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Nochmal Oregano-Öl & Zhang-Studie
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Beitrag #31
RE: Nochmal Oregano-Öl & Zhang-Studie
(13.11.2019 15:20)derhorror2 schrieb:  Wenn man schon mal probiert hat einen Tropfen oreganoöl auf z. B ein Herpes Bläschen zu tupfen, dann weiss man wie höllisch das brennt....
Innerlich würde ich da sehr vorsichtig sein und nur mit Unterstützung eines aromatherapeuten.

Tierstudien legen schon deutlich nah, dass mehr als ein oder zwei Tropfen oral eingenommen werden können, ohne dass es zu Schäden kommt. Chilli brennt an entsprechenden Stellen auch in minimalen Dosen. Ich denke, dass hier schon die wissenschaftlichen Studien ausschlaggebend sein sollten. Spielzeug ist es aber ganz sicher nicht und man sollte auch vorsichtig sein, da stimme ich dir zu.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.11.2019 15:41 von Borrelienkriegsveteran.)
13.11.2019 15:40
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Borrelienkriegsveteran Offline
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Beitrag #32
RE: Nochmal Oregano-Öl & Zhang-Studie
Mal wieder ein Update. Eine deutliche Verbesserung habe ich zu Beginn der Einnahme vor ca. vier Wochen bemerkt. Ich war so fit wie seit Wochen oder Monaten nicht mehr, konnte es kaum glauben. Dann stagnierte die Genesung. Als ich dann 1200 mg auf einmal genommen habe, hatte ich eine starke Herxheimer Reaktion mit Schüttelfrost und Brennen nur genau an den primär betroffenen Stellen, insb. dort, wo ich Akrodermatitis habe. Der Effekt war eindeutig. Das Problem ist, dass die "magische Grenze" für Nieren und Darm bei mir etwa bei 1000 mg Oreganoöl pro Dosis liegt. Ab da fangen Darm und Nieren an zu schmerzen. 600 mg morgens und 950 mg abends scheinen das absolute Maximum zu sein, geht auch nicht jeden Tag. Da ist der Effekt allerdings lange nicht so stark. Ich bin gerade noch ein bisschen am Herumprobieren welche Dosis ich langfristig vertrage und ob sie ausreicht.

Ideal wäre aus genannten Gründen evtl. eine Kombination mit einem nieren- und darmfreundlicheren Mittel, evtl. Cryptolepsis-Tinktur. Wenn ich dran käme, würde ich nach Zhang eine Kombination mit Ceftriaxon und Doxy ausprobieren, wo Oreganoöl das Daptomycin als dritte Komponente ersetzt. Habe aber keine Lust, bei einem ahnungslosen Arzt zu betteln. Zu dem bekannten XXX Spezialisten würde ich vielleicht noch gehen und es ihm vorschlagen. XXX In XXX sitzt noch einer XXX, ist aber zu weit. ... Mal sehen. Ich werde berichten.



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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.11.2019 18:24 von Il Moderator lI.)
17.11.2019 15:13
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Beitrag #33
RE: Nochmal Oregano-Öl & Zhang-Studie
Update: Habe mich jetzt bei
600 mg - 750 mg - 750 mg Oreganoöl (80% Carvacrol)/Tag
eingependelt. Das vertrage ich mit etwas Magenschutz ganz gut. Bei mehr spüre ich schnell die Nieren. Schade, denn bei 1200 mg auf einmal hatte ich eine starke Herxheimer Reaktion.

Sobald ich absetze, geht es steil bergab und sobald ich wieder anfange, komme ich wieder aus dem schlimmsten Loch - die Wirkung ist also offensichtlich. Es hält mich aktuell auf einem Niveau, auf dem ich den Alltag gerade so irgendwie bewältigt kriege (nicht, dass ich mir nicht den Tod herbeisehne, aber ich kippe zumindest nicht um / muss nicht ins Krankenhaus - wobei ich da wohl eh nicht mehr hingehen werde ... lieber verreck ich hier anstatt mir diese "nach drei Wochen Doxycyclin sind sicher keine Erreger mehr da" Inkompetenz nochmal anzutun). Ohne das Öl wäre ich aufgeschmissen.

Da das Öl zwar hilft, aber ich nicht genug einnehmen kann, um ganz zu genesen, werde ich jetzt mit Zimtöl und Nelkenöl kombinieren. Sie haben bei der Zhangstudie ja fast genauso gut abgeschnitten. Wir werden sehen.

Ich habe nun auch eine Quelle für rezeptfreies Minocyclin (besser liquorgängig als Doxy und v. a. recht billig). Vielleicht kommt das auch noch in die Mischung. Ach ja, zum Thema das sollte ärztlich verschrieben bzw. überwacht werden: über (viele ... man muss ja fair bleiben) Ärzte kann ich nur noch lachen... oder mich übergeben. Hätte ich mir nicht selbst geholfen, wäre ich bereits gänzlich arbeitsunfähig. Ich entscheide selbst was ich nehme. Diese Leute haben mir nichts zu sagen. Gar nichts. Und schon gar nicht besitzen sie die Kompetenz, in meiner Situation über Sinn oder Unsinn einer Antibiotikaeinnahme zu entscheiden.

"Die willkürliche Klassifikation der LL DGN als S3-Leitlinien ist wahrheitswidrig und gereicht Patienten auf dem medizinischen und forensischen Bereich zu erheblichen Nachteilen. Die Sache ist strafrechtsrelevant."
(Homepage Praxis Berghoff)
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.12.2019 19:01 von Borrelienkriegsveteran.)
01.12.2019 18:39
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Beitrag #34
RE: Nochmal Oregano-Öl & Zhang-Studie
Zimtöl soll das aggressivste Öl überhaupt sein, da wäre ich noch vorsichtiger. Ich würde dir auch empfehlen mal ein Diff-Blutbild, Leberwerte und Kreatinin zu bestimmen, nicht, dass du dir die Niere oder Leber abschießt.

Wegen den Antibiotika würde ich zu einem Spezi fahren und das rezeptieren lassen. Gibt es um Karlsruhe ja einige und die machen das auch. Ich weiß ja nicht, wo du das Mino her hast - nur falls es aus einer Online-Apotheke aus Indien oder so stammt, hätte ich da arge Bauchschmerzen.

Evtl. willst du mal in der OK-Apotheke am ZKM vorbei gehen oder anrufen und dich hinsichtlich der Öle beraten lassen. Zumindest kennen die dort die Zhang-Paper, habe denen das dort mal geschickt und die waren interessiert dran. Die können dir vielleicht Tipps geben, wie du deinen Selbstversuch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit unbeschadet überstehen kannst.

Dr. Rainer Rothfuß: Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.12.2019 18:58 von Markus.)
01.12.2019 18:57
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Beitrag #35
RE: Nochmal Oregano-Öl & Zhang-Studie
Danke für deine Tipps, Markus.
Da ich vor einigen Tagen nach Absetzen des Oreganoöls erneut in der Notaufnahme war und durchgecheckt wurde, weiß ich, dass Leber- und Nierenwerte noch im Normbereich sind (Kreatinin ist allerdings recht hoch - was mich nicht erstaunt).

Das Antibiotikum wäre von einer frz. Apotheke, also denk ich recht sicher. Notwendigkeit des Einschleichens bei Mino, etc. ist mir natürlich alles bekannt. Den Spezibesuch ziehe ich aber trotzdem in Erwägung. Ist auf Dauer halt auch eine Geldfrage und die Heilungsquoten sind leider auch durchwachsen.

Die Öle habe ich schon (online, aber von seriöser Quelle) gekauft und fände es daher persönlich unhöflich, die Zeit für die Beratung in Anspruch zu nehmen.

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.12.2019 20:05 von Borrelienkriegsveteran.)
01.12.2019 20:02
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Borrelienkriegsveteran Offline
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Beitrag #36
RE: Nochmal Oregano-Öl & Zhang-Studie
Nun habe ich zehn Tage Minocyclin genommen, Oreganoöl dabei ausgesetzt, da die Kombination mir fast die Nieren gesprengt hat. Ich habe den Eindruck, dass Oreganoöl besser geholfen hat und werde nun wieder Oregano statt Minocyclin nehmen.

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13.12.2019 18:18
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Beitrag #37
RE: Nochmal Oregano-Öl & Zhang-Studie
Passend zur Weihnachtszeit gab es heute zusätzlich ein Glas Milch mit je drei Tropfen Zimt- und Nelkenöl. In EU-Bioqualität versteht sich - für meine kleinen Freunde nur das Beste. Wenn es klappt, dann war es das erste von vielen. Wohl bekomms.

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.12.2019 20:39 von Borrelienkriegsveteran.)
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Boembel Offline
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Beitrag #38
RE: Nochmal Oregano-Öl & Zhang-Studie
Hallo Borrelienkriegsveteran,
als ich Deinen Wunsch nach einer kleineren Oregena-Öl Dosis las, die dann besser verträglich ist aber weniger hilft, kam mir Piperin in den Sinn, welches ein Wirkstoffverstärker ist und die Permeabilität im Darm erhöht. Dieses Prinzip macht man sich bei Curcumin mit Piperin zu Nutze, damit das Curcumin besser verstoffwechselt wird, sh hier:https://kurkuma.info/piperin-oder-mizell/
Dort steht: "Dabei kam unter anderem heraus, dass Piperin die Bioverfügbarkeit von Ibuprofen. [4], eines Betablockers [5] sowie verschiedener Antibiotika steigert.[6]"
Eventuell wäre Piperin alleine in der Lage, dass Deine kleiner Oregano-Öl Dosis stärker wirkt?
Ist nur so eine Idee...

LG, Boembel
13.12.2019 21:58
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Ixodes Offline
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Beitrag #39
RE: Nochmal Oregano-Öl & Zhang-Studie
(13.12.2019 21:58)Boembel schrieb:  Dieses Prinzip macht man sich bei Curcumin mit Piperin zu Nutze, damit das Curcumin besser verstoffwechselt wird [...]

Das Problem mit dem Curcumin ist, dass es in chemischen Untersuchungen mit quasi allem reagiert (Pan-assay interference compounds), weshalb ein Großteil der in vitro Studien keine Aussagekraft besitzen. Wer vorsichtig sein will, der sollte Curcumin (als Wundermittel) deshalb meiden.

Und was die Ärzte betrifft, so war ich diesen sehr gewogen - hätten sie mich nur behandeln wollen.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.01.2020 20:26 von Ixodes.)
01.01.2020 20:08
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