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Österreich: Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten
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FreeNine Offline
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Beitrag #1
Österreich: Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten
ORF /Wissenschaft /25.7.19
Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten
Meines Erachtens ein relativ interessanter Beitrag, d.h. man macht sich wohl langsam etwas mehr Gedanken zur Borreliose-Problematik?

Zitat:Im vergangenen Jahr waren Zecken in Niederösterreich äußerst aktiv. Die Tiere können viele Erreger übertragen. Während FSME-Erkrankungen genau erfasst werden, gibt es über Borreliose-Erkrankungen nur Schätzungen. Für Forscher wären mehr Daten „wünschenswert“.

- Nur Schätzung: Bis zu 70.000 Betroffene pro Jahr
- Atypische Verläufe machen Dokumentation schwierig
- Fast jede zweite Zecke mit Erregern infiziert
- Mehr Daten für Forscher „wünschenswert“
- Auch EU hat Interesse an mehr Daten

Für zwei Studien werden Teilnehmer gesucht:
Zitat:In einer werden Zecken untersucht, die in der Natur gesammelt wurden. „Es müssen aber mindestens 20 Zecken gesammelt werden.“ Die Forscherinnen und Forscher wollen durch Wiederholungen der Untersuchung herausfinden, wie sich die Durchseuchung der Zecken zeitlich verändert, ob Borrelien oder andere Bakterien zunehmen oder abnehmen.
...
"Für die zweite Studie werden Volljährige gesucht, die von einer Zecke gestochen wurden beziehungsweise Wanderröte haben, damit die Borrelien in der Haut charakterisiert werden können. „Es gibt aber auch noch einige andere Fragestellungen, zum Beispiel ob die serologische Diagnostik funktioniert, bzw. es gibt manchmal Patienten, die keine Antikörper bei der Wanderröte entwickeln, und wir wollen diese Borrelien-Spezies ansehen, ob es genetische Auffälligkeiten gibt, und wir untersuchen auch die Immunzellen“, so Markowicz.
"

Zitat:Dass auch Insekten Borreliose übertragen, wird zwar immer wieder diskutiert, ist für den Wissenschaftler aber nicht vorstellbar. „Das wurde bisher noch nie gezeigt.“ Vielmehr könnten für Stiche ohne sichtbaren Zecken deren Larven infrage kommen. Sie sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen und auch Träger der Borrelien, sagen Wissenschaftler. Der Übertragungsmechanismus der Borreliose sei ein komplizierter Prozess. Die Erreger leben im Darm der Zecke, daher dauert es vermutlich auch einige Stunden, bis die Borrelien nach einem Stich in das Blut des Wirtes gelangen. „Das wäre durch Insekten nicht möglich“, so Markowicz, für den es noch viele Antworten zu suchen gilt. „Es gibt viele Fragen, für die wir nur teilweise Antworten haben.“

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25.07.2019 21:26
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FreeNine Offline
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Beitrag #2
RE: Österreich: Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten
Noch ein Beitrag mit einem 2 min Video dazu:
ORF / Vorarlberg heute, 26.7.2019

Zeckenbisse: „Borreliose, das Chamäleon“

Zitat:Gesundheits-Landesrat Christian Bernhard stimmt Häring zu. Er wünsche sich mehr Forschung in Sachen Borreliose, da diesem Thema in der Vergangenheit zuwenig Aufmerksamkeit geschenkt worden sei.

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.07.2019 12:32 von FreeNine.)
27.07.2019 12:31
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Beitrag #3
RE: Österreich: Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten
[quote='FreeNine' pid='151650' dateline='1564086378']
ORF /Wissenschaft /25.7.19
Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten
Meines Erachtens ein relativ interessanter Beitrag, d.h. man macht sich wohl langsam etwas mehr Gedanken zur Borreliose-Problematik?


Hallo FreeNine und danke für den Link.

Darin ist auch eine sehr schöne Aufnahme, welche das Aussehen von Borrelien zeigt.
So sahen auch die Borrelien aus, die mein HP seinerzeit in meinem Blut nachgewiesen hat.
Ich beschrieb das Aussehen von Borrelien bereits in meinem Beitrag vom 5.1.19, im Thema ich möchte mich vorstellen.

Es ist also doch möglich, Borrelien im Blut (bei mir Dunkelfeldmikroskopie) nachzuweisen.

So wäre eine solche Blutuntersuchung doch auch ein sicherer Weg, eine Borrelieninfektion sicher nachweisen zu können. Ich denke, das wäre zumindest für chronische LB eine erschwingliche aber auch sichere Blutuntersuchung. Kostete letztes Jahr 40 Euro.

Nur mal so einpaar Gedanken von mir an Euch.

Schönes Wochenende wünscht
zausel
27.07.2019 14:06
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fischera Offline
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Beitrag #4
RE: Österreich: Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten
@ Zausel + #3
hier möchte Dir jemand was sagen, zeigen.
Zitat:Hallo, ich bin Nadine - freie Forscherin mit einem Faible für Würmer, Borrelien und andere Parasiten. Auf BukoVitaN® können Sie sich über meine Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Mikrobiologie informieren.

http://bukovitan.de/about/
http://bukovitan.de/2017/04/borrelia-bur...mikroskop/

Den wissenschaflichen Wert der Links kann ich nicht beurteilen, aber es leuchtet mir vieles ein.
http://bukovitan.de/2019/05/antikoerper-...orreliose/

29.11.2019
https://rp-online.de/politik/deutschland...d-46266621

https://www.zdf.de/filme/das-kleine-fern...d-100.html
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.07.2019 16:51 von fischera.)
27.07.2019 16:51
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Beitrag #5
RE: Österreich: Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten
Hallo fischera und vielen Dank für die Informationen.

Ich kanns irgendwie nicht verstehen. Bis heute habe ich noch nie etwas von Nadine Bukowski gehört oder gelesen.
Was sie tut und leistet, ist interessant und auch lehrreich. Ich verstehe die wissenschaftlichen Ausführungen ebenfalls nicht, aber die für mich verständlichen Erklärungen und Infos zu Bakterien (auch allgemein) sind auch für mich doch recht aufschlussreich.

Vielleicht wird sich in punkto Diagnose ja doch etwas ändern. Ich fände es wirklich wichtig, das die Schulmediziner ebenfalls zu solchen Diagnosemöglichkeiten greifen würden.
Denn wenn ein positiver oder negativer Antikörpertest letztlich unsichere bis keine Aussagekraft hat, wären solche (auch aus Kostengründen) dunkelfeldmikroskopischen Untersuchungen doch ein MUSS für unsere recht vielen, Borrelien-ignoranten Mediziner.

Es ist... aus meiner Sicht... an der Zeit, das im medizinischen Bereich endlich umgedacht, aber vor allem, im Interesse des Patienten be.- und gehandelt wird.

Liebe Grüsse
zausel
28.07.2019 09:44
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Filenada Offline
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Beitrag #6
RE: Österreich: Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten
Wir hatten das Thema Dunkelfeldmikroskopie hier schon mehrfach, daher nur ganz kurz: Diese als "sichere" Diagnosemöglichkeit zu bezeichnen, ist mehr als gewagt. Im Dunkelfeld sichtbare, sich windende Bakterien kann man maximal als Spirochäten bezeichnen. Welche dieser Familie es sind, kann man nicht sehen, da sie leider keine Namensschildchen tragen. Würde man die Spiros aus dem Blutstropfen, den man sich für die Dunkelfeldmikroskopie rausgesucht hat, einer PCR unterziehen, hätte man tatsächlich eine hundertprozentige Diagnose. Aber das scheuen scheinbar die Dunkelfeldmikroskopieanwender. Aus welchem Grund auch immer.

Shit happens. Mal bist Du die Taube, mal das Denkmal...

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.07.2019 10:04 von Filenada.)
28.07.2019 10:02
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Beitrag #7
RE: Österreich: Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten
Hallo Filenada,

es ist korrekt, das Spirotächen nicht immer Borrelien sind. Aber sie gehören doch, soviel ich weiss, ebenfalls zu der Gruppe von Bakterien, welche durch Antibiose oder auch Alternativ behandelbar sind. So wie in meinem Fall... haben diese, sich NICHT windenden Bakterien ohne Namensschilder,... sich bis heute, nicht wieder bemerkbar gemacht. Alle Symptome einer Borreliose sind bis dato verschwunden.

Es geht nicht darum, das Bakterien keine Namensschilder tragen oder von welchen Untersuchungsmethoden Du oder ich überzeugt sind, es geht mir darum, das die Dunkelfeldmikroskopie solche Bakterien "sichtbar" nachweist. Welche Untersuchungen im Falle eines etwaigen Nachweises folgen sollten/müssen, (da finde ich den Hinweis von Dir "einer PCR zu unterziehen" äusserst interessant) obliegt weder Dir noch mir, sondern unseren Medizinern. Solche Untersuchungen sind nicht gerade preiswert. Sie müssten jedoch... aus meiner Sicht... durch die Schulmediziner in Auftrag gegeben und durgeführt werden.

Ich finde es einfach verachtenswert... aus welchen Gründen auch immer... Patienten durch (wie, nicht nur, in meinem Fall) vorenthalten von diagnostischen Untersuchungen "im Regen stehen zulassen", schlimmer noch, sie als psychisch Krank abzustempeln und sie so zu Heipraktikern zu nötigen... um die Krankenkassen zu entlasten!? Und ich glaube nicht, das ich, (m.E.) mit dieser Ansicht falsch liege.

Liebe Grüsse
zausel
28.07.2019 10:48
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Markus Offline
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Beitrag #8
RE: Österreich: Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten
(28.07.2019 10:48)zausel schrieb:  es geht mir darum, das die Dunkelfeldmikroskopie solche Bakterien "sichtbar" nachweist.
Das tut sie mit großer Wahrscheinlichkeit eben nicht und wird in dieser Form daher zurecht von den Schulmedizinern abgelehnt. Aber es ist müßig darüber zu diskutieren. Wer meint, da unter dem DF Borrelien (oder Spirochäten) zu sehen, sollte das belegen, z.B. mittels Verifizierung durch DNA Nachweis. Das könnte dann auch kein Schulmediziner leugnen. Ist mir aber nicht bekannt, dass sowas je stattgefunden hat. Ich habe hier im Forum auch schon zugesagt, dass, sollte es jemandem gelingen den Dunkelfeldnachweis mittels PCR zu verifizieren, ich die Kosten der PCR übernehme.

Für mich ist es klar, dass das unter dem Dunkelfeld nicht nur keine Borrelien, sondern generell keine Bakterien sein können. Denn die Anzahl ist viel zu hoch, als dass es irgendwas Infektiöses sein könnte. Was es ist, kann ich nicht sagen, da ich mich mit dem Thema nicht auskenne; könnte mir aber gut vorstellen, dass es irgendwelche Artefakte sind.

Dr. Rainer Rothfuß: Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg
28.07.2019 11:23
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fischera Offline
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Beitrag #9
RE: Österreich: Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten
Weiteres über Spirochäten und meine Gedanken im Link #9 (#1)
https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...#pid151723

29.11.2019
https://rp-online.de/politik/deutschland...d-46266621

https://www.zdf.de/filme/das-kleine-fern...d-100.html
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.07.2019 12:26 von fischera.)
28.07.2019 12:19
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Filenada Offline
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Beitrag #10
RE: Österreich: Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten
(28.07.2019 10:48)zausel schrieb:  es ist korrekt, das Spirotächen keine Borrelien sind.

Borrelien sind Spirochäten, aber nicht jede Spirochäte ist auch eine Borrelie.
Wer alles zu den Spirochäten gehört, siehe hier.

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28.07.2019 12:28
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