given by: urmel57 , HelenB
HelenB Offline
Junior Member
**

Beiträge: 9
Registriert seit: Dec 2018
Thanks: 10
Given 10 thank(s) in 7 post(s)
Beitrag #20
RE: Langzeitantibiose mit Pausen?
Hallo!
Wer hat noch einen guten Rat für mich?

Für mich stellt sich wieder (oder immer noch) die Frage, ob ich eine Pause bei der Antibiose, zwischen verschiedenen ABs, einlegen darf!?

So habe ich Euch bisher verstanden:
borrärger meint: durchtherapieren; mikky meint: Pause ist kein Problem; bei ticks for free hat das Gasser-Schema allein schon geholfen.

Nach 5 Wochen Doxy bin ich jetzt bis 26.2. beim Gasser-Schema.
Für meine Ärztin ist es keine Frage, dass ich anschließend weitermache wie beim letzten Mal: noch 20 Tage Clarythromycin und dann 10 Tage Metronidazol.

Mir geht es nicht schlecht. Die Beschwerden sind oft geringfügig, manchmal stärker, aber auszuhalten. Eine Beschwerdefreiheit erwarte ich nicht in absehbarer Zeit, denn das war 2013 auch nach der gesamten Antibiose nicht so.

Vielleicht weiß noch jemand Rat? Ich möchte mein Immunsystem ja auch nicht unnötig strapazieren!
Danke im Voraus!

Beste Grüße,
HelenB
14.02.2019 15:21
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Antwort schreiben 


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste