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Uns hat es wieder erwischt, :-(
#1

Hallo allen,

Da ich heute mein Kopf nicht frei kriege und erstmal mit niemanden darüber sprechen kann, schreibe ich euch hier, was meine Sorge ist.
Als es nicht genug mit unserem großen Sohn, den hier viele kennen als der Junge mit Lyme-arthritis, dessen Schwellung am Knie seit zwei Jahren nicht weg geht und der demnächst (wer weiß wann mit der jetzigen Corona Situation!!) eine Synovektomie gemacht werden soll, heute morgen zeigte uns der kleine eine Wanderröte am Knöchel. Also für mich sieht das ganz eindeutig danach. Außerdem war er in den Schulferien, ein Woche ab den 17. Oktober auf Pfadfinderfahrt und sie haben gecampt. Aber ich möchte gerne eure Meinung wissen. Natürlich bin ich zum Arzt gerannt, aber der Kinderarzt hat heute zu und unser Hausarzt hat bis Montag Urlaub. So bin ich zu dem Orthopäde gegangen, der vor zwei Jahren auch die Borreliose bei dem Großen festgestellt hat und gelogen, dass der kleine auch schmerzen an den Knöchel hat, damit wir einen Termin bekommen. Und wir müssen morgen ohne Termin ganz früh hin. Ich hoffe, es wird sofort Blut abgenommen (darauf werde ich bestehen) und auch gleich Antibiotikum verschrieben, für mindestens 4 Wochen (darauf werde ich auch bestehen) und es ist die Frage wie hoch dosiert sein sollte. Er ist 13 aber ich erinnere nicht so richtig wie viel er wiegt (er ist nicht dick aber auch nicht zierlich und ist ziemlich groß). Ich werde aber darauf bestehen, dass er mindestens 200mg  (in dem Fall von Doxyciclin )kriegt. Die Frage ist, ob vielleicht nicht eine höhere Dosis sinnvoll wäre, aber ich werde sie wahrscheinlich nicht bekommen vom "normalen" Arzt. Und die Frage ist, ob nicht besser einen anderen Antibiotikum sinnvoller wäre. Ich habe irgendwo hier in Forum gelesen, dass Amoxicilin besser sein soll, also besser verträglich (Schwangere und kleinere Kinder bekommen das) aber auch anscheinend, dass es weniger Persistenz zu geben scheint?? Keine Ahnung. Fest steht, ich möchte partout verhindern, dass es bei ihm etwas falsch gemacht wird, und die Krankheit wie bei seinem Bruder ausbricht.

Danke für eure Ratschläge und liebe Grüße


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#2

Irgendwie gelingt es mir nicht, das Bild hochzuladen. Bei Bildeinfügen klappt es nicht. Ich werde es weiter versuchen.
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#3

Denke daran, dass im Blut wahrscheinlich noch keine Antikörper sein können, weil die Infektion noch zu frisch ist. Also von einem negativen Test abwimmeln lassen bzw. wenn es eine eindeutige Wanderröte ist, braucht man keinen Test abzuwarten, und gibt gleich Doxy. Ich glaube das ist sogar Lehrmeinung. Wenn es noch so frisch ist, ist die Chance gut, dass es hilft, also keine Panik und viel Glück.
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Thanks given by: Esperança , micci , urmel57 , Boembel
#4

Hallo, Sabine,

Vielen herzlichen Dank für deine Antwort. Ja, du hast Recht, eigentlich habe ich das hier auch oft gelesen, dass am Anfang einen Test wenig Sinn macht, und man soll sofort Antibiotikum verschreiben, wenn es ganz klar nach einer Wanderröte aussieht. Ich hatte das vergessen.
Aber auf jeden Fall werde ich verlangen, dass die Behandlung ein Monat dauert. Ich habe vorher mit dem Rheumatologe von meinem älteren Sohn eine Mail gewechselt, da ich ihn ein Bild geschickt und alles erzählt habe. Er meinte, es sieht doch verdächtig nach einer Wanderröte aus und dass nach unserer Familiengeschichte doch länger, also ein Monat, als sonst üblich bei einer Wanderröte behaldelt wird.

LG
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Thanks given by: micci , Sabine
#5

Und wenn man gleich Antibiotika nimmt, hilft es gut. Meine Schwester hatte nach einer Wanderröte 3 Wochen Doxycyclin und weil es ihr noch nicht ganz gut ging, bekam sie mit etwas Überredung noch mal 3 Wochen verschrieben. Dann war es über 10 Jahre gut, bis sie leider wieder eine infizierte Zecke hatte. Mit dem Doxy nicht in die Sonne gehen, weißt du wohl schon, und die scheint ja jetzt wenig.
LG Sabine
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Thanks given by: urmel57 , Boembel , Esperança
#6

Hallo Sabine, hallo alle:

Ach, was für ein Trauerspiel diese Zecken! Ich lese, ihr habt in der Familie auch eine Veranlagerung oder so, da außer dir auch deine Schwester Borreliose hat und die Zecken wollten sich auch an deinem Sohn ran machen. Ähnlich wie bei uns, denn der Opa von meinen Kindern väterlicherlicherseits ist auch seit vielen Jahren Borreliosekrank und deswegen einen Pflegefall. Bei ihm ist es echt dramatisch, er kann gar nicht mehr sprechen außer ja und nein oder wenige andere kürze Wörter :-( Dann kam mein älterer Sohn (zwei Jahre jünger als dein) und jetzt hat mein kleiner auch ein Biss bekommen. Hoffentlich aber kriegen wir das mit den Kindern hin bald hin. Der Kampf bei den großen ist schwerer. Bei den kleinen verschwindet hoffentlich alles nach der Antibiose.

Heute waren wir bei der gleichen Orthopädenpraxis, wo vor 2 Jahren bei den großen diagnostiziert wurde. Ich habe nichts von testen lassen gesagt, aber die Ärztin hat das von sich veranlasst. Ergebnisse sollen spätestens übermorgen liegen, aber ich habe daraufbestanden, dass wir sofort mit der Antibiose anfangen. Sie war einverstanden, dass die Wanderröte eindeutig ist. Sie will ihn aber in einer Woche wieder sehen und hat uns erstmal Doxy 200 bis dahin verschrieben. Das Rezept ist aber etwas komisch haben wir in der Apotheke festgestellt , denn sie hat Doxy 200mg 1-0-1 verschrieben und das würde bedeuten 400mg pro Tag, obwohl ich weiß, sie hat mir gesagt 200 mg pro Tag. Wir sind zu dem Schluss gekommen, sie habe sich vertan. Der Apother meinte, das Kind soll dann nur ein mal morgens eine Tablette 200 mg nehmen, am 1. Tag aber 400 mg.
400 mg wäre aber was die DBG rät. Zu Hause habe ich eigentlich noch eine Packung mit 20 Tabletten á 200 mg übrig von seinem Bruder. Aber keine Ahnung, ob ich das wagen sollte, ihn jeden Tag 400 mg zu geben. Mal sehen, überhaupt wie er den 1. Tag mit 400 mg verträgt. Und mal sehen, was sie uns nächste Woche weiter verschreibt. Ich hoffe, sie verlangt nicht, dass wir jede woche dahin müssen. Und ich hoffe auch, dass sie uns mindestens 4 Wochen therapieren lässt, denn der Rheumatologe meinte, obwohl normalerweise bei 2-3 Wochen aufgehört wird, wäre in unserer Familiengeschichte gerechtfertigt, dass wir 4 Wochen therapieren.

Ich berichte dann weiter, wie es so gelaufen ist.

LG
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Thanks given by: urmel57
#7

(17.11.2021, 11:51)Esperança schrieb:  Er ist 13 aber ich erinnere nicht so richtig wie viel er wiegt . 

Das wäre aber sehr wichtig! Ich würde es als erste Aufgabe sehen, bevor man AB über- oder unterdosiert. Richtig angepasste Dosis ist die Grundlage, dass AB gut wirkt und dass möglichst wenig Nebenwirkungen eintreten.
Bitte nicht vergessen, dass man zeitlichen Abstand zu mineralhaltigen Lebensmittel hält.
Sonst ist Erythema m. gut behandelbar. Borrelien vermehren sich sehr langsam und im Frühstadium können sie sehr gut beseitigt werden.
Alles Gute!
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Thanks given by: urmel57 , Esperança , Filenada
#8

Bei Kindern sollen 4mg Doxycylin/kg Körpergewicht pro Tag gegeben werden 

https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/013-044.html

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org

Wenn du strauchelst,
weil dir die Arbeit zu schwer wird,
möge die Erde tanzen,
um dir das Gleichgewicht wiederzugeben.
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Thanks given by: claudianeff , Esperança
#9

Liebe Claudia, liebe Urmel, 

Vielen Dank für eure Antworten. Was die Dosierungen betrifft, ist alles wirklich nicht so sehr nachvollziehbar, finde ich. Einerseits steht  in der Packungsbeilage 4 mg pro Kg , und andererseits max. jedoch 200 mg. Im Prospekt steht Folgendes:

Standardtherapie:
  • Jugendliche und Erwachsene mit einem Körpergewicht zwischen 50 und 70 kg nehmen am ersten Tag 200 mg Doxycyclin. An den folgenden Tagen wird eine Dosis von 100 mg pro Tag angesetzt.
  • Patienten mit schweren Erkrankungen oder einem Körpergewicht von mehr als 70 kg bleiben die ganze Behandlungszeit über bei einer Dosis von 200 mg Doxycyclin pro Tag.
  • Kinder ab 50 kg Körpergewicht und einem Alter von 8 Jahren erhalten 4 mg pro kg Körpergewicht am ersten Tag und an den Folgetagen 2 mg pro kg Körpergewicht.

Mein Sohn habe ich gerade gewogen und er wiegt 50 Kg und er ist 13. Und ich betrachte ein Zeckenbiss als eine schwere Erkrankung, also spielt dann das Gewicht unter 70, oder das Alter (eigentlich ist er praktisch schon als Jugendlicher zu sehen) dann nicht so sehr eine Rolle. 100 mg betrachte ich, und es steht überall als eine zu sehr niedrige Dosis für Zeckenbisse bzw. Borreliose. Auch unser Rheumatologe hatte es uns vor zwei Jahren bei meinem älteren Sohn das gesagt, und da wa nur ein Jahr älter als sein Bruder jetzt. 
Auf jeden Fall die Ärztin hat er ihn täglich 200 mg verschrieben und zwar in einer einzigen Tablette (irgendwie hätte ich verteilt in zwei besser gefunden).

Andererseits empfehlt die DBG eine Dosis von 400 mg hatte ich gelesen. Am besten würde ich ihn gerne etwas dazwischen geben, aber ich habe ja leider nur 200 mg Tabletten.
Deswegen werde ich es bei 200 mg belassen (aber ein ganzes Monat und heute als 1. Tag 400 mg), in der Hoffnung dass die Behandlung ganz effektiv ist, das Erithema verschwindet und wir eine komplette Heilung erreichen. Druckt uns bitte die Daumen!!!

Beste Grüße

LG
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Thanks given by: urmel57
#10

Hier übrigens ein Artikel, den mir der Rheumatologe (Mitautor) meines 1. Sohnes  gestern geschickt hat.

https://arthritis-research.biomedcentral...186/ar2853
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Thanks given by: urmel57


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