Studie Borreliose
#11

(04.03.2020, 14:20)fischera schrieb:  Jetzt wird es aber für mich deutlicher, weil diese Dame mit im Boot sitzt.
Dipl. Psych. Stefanie Forst
Er selbst ist auch studierter Psychologe und kein Mediziner. Muss ja nicht pauschal schlecht sein. Aber mir fehlt da die Definition, wann ein Patient chronische Borreliose positiv ist. Wenn der Patient sich so fühlt? Wenn der Heilpraktiker es gesagt hat? Wenn IgM im Chronikerlabor positiv ist? Wird das im Fragebögen näher abgefragt?
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#12

Zitat "Die Ergebnisse der Studie könnten in der Psychologie ein erster Schritt dahin sein, beim Vorliegen bestimmter psychischer Symptome an eine chronische Infektion als mögliche Ursache zu denken. "

Welche besonderen psychischen Symptome sollen das denn sein, welche eine Lyme Borreliose als solche eindeutig erkennbar machen - und das ohne Bluttest?

Bei mir standen nie psychische Symptome im Vordergrund einer beginnenden Borreliose-Erkrankung - und ich habe schon 5 Zeckenstiche hinter mir, von denen drei zu einer gravierenden Verschlechterung des Gesundheitszustands führten und kein Arzt hat Borreliose im Sinn gehabt. Erst die letzte Infektion (nach dem 5. Stich) wurde vom Arzt erkannt - und zwar nur wegen der Radikulitissymptome - Bannwarth (alle Schmerzen betont rechtsseitig und Ödem am Fuss). Die ständigen Kopf- und Muskelschmerzen, die Erschöpfung, Tinnitus uvm. haben mich mürbe und depressiv gemacht und zwar GENAU in dieser Reihenfolge.

Solche Umfragen werden für Diplomarbeiten gemacht, den Content dafür stellen Leute wie wir. Prinzipiell nicht schlecht, aber ich teile fischera's und Mari's Bedenken.

Hr. und Fr. Doktor der Psychologie sollten besser bei den Autoren dieses Forschungsergebnisses
https://www.frontiersin.org/articles/10....00006/full
in die Lehre gehen und die Zusammenhänge erforschen. Dann würde Ihnen mein kompletter Respekt und tiefste Wertschätzung sicher sein.

LG, Boembel
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Thanks given by: mari
#13

Boembel, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! - Übrigens würde mich eine Mail mit dem Namen deines letzten (oben erwähnten9 Arztes freuen... Lieben Gruß von Mari
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#14

Nachtrag für alle als Hinweis:

Ich schaue gar nicht erst in die Studie rein nach zu viel erlebtem ärztlichem "grobem Unfung" und mit genügend Kenntnisse zu solchen Studien. Wer es trotzdem von euch macht, sollte sehr genau hinschauen. Meint: Wenn z. B. irgendwo von Angst die Rede ist, ist das aus psychologisch-psychiatrischer Sicht etwas ganz Anderes als Furcht! Also bitte aufpassen und nicht einfach gleichsetzen...

Beispiel: Wenn ihr euch vor Autofahren fürchtet, weil ihr nicht mehr gut seht und eure Reaktionsfähigkeit nachgelassen hat, ihr euch dann aber auf den Begriff Angst einlasst, weil der so in irgendwelchen Fragen formuliert wird, schnappt die "Psychologisierungs-/Psychiatrisierungs-Falle" bereits zu. Ich hatte das schon mal irgendwo erwähnt - aber hier ein Mal mehr kurz und ausdrücklich:

Furcht ist i. d. R. ein gesunder Schutzmechanismus, weil der konkrete, triftige Hintergründe hat.
Angst dagegen ist i. d. R. grundlos und gilt deshalb in der psychologisch-psychiatrischen Terminologie als krankhaft. - Und schwupps schnappt die Psychiatrisierungs-Falle zu... Irgendwie müssen auch Leute aus diesen Reihen zu "Patientengut" kommen.

Beste Grüße an alle.
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Thanks given by: Boembel
#15

Danke für den Hinweis auf diese Studie!!!
Ich finde es gut, wenn überhaupt mal irgendetwas in diese Richtung läuft.
LG, Karl
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#16

Ich hab diese Studie vom Borreliose Bund Newsletter, mit der Bitte, sie fleissig zu teilen.Was ist daran so verwerfliches?Wir Borreliose Kranke können doch froh sein, wenn es überhaupt mal eine Studie diesbezüglich gibt.Warum einige hier rum nörgeln,kann ich nicht nachvollziehen.
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Thanks given by: biblio
#17

(05.03.2020, 16:33)waldfee schrieb:  ...Warum einige hier rum nörgeln,kann ich nicht nachvollziehen.

Weil einige ihre Daseinsberechtigung aus dem Nörgeln zu beziehen scheinen.
Einfach überlesen und nicht ärgern.  Icon_blog-messias

Konkret auf diesen Thread bezogen, finde ich allerdings, daß meist nur Bedenken / Gedanken geäussert werden.
Und das nicht an Dir, sondern an der Themenaufbereitung Kritik geäussert wird.

LG, Zotti

klar rede ich mit mir selbst.
Ich brauche ja eine kompetente Beratung. Icon_winkgrin
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#18

Sehr interessant fand ich die Frage nach einer Behandlung mit Disulfiram.
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#19

@ #11 Markus
wann chronisch?
Gute Frage. 
Und meine Antwort ist so typisch für unser Land. Schwammig und eigentlich vor einem Gericht nicht verwendbar.
Vielleicht war meine Recherche nicht ausreichend, glaube ich aber nicht.

"Normal chronisch" damit fängt es schon mal an. Das RKI schrieb da mal 2009.
Zitat
Als chronische Krankheiten werden lang andauernde Krankheiten bezeichnet, die nicht vollständig geheilt werden können und eine andauernde oder wiederkehrend erhöhte Inanspruchnahme von Leistungen des Gesundheitssystems nach sich ziehen. Eine einheitliche Definition existiert nicht (Scheidt-Nave 2010a). Zu den chronischen Krankheiten zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie koronare Herzkrankheit und Schlaganfall, Diabetes, Krebs und chronische Atemwegserkrankungen.
Zitat Ende
Aus
https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheit...cationFile

Dann kommt das Bundesgesunheitsministerium.
Zitat
"Der Gemeinsame Bundesausschuss bestimmt in einer Richtlinie Näheres zur Definition einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung. Hiernach gilt als schwerwiegend chronisch krank, wer mindestens einen Arztbesuch pro Quartal wegen derselben Krankheit wenigstens ein Jahr lang nachweisen kann und zusätzlich eines der folgenden Kriterien erfüllt: entweder Pflegebedürftigkeit des Pflegegrades 3, 4 oder 5 oder aber ein Grad der Behinderung beziehungsweise eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 60 Prozent oder wenn eine kontinuierliche medizinische Versorgung benötigt wird, ohne die nach ärztlicher Einschätzung eine lebensbedrohliche Verschlimmerung der Erkrankung, eine Verminderung der Lebenserwartung oder eine dauerhafte Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die von der Krankheit verursachte Gesundheitsstörung zu erwarten ist. Zu den chronischen Krankheiten, die eine Dauerbehandlung erfordern, können zum Beispiel Diabetes mellitus, Asthma, chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen oder koronare Herzkrankheit gehören. "
Zitat Ende
Aus
https://www.bundesgesundheitsministerium...schen.html

Welches CHRONISCH spielt jetzt in der Studie eine Rolle?

Es ist wohl ein Lotteriespiel?
https://www.youtube.com/watch?v=JFB9yDokvZs

Nachtrag: es gibt Artikel, Berichte aus dem medizinischen Bereich der hier stattfindenden Studie. Ein Beispiel:
file:///home/internet/Downloads/2011_Schizophrenie_oder_Neuroborreliose.pdf
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Thanks given by: Markus , Boembel
#20

@fischera: Ich meinte, wie man in der besagten Studie die Kriterien für eine chronische Borreliose definiert. Die lässt sich ja fast nie sicher belegen, aber man sollte die Kriterien trotzdem so streng wie möglich stellen, damit die Studie überhaupt aussagekräftig ist (was anderes ist, wenn man nur für sich selbst entscheiden will, ob man jetzt einen Therapieversuch unternimmt oder nicht). Ich weiß, dass Fallon et al. Probleme hatten für ihre Studie überhaupt Patienten zu finden, die den strengen Kriterien genügt haben, obwohl sich da sehr viele Leute drauf bewarben.
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Thanks given by: urmel57 , hanni


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