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Stadium 1 geheilt bzw. erfolgreich therapiert?
#1

Hallo,

hatte vor ca. 9 Wochen körperliche Beschwerden wie Fieber, geschwollene Lymphknoten in der Leiste, extremen Nachtschweiß und starke Rückenschmerzen. Nach knapp einer Woche im Bett habe ich dann einen ca. 5 cm großen runden Fleck von hintem am Bein entdeckt. Habe dann den direkten Weg zum Arzt gesucht der sofort Stadium 1 diagnostiziert hat und mir 21 Tage 1-0-1 200mg Doxycyclin verschrieben hat.
Der Fleck war nach 3 Tagen Antibiotika quasi komplett weg.
Nach 7 Tagen Antibiose kamen dann Gelenkschmerzen dazu. Wieder den Arzt aufgesucht der mich aber beruhigt hat und gesagt hat ich sollte abwarten.
Ab Woche 4, kurz vor Ende der Antibiose (habe 23 Tage genommen und auch manchmal 300 mg) gingen dann auch meine Gelenkbeschwerden weg.
Danach war ich 2 Wochen komplett beschwerdefrei und wieder topfit. Habe wieder Sport gemacht usw.
Ab Woche 6 bis jetzt plagen mich wieder leichte Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen die mich irgendwie beunruhigen. Nicht wirklich schlimm, keine Schwellungen aber doch schon schmerzhaft. Ab und zu habe ich auch wieder leichten Nachtschweiß. Es tut schlagartig weh und bleibt von 1 Minute bis max. 8 Stunden. Können das "Nachwirkungen" sein? Ich habe 5 verschiedene Ärzte abgeklapptert und jeder hat mir gesagt, dass keine Borrelien mehr vorhanden sein können und keine Resistenzen gegen Antibiotika in dieser Phase bekannt sind! Bei persistierenden Beschwerden soll ich einen Rheumathologen aufsuchen....

Achso meine IgG und IgM Werte waren bei meinem ersten Arztbesuch beide negativ. Habe jetzt noch einmal testen lassen und warte noch auf die Ergebnisse...

Grüße an alle hier
Franz
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#2

Hallo Franz,

herzlich willkommen bei uns Icon_winken3

Über die Dosierung im frühen Stadium streiten sich die Geister bzw. Ärzte und es wird in der Regel immer häufiger eine höher dosierte und länger dauernde Therapie empfohlen.

Viele Ärzte orientieren sich dabei an den Leitlinien der DBG
http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=989

Habe ich dich richtig verstanden, dass du zweimal am Tag 100 mg Doxy bekommen hast? Also insgesamt 200 mg? Das ist für einen erwachsenen Mann (ich gehe mal davon aus, dass du kein Fliegengewicht bist) sehr niedrig dosiert.

Hat man dich darauf aufmerksam gemacht, dass du mit Calcium, Magnesium, Eisen und Zink in Verbindung mit der Tabletteneinnahme Acht geben musst? Also nicht nur Milchprodukte, sondern auch viele Mineralwasser, die da sehr hohe Werte haben können?

Es ist leider davon auszugehen, dass die Therapie nicht hoch genug dosiert und lange genug war. Deine Beschwerden können sehr wohl nämlich noch von der Borreliose kommen.

Ebenso scheint es so, dass es bei dir nicht nur die lokale Reaktion im Sinne einer Wanderröte war, sondern dass die Infektion bereits im Körper gestreut hat.

Es macht auf jeden Fall Sinn bei dir, einen auf Borreliose erfahrenen Arzt aufzusuchen. Anfragen kannst du hier im Forum für dein PLZ-Gebiet stellen.
http://forum.onlyme-aktion.org/forumdisplay.php?fid=15

Zum Zeitpunkt einer Wanderröte ist man serologisch gesehen in den allermeisten Fällen negativ. Durch die frühzeitige Behandlung mit Antibiotika können aber die jetzt abgenommen Werte verfälscht sein. Lass dich da also nicht mit negativen Werten abspeisen. Das Erythema migrans ist BEWEISEND für eine Borreliose-Infektion.

LG Niki

Gehört zu den Onlyme-Aktivisten: www.onlyme-aktion.org
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#3

Hallo,

danke für die schnelle Antwort :-)

Ja über diese Besonderheiten bei der Einnahme wurde ich informiert und denke auch alles genau befolgt zu haben. Wenn ich mal etwas, wo ich vermutet hatte, dass Calcium etc. enthalten sein könnte habe ich auch mal 2 Stunden später eine weitere Doxy genommen.

Bin 1.90m und wie ca 82 kg. Über die Dosierung habe ich mit dem Oberarzt geredet und er meinte mehr als 200mg sind nicht wirklich sinnvoll (OK da streiten sich wohl die Geister). Aber eine Wirkung hat das Antibiotika schon gezeigt, mir ging es gut bei der Einnahme habe nur nach ca. 3 Tagen eine weiße Zunge bekommen. (Wohl ein Pilzbefall der nun fast wieder weg ist).

Vielleicht muss ich einfach echt etwas Geduld mitbringen....

In einem Arztbericht wurde etwas von Autoimmunphänomen erwähnt die man einfach abwarten sollte...

Viele Grüße
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#4

Hallo Franz,

wenn du die Infektion schon länger hättest, würde ich dir auch erstmal zum Abwarten raten. Da das Antibiotika aber so gut bei dir angesprochen hat und deine Infektion frisch ist, würde ich mir sehr wohl überlegen da nochmal nachzubehandeln. Im jetzigen Stadium sind die Chancen wirklich sehr gut, das Ganze weg zu bekommen.
Leider ist es so, dass es bezüglich der Borrelisoe einen ziemlichen Ärztestreit in Deutschland gibt und je nachdem bei welchem Arzt du landest, bekommst du eine andere Empfehlung.

An das Autoimmunphänomen (Huh hört sich ja schon mal so an, als dass man da überhaupt nix drüber weiß) glaub ich ehrlich gesagt in diesem Stadium überhaupt nicht. Dafür gibt es zu viele Patienten, bei denen diese Dosierung versagt hat und die ins chronische Stadium gerutscht sind. Vor allem, weil die Dosierung für dein Gewicht eigentlich zu niedrig war, würde ich auf jeden Fall da nochmal schauen lassen. Oder meint er damit vielleicht eine Herxheimer-Reaktion?

Zu den Tests generell: Es empfiehlt sich sehr, die Tests in einem dafür spezialisierten Labor machen zu lassen. Die Tests sind leider nicht standardisiert. Wenn das Labor nicht spezialisiert ist, geht man häufig falsch negativ getestet raus, was für den Patienten verheerende Folgen haben kann.

Aber du merkst schon... mit der Borreliose ist leider vieles nicht so einfach. Und darum kann ich dir nur dringend empfehlen dich in die Materie ein bisschen einzuarbeiten.

Hier gibts die wichtigsten Infos zusammengefasst
http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=177

und hier etwas Spezieller
http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=993


LG Niki

Gehört zu den Onlyme-Aktivisten: www.onlyme-aktion.org
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Thanks given by: Luddi , Amrei , Regi , leonie tomate , urmel57 , Petronella
#5

Hi,

(13.06.2014, 15:19)fltest schrieb:  Hallo,

hatte vor ca. 9 Wochen körperliche Beschwerden wie Fieber, geschwollene Lymphknoten in der Leiste, extremen Nachtschweiß und starke Rückenschmerzen. Nach knapp einer Woche im Bett habe ich dann einen ca. 5 cm großen runden Fleck von hintem am Bein entdeckt. Habe dann den direkten Weg zum Arzt gesucht der sofort Stadium 1 diagnostiziert hat und mir 21 Tage 1-0-1 200mg Doxycyclin verschrieben hat.
Der Fleck war nach 3 Tagen Antibiotika quasi komplett weg.
Nach 7 Tagen Antibiose kamen dann Gelenkschmerzen dazu. Wieder den Arzt aufgesucht der mich aber beruhigt hat und gesagt hat ich sollte abwarten.
Ab Woche 4, kurz vor Ende der Antibiose (habe 23 Tage genommen und auch manchmal 300 mg) gingen dann auch meine Gelenkbeschwerden weg.
Danach war ich 2 Wochen komplett beschwerdefrei und wieder topfit. Habe wieder Sport gemacht usw.
Ab Woche 6 bis jetzt plagen mich wieder leichte Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen die mich irgendwie beunruhigen. Nicht wirklich schlimm, keine Schwellungen aber doch schon schmerzhaft. Ab und zu habe ich auch wieder leichten Nachtschweiß. Es tut schlagartig weh und bleibt von 1 Minute bis max. 8 Stunden.

Schau mal in meinem Profil...ich habe eine ganz ähnliche Geschichte hinter mir!

Gelenk-, Muskelschmerzen (die kommen und gehen), Nachtscheiß nach einem Erythema migrans und einer "Grippe" sind eigentlich typisch für eine Borreliose.


Zitat: Können das "Nachwirkungen" sein? Ich habe 5 verschiedene Ärzte abgeklapptert und jeder hat mir gesagt, dass keine Borrelien mehr vorhanden sein können und keine Resistenzen gegen Antibiotika in dieser Phase bekannt sind! Bei persistierenden Beschwerden soll ich einen Rheumathologen aufsuchen....

Die meisten Ärzte wissen nicht, dass Borrelien Persisterformen (Zysten und Biofilme) bilden können, um sich vor dem Angriff des IS und der AB zu schützen und dass Doxy unwirksam gegen diese Persisterformen ist. Hier eine Studie von Prof.Eva Sapi, die selber erkrankt war, und die seitdem intensiv über Borreliose forscht:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21753890

Doxy verdoppelt in vitro die Zahl der Zysten!!! Nur Tinidazole und Metronidazole waren imstande, Zysten und Biofilme zu zerstören (beide bakterizid).

Dies wird aber den Ärzten in den Fortbildungen nicht gesagt, diese Angaben fehlen ebenfalls in Fachbüchern, so dass die meisten Ärzte keine Ahnung von diesen Persisterformen haben.

Es ist aber auch wissenschaftlich erwiesen, dass 10-20 % der Borreliose Patienten im Frühstadium persistierende (oder nach einem Rückfall wieder auftretende) Symptome nach einer Antibiose haben. Die Mitglieder der amerikanischen IDSA (siehe dazu das Buch "Die verschwiegene Epidemie"), deren Leitlinien zur Diagnostik und Behandlung der Borreliose von allen Gesellschaften dieser Welt übernommen worden sind, haben aber diese persistierende Symptome von Anfang nicht als Zeichen einer behandelbar persistierenden Infektion interpretiert. Die Folge ist, dass die Existenz dieser chronischen Form nach einer Antibiose heute auf der ganzen Welt von med.Gesellschaften und Ärzte negiert wird.


Zitat:Achso meine IgG und IgM Werte waren bei meinem ersten Arztbesuch beide negativ. Habe jetzt noch einmal testen lassen und warte noch auf die Ergebnisse...

Grüße an alle hier
Franz

Die Antikörper werden erst 4 bis 8 Wochen nach einem Zeckenstich gebildet. Eine frühe Antibiose kann die AK Bildung dazu komplett unterdrücken. Ich bin aus diesem Grund seronegativ.

Du hast ja das AB 1 Woche nach Beginn dieser "Grippe" bekommen, oder?

Ein EM ist sowieso BEWEISEND für eine Borreliose. Du hattest also sicher eine aktive Borreliose. Schwieriger wird es sein, jetzt zu beweisen, dass eine aktive Borreliose jetzt für deine Beschwerden verantwortlich ist (falls dies der Fall ist). Ohne AKs hat man hierzulande keine Borreliose. Bei mir war einzig der LTT 3 Monate nach dem Zeckenstich positiv.

Zitat:Bei persistierenden Beschwerden soll ich einen Rheumathologen aufsuchen....

Rheuma nach "Grippe" mit EM???? Confused

Rhema entsteht nicht von heute auf morgen! Deine Beschwerden sprechen für eine persistierende Borreliose!

Wenn ich dir einen guten Rat geben darf: drucke dir die Studie von Sapi aus und verlange eine erneute Therapie, die ALLE Borrelienformen erwischt, nicht nur spirochetale Formen (Doxy, Mino z.B.) sondern auch Zysten und Biofilme ( Tinidazole/Metronidazole).

Falls du keinen Arzt findest, dann versuche einen schnellen Termin bei einem Borreliosearzt (leider fast alle Privatärzte) zu bekommen und lass dich ordentlich lang therapieren, bis alle Symptome weg sind. Du bist noch im Frühstadium und hast immer noch sehr gute Chancen wieder gesund zu werden.

http://www.dr-hopf-seidel.de/mediapool/8...-12-13.pdf

Gute Besserung und liebe Grüsse
Sunflower


Lyme-Borreliose seit 2008

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Thanks given by: Amrei , Petronella , Filenada , Luddi , Betty
#6

Franz. ich gebe dir folgende Informationen, weil es schwierig sein könnte, einen schnellen Termin bei einem Borreliosearzt zu bekommen (die meisten sind ausgebucht, Wartezeiten von 6-9 Monaten sind leider keine Seltenheit).

Es gibt eine vitro Studie, die die Wirkung von pflanzlichen Präparaten gegen alle Borrelienformen in vitro gezeigt hat:

http://www.townsendletter.com/July2010/sapi0710.html

Niemand weiß, wie gut diese Extrakte und vor Allem bei welcher Dosierung im Körper wirken, denn es gibt keine in vivo Studien damit, weder im Frühstadium noch im chronischen Stadium.

Aber ich halte einen Versuch bis zum Arzttermin für gerechtfertigt, um die Borrelien am weiteren Vermehren zu hindern.

Die Dosis entnimmst du bitte hier:

http://www.nutramedix.ec/ns/images/stori...dule_1.pdf

Merke: die Aufdosierung ist vor Allem für chronische Kranken gedacht. Manche reagieren mit Herxheimer (Verstärkung der Symptome) bereits bei einigen Tropfen. Im Frühstadium würde ich persönlich gleich die höchste Dosis einnehmen, denn es geht hier darum, schnell zu handeln.

Samento und Banderol (Nutramedix) kann man hier z.B. kaufen:

http://apo-fair.com/bin/geossql.pl?Sid=a...t=07640151

http://apo-fair.com/bin/geossql.pl?Sid=a...t=BANDEROL NutraMedix Tropfen&Kc=16

Dazu hat Prof Sapi eine gute Wirkung eine Stevia Extraktes (mit vollen Blättern) gegen spirochetale, zystische Borrelien (unveröffentliche Ergebnisse) und Biofilme (persönliche Mitteilung in der Lyme Konferenz in Strassburg):

http://healthyeats-nl.blogspot.de/2013/0...a-and.html

Da ich keine Stevia Tinktur in deutschen Shops finden konnte, habe ich dieses Bio Pulver gekauft:

https://www.mueller-naturhaus.de/index.p...-Bio-.html

Ich kann dir nicht garantieren, dass du die Borrelien damit los wird, aber vielleicht hilft es bis zur nächsten Antibiose die Erreger in Schach zu halten.

Gute Besserung und liebe Grüsse
Sunflower


Lyme-Borreliose seit 2008

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Thanks given by: Amrei
#7

Ich würde in diesem frühen Stadium unbedingt schauen, dass ich umgehend die Therapie verlängert bekäme. Da Doxy nicht geheilt hat, würde ich mit einem anderen AB weitermachen wollen nach den Leitlinien der DBG oder ILADS. Geltende Lehrmeinung hat bei dir bereits versagt.

Versuche, deinen Arzt zu überreden. Das ginge am schnellsten. Poche auf dein Recht, selbst entscheiden zu dürfen, welchen Leitlinien du vertrauen möchtest, da bei der Borreliose absolut nichts gesichert ist, wenn die Standardtherapien versagen.

Eine wiederholte Therapie birgt sicher grössere Chancen als wochen-, monate- oder gar jahrelang andere Krankheiten zu vermuten, die nicht nachgewiesen werden können. Rheumatologische Abklärung finde ich nur angebracht, wenn die sofort durchgeführt wird. Ansonsten schaden AB nicht, wenns Rheuma ist und nicht Borreliose.

Die Meinung von Niki, dass sich viele Ärzte an den Leitlinien der DBG orientieren, würde ich nicht bestätigen. Eher die wenigsten und hauptsächlich unsere Spezis.

Ich kann dir nicht garantieren, dass eine wiederholte Therapie dich heilt, aber die Chancen halte ich für gross.

LG, Regi

Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.

Nichts auf der Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit. (Martin Luther King)

Absenz von Evidenz bedeutet nicht Evidenz für Absenz
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Thanks given by: Amrei , leonie tomate , urmel57 , Nala , Luddi , Claire
#8

Hallo Franz,

es ist sehr eigenartig. Jeder Kinderarzt und jeder Tierarzt gibt Antibiotika gewichtsadaptiert, nur beim erwachsenen Menschen wird das nicht berücksichtigt. Dazu kommt, dass es unterschiedliche Erregerstämme gibt, die unterschiedlich empfindlich auf Doxycylin reagieren. Ich frage mich, wie man mit diesem Wissen zu der Aussage kommen kann, dass mehr als 200 mg/ Person keinen Sinn macht.

Ob du wirklich einen ausreichenden Blutspiegel im Körper mit dieser Dosierung erreicht hast, kann dir, ohne dass diese gemessen wurden und ohne den Erregerstamm genau zu kennen auch keiner sagen. Alleine, dass deine Beschwerden wiederkommen spricht durchaus dafür, dass die Behandlung nicht ausreichend war. (Tatsächlich ist es so, dass bei ca. 10% aller Therapien, Beschwerden bestehenbleiben. Die Ursachen sind nicht hinreichend geklärt, es aber rein mit Folgeschäden zu erklären, die es dazu durchaus geben kann, ist aber zu einfach und zu unreflektiert)

Ich frage mich auch, wie man behaupten kann, dass nach einmaliger Behandlung, mit fraglicher Dosierung zwangsläufig alle Erreger tot sind. Das ist definitv nicht immer gegeben, auch wenn es der einfachheit halber gerne immer wieder postuliert wird.

Nicht vergessen darf man dazu, dass Zecken auch weitere Erreger mitübertragen können, auf die nur sehr selten jemand im Frühstadium schaut - später auch nicht. Solange du also Beschwerden hast, die du vor dem Zeckenstich nicht hattest, kann es sich durchaus lohnen etwas genauer hinzuschauen und statt sich durchzuwinken zu lassen.

Liebe Grüße Urmel

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org

Wenn du strauchelst,
weil dir die Arbeit zu schwer wird,
möge die Erde tanzen,
um dir das Gleichgewicht wiederzugeben.
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Thanks given by: Petronella , leonie tomate , Regi , Filenada , Luddi , Claire
#9

Hallo. Vielen Dank für eure Antworten. Hat mich natürlich alles auch etwas verunsichert... Zu meinen Beschwerden. Nachtschweiß ist komplett verschwunden und schlafe echt wieder gut durch. Sport kann ich auch wieder machen und fühle mich echt super die meiste Zeit dabei. Was mich eben noch etwas verunsichert sind meine Muskel und Gelenkschmerzen die leider nicht komplett verschwinden wollen (aber tendenziell abklingen). Habe Tage dabei wo ich beschwerdefrei bin.

Aus der Klinik habe ich nun den Befund Elisa test negativ, Western blot IgM AK positiv. Dies sei aber nicht sehr verwunderlich und käme auch bei korrekter Behandlung vor. Da mir aber weitere eindeutige klinische Beschwerden fehlen würden wurde mir zunächst ein weiterer Test in 4 Wochen empfohlen. Zur Sicherheit und bei weiteren Beschwerden könnte ich intravenös Ceftriaxon bekommen 2g 14 Tage).

Im Moment werden die Beschwerden noch einer sogenannten reaktiven Arthritis zugeschoben.

Da ich mich bis auf die leichten Gelenk und Muskelschmerzen wohl fühle glaube ich das auch langsam.

Was ist eure Meinung?

Liebe Grüße
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Thanks given by: fischera
#10

Hallo,


wenn Dein Arzt, dir zur Sicherheit Ceftriaxon anbietet, dann würde ich das sofort akzeptieren. Du hast Chancen geheilt zu werden, nutze sie. Wenn ich richtig gelesen habe, dann hattest Du nach der Doxybehandlung immer noch Nachtschweiss, der jetzt zwar weg ist, aber dafür sind Gelenkschmerzen noch da. Deine Dosierung war echt zu niedrig. In der Dosierung wirkt Doxy bakteriostatisch und nicht bakterizid. Ich wurde am Anfang mit 4 Wochen Doxy 200-0-200 behandelt. Die Gelenkschmerzen waren noch leicht zu Beginn. Ich habe die Gelenke eher so ein bisschen gespürt. Jetzt nach einem Jahr, ist es so, dass ich mich manchmal nicht mehr bücken kann und an manchen Tagen regelrecht humple. Ganz zu schweigen von den anderen Symptomen. Was das Thema Errger-Eliminierung angeht, da sind einige Ärzte recht optimistisch. Die sagen auch noch zu Menschen im Rollstuhl, dass sie keine Erreger mehr haben, können dann allerdings keine plausible Erklärung nachliefern, was demjenigen dann fehlt. Jetzt scheint Dein Arzt ja nicht komplett unvernünftig zu sein, sonst hätte er dir kein Cefriaxon angeboten. Letztendlich weiss weder ich, noch Du, noch er, noch sonst irgendjemand, ob die Erreger abgetötet sind. Du musst jetzt wählen, zwischen 2 Wochen AB oder ggf. ein Leben lang Borreliose. Ich müsste da nicht lange überlegen.

Macht mit bei: www.onlyme-aktion.org

Alle meine Aussagen sind persönliche Meinungen und ersetzen keinen Arztbesuch!


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Thanks given by: Betty , johanna cochius , fischera , Claire


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