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Meine Odyssee
#1

(Wenn ich hier im falschen Thread bin, kann das gerne verschoben werden, sorry dafür!)

TEIL 1

Hallo ihr Lieben,

ich habe ja im Vorstellungs-Thread schon angekündigt, dass ich eine Art Tagebuch führen möchte und so fange ich nun an: Ich bin neu hier, auch das ganze Thema Borreliose ist eigentlich relativ neu für mich, auch wenn ich diese Krankheit nun seit 14 Jahren mit mir herumschleppe. Es wird ziemlich lang, ich entschuldige mich, aber 14 Jahre sind echt eine laaaaange Zeit.

Ich möchte mich kurz vorstellen: Ich heiße natürlich nicht wirklich Lana, bin 33 Jahre alt, habe eine laaange Ärtzegeschichte hinter mir und hoffe, dass ich hier Menschen finde, die mich verstehen und mit denen ich mich austauschen kann. Ich möchte diesen Eintrag als Art Tagebuch führen (das hatte ich schon mal vor etlichen Jahren in einem anderen Forum und zum Thema Haarausfall, falls es wen interessiert, dem kann ich den Link gerne mal schicken) und das hat mir geholfen, alles klarer zu sehen und in schwierigeren Phasen besser damit klar zu kommen. Eines vorweg: Da manchmal der Umgangston in Foren nicht soo nett ist, werde ich  Beiträge, in denen ich mich angegriffen fühle, ignorieren. Ich bin ein netter Mensch, ich schreibe höflich und so erwarte ich das auch von meinem Gegenüber  Und: ich habe die Energie nicht, mich damit auseinander zu setzen, sorry.

Ich möchte vorne anfangen:
2008
Ich war mit meinem jetzigen Ehemann im Urlaub in Schweden, als ich eines Abends eine juckende und brennende Stelle am Bein feststellte. Ich habe keine Zecke o.ä. gesehen (wir waren an diesem Tag im Wald, daher habe ich uns auch danach abgesucht), daher dachte ich, ich sei gestochen worden. Die Tage darauf waren ziemlich gruselig: ich hatte unglaublichen Schwindel, Kopfschmerzen und Sodbrennen, überhaupt keinen Appetit und mir war einfach nur komisch UND eine ganz plötzliche Sonnenallergie. In Deutschland wieder war die rote Stelle kreisrund geworden, rot und in der Mitte eine dicke Ausbeulung. Ich hatte eine Sommergrippe und immer wieder mit dem Kreislaufprobleme. Ich bin zum Hausarzt: die Symptome waren ihm egal, die rote Stelle hat er als Ausschlag deklariert. Erstmal Bepanthen drauf, ich solle mich nicht so anstellen, bin doch ein starkes Mädchen (ich war 19). 2 Wochen später: Stelle tat weh, juckte, ich kratze mich regeölmäßig blutig, es ging mir nicht gut. „Gut, dann eine Cortisoncreme.“ Einen Monat später war es nicht besser, ich hatte Schmerzen im Fußgelenk und einen Zungenpilz. „Gut, dann eine stärkere Cortisoncreme“, Einen Monat später, Vertretungsarzt: „Waren sie im Wald?“ (ich hatte meinem Hausarzt auch alles so geschildert, aber da ich keine Zecke gesehen habe, dachte er, es sei ein Ausschlag), ich bejahte: Dann bekam ich für 1 Woche Doxy (Dosierung weiß ich nicht mehr) und das wars. Antikörper waren miiiininmal erhöht, aber „nicht besorgniserregend“. Eine Woche später: Ich fragte ihn, ob es nun weg sei. Er bejahte, da müsse man nichts mehr machen. Und der Ausschlag war ja wirklich weggegangen mit dem AB.
Nach dem Zungenpilz, der behandelt weg ging und meinem entzündeten Fußgelenk, woran ich selbst schuld sei, schließlich habe ich Übergewicht (damals 12kg, dazu aber eine, wie ich heute weiß: Hashimoto und Östrogendominanz) und könne ja einfach abnehmen, dann sei das auch weg.
In den ersten Jahren danach hatte ich immer wieder springende entzündete Gelenke, entwickelte einen Hautpilz (der erst dieses Jahr wegging, dazu später), extreme Nackenverspannungen, die auch mit Physio nicht weggingen, super unregelmäßigen Zyklus, also schlimmer als sonst eh schon (damals wurde weder die Hashi noch die Östrogendominanz behandelt). Zusätzlich habe ich eine Psoriasis (Schuppenflechte), die auch in den Jahren immer schlimmer wurde, mittlerweile habe ich sie am ganzen Körper (früher nur Kopf).

2012 
Ich steckte mitten in den letzten Abiturvorbereitungen (ich habe das Abitur auf dem 2. Bildungsweg nachgeholt, egal), wache morgens auf und sehe alles doppelt. Ich dachte, es sei der Stress, also erstmal eine Nacht drüber schlafen. 2 Wochen später war es immer noch nicht weg und hatte seinen Höhepunkt, also in die Rostocker Uniklinik. Da wurde mir erstmal gesagt, dass das doch nichts Schlimmes sei, wegen sowas in die Notaufnahme, was ich mir einbilden würde. Es wurde aber ein MRT gemacht und dann waren auf einmal alle panisch: Der ganze Kopf war voller kleiner leuchtender Herde (am Ende 14 Stück) und einem großen (ca. wie ein kleines Ei) am Sehnerv, daher die Doppelbilder. Ich habe mehrfach erwähnt, dass ich Borreliose AK damals hatte, „ja ja, sehen wir uns an, aber das ist soo selten“; Lumbalpunktion und BE hätten nichts ergeben, ich bekam hochdosiertes Cortison, ich habe MS (und das obwohl ich keine oligoklonalen Banden hatte, niemals), „doch, das ist MS, Borreliose ist sehr unwahrscheinlich“. Ich hatte damals eh schon Immunsupressiva genommen, wegen der Schuppenflechte, also sollte ich diese erhöhen, da diese Art auch bald für MS zugelassen wird, „ist ja super, dass Sie diese schon nehmen“. Danach bin ich zum Neurologen, der sich die Blutwerte und keine Testung auf Borreliose finden konnte, obwohl im Entlassungsbericht steht, dass Borreliose nicht nachweisbar war. Sowas könne er als niedergelassener Arzt nicht testen. Auf zum nächsten Neurologen und wieder zum nächsten: immer die gleiche Aussage. Ok, also einfach hoffen, dass die Erhöhung der Immunsupressiva hilft. Hat es aber nicht: hatte nie weitere große Ausfälle, aber viele viele kleine, mal eine einschlafende Hand über Wochen, mal Sehprobleme, mal dies mal das. „Das ist die MS, das ist normal.“

2013
Mein Mann machte mir eine Heiratsantrag: So zur Hochzeit nimmst du jetzt die letzten Kilos ab! (Bzw. wollte ich auf mein altes Gewicht, denn mittlerweile hatte ich 25kg zugenommen, ohne mehr zu essen oder anders zu leben. Ich achtete extrem auf meine Ernährung, auf besseren Schlaf, habe 1 Stunde am Tag Ausdauer Sport gemacht plus zusätzlich Muskelaufbau, aber ich nahm nur zu, nie ab.)
Damit war ich bei 25-35 Ärzten: Endokrinologen, Diabetologie, Internisten, Hämatologen, Rheumatologen, alles abgeklappert, immer das gleiche Ergebnis: Ich esse falsch. Dann zum Ernährungsberater: Ja wie könne man auch 1 Zuckerwürfel im Kaffee trinken, ja wie könne man denn Brot selbst backen und so viele Nüsse da dran machen, die sind doch viel zu fett; das waren die einzigen Aussagen. Dann war ich bei so einem Atemtest im Fitnessstudio: mein Körper sei gleichzeitig auf dem Gaspedal und Bremspedal: ich habe Stress, und ja: mein Cortisolwert war nach den Cortisoninfusionen (+Pille) lange lange viel zu hoch, mittlerweile knapse ich am unteren Ende und trotzdem hat mein Körper Stress?? Also nichts mit Abnehmen…

2014
Unsere Hochzeitsreise stand an, ich hatte aber brennende Fußsohlen, ich konnte nur 100m gehen; ich beiße die Zähne zusammen… Ich war aber bei 5 Ärzten damit: Sie sind zu dick, daher solle ich doch abnehmen, dann ginge das weg. (nochmal 10kg drauf) Ich soll meine Füße massieren lassen… das hilft aber nicht, denn es sind ja nicht die Muskeln, sondern einfach die Sohle, die brennen wie Feuer. Gleichzeitig habe ich es schlechtes Gewissen meinem Mann gegeüber: andauernd hab ich andere kleine Wehwehchen (naja die Füße hielten 1,5 Jahre an und die Haarprobleme bis heute, wie auch anderes), heute kann ich was, am anderen Tag geht es nicht… Ich muss ihn nerven wie blöd.
Nach den Flitterwochen 2014
Ich habe eine Mandelentzündung, bekomme Antibiotika und auf einmal geht es so richtig los: Haarausfall, büschelweise, ich nehme noch mehr zu, ich bin soooo müde, ich fühle mich erkältet, aber nur abends, ich friere, ich schwitze, ich habe Schmerzen in allen Muskeln, mein Zyklus spinnt noch mehr, ich blute quasi 20 Tage im Monat, bei jedem kleinen Stress, sei es ein wichtiges Telefonat o.ä.: Zwischenblutung, habe Krämpfe, Tinnituts, eine soo starke innere Unruhe und Schlafprobleme, ich drehe fast durch. Nochmals klappere ich alle Ärzte ab: kein Ergebnis (außer die Hashimoto, die nicht einstellbar ist und die Östrogendominanz, die es in der Schulmedizin immer noch nicht so gibt und wo ich halt Pech habe), ich solle doch eine Therapie machen, „ist ja alles nur psychisch“. Ich setze die Pille ab, damit gehen die Blutungen wenigstens etwas besser, aber alles andere bleibt. Ich veranlasse selbst Bluttests im Labor: habe Selen, Zink, Magnesium, B 6, B 12, Folsäure, Eisen, Vitamin D so sehr im Mangel, alles kaum noch testbar, ich belese mich im Internet, nehme NEMs bis ich kotzen könnte, mache weiter Sport und es geht plötzlich besser, nicht gut, aber besser… Die Haare wachsen nach, ich nehme 25kg in einem Jahr ab, dann stockt es wieder, aber ich mache irgendwie weiter. An Weihnachten habe ich eine Gürtelrose.

2017
Wir ziehen um, schon wieder, alles ist stressig, meine Abschlussarbeit an der Uni muss ich von einer anderen Stadt ausmachen, ich habe keine Lust mehr die 10000 Tabletten am Tag zu schlucken (realistisch waren es schon ca. 50 Stück am Tag), ich setze alles ab: andere nehmen das alles nicht und denen geht’s doch auch gut? Der Sport bringt nichts mehr, ich nehme wieder zu statt ab, obwohl ich mich super fit fühle, die neue Wohnung ist zu klein für die teuren Sportgeräte, ich will mich meiner Arbeit alleine widmen, um einen guten Abschluss zu bekommen (das alleine war genug für mein Stressgefühl und die Energie, die ich nach dem Aufstehen übrig hatte)

2019
Erneuter Umzug: alle Probleme von früher sind wieder da, aber es ist irgendwie auszuhalten; ich schreibe an meiner Dissertation und will mich darauf konzentrieren. Meine Konzentration ist mittlerweile auf maximal 4 Stunden am Tag gesunken, ich habe dauerhaft Schlafprobleme und Zeiten (um die Mens herum), in denen ich gar nicht schlafen kann, egal wie viel Melatonin ich nehme (zweitweise 50mg). Mittlerweile habe ich auch Verstopfung, teilweise so sehr, dass ich 2 Wochen Darmkrämpfe habe, die nur mit viiiel Schmerzmitteln weggehen, erst mit dem Eintritt der Mens geht es wieder etwas besser;  ich kann mich nicht mehr impfen lassen, nach jeder Impfung liege ich 3 Wochen erschlagen im Bett, also lasse ich es; gehe eh nicht viel raus, kann ja eh nicht mehr. Wenn ich Termine habe, brauche ich einen Tag danach, um mich davon zu erholen; zu Ärzten gehe ich nicht mehr, keiner glaubt mir, obwohl ich sogar einen Arzt gefunden habe, der ganzheitlich (privat natürlich) praktiziert, „aber Borreliose ist doch soo unwahrscheinlich und meine Symptome passen nicht, das sind nie die kleinen Gelenke, nur die großen und die sind es bei mir ja nicht“, stattdessen mache ich eine Ausleitung nach der nächsten, das kostet alles soo viel Geld (mittlerweile ca. 8000€), irgendwann habe ich keine Lust mehr, weil bringen tut es auch nicht wirklich etwas, und wenn, nur sehr kurz. Ich habe z. B. Schwermetalle messbar im Blut und leite diese mit DMSA und EDTA aus, nach 40 Infusionen (mit meinen super schlechten Venen) habe ich genug. Meine NEMs nehme ich weiterhin nicht (fragt mich nicht warum, ich hatte einfach keine Energie). Mittlerweile kenne ich einen Arzt beruflich, den ich wegen Naltrexon anspreche (die Immunsupressiva habe ich mittlerweile abgesetzt, wegen Magenproblemen und sie halfen auch nicht wirklich), ich wollte LDN ausprobieren, da die neurologischen Kleinigkeiten immer mal mehr mal weniger da waren und ich gelesen hatte, dass es die Läsionen im Gehirn heilen kann. Das nehme ich seitdem (wenn jemand Fragen hat, immer her damit).

2020
Wir kaufen ein Haus, eine alte sehr sanierungsbedürftige Villa, der Architekt lässt uns im Stich, wir müssen sehr viel Eigenleistung erbringen, obwohl das nicht geplant war und ich es eigentlich auch nicht kann, aber jetzt muss es irgendwie gehen; meine Diss lege ich kurzzeitig aufs Eis. Ich kann immer noch nicht abnehmen, die Haare gehen mir weiterhin aus bzw wächst einfach nichts nach, ich blute fast 30 Tage im Monat, ich habe gefühlt 10000 Kleinigkeiten, jeden Tag gefühlt etwas anderes; aber ich habe Hoffnung: mein Mann kann sich bald verbeamten lassen, dann können wir in die PKV.

2021
Mittlerweile kann ich maximal 1 Stunde am Stück arbeiten, danach Pause. Kochen ist das höchste der Gefühle, dann wieder Ruhe.  Essen, wieder Ruhe. Alles ist soo anstregend.
Im Frühjahr: wieder Gürtelrose; damit muss man ja zum Arzt… der verschreibt mir Ibuprofen, ich dachte, ich drehe durch, wer schon mal eine Gürtelrose hatte, weiß, welche Schmerzen das sind, da hilft Ibu nicht, „Gabapentin ist off label, das kann ich nicht verschreiben und Diazepam an so eine junge Frau, das kann ich nicht machen“…..
Sommer: Ein Nerv in meinem Rücken entzündet sich plötzlich von jetzt auf gleich. 1 Woche versuche ich Wäre, da ich dachte, es sei ein Hexenschuss; bis ich merke: ne das ist eine Entzündung, also kühle ich und es wird nach 3 Wochen langsam besser.
Herbst: Corona Impfung, obwohl ich seeeeehr große Angst davor hatte, ich wollte einen Urlaub machen, der musste sein, nach all dem Stress um die Sanierung. 3 Wochen nach der Impfung: Hängendes rechte Gesichtshälfte, tauber rechter Arm, Sprachprobleme. Ich hatte Angst, dass es ein Schlaganfall sein könnte, war ja gerade in den Medien nach einer Corona Impfung. Also in die Notaufnahme: 4 Stunden rumsitzen, MRT geht nicht (obwohl wir mittlerweile privat versichert sind), aber CT, da sähe man wenigstens, ob Schlaganfall oder nicht: „kein Schlaganfall, aber kann ja noch einer werden!“, habe mich dann selbst entlassen und daheim Cortisontabletten genommen, da ich mir schon dachte, was es ist. Eine Woche später, dank PKV: MRT beim Radiologen: Hühnereigroße Entzündung im Gehirn, „Sie haben wirklich MS“….(ich fragte ihn dann, ob das nicht von der Impfung kommen könnte, er bejahte, aber würde mir das nicht schriftlich geben!) Nach 3 Wochen 10mg Hydrocortison war alles wieder weg. (ich hätte mir auch Infusionen geben lassen können, aber die habe ich schon 2012 nicht vertragen, also wollte ich das nicht; die Tabletten vertrage ich sehr gut, ohne Komplikationen; alles übrigens vom befreundeten Arzt!)
Später Herbst: Wegen der PKV will ich den Ärzten nochmal eine Chance geben, da die Kassenärzte es ja meist alles aufs Budget schieben… da stolperte ich über ein Borreliose Zentrum, bei dem ich dann einen Termin machte, da das mir ja immer im Hinterkopf war, an MS habe ich nie geglaubt, meine Symptome waren anders.
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Thanks given by: micci , lena_lemon , Klaus
#2

TEIL 2 (letzter Teil Tongue)

Zustand vor Borreliose-Praxis:
Müde müde müde, erschöpft OHNE Ende, 1 Stunde belastbar, danach ist der Tag gelaufen, einkaufen gehen kann ich nicht mehr, das macht alles mein Mann, Haushalt ebenso, arbeiten nicht möglich, meine Diss mache ich irgendwie nebenbei, denken kann ich ja noch. Kochen ist das einzige, was geht, alles andere: mein Mann (der arme), Schlafstörungen, Zyklusstörungen, Zwischenblutungen, Knochenschmerzen, Gelenkschmerzen, Hautprobleme, wie den Pilz seit 14 Jahren und 10 Hautärzten (keiner konnte mir helfen, keiner kam mal auf die Idee, dass es nicht „am Süßkram“ liegt (den ich kaum esse)), Herzrasen, innere Unruhe, neurologische Ausfälle, fast täglich Migräne, heißer Kopf und eiskalte Füße und Hände, Erkältungsgefühle ohne Erkältung (und wenn doch, dann für 3-6 Monate durchgängig), Nackenverspannungen, Denkprobleme (Brain fog), ich habe immer wieder 10-15 blaue Flecke am Körper, obwohl ich mich nirgends gestoßen habe Sport geht nicht mehr, Gewichtszunahme, habe überall Schmerzen, vor allem an den Knochen (Fibromyalgie?), gefühlt tausende kleine Stihlwarzen am Hals, die verschwinden und kommen, wie sie wollen, ich kann keinen Alkohol mehr trinken, bekomme sofort Magenschmerzen und werde rot und es geht mir einfach schlecht; alles fühlt sich an wie ein grauer Schleier über mir, ich habe Suizidgedanken, ich super reizbar, ich raste wegen jeder Kleinigkeit aus, ich heule los, ich erkenne mich einfach nicht wieder, ich kann und will nicht mehr. Mein Schlafrhythmus ist komplett im Arsch, ich schlafe 8 Stunden, aber gehe erst um 4 Uhr morgens ins Bett, ich kann vorher nicht einschlafen!
Das Borreliose Zentrum war meine aller aller aller aller letzte Anlaufstelle, ich dachte: Wenn die mich jetzt auch nicht ernst nehmen, gebe ich es auf, dann es ist es zu Ende, ich kann und will so nicht weiter leben, das ist kein Leben und das mit Anfang 30 und obwohl eigentlich alles drum herum gut aussieht: eigenes Haus, glückliche Ehe, mein Mann wurde endlich verbeamtet, worauf wir 8 Jahre hingearbeitet haben und ich auch etliches einstecken musste, aber in seinem Bereich kann man mehr verdienen und ich wollte mich eh immer selbstständig machen, meine Diss hat mir super viel Spaß gemacht, da ich mir das Thema selbst erforschen durfte, endlich ein eigener Garten, endlich Ruhe und keine Nachbarn (bin auch sehr geräuschempfindlich geworden mit der Zeit), aber mein Körper sagte: Nein.

1. Termin Borreliose-Praxis:
Die Ärztin hört mir zu, die Ärztin NIMMT MICH WAHR und ernst und wird hellhörig bei meinen vielen Symptomen. Sie kann keine BE auf Viren und Bakterien machen, wegen der Cortisoneinnahme, die noch nicht lange her ist, aber sie macht Mineralstoff- und Vitaminwerte: Wieder alles wie früher im Mangel. Sie machte auch noch ein paar andere Sachen: Alles ok, nicht gut, aber ok. (Mastzellen und sowas) und auch Bartonellen (positiver Befund, das waren wohl meine brennenden Fußsohlen damals), Babesien (negativ „schon mal gut, das sind gemeine Viecher“), Toxoplasmose (leicht erhöht, aber nicht soo schlimm). Sie macht ein Dunkelfeld (ich weiß das ist auch hier nicht soo anerkannt, aber mir hat es die Augen geöffnet! Und meinen Befund kann keiner abstreiten, man das ja alles schwarz auf weiß, siehe unten) Ich bekomme Infusionen für die Mängel. Soll bloß wieder die NEMs nehmen! Solle mir nicht einreden lassen, dass das alles nichts bringt, der Körper braucht diese Stoffe.

2. Termin Borreliose-Praxis
Befundauswertung des Dunkelfelds: Meine Zellen sterben extrem schnell ab, nach 3 Stunden schon (sonst nach Tagen), daher fühle ich mich über den Tag verteilt immer anders, mal besser mal schlechter; Zellen super zackig (daher die Fibromyalgie und die damit verbundenen Druckschmerzen), Abwehrzellen arbeiten 3 Stunden, dann liegen sie regungslos in der Ecke, und dann sterben sie und aus den sterbenden Zellen kommen die Borrelien und andere Viren (die sie nicht zuordnen konnte, dazu unten mehr). Über den Zellen liegt am Ende ein grauer Nebel, den ich auch über mir fühle!
Ich bekomme Minocyclin 100mg 2x täglich, Quensyl alle 2 Tage, Probiotika, Blutverdünner, Stevia und Banderol.

1. Monat mit Minocyclin (Zusammenfassung):
Der erste Abend war krass: alle meine Symptome im Stundentakt abwechseln und Koooopfschmerzen und Niesen. Die nächsten 3 Tage fühle ich mich wie neu geboren, so fit, so frisch, so wach, aber Kopfschmerzen. An Tag 18 bekomme ich Herxheimer, davor hat sie mich gewarnt, aber es ist auszuhalten und weiß ja, dass es vorbei geht. Ich habe auch hier im Forum dann viel gelesen, weil ich wissen wollte, wie es anderen ging und war erstaunt, dass meine Erfahrungen hier geteilt wurden  Da fühlt mich sich gleich nicht mehr so alleine damit.

3.  Termin Borreliose-Praxis
Ich soll weitermachen, Leber und Niere arbeiten gut mit. Und ich habe ja Tage, die besser sind als sonst

2. Monat mit Minocyclin (Zusammenfassung):
So viele Nervenschmerzen in den Beinen (die kannte ich vom B12 Mangel schon), und mein Auge zuckt wie blöd. Bei der erneuten BE für Leber und Niere sacke ich komplett weg, mein Kreislauf macht frühes Aufstehen so kaputt, für mich ist 8 Uhr ja mitten in der Nacht. Jetzt bekomme ich auch noch mehr blaue Flecke von Blutverdünner (teilweise so groß wie eine Männerhand), den muss ich absetzen und durch etwas Pflanzliches ersetzen). Der Schwindel macht mit zu schaffen, einmal falle ich 4 Stufen unserer Treppe herunter, der blaue Fleck ist sooo groß und schwarz (das war im November) und man sieht ihn immer noch…

4. Termin Borreliose-Praxis
Die Therapie wird nochmals verlängert, aber ich solle mit dem Schwindel besser aufpassen.

3. Monat mit Minocyclin (Zusammenfassung):
Ich habe das Gefühl, dass sich nichts mehr tut, ich will mehr oder etwas anderes; der Schwindel wird immer schlimmer, ich habe Angst alleine zu laufen. Aber es gibt auch positives: Die Müdigkeit ist gaaanz wenig besser, meine Schuppenflechte ist anders (sie juckt und schuppt weniger), meine Launen sind weg bzw besser. Was ich seltsam fand: ich habe quasi bis zum Schluss gemerkt, wann das Antibiotika wirkt, dann ging es nämlich schlechter plötzlich, ca. 1 Stunde nach der Einnahme…

5. Termin Borreliose-Praxis
Der Schwindel macht der Ärztin Angst, ich muss auf etwas Schonenderes umsteigen. Sie setzt mich auf eine Phytotherapie mit Knoblauch, Heilpilzen, Kudzu und 3 anderen Kräutern. Ich muss allerdings 3 Wochen auf die Lieferung warten und da bemerke ich sofort Unterschiede: Der Schwindel ist sofort weg, die Schuppenflechte juckt deutlich mehr.

1. Monat Knoblauch
Ich muss ganze 9 Tabletten Knoblauch am Tag nehmen, 9!!! Ihr könnt ich vorstellen, wie gestunken habe :D Mein Mann ist zum Glück hart im Nehmen ;) Ich niese wieder, ich habe super heftige Albträume. Tag 16 wieder Herxheimer, diesmal suuuper heftig! Ich liege 3 Tage im Bett und möchte sterben. Ich nehme Cortison, Schmerztabletten helfen nämlich überhaupt nicht und meine Ärztin hat mir das so gesagt. Nach dem Herxheimer bemerke ich Besserungen: Der Hautpilz ist komplett weg, ich habe viel weniger Migräne, nur noch ca. 6-12 Tage im Monat, ich habe keinerlei Nackenverspannungen mehr, dafür wieder Schwindel und Gedächtnisprobleme hoch 100 und: nach 8 Jahren!!!!! KEIN HAARAUSFALL mehr, ich verliere keine Haare mehr, nichts, null, wie früher (jaaa, ein paar Haare verliert jeder, aber es ist soo viel weniger, maximal 20-40 am Tag) Mit dem Haarausfall war ich übrigens auch in einer Spezialsprechtstunde… der hat mich zwar auf Tuberkulose und alles Mögliche getestet, aber nicht auf Viren oder Borreliose.

2. Monat Knoblauch
Ich stinke so sehr, warne alle Leute um mich herum… alles wie gehabt aber: abends wieder dieses Fiebergefühl und manchmal habe ich sogar erhöhte Temperatur (37,8°) und manchmal dann sehr niedrige (36,3°), alles spinnt irgendwie. Jetzt aktuell wieder eine Entzündung und unkontrolliertes Zucken im rechten Arm.
So und schon sind wir im Hier und Jetzt:
Gestern der 7. Termin im Borreliose-Praxis
Ich sage der Ärztin, dass ich mehr brauche, der Knoblauch reicht nicht aus, ich habe das Gefühl, dass alles wieder schlechter wird, aber auch nur, weil ich vor 2 Wochen eine Infektion hatte (Corona vllt, ich weiß es nicht, die Schnelltests waren immer negativ, bei meinem Mann einmal gaaanz leicht positiv, und wir waren beide soooooo erschöpft und haben soo viel geschlafen, „mehr“ aber nicht). Zum Termin wurden auch nochmal Blutwerte genommen, endlich die Viren und Borreliose: Es ist Herpes I, II und Zoster aktiv. Und endlich: ich habe es schwarz auf weiß: die AK zu Borreliose ?? waren positiv, zwar schwach, aber das ist besser als nichts und ich habe ja auch schon 3 Monate ABs hinter mir, das sah auch die Ärztin so.
Nun bekomme ich eine Kombinationstherapie aus: Aciclovir gegen den Herpes, ?? und ?? für wieder einen Monat und dann Termin bei der Ärztin und schauen, wie es weiter geht. Sie hat sich sehr gewehrt mir beides auf einmal zu geben, da sie immer den für den Körper schonenden Weg machen möchte, aber ich habe nicht locker gelassen, vllt. braucht mein Körper eben den Knüppel, denn ich habe da Gefühl, dass der Knoten noch nicht geplatzt ist.
Heute habe ich mit dem Aciclovir und dem AB angefangen. Vom Aciclovir erwarte ich keine Nebenwirkungen, das hatte ich bei der Gürtelrose nun schon 2 Mal, davon habe ich nichts Schlechtes bemerkt. Vom neuen AB erwarte ich dagegen einiges. Heute merke ich noch nichts, nicht wie beim Minocyclin. Sie wollte mir auch eigentlich dieses wieder verschreiben, aber ich wollte unbedingt etwas Neues und sie ist da sehr offen und wägt Sachen ab. Sie verschreibt mir auch meine Migränetabletten, Progesteron und meine SD Tabletten, ohne dass ich betteln muss.

Ich hatte in den damaligen Blutwerten der Uni-Klinik noch erniedrigte IGG, IGM und IGA Werte entdeckt, die „normal“ seien…. Die Ärztin nimmt diese nun auch noch mal ab, da erhoffe ich mit ehrlich gesagt, dass diese wieder erniedrigt sind, das würde zumindest auch einiges für mich erklären.

So, wer jetzt alles gelesen hat: Hut ab!
Und nun möchte ich das Tagebuch beginnen 
Ich hoffe, es liest jemand mit und mag mir etwas schreiben, ich würde mich sehr freuen.
Ich werde auch versuchen, mich im Forum etwas einzubringen, wenn es die Zeit und Energie zulässt 
Liebe Grüße, Lana
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Thanks given by: borrärger , micci , Nala , Sabine , Klaus
#3

Liebe Lana,
ich habe Deine ausführlichen Beiträge überflogen, aber nicht oberflächlich.
Borreliose wurde durch welche Tests diagnostiziert?
Übertragung durch Bremsen ist wohl möglich, aber auch durch Zecken die unbemerkt in einem Menschen saugen.

Persönlich werde ich immer ganz kritisch wenn versucht wird Bakterien durch Knoblauch etc. aus einem Menschen zu verbannen.
Von Dir:
Ich habe z. B. Schwermetalle messbar im Blut und leite diese mit DMSA und EDTA aus, nach 40 Infusionen
Beispiel, von mir:
Schwermetalle sammeln sich über Jahre und Jahrzehnte im Körpergewebe (beispielsweise im Fettgewebe der Nerven, der Brustdrüsen, des Knochenmarks, der Nebennieren) an.  Im Blut sind sie regelmäßig nur in allerkleinsten Mengen zu finden. Für den Nachweis einer chronischen Schwermetallvergiftung ist Blut daher nicht geeignet.

Solche Behandlungsweisen führten zu sehr vielen Todesfällen, bis das Penizillin entdeckt wurde.
Wie Alexander Fleming das Penicillin entdeckte - [GEO]

Ich bin hier schon länger als Kommentator dabei und es gibt Menschen die schwören auf Handauflegen und Salz oder Wärmebehandlungen, da komme ich einfach nicht gegen an, es kostet nur meine Zeit.
Dir ist bekannt, dass Heilpraktiker/innen Borreliose nicht behandeln dürfen, in meldepflichtigen Bundesländern?

Ich möchte Dir gern einige Links aufzeigen, wo Du zur Borreliose etwas nachlesen kannst.
Nett und hilfreich ist ist in diesem Forum fast IMMER gewährleistet, auch das andere User zum Beispiel in diese Kommunikation eingreifen.
Das Thema Borreliose ist allerdings wissenschaftlich nicht wirklich erschlossen.
Darum:
Erstinformationen (onlyme-aktion.org)

LYME-BORRELIOSE - Diagnostische Hinweise und Richtlinien für die Therapie (lymenet.de)

Borreliose Nachrichten - umfangreiches Informationsportal (borreliose-nachrichten.de)

Das Forum hat eine SUCHE
oder 
Suchmaschine = Eingabe z.B. 
Stevia onlyme
nicht wirklich aufbauend was da beschrieben wird über Stevia.
Stevia von Nutramedix nicht mehr erhältlich? (onlyme-aktion.org)

Es geht auch anders
Medikamente gegen Borrelien-Persister (onlyme-aktion.org)

Bis bald, fischera.
Schw
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Thanks given by: borrärger , micci , Filenada , Lana , Nala , Sabine , Klaus
#4

Liebe Lana, uff, wirklich lange geworden deine Geschichte aber auch deine Behandlungsversuche. Ich nehme an, Dir geht es mittlerweile relativ gut auf diesem Weg? 

Ob nun Borrelien, Herpes oder andere Bakterien reinspielen, kann man jetzt nur erahnen. Schön, wenn Du für Dich einen Weg gefunden hast. Bei mulitfaktoriellem Krankheitsverlauf ist es echt schwierig, diesen zu finden.  

Natürlich interessiert es mich auch, was die genauen Grundlagen für die Befunde waren. Bei Borreliose ist das  leider selten eindeutig. Andere Bakterien werden kaum mitgetestet. Viren verbleiben im Körper. Zum Schluss muss es das Immunsystem irgendwie regeln.

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org

Wenn du strauchelst,
weil dir die Arbeit zu schwer wird,
möge die Erde tanzen,
um dir das Gleichgewicht wiederzugeben.
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Thanks given by: micci , Filenada , Lana
#5

Hallo Lana,

Hut ab, dass Du die Kraft hast so viel zu schreiben!
Mich würde noch interessieren, welches AB Du nimmst. 

Zitat:Heute habe ich mit dem Aciclovir und dem AB angefangen. Vom Aciclovir erwarte ich keine Nebenwirkungen, das hatte ich bei der Gürtelrose nun schon 2 Mal, davon habe ich nichts Schlechtes bemerkt. Vom neuen AB erwarte ich dagegen einiges.


Vielleicht kannst du da mal drauf schauen und berichten. 

Danke und Gruß,
micci

Zusammen bewegen wir mehr!  Mitglied bei https://onlyme-aktion.org/
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Thanks given by: Filenada , urmel57 , Lana
#6

@fischera:

Hallöchen!
Durch Dunkelfeld und LTT.
Da war keine Zecke, ich hab das Jucken sehr früh gemerkt, da war kein Vieh nix! Ich hatte ein Jahr davor auch schon mal 3 Zecken am Bein, die haben da 3 Tage fleißig gesaugt, von denen hatte ich aber z. B. nicht so einen roten Fleck; vllt. kommen die ganzen Symptome auch von denen, ich kann mich ehrlich nicht mehr erinnern, das ist schon über 15 Jahre her^^ Aber von dem einen Stich mit der großen roten Stelle. Ab da ging es definitiv bergab.
Naja der Knoblauch wurde mir von der Ärztin empfohlen, weil sie eben auch pflanzlich behandelt, was ich an sich nicht seltsam finde oder so, ich nehme viele pflanzliche Sachen ein, die sehr gut helfen (DIM z. B.), das ist das einzige, das meinen Testosteronwert senken konnte. Von daher bin ich immer sehr offen für alles mögliche.
Ich weiß das mit dem Schwermetallen, aber wie kann es nach 40 Infusionen mit DMSA und EDTA (es wurde immer damit auch ein Provokationstest im Urian gemacht) immer noch nicht besser sein; der Arzt machte mir, im Gegensatz zu meiner Jetzigen, den Anschein, dass er nur an mir Geld verdienen will.

An Salz und Handauflegen glaube ich nicht^^
Wie kommst du jetzt auf Heilpraktiker? Davon habe ich gar nichts geschrieben oder?
Danke für die Links!! Werde ich mir, wenn ich Lust und Zeit habe, mal anschauen.
Schön, wenn hier der Umgangston stimmt :D

@ urmel57:
Hallo nochmal :)
Sorry für den langen Post :( Habe es gemerkt beim Schreiben, aber wie soll ich 14 Jahre kürzer fassen… ist echt eine Ewigkeit und so viel passiert.
Also ich hoffe es zumindest, einige Symptome sind wesentlich besser als letztes Jahr vor dem ABs, aber wirklich gut geht es mir noch nicht.
Kann man hier Bilder hochladen? Dann würde ich mal Befunde hochladen… So fit bin ich in Foren dann auch nicht  Rolleyes

@micci:
Ja xD Ich habe auch ehrlich gesagt, 5 Tage an dem Post gesessen^^
Ich schreibe gleich in einer gesonderten Antwort, was ich derzeit nehme.
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Thanks given by: micci , Klaus
#7

So, seit Donnerstag nehme ich folgendes:

Aciclovir gegen die Herpesviren und
Pyrazinamid (eigentlich sollte ich Clindamycin nehmen, aber darauf  reagiere ich allergisch)

In 1 Woche wechsle ich auf:
Daraprim und Folinsäure

Und in 2 Wochen nehme ich folgendes im Wechsel:
Pyrazinamid
Cotrimoxazol
Clarithromycin
(Herrgott was für Namen)
Das werde ich dann wohl 10 Wochen weiterhin nehmen, mal schauen, wie meine Leber mitmacht.


Der Apotheker hat dumm geschaut bei den 8 Rezepten (waren noch andere Sachen) und bei dem Preis hat er sich aber gefreut  Biggrin (700€!!)

Liebe Grüße,
Lana
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Thanks given by: urmel57 , micci , Sabine , Klaus
#8

# 7
Zu Rezepte über 700 Euro.

Das ist schon eine hohe Summe, aber Ceftriaxon AB z.B. kostet in Deutschland nur der Wirkstoff ca. 800 Euro für 4 Wochen.
Plus Praxiskosten.
Der Wirkstoff für diesen Zeitraum aus Dänemark bezogen, nicht einmal 150 Euro.
Kennen sie noch Herrn Spahn ER wollte ein Verbot durchsetzen, einige Jahre vorher.
2018 wird es dann so beschrieben:
Berlin 
Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, sich für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln einzusetzen. Die Pläne zielten vor allem auf Online-Apotheken aus dem EU-Ausland ab, die der deutschen Apothekerschaft mit ihren Rabatten ein Dorn im Auge sind. Doch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) macht nun deutlich: 
Ein Verbot soll es mit ihm nicht geben.
Aus:
Jens Spahn verzichtet auf Verbot des Arzneimittel-Versands (handelsblatt.com)

Es braucht 420 000 Bürger, die diesem Volksvertreter in die Schranken wies!
Pa­ti­en­ten in Deutsch­land sol­len auch wei­ter Arz­nei­mit­tel bei On­line-Apo­the­ken be­stel­len kön­nen. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) be­kräf­tig­te am 27.01.2020 in Ber­lin, dass es in der Bun­des­re­gie­rung eu­ro­pa- und ver­fas­sungs­recht­li­che Be­den­ken gegen ein Ver­bot des Ver­sand­han­dels von Me­di­ka­men­ten gebe. An­lass war die An­hö­rung zu einer Pe­ti­ti­on für solch ein Ver­bot im Bun­des­tag. 

Mehr als 420.000 Men­schen hat­ten die Pe­ti­ti­on des Phar­ma­zie­stu­den­ten Be­ne­dikt Büh­ler un­ter­zeich­net.
Aus:
Spahn gegen Versandverbot von Arzneimitteln via Internet (beck.de)

Da lachen ja die Hühner oder Pferde kotzen vor der Apotheke.
Richtig ist Pferde können nicht kotzen, ich ja, aber nicht vor einer Apotheke, sondern vor dem Bundestag.

Bürgernah, wie denn?
Wenn man so gestrickt ist?
Jens Spahn – Wikipedia
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Thanks given by: micci


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