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3 Monate Ceftriaxon 4g und Kombi-Therapie
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Marilou Offline
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Beitrag #101
RE: 3 Monate Ceftriaxon 4g und Kombi-Therapie
Wollte heute Glutathion Infusionen besorgen. Tationil wurde vom Markt genommen. Weiß jemand, warum?
20.09.2019 15:02
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Niko Offline
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Beitrag #102
RE: 3 Monate Ceftriaxon 4g und Kombi-Therapie
Hallo Marilou,

Zitat:Babesien werden aktuell meiner Meinung nach nicht ausreichend behandelt. Ich kriege 2 Malarone pro Tag... Finde ich etwas seltsam... Normale Dosierung ist doch 2 x 3 Malarone zusammen mit Azithromycin. Oder nicht?


Bin mir nicht sicher, wie dein Regime derzeit ist.
Selber habe ich relativ guten Nutzen daraus gezogen - bei einer Mehrfachinfektion (Borrelien, Bartonellen, Verdacht Babesien) - abwechselnd den Fokus auf Babesien und Bartonellen zu legen. Je nach Reaktion auf das jeweils aktuell verabreichte Regime und die Beschwerden.

Rifampicin und Malarone würde ich nicht mehr parallel einnehmen, dass hat meines Erachtens wegen der Wechselwirkungen, die den Spiegel beeinflussen, keinen Wert.

Ich würde wegen Sorge vor eventuell möglichen Resistenzen (?) auf eine möglichst hohe Dosierung von Malarone - gegen die Babesien-artigen Erreger - Wert legen.
Dass 2 Tabletten Malarone zusammen mit Rifampicin eingenommen einen Sinn machen ???
Ich würde nur dann solch geringe Mengen nehmen, wenn diese starke Beschwerden im Sinn von herxheimer-artigen Beschwerden hervorrufen.

Aber der verordnende Arzt hat sicher eine Erklärung für seine Dosierung? Das würde mich auch interessieren.

Ich wünsche Dir bald Besserung. Icon_winken3 Niko
20.09.2019 17:57
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Marilou Offline
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Beitrag #103
RE: 3 Monate Ceftriaxon 4g und Kombi-Therapie
Zitat:
Aber der verordnende Arzt hat sicher eine Erklärung für seine Dosierung? Das würde mich auch interessieren.

Ich habe das beim letzten und vorletzten Termin angesprochen. Mein Spezi sagt, dass sogar 1 Malarone reicht, weil es über mehrere Monate gegeben wird und dass ich aber auch 2 Malarone als Höchstdosis nehmen kann, was teilweise in den USA auch so empfohlen wird. Mein Spezi orientiert sich sehr stark und nahezu ausschließlich an ILADS und deren neuesten Erkenntnissen. Dr. Zhang wird immer wieder erwähnt, Dr. Burrascano auch und weitere Forscher. Mich irritiert das trotzdem, ich hörte hier von anderen Patienten von sehr viel höheren Dosierungen gegen Babesien.

Die letzten Wochen bekam ich Azithromycin (3/7), Rifampicin, Minocyclin und Malarone. Zudem Fluconazol und Valtrex gegen die Begleiterscheinungen. Per sofort wird Rifampicin gegen Cotrim ausgetauscht.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.09.2019 07:58 von Marilou.)
21.09.2019 07:46
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Niko Offline
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Beitrag #104
RE: 3 Monate Ceftriaxon 4g und Kombi-Therapie
Bei Babesien-Erkrankung empfiehlt Burrascano 2008 tatsächlich eine höhere Dosierung:
Zitat:Because of these dismal statistics, the current regimen of choice for Babesiosis is the combination of atovaquone (Mepron, Malarone), 750 mg bid, plus an erythromycin-type drug, such as azithromycin (Azithromycin), clarithromycin (Clarithromycin), or telithromycin (Telithromycin) in standard doses

Vermutlich um die Versagerquote zu minimieren.

1 bis 2 Tabletten Malaron pro Tag sind gegenüber der Burrascano-Empfehlung eine wesentlich geringere Dosierung.

Eventuell hat man in den letzten 10 Jahren andere Erfahrungen gemacht, als oben beschrieben und es gibt inhaltlich neuere Burrascanoempfehlungen?
21.09.2019 17:52
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Kosmo Offline
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Beitrag #105
RE: 3 Monate Ceftriaxon 4g und Kombi-Therapie
@ Marilou Cotrim wirkt auch häuptäschlich intrazellulär, wirk dafür aber auch gegen Bartonellen.

Das Ceftriaxion wirkt definitv bei mir, allerdings bin ich darauf mental so platt, "blöd" und fühle mich so schwach wie nie zuvor in den 1,5 Jahren Therapie. Aber egal, da heisst es nun Zähne zusammen beissen und durch. Die Werte verbessern sich deutlich, gefühlt geht es allerdings sehr langsam aufwärts.

Babesien habe ich über 5 Monate mit 2 Malarone pro Tag plus wechlsende Kombinantion aus Azitromicin und Claritromicin behandelt und seit dem bin ich einen haufen Symptome los (Schüttelfrost, Fieberschüber mit bis über 40 Grad, super Müdigkeite 14 Stunde / Tag Schlaf) und kamen auch nie wieder.
22.09.2019 16:22
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Marilou Offline
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Beitrag #106
RE: 3 Monate Ceftriaxon 4g und Kombi-Therapie
Zitat:Babesien habe ich über 5 Monate mit 2 Malarone pro Tag plus wechlsende Kombinantion aus Azitromicin und Claritromicin behandelt und seit dem bin ich einen haufen Symptome los (Schüttelfrost, Fieberschüber mit bis über 40 Grad, super Müdigkeite 14 Stunde / Tag Schlaf) und kamen auch nie wieder.

Kannst du mir bitte die genaue Dosierung pro Woche aufschreiben? Und in welchem Abstand hast du Azi und Clari gewechselt und wie jeweils dosiert?

Danke, Kosmo.
02.10.2019 06:55
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Kosmo Offline
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Beitrag #107
RE: 3 Monate Ceftriaxon 4g und Kombi-Therapie
Täglich morgend und abends ein Malarone (250 mg Atoquavon/100 mg Proguanilhydrochlorid) und Mittags Antiobiotikum.

Bei Antibitikum haben wir alle 4 Wochen gewechselt. Erste 4 Wochen Anzithromicin 500mg täglich, dann 4 Wochen Claritromicin 500mg täglich und das über 5 Monate. ALs Nems lediglich lippsomal Curcumin, da es Anti Malaria und Anti Babesien Wirkung hat.

Sonst nichts gemacht, da Doc und ich der Ansicht waren, dass wir die Borrelien nicht wegebekommen, bevor die Babesien nicht weg sind. Ich weis hier gibt es, wie so oft, unterschiedliche Ansätze und Meinungen. Scheint bisher aber definitv auch die richtige Entscheidung für mich gewesen zu sein.

Zum Punkt Glutathion hast du es bekommen? Wenn nicht kannst mit ne PN schicken
02.10.2019 18:19
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Marilou Offline
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Beitrag #108
RE: 3 Monate Ceftriaxon 4g und Kombi-Therapie
Ich kann mich heute 4 Wochen nach dem Wechsel von Rifampicin auf Cotrim mit einer guten Nachricht melden: Ich habe bzgl. Toxinüberflutung und ZNS-Übelkeit einen Durchbruch errungen!

seit ca. 4 Wochen sind beide Symptome weg. Die rasende Übelkeit, die mich seit 3 Jahren begleitet hat und immer schlimmer wurde, wurde einer Flut an Bakterien- und/oder Pilztoxinen zugeschrieben. Jetzt ist sie weg. Die Übelkeit war 1 von 3 Hauptsymptomen bei mir und gefühlt das allerschlimmste von allen. Ich hatte teilweise das Gefühl, meine Hirnzellen lösen sich in Gift auf und dass das nicht mehr lange gut gehen kann...

Welches Medikament dafür verantwortlich ist, bin ich nicht sicher. 3 kommen in Frage: Minocyclin, Cotrim und Itraconazol. Vor ca. 6-8 Wochen nach Wechsel von Doxy auf Minocyclin leichte Verbesserungen, Cotrim und Itraconazol habe ich dann zugleich vor 4 Wochen gegen Rifampicin und Fluconazol eingewechselt. Seither war mir nie mehr übel und toxisch.

Ich bin unglaublich erleichtert! Es scheint so, als wäre ein Erreger eliminiert oder jedenfalls zurückgedrängt worden. Mein Spezi sagt, es sind die Bartonellen. Er hat immer die Bartonellen für die Übelkeit verantwortlich gemacht. Allerdings spielen Schimmelpilze bei mir auch eine Rolle und der Wechsel von Fluconazol auf Itraconazol hat daher auch nochmal seine Wirkung getan.

Jetzt ist die nächste Hauptbaustelle die Neurosymptomatik mit Nadelstichen und Tinnitus.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.11.2019 09:33 von Marilou.)
01.11.2019 08:15
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Beitrag #109
RE: 3 Monate Ceftriaxon 4g und Kombi-Therapie
Sehe gerade, dass meine Antwort von vorhin im Nirwana verschwunden ist, daher noch einmal:

Herzlichen Glückwunsch zum Zwischenerfolg, hört sich gut an. Zwischendurch hatte ich mal den leichten Verdacht, du könntest zu aggressiv therapieren, aber der Verlauf gibt dir Recht. Besonders spannend finde ich die Einschätzung, dass Übelkeit und Bartonellen so zusammenhängen...
Alles Gute weiterhin
LG Berta
02.11.2019 18:21
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Beitrag #110
RE: 3 Monate Ceftriaxon 4g und Kombi-Therapie
HAPPY NEW YEAR euch allen noch!

Nach längerer Zeit melde ich mich mal wieder. Ich habe im Nov/Dez viele Fortschritte gemacht. Ich war über mehrere Wochen mehrfach fast symptomfrei, die schlechten Tage wurden immer seltener, die Abstände dazwischen größer.

Seit Weihnachten habe ich allerdings dauernd irgendwelche Erkältungen etc. Seither haben sich auch viele meiner Symptome wieder verstärkt zurückgemeldet. Was bedeutet das? Wo kommen die jetzt wieder her?

Mein Arzt (kein Spezi) sagt, dass sind "nur" Zytokine und Interferone, die angeheizt von den aktuellen Erkältungs-Viren verrückt spielen. Ich finde das seltsam. Es sind alle meine typischen Borreliose-Symptome, die wieder hochkommen. Den Spezi spreche ich erst in 2 Wochen wieder.

Meine Antibiotika-Therapie dauert noch fort - ohne Unterbruch.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.01.2020 12:20 von Marilou.)
13.01.2020 18:54
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