Antwort schreiben 
Meine Erfahrungen mit medizinischem Cannabis
Verfasser Nachricht
Regi Offline
Posting Freak
*****

Beiträge: 2.204
Registriert seit: Aug 2012
Thanks: 7468
Given 7924 thank(s) in 1944 post(s)
Beitrag #1
Meine Erfahrungen mit medizinischem Cannabis
Ich habe während 3 Wochen eine Therapie mit Cannabis gemacht, in der Hoffnung, die Muskel- und/oder Nervenschmerzen damit lindern zu können.

Präparat: Sativa Öl von Hänseler (Schweiz)

THC-Gehalt: 1 %
CBD-Gehalt: < 0.3 %
Tagesdosis: 3-0-3 mg (Empfehlung Hersteller)
Rechtliche Situation beim Lenken eines Motorfahrzeugs: Wenn sich keine NW bemerkbar machen, darf ein Fahrzeug gelenkt werden, sofern das ärztlich verordnet ist. Nach meiner Recherche ist das in D gleich.

Ergebnis des Therapieversuchs:
Null Wirkung bei den Muskelschmerzen
Wenig Wirkung bei den Neuropathien. Abends musste ich das Öl früh einnehmen, bevor die Neuropathien begannen. Das wiederum führte dazu, dass ich wegen der NW absolut unfähig war, irgendetwas Produktives zu erledigen. Nahm ich es später, setzen die Neuropathischen Schmerzen vor Wirkung des Cannabis ein und gingen dann auch nicht mehr weg.
Für mich ist das Thema erledigt. Aufwand, Kosten und Einschränkungen im Tagesablauf wegen der NW stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Diese Erfahrung bezieht sich nur auf das medizinische Cannabis als Öl. Möglich, dass andere Therapieformen, wie z.B. Tinkturen, Dronabinol oder Rauchen anders wirken.

LG, Regi

Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.

Frag dich zuerst, was du für den Verein tun kannst, bevor du dich fragst, was der Verein für dich tun kann.
onlyme-aktion.org
17.09.2015 15:59
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
 Thanks given by: ticks for free , AuchDa , judy , johanna cochius , irisbeate , leonie tomate , Luddi , Greif , Filenada , urmel57 , Pandabär , Nala
fischera Offline
Posting Freak
*****

Beiträge: 4.177
Registriert seit: Aug 2012
Thanks: 4426
Given 7694 thank(s) in 3058 post(s)
Beitrag #2
RE: Meine Erfahrungen mit medizinischem Cannabis
Guten Tag Regi,
aus #1
Zitat:Möglich, dass andere Therapieformen, ............. Rauchen anders wirken.
Das wurde mehrfach berichtet.

Beitrag vom 10.09.2015
http://www.br-online.de/podcast/mp3-down...aech.shtml

Auch schon ähnlich 2012 untersucht, Bezug zu Link 1.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/8...Tiermodell
http://www.verschwiegene-epidemie.de/einlesen/
https://www.borreliose-verschwiegene-epi...lten-blog/
17.09.2015 16:12
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
 Thanks given by: Regi
johanna cochius Offline
Posting Freak
*****

Beiträge: 2.571
Registriert seit: Mar 2014
Thanks: 6472
Given 6246 thank(s) in 1971 post(s)
Beitrag #3
RE: Meine Erfahrungen mit medizinischem Cannabis
Ich habe erst neulich mit einer Nachbarin gesprochen. Sie raucht Cannabis bei Schmerzsyndrom und es macht sie komplett schmerzfrei! Zusätzlich nimmt sie 300mg Morphin :-/
Ich habe den Eindruck, dass es bei unserer Erkrankung wirklich nahezu unmöglich ist ein Mittel zu finden, um die Schmerzen zu lindern. Ohne starke NW...

Darf ich fragen welche NW Du hattest ?

LG Jo

Liebe Grüße Jo


OnLyme-Aktion.org


Es gibt nur zwei Tage in deinem Leben,an denen du nichts ändern kannst.
Der eine ist gestern und der andere ist morgen.
17.09.2015 18:07
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
 Thanks given by: Greif , Regi
Regi Offline
Posting Freak
*****

Beiträge: 2.204
Registriert seit: Aug 2012
Thanks: 7468
Given 7924 thank(s) in 1944 post(s)
Beitrag #4
RE: Meine Erfahrungen mit medizinischem Cannabis
Ich war einfach bala-bala. Konnte mich nicht konzentrieren. Ein Fahrzeug lenken, könnte so schon gefährlich sein. Ausserdem habe ich den Verdacht, dass die Fressattacken auch eine NW waren.

LG, Regi

Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.

Frag dich zuerst, was du für den Verein tun kannst, bevor du dich fragst, was der Verein für dich tun kann.
onlyme-aktion.org
18.09.2015 05:03
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
 Thanks given by: johanna cochius
Filenada Offline
Posting Freak
*****

Beiträge: 3.557
Registriert seit: Aug 2012
Thanks: 12376
Given 8907 thank(s) in 2790 post(s)
Beitrag #5
RE: Meine Erfahrungen mit medizinischem Cannabis
(17.09.2015 18:07)johanna cochius schrieb:  Sie raucht Cannabis bei Schmerzsyndrom und es macht sie komplett schmerzfrei! Zusätzlich nimmt sie 300mg Morphin :-/

Damit hebt der zweite Satz den ersten ja nun komplett auf.

Erinnert mich an eine Bekannte, die trotz Diagnose chron. Borreliose Cortison bekommt und selbst der Meinung ist, daß sie damit [Zitat:] "super eingestellt" ist. Wenn man nachfragt, erfährt man, daß sie viermal täglich hochdosierte BTM einwirft...

Shit happens. Mal bist Du die Taube, mal das Denkmal...

Gehört zu den OnLyme-Aktivisten: www.onlyme-aktion.org
18.09.2015 05:03
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
 Thanks given by: urmel57 , Nala , Donald
Regi Offline
Posting Freak
*****

Beiträge: 2.204
Registriert seit: Aug 2012
Thanks: 7468
Given 7924 thank(s) in 1944 post(s)
Beitrag #6
RE: Meine Erfahrungen mit medizinischem Cannabis
Ach ja, die Kosten habe ich noch vergessen. Ein Flascherl mit 25 ml, was 250 mg entspricht, kostet stolze Fr. 400.-. Das reicht bei der Standarddosis 6 Wochen. Antrag auf Kostengutsprache bei der KK wurde abgelehnt. Bei guter Wirkung hätten wir nochmals einen Antrag stellen dürfen.

Meine HÄ hat sich da sehr reingehängt für mich. Es war eine Bewilligung vom Bundesamt für Gesundheit nötig, wo sie unmögliche Sachen unterschreiben musste. U.a., dass sie die Verantwortung für ALLE Folgen der Verschreibung übernimmt - ohne nähere Definition. Wir fragten uns, ob sie dann auch verantwortlich wäre, wenn ich unter THC-Einfluss einen Unfall baue oder wenn ich das auf dem Schwarzmarkt verkaufe oder wenn ich es missbräuchlich verwende. Da muss man sich nicht wundern, wenn Ärzte beim Verschreiben von Cannabis als Medizin eher blocken, denn das Bewilligungsprozedere war eigentlich eine einfache Sache, wenn man weiss, welche Infos man liefern muss. Dafür liefert der Hersteller des Produkts ein entsprechendes Formular.

LG, Regi

Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.

Frag dich zuerst, was du für den Verein tun kannst, bevor du dich fragst, was der Verein für dich tun kann.
onlyme-aktion.org
18.09.2015 05:33
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
 Thanks given by: leonie tomate , urmel57 , johanna cochius , ticks for free , Pandabär , Nala
johanna cochius Offline
Posting Freak
*****

Beiträge: 2.571
Registriert seit: Mar 2014
Thanks: 6472
Given 6246 thank(s) in 1971 post(s)
Beitrag #7
RE: Meine Erfahrungen mit medizinischem Cannabis
Zitat:Ausserdem habe ich den Verdacht, dass die Fressattacken auch eine NW waren.

Ja, Cannabis regt den Appetit an ...


@ Filenada

das BTM nimmt die Frau schon viele Jahre, da es die Schmerzen nicht ausreichend lindert, raucht sie seit einiger Zeit Cannabis und das brachte den Durchbruch.


LG Jo[/quote]

Liebe Grüße Jo


OnLyme-Aktion.org


Es gibt nur zwei Tage in deinem Leben,an denen du nichts ändern kannst.
Der eine ist gestern und der andere ist morgen.
18.09.2015 10:03
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
 Thanks given by: leonie tomate , Regi
fischera Offline
Posting Freak
*****

Beiträge: 4.177
Registriert seit: Aug 2012
Thanks: 4426
Given 7694 thank(s) in 3058 post(s)
Beitrag #8
RE: Meine Erfahrungen mit medizinischem Cannabis
Wenn Sie diesen Beitrag über Cannabis gesehen haben, wird deutlich es war einmal wieder nur "GEQUATSCHE" der Politik auf diesem Weg kranken Menschen zu helfen.

Auch nicht viel besser wäre die andere Möglichkeit die sich anbietet, wenn man den Beitrag gesehen hat, da werden Gesetze von Vollpfosten gemacht.

Ab 27:30
http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/...ng100.html

Vollpfosten, was ist das?
https://de.wikipedia.org/wiki/Vollpfosten

Auch schon ähnlich 2012 untersucht, Bezug zu Link 1.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/8...Tiermodell
http://www.verschwiegene-epidemie.de/einlesen/
https://www.borreliose-verschwiegene-epi...lten-blog/
06.11.2017 11:30
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
 Thanks given by: borrärger
Donald Offline
Senior Member
****

Beiträge: 538
Registriert seit: Dec 2012
Thanks: 4
Given 571 thank(s) in 273 post(s)
Beitrag #9
RE: Meine Erfahrungen mit medizinischem Cannabis
(18.09.2015 05:03)Filenada schrieb:  
(17.09.2015 18:07)johanna cochius schrieb:  Sie raucht Cannabis bei Schmerzsyndrom und es macht sie komplett schmerzfrei! Zusätzlich nimmt sie 300mg Morphin :-/

Damit hebt der zweite Satz den ersten ja nun komplett auf.
Vielleicht nimmt sie das Morphin einfach nur noch weiter ein wegen Entzugserscheinungen?
Die sollen ja heftig sein können.
13.01.2018 02:21
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Antwort schreiben 


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste