Disulfiram bei PTLDS
#41

quote='Valtuille' pid='157046' dateline='1574015385']
Spätere Mausstudien haben ergeben, dass das Disulfiram B. burgdorferi bis zum 28. Tag nach der Infektion vollständig aus dem Herzen und der Harnblase eliminiert hat, was die praktische Anwendung und Wirksamkeit von Disulfiram gegen
[/quote]
Heißt das jetzt 28. Tag nach der Ansteckung oder 28. Tag nach Einsatz von Disulfiram ??

liebe Grüße borrärgerIcon_winken3

Glücklich ist der, der hinter den schwarzen Regenwolken auch die Sonne sieht.


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#42

Ich würde diese Ergebnisse mit einem gesunden Maß an Skepsis begegnen und persönlich, wie auch bei anderen in vitro Ergebnissen oder Tierstudien, mich nicht vorschnell auf Experimente einlassen. Ganz so spektakulär ist das nicht, man scheut auch im Abstract und Fazit einen klaren Vergleich mit Doxy, wenn ich das richtig überfliege, das als Vergleichsmedikament gedient hat, und spricht nur von Effizienz im Vergleich zu den unbehandelten Mäusen.

Vorabversuche mit 10mg/kg waren bei Mäusen ineffizient, mit 75mg/kg für 5 Tage wurde in der Studie gearbeitet.

Aus Zeitgründen einige Auszüge mit Deep-L-Übersetzer:

Zitat:Am Tag 14 nach der Disulfiram-Behandlungsgruppe waren 3 von 5 Mäusen flaB-Gen-PCR-positiv aus Herz, Blase und Ohrgewebe (Tabelle 1 und Abbildung 3B). Während in der Gruppe der Doxycycline (50 mg/kg) 3 von 5 Mäusen durch PCR aus Herz- und Ohrgewebe positiv waren, aber keine positiven für PCR aus Blasengeweben.

Zitat: Andererseits waren am Tag 21 nach der Disulfiram-Behandlungsgruppe 2 von 4 Mäusen flaB-Gen-PCR-positiv aus dem Ohr und der Rest des Gewebes Herz und Blase waren PCR-negativ (Abbildung 3B). Während in der Doxycyclin-Behandlungsgruppe 4 von 4 Mausohren PCR-positiv und 1 von 4 Mausblasen PCR-positiv, aber nicht positiv für PCR aus dem Herzen waren.

Es wird auch von vergleichbaren Ergebnissen bei der Kultur gesprochen, die Ergebnisse sind nicht aufgeführt. Wenn eine wirklich eindeutige und bahnbrechende Überlegenheit zu Doxy nicht festgestellt werden kann, ein klares Fazit hierzu konnte ich nicht entdecken, ist das noch kein Grund zur Euphorie. Die Frage ist, wie sich Ceftriaxon geschlagen hätte, was sich bei den in vivo Mausstudien von Lewis und Zhang von den gängigen Medikamenten am besten abgeschnitten hat.

We lay by cool still waters
And gazed into the sun
And like the moth's great imperfection
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Thanks given by: borrärger , Regi , Markus , urmel57 , berta
#43

Danke Valtuille Heart darauf zielte meine Frage eigentlich ab.

liebe Grüße borrärgerIcon_winken3

Glücklich ist der, der hinter den schwarzen Regenwolken auch die Sonne sieht.


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Thanks given by: Valtuille
#44

Neue Publikation zu Disulfiram und PTLDS aus Frankreich (Alain Trautmann, Universität Paris), editiert von Ying Zhang, reviewt von Embers und Lambert:
Zitat:Von potentiellen Patienten berichtete Toxizitäten mit Disulfiram-Behandlung bei spät verbreiteter Lyme-Borreliose

Kürzlich wurde Disulfiram als vielversprechende Behandlung für Menschen vorgeschlagen, die unter anhaltenden Symptomen der Lyme-Borreliose leiden. Disulfiram hat mehrere unterschiedliche molekulare Angriffspunkte. Das bekannteste ist die Alkoholdehydrogenase, ein Schlüsselenzym für die Entgiftung des Organismus nach der Einnahme von Alkohol. Andere Ziele und Wirkungsweisen von Disulfiram, die problematische Nebenwirkungen haben können, werden weniger häufig erwähnt. Die Französische Föderation gegen Zeckenübertragene Krankheiten (Französische Abkürzung FFMVT), in der drei große Borreliose-Patientenorganisationen, MDs und PhDs, zusammengeschlossen sind, wurde kürzlich auf schwere und anhaltende toxische Ereignisse bei einem Patienten aufmerksam gemacht, der an einer spät verbreiteten Form der Borreliose nach der Einnahme von Disulfiram leidet. FFMVT reagierte darauf mit einem nationalen Aufruf, um zu prüfen, ob andere Patienten in Frankreich nach einer ähnlichen Behandlung identifiziert werden könnten und welche Vorteile oder Nebenwirkungen gemeldet werden könnten. Die Aussagen von 16 Patienten, die Disulfiram einnahmen, wurden gesammelt und werden hier vorgestellt. Dreizehn von 16 Patienten berichteten über toxische Ereignisse, und sieben von 16 berichteten über Vorteile zumindest für einen Teil ihrer Symptome. Auf der Grundlage der gesammelten Beobachtungen scheint es zu früh zu sein, Disulfiram als vielversprechende neue Behandlung zu propagieren, solange die Gründe für die berichteten Toxizitäten nicht erforscht und die Ergebnisse einer gut durchgeführten klinischen Doppelblindstudie nicht veröffentlicht worden sind. Die Bedeutung der Berücksichtigung der von Patienten berichteten Ergebnisse bei der Borreliose wird durch die vorliegende Studie unterstrichen.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)


Link zur Vollstudie:
https://www.frontiersin.org/articles/10....00133/full


Online gibt es wohl auch einen neueren Videomitschnitt, in welchem sich Zhang nochmals zu Disulfiram äußert und betont, dass es bei ihm in vitro nicht sonderlich wirksam gewesen ist. Leider finde ich den Link gerade nicht, hab auch noch nicht reingeschaut.

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#45

Ist es nicht so, dass Disulfiram sehr schnell metabolisiert wird? Müsste man dann im Labor nicht den/die Metaboliten testen, oder macht Zhang das auch?
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