Gepulste Therapie
#11

Hallo Klaus,

welche Medikamente genau nimmst du noch. Entscheidend sind die genauen Wirkstoff, um zu sehen, welche durch das Rifampicin beeinflusst werden.

Liebe Grüße Urmel

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#12

Hallo Urmel,

das sind:
Metoprolol 100 retard
Flupirtin
Lorazepam
Naratriptan

Die werden wohl beeinflußt !?
Ich habe schon geschaut, konkret fand ich nichts.

HG
Klaus Wink




Edit: Bitte keine Handelsnamen von Medikamenten angeben.
Gruß Moderator
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#13

Hallo Klaus,


Je mehr Stoffe man gleichzeitig einnimmt, desto unübersichtlicher werden die Wechselwirkungen. Wirkabschwächung durch Rifampicin sollte man im Auge behalten aber die Frage ist, ob sie klinisch relevant ist. Von den genannten wird am ehesten das

-Metoprolol beeinflusst im Sinne einer Wirkabschwächung anderer Medikament durch Rifampicin. Die Frage ist, ob das klinisch relevant ist, da die Metabolisierungswege im Detail unterschiedlich sind. Als ß-Blocker würdest du es vielleicht merken, wenn die Wirkung sich abschwächt und dann solltest du das mit deinem Arzt absprechen.

b-Rezeptorenblocker (Bisoprolol, Metoprolol, Propranolol und möglicherweise andere): Die Therapie mit Rifampicin führt zu einem signifikanten Abfall der Serumspiegel. Durch initial engmaschige Überwachung des erwünschten klinischen Effektes der b-Rezeptorenblocker ist bei gleichzeitiger Rifampicingabe die Notwendigkeit einer Dosiserhöhung zu überprüfen.
http://www.gifte.de/Antidote/rifampicin-hefa.htm


http://www.zct-berlin.de/interaktion/rifa.html (Link funzt wahrscheinlich nicht wegen der Autokorrektur aus "r.ifa" ohne den Punkt darin macht sie rifampicin . (Link funktioniert wieder. Gruß Moderator) Gib in deine Suchmaschine "Rifampicin interaktion berlin" , die leitet dich dort hin,)

http://pharmacoclin.hug-ge.ch/_library/pdf/cytp450.pdf



- Bei Lorazepam kann es vor allem durch Gewöhnungserscheinungen zu Wirkabschwächung kommen.

- Auf Grund von In-vitro-Untersuchungen wurde angenommen, dass ein weites Spektrum von Cytochrom-P450-Isoenzymen an der begrenzten Metabolisierung von Naratriptan (Formigran, Naramig)beteiligt ist. Daher sind signifikante metabolische Wechselwirkungen, an denen spezifische Cytochrom-P450-Enzyme beteiligt sind, unwahrscheinlich.
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/in...m1_29_2001

- Flupiritin wird wahrscheinlich auch schneller abgebaut, da auch hier das Rifampicin die entsprechenden Enzyme aktivieren kann.

Eine Aufdosierung der genannten solltest du nur mit Absprache mit dem Arzt vornehmen. Auf alle Fälle haben alle von dir genannten Stoffe ggf. auch Nebenwirkungen, die du regelmäßig kontrollieren solltest. Insbesondere die Leber- und Nierenwerte, sollten in regelmäßigen Abständen untersucht werden. Auch Wechselwirkungen mit anderen Stoffen/Nahrungsmittelbestandteilen (z.B auch Vitamin D Spiegelerniedrigung) sind bei Rifampicin-Einnahme beschrieben worden und darauf solltest du auf alle Fälle auch achten.

Liebe Grüße Urmel

PS: Im Zweifelsfall sprich deinen Arzt darauf an! Die Metabolisierungsgeschwindigkeit, d.h. Abbau und Ausscheidung eines Stoffes in vivo kann ohnehin individuell stark abweichend sein, worauf nur selten Rücksicht genommen wird.



Edit: Bitte keine Handelsnamen von Medikamenten angeben.
Gruß Moderator

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Thanks given by: Klaus , Sunflower , leonie tomate
#14

Hallo Urmel,

vielen Dank für Deine Recherche ! Wink
Mir bleibt wohl nichts anders, als es auszuprobieren.
Wenn man den Beipackzettel vom Rifampicin liest, bekommt man schon das Gruseln.
Allerdings sehe ich darin auch eine Chance, weil mein Spezi schon gute Erfolge damit hatte, gerade auch wenn andere gängige AB nichts gebracht haben.
Und das eben in Kombi mit Doxy.

HG
Klaus
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#15

Hallo Klaus,
ich habe Rifa über längere Zeit in der
Dosierung 900mg in Kombi mit 400 mg
Doxi genommen. Ohne Probleme. Ich
hatte zuvor versucht 1200mg, da ist mir
übel geworden. Da haben mein Doc und
ich uns auf die 900 geeinigt.

Hatte wir uns nicht neulich in der Praxis
getroffen?

Gruss
Ulli

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Thanks given by: leonie tomate , Sabine
#16

Hallo Ulli,

ja, wie hatten uns getroffen !
900 mg ist ja recht viel, Du scheinst es ja verdaut zu haben.
Hat es denn was gebracht ?
Hast Du es mit Doxy. zusammen gestartet, oder nacheinander ?

Ich soll mit 150mg anfangen, die zweite Woche 300mg.

HG
Klaus
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#17

Ich bin mit bei gleichzeitig gestartet.
Ich habe allerdings das Rifa einschleichen
müssen. Alles ohne Probleme.

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#18

(16.11.2012, 16:51)Klaus schrieb:  Hat es denn was gebracht ?

Hat es?????

Maurizia

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#19

[... gebracht ?]

Etwas schon. Ist aber insgesamt schwierig zu beantworten wo es etwas gebracht hat.
Ich glaube, dass meine Borrelien ausgerottet sind ... ABER ... ganz bestimmt noch
einige "Nebenschauplätze" vorhanden sind. Alles Test auf Babesien und Bartonellen,
Ehrlichinien usw. waren immer negativ. Allerdings sind die Test mehr als zuverlässig.
Nur der Clamydien-Test fiel immer positiv aus. Mein Spezi sagt aber, das der hohe
Wert (Norm: 25 / Gemessen: 250) keine große Rolle spielen würde.

Grundsätzlich bin ich mit dem, was bislang erreicht wurde ganz zufrieden. Allerdings
bekommen mein Spezi und ich das Problem, meiner schmerzenden und zum Teil
tauben Fußsohlen nicht in den Griff. Und das macht mich ganz "kirre!"

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Thanks given by: Sabine
#20

(02.11.2012, 12:16)Klaus schrieb:  Hallo allerseits,

ich kenne die gepulste Therapie in Anschluß nach 4 wöchiger Ceftriaxon- Infusion.
Es folgte dann alle 14 Tage für 3 aufeinanderfolgende Tage eine Infusion.
Das funktionierte ganz gut, bis zur allergischen Reaktion.

Ist eigentlich so eine Stoßtherapie auch mit AB in Tablettenform möglich, vieleicht nach anfänglich durchgehender Einnahme ?
Ich denke da an weniger Belastung für (meinen) Darm und auch Reduzierung der NW ?
Ich hatte auch schon gelesen, das solche Einnahme sogar teils wirksamer sein kann !?

Oder Betroffene, die immer bei Zunahme der Beschwerden für (wieviele ?) Tage dann AB einnehmen ?

Geht das mit allen AB, die Wirkung zeigten, wer hat das so schon mit Erfolg gemacht ?

Gruß
Klaus Wink

Aus dem ehemaligen BFBD-Borreliose-Forum habe ich einen Beitrag von dem ebenso ehemaligen Teilnehmer "KUF", so weit ich mich erinnere ein Pharmakologe ( auch die sind vor Borrelien nicht sicher ). Sein Beitrag erschien im Mut-Mach-Thread: "Symptomfreiheit oder Besserung der Beschwerden durch AB". Er passt meiner Meinung nach gut zu deiner Fragestellung, mit konkretem Vorschlag zur Dosierung und einigen Zusatzinfos. Ich werde diesen Beitrag hier nicht im ganzen Wortlaut einstellen um dem Forenbetreiber hier nicht in Schwierigkeiten wegen eventueller Urheberrechtsverletzungen zu bringen. Bei Interesse können wir uns per PN verständigen.

Um zu zeigen um was es KUF ging, zwei Sätze aus seinem - wie ich meine - sehr informativen Beitrag: "Nachdem ich jetzt seit Jahren praktisch symptomfrei bin (bis auf gelegentliche Symptome wie neuropathische Zahn- / Kieferschmerzen, mitunter schwaches Flimmerskotom, evtl. Muskelzuckungen = Faszikulationen ...), und zwar durch eine einfache und billige orale INTERVALL-Therapie, will ich das doch erneut mitteilen." und " Ich würde mich freuen, wenn ich anderen einen gangbaren Weg zu - weitgehender - Symptomfreiheit aufzeigen könnte.  KUF"

Überwindung der Krankheit oder wenigstens weitgehende Symptomfreiheit wünsche ich auch allen Betroffenen wenn nicht noch in 2012 dann aber 2013!!
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