Borreliose-Therapie mit Doxy zu niedrig?
#61

Ja, das ist meine erste Behandlung. Vermutlich habe ich im Frühling mir die Borreliose eingefangen und wahrscheinlich ist sie im 2. Stadium. Leider hat der erste Hautarzt das EM nicht als EM erkannt, dadurch sind wertvolle Wochen verstrichen. Zwischenzeitlich sind wir auch noch umgezogen und ich bin erst in der neuen Stadt wieder zum Arzt als das immer größer wurde. In dieser Praxis haben zwei Ärzte sofort EM diagnostiziert, was ich zunächst gar nicht glauben konnte, da ich nie einen Zeckenstich wahrgenommen habe.

Sie sagten mir, das ist nicht zu übersehen, dass das ein EM ist und man merke nicht alle Zecken. Und tatsächlich habe ich zu dieser Zeit viel in unserem damaligen Garten gearbeitet.

Noch ein Grund mehr, sich zu freuen, von dort weg zu sein. Die Zeit dort brachte nur Unglück.

Daheim googelte ich dann und war wirklich perplex, welche Symptome alle auf mich zutreffen, so setzte sich das alles zu einem Puzzle zusammen. Mir ging es zuvor schon Wochen sehr schlecht, ich hatte schon Angst deswegen, dachte an Krebs, weil ich mich so richtig krank und schwach fühlte, hatte aber keine bestimmten Probleme (wie zum Beispiel Bauchschmerzen für Magenkrebs oder so), sondern nur ein allgemeines schweres Krankheitsgefühl.

Wollte deswegen auch zum Arzt, nur das hatte sich ja dann mit der Diagnose beim Hautarzt erledigt gehabt.

Und nun hoffe ich einfach, dass die Doxy-Therapie nicht zu spät kommt.
Aufgrund dessen, dass das EM nach einer Woche Doxy komplett verschwunden war und durch diese ziemlich heftige Reaktion auf die Therapie, bin ich allerdings guter Dinge, dass die Therapie sehr gut anschlägt und vielleicht habe ich (endlich mal) Glück im Unglück und bin danach vollständig geheilt.

Ich hatte mein Leben lang schon immer so viel Pech, momentan habe ich noch einige ärgerliche Baustellen auch noch nebenher, da muss doch mal endlich eine Sache gutgehen.
Zitieren
Thanks given by: leonie tomate , Annettep
#62

Ich muss es schon jahrelang mitherumschleppen, erst jetzt im July der Befund.
Wurde vorher auf Wechseljahre und Psyche geschoben.Man lädt sich mit den Jahren so ziemlich viel auf die Seele).

Hast du denn keine Zweifel mit der Dauer der Therapie ?
Also wenn es chronisch ist soll's ja eh nicht ganz weg gehn,
ich befürchte wenn nicht lang genug Therapiert das ganze wieder von vorne los geht.

LG
Annette Icon_winken3
Zitieren
Thanks given by:
#63

Manchmal frage ich mich auch, ob das jetzt überhaupt die einzige Borreliose ist und ich nicht schon vorher eine hatte. Kommt mir schon manchmal so vor. Ich sag schon seit Jahren, warum fühle ich mich immer krank, bin viel müder als andere, bin schwach und kränklich. Während andere rauchen, saufen, sich ungesund ernähren, kaum schlafen, und top fit sind. Wie oft hörte ich mich sagen, dass ich sicherlich irgendeine unerkannte Krankheit habe, die all das bewirkt, dass es mir immer so schlecht geht. Kopfweh, Müdigkeit, Sodbrennen, ganz viele so allgemeine Beschwerden. Irgendwoher muss das doch kommen.

Psychisch sagen die Ärzte. Ja ich habe nicht das schönste Leben, also könnte das sogar stimmen. Nur geht es genau da etwas besser, wenns grad drauf ankommt und ich leistungsfähig sein muss. Auch wenn ich viel jammere und ein negativer, lebensverneinender Mensch bin, bin ich eigentlich psychisch nicht schwach, andere hätten bei dem was ich durchmachen musste längst versagt.

Ich bin daher sicher es ist körperlich. Und von Borreliose wusste ich in diesem Ausmaß nichts. Ich kannte die Krankheit als leicht behandelbar und besser als FSME. Habe nie einen Gedanken dran verschwendet.

Daher bin ich davon überzeugt, dass ich das schon länger habe. Und jetzt nur eine neue Infektion dazu kam.
Es gab auch mal eine Zecke damals, seitdem geht es mir so dreckig, das ging über Jahre. Nur ich als Laie dachte damals bei Borreliose gibt es IMMER den roten Kreis. Daher kam ich nie auf diese Krankheit.

Die jetzige Therapie ist gegen die jetzige Infektion. Ich suche einen Borreliose-Spezi der es schafft, die etwaige frühere Infektion auch noch zu behandeln. Aber bevor ich das in Angriff nehme, muss ich erstmal Kraft sammeln. Ich habe momentan zu viele Baustellen die mich runter ziehen und Energie kosten.

Wie meinst du das ob ich Zweifel habe mit der Dauer der Therapie?

Icon_winken3
Zitieren
Thanks given by:
#64

Den Text wo du gerade verfasst hast, kõnnte von mir stammen.
Genauso fühl ich mich körperlich seit Jahren.
Ich dachte es läge an den vielen Baustellen (die mich auch ewig) begleiten.
Naja ich meine op 6 Wochen AB genügen um geheilt zu werden,denn alle Biester kriegt man ja nicht kaputt ?
Ich habe vielleicht zu viel gelesen und zweifele nun.
Bin so gespannt was mein Arzt mir mitteilen wird, weiss aber jetzt schon dass ich misstrauisch bin.

LG
Annette Icon_winken3
Zitieren
Thanks given by:
#65

Ja das ist eine sehr gute Frage, ob die 6 Wochen reichen. Sie werden zumindest reichen für eventuelle zusätzliche Krankheiten die ich abbekommen habe, dass die zumindest schon mal weg sind.

Für die aktuellen Borrelien hilft es vielleicht auch. Die scheinen aber ein aggressiverer Stamm zu sein als die von früher, wenn ich von früher welche habe. Denn damals ging es mir nicht so schlecht. Es hat sich nur schleichend entwickelt, dass ich mich einfach viel kranker fühle als andere Menschen.

Die jetzt scheinen so aggressiv zu sein. Der Fleck entstand und schon 2 Monate später habe ich die volle Breitseite abbekommen mit starkem Krankheitsgefühl, Sehnenschmerzen (hatte ich vorher nie), und zig anderen Symptomen.

Und ich hoffe, dass das AB zumindest diesen neuen Stamm ausrottet, danach kann ich mich dann noch dem alten widmen.

Oje, geht es dir genauso mit Baustellen?

Es ist alles so nervenaufreibend. Erst der Umzug, der war schon mehr als genug Stress, dann noch ein Rechtsstreit, den die Gegenpartei absichtlich noch endlos in die Länge zieht obwohl der Fall klar und eindeutig ist (ich bin Kläger) und noch viele so nervige Baustellen wo ich nicht das bekomme was mir zusteht (Gelder zum Beispiel). Alles so überflüssig und zeitaufwendig, man kann nicht so gut schlafen weil man sich dauernd Gedanken um diesen Mist macht usw. Man kann einfach nicht unbeschwert leben. Daneben dann noch arbeiten in einer neuen Firma und 100% geben oder besser 150% und dann noch die Therapie. Manchmal frage ich mich wie lange es noch zum Burnout dauert.

Ich hab auch einfach keine Lust mehr auf diesen Stress und Leid. Warum kann ich nicht wie die Mehrheit ein unbeschwertes Leben ohne handgemachte Probleme haben und ohne auch noch obendrein die A-Karte mit so einer fiesen Krankheit zu ziehen? Muss denn bei all den Problemen auch noch eine so langwierige Krankheit dazukommen? Hätte das nicht jemanden treffen können, der wenigstens sonst keine Probleme hat?

Dieses Ungleichgewicht auf der Welt ist einfach zum K...

Icon_winken3
Zitieren
Thanks given by:
#66

Hallo Mymaska,
es ist doch interessant, wie man unabhängig voneinander zu vergleichbaren Strategien findet, nicht wahr?
Schön, dass du schon so weit gekommen bist und den Rest schaffst du jetzt auch noch.

Ich habe übrigens auch die ganze Zeit gearbeitet, dieses ganze hammerharte Jahr hindurch, das ich hinter mir habe, wenn ich nicht gerade stationär war und ein paar Tage danach. Ich habe aber auf halbtags runtergefahren, und es gab schon Tage, da ging nicht einmal das. Am Ende der Chemo habe ich manchen Tag nur noch zwei Stunden geschafft. Es hat mich aber in Gang gehalten.

Und irgendwann, da wird alles wieder gut sein und wir werden unser Leben wieder haben!
Zitieren
Thanks given by: Mysmaska
#67

Mymaska, tröste dich, ich hab auch so viele Baustellen und krieg irgendwie keine davon weg. Wir scheinen in so manchem Punkt parallel zu ticken.
und Burn-Out? wenn du dir die Symptomskala der Borrelien anschaust, dann fragst du dich.
Halt den Adrenalinspiegel immer schön hoch, dann rutschst du auch in keine depressive Verstimmung ab.....
was das andere betrifft, so denke ich , dass das eine aus dem anderen folgt, Streß macht krank, so einfach.
Zitieren
Thanks given by: Mysmaska


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste