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habe ich Babesien?
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Valtuille Offline
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Beitrag #41
RE: habe ich Babesien?
Ob der Babesien Elispot nur Babesia microti erfasst, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, oder gibt es eine aussagekräftige Studie, die die Wertigkeit des Elispot bei Babesiose (oder Borreliose, Anaplasmose etc.) belegt? Wie hoch die Kreuzreaktivität dann ist, ist reine Spekulation.
Allein auf diese Ergebnisse verlassen würde ich mich nicht. Bei Babesiose besteht die Möglichkeit des Direktnachweises, am besten im (Fieber-)Schub, mittels PCR oder Blutausstrich.

Babesia microti kommt durchaus in Europa vor, es gibt auch einen publizierten menschlichen Fall in Spanien. Aber ich bezweifle stark, dass der Elispot so spezifisch ist. Ich hätte eher wegen falsch positiven Befunden Bedenken, wie sie bei Anaplasmen in zellulären Tests vermutlich häufiger vorkommen.

Ich hoffe, dass dir die Behandlung mit Malarone weiterhilft, Bernd, und es dir bald endlich besser geht.

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.10.2017 16:18 von Valtuille.)
22.10.2017 16:17
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berndjonathan Offline
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Beitrag #42
RE: habe ich Babesien?
@Valtuille
Danke für die guten Wünsche, Du scheinst ja recht viel Ahnung zu haben. Du meinst also der Elispot erbringt zu viele falsch positive Ergebnisse? Das wäre ja nicht so toll.
Andererseits schreibt z.B. Schaller u.a., dass die üblichen PCR und Blutausstrich oft negativ sind, gerade bei subakutem Verlauf wie bei mir (akut wäre mein Fieber höher!). Die empfehlen bei fehlendem Erfolg der Antibiose gegen Borrelien dann einen Therapieversuch.

Ich habe auch schon seit Jahren oft dunklen Urin, habe das zuletzt immer auf meine Nierensteine geschoben. Jetzt mal die Teststreifen gekauft, und siehe da, seit Behandlungsbeginn vor 10 Tagen selbst bei klarem Urin sehr viel Blut im Urin (***), ab beute wird eine Hämolyse angezeigt. Entweder meine Nieren oder die Leber machen jetzt schlapp, oder aber die Babesien sterben ab und lassen die roten Blutkörperchen zerspringen. Mir geht es so elend, dass ich morgen gleich zum Hausarzt gehe zwecks Blutbild. Ich hoffem mal...

Es ist Unrecht über den Sterbenden zu lächeln, der mit der Todeswunde auf der Bühne liegt und eine Arie singt. Wir liegen und singen jahrelang (Brief Kafka an geliebte Milena)
22.10.2017 17:14
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Valtuille Offline
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Beitrag #43
RE: habe ich Babesien?
Ich kann den Elispot auf Babesien nicht beurteilen, weil es keine Studien zur Aussagekraft gibt. Bei Anaplasmen gab es bei mir sehr fragwürdige Ergebnisse, das IMD bietet keinen LTT auf Anaplasmen an, wegen zu vielen falsch positiven Ergebnissen im internen Test. Offiziell anerkannt wird er sowieso nicht.
Bezüglich Schaller wäre ich etwas skeptisch, da er einige Dinge behauptet, die für mich nicht so wirklich plausibel sind, auch im Bereich der Symptomatik.

Wie gut PCR und Blutaustrich funktionieren ist so eine Frage, einen 100%igen Test gibt es nicht. Horowitz empfiehlt den FISH-Test, der in Deutschland meine ich nicht angeboten wird - wie zuverlässig dieser ist, ist auch unklar.
Zumindest tut sich in den USA etwas, aufgrund der Blutkonserven Problematik. Es wird seit neustem übrigens auch eine Mutter-Kind-Übertragung angenommen in den USA: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28992325

Alles Gute, Berndjonathan, und zögere nicht, das abklären zu lassen, wenn es dir so schlecht geht.

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22.10.2017 18:04
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Niko Offline
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Beitrag #44
RE: habe ich Babesien?
@Felizitas
Du schreibst, Deine "Schübe" kamen alle 4 Wochen.
Hattest Du eine Coinfektion mit Borreliose?

Ich habe im Internet noch andere Erfahrungswerte gefunden, nach denen Personen über 14 tägige oder gar 7 tägige Symptomverstärkungen bei Babesiose geklagt haben.
Andererseits habe ich die Information gefunden, dass es bei Babesiose anders als bei mancher Malaria-Infektion keine "malaria-ähnlichen" Schübe geben soll, weil die Erythrozyten, in denen sich die Babesien vermehren können, nicht synchron zerstört werden.
Wie sind dann wohl die beobachteten periodischen Verstärkungen zu erklären?

LG Niko
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.10.2017 15:07 von Niko.)
24.10.2017 14:19
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Niko Offline
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Beitrag #45
RE: habe ich Babesien?
Ja, leider gibt es in dem Bereich des analytischen Nachweises von Babesien-Infektionen Forschungs- und Studien-Bedarf. Ich kenne leider keine Studien über Elispot Babesia microti und Kreuzreaktivität.
Mir ist nur eine Einschätzung von Krause zur Kreuzreaktivität von B.microti mit Erlichien (heute Anaplasmen) und Borreliose bezüglich des IFA-Tests bekannt.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/article...342014.pdf
Zitat:Serological cross-reactivity with the Lyme disease spirochete
or Ehrlichia species is unlikely because of the dissimilarity of
these microorganisms. No cross-reactivity has been reported
previously, and we have found no evidence of such a reaction.
27.10.2017 19:16
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Niko Offline
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Beitrag #46
RE: habe ich Babesien?
Ein weiterer Hinweis auf ein wenig weiteres Wissen zur Kreuzreaktivität zwischen Babesien-Spezies ist:
https://www.cdc.gov/dpdx/babesiosis/dx.html
Zitat:The extent of cross-reactivity between Babesia species is variable. A negative result with B. microti antigen for a patient exposed on the West Coast may be a false-negative reaction for Babesia infection. Individuals whose exposure could have occurred on the West Coast should be tested also for antibodies to the Babesia duncani, because of the lack of cross-reactivity with B. microti.
zittiert wird ebenfalls Krause
https://academic.oup.com/jid/article-abs...-Serologic
28.10.2017 19:57
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judy Offline
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Beitrag #47
RE: habe ich Babesien?
Hallo zusammen,

habe den Thread gerade nochmals gelesen. Seit 2013 frage ich mich, ob ich neben Borrelien und Bartonellen auch Babesien beherberge Icon_denker

Na, ja, dann im Sommer 2017 nach Rereinfektion 2/2017 erstmals eine positive Serologie auf Babesien.
Diese damals nicht behandelt wegen Zuspitzung der Medikamenten- Nahrungsmittel- und neu hinzugekommener Duftstoffunverträglichkeiten ab dem Sommer 2017. Der Versuch, diese Unverträglichkeiten in mein Leben zu integrieren, hat mich jetzt ein ganzes Jahr beschäftigt.

Ihr habt mir geraten die MCAD abzuklären: habe die Diagnose in Bonn 3/2018 bekommen. Die Ärztin dort bestätigte auch, dass chronische Infektionen eine Ursache der MCAD sein können.
Behandle jetzt mit Rupafin, und Vitamin C.
Fenistil vertrage ich auch, nehme ich jedoch nicht regelmäßig, weil es bisher das einzige Antihistaminikum ist, das auch als Notfallmedikament geht. Die Unverträglichkeiten sind ca. 10-20% besser, doch noch stark vorhanden und einschränkend. Habe keinen kompetenten Arzt gefunden, der mich ambulant beraten könnte.
Die Diagnosekriterien für MCS (multi chemistry sensitivity) erfülle ich ebenfalls.

Ansonsten hab ich eine genetisch bedingt schlechte Ausscheidung von Schwermetallen. Und ich reagiere allergisch auf Kunststoffüllungen in meinen Zähnen. Das hat ein Umweltmediziner festgestellt.

Auch eine HPU ist diagnostiziert.

Habe dann versucht, die HPU zu therapieren, ist aber schwierig wegen den ausgeprägten Unverträglichkeiten. Kaum ein Nahrungsergänzungsmittel geht, auch das aktivierte B6 geht nur in winzigen Mengen.

Zwischenzeitlich haben die infektionstypischen Symptome in einer Heftigkeit zugenommen und sich ausgebreitet, dass ich denke, sie sollten jetzt therapiert werden. In einem Ellispot sind
Borrelien, Bartonellen, Babesien und Ehrlichen/ Anaplasmen aktiv.

Da auch die Infektion 2/17 weitgehend unbehandelt ist, möchte ich einen Behandlungsversuch starten.

Am heftigsten sind Sehnen- und Knochenschmerzen im Gesicht/ Schädel und an Becken und Wirbelsäule und brennende Fußsohlen, stark schmerzende Hände, Füße (alle kleinen Sehnen dort) und Beine.

Angedacht ist Gentamicin zur Behandlung der Bartonellen.
Danach Malarone + Azithromycin gegen Babesien und gleichzeitig die Borrelien ruhig zu halten.

Hat jemand hier Erfahrungen mit Gentamicin? Half es gegen Bartonellen?[b]

[b]Hat jemand Ideen/ Literatur zu dem Risiko, die MCAS/ MCS dadurch zu triggern und langfristig zu verschlechtern?

Ich bin dabei :-)
Onlyme-Aktivisten: www.onlyme-aktion.org
25.09.2018 11:42
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