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Drei Ansätze: Lactoferrin, Stevia und 'Bienengift'
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sunset Offline
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Beitrag #1
Drei Ansätze: Lactoferrin, Stevia und 'Bienengift'
Hallo,

ich hoffe, Euch ist es über die Weihnachtsfeiertage gut ergangen und Ihr konntet die Zeit genießen, so weit es die gesundheitlichen Zustände eben zulassen. Icon_xmas1_smile

Ich habe leider wieder erfahren müssen, dass es zumindest mir persönlich gar nicht gut tut, Alkohol zu trinken - Nachdem es mir schon wieder besser ging, hatten zwei bis drei 'feucht-fröhliche' familiäre Weihnachtsabende gereicht, um bei mir wieder Symptome zum Vorschein zu bringen. Vielleicht ist es bei anderen nicht so, aber ich werde mich dahingehend definitiv zurückhalten, in der Hoffnung, dass sich das positiv bemerkbar auf meine Gesundheit auswirkt.


Jedenfalls wollte ich gerade eben nach Stevia und dessen Wirksamkeit gegen Borrelien suchen, da mein Facharzt mir zur Einnahme eines Stevia-Extrakts geraten hatte, und war bei der Recherche dann auch noch auf die beiden anderen im Betreff genannten Stoffe, Lactoferrin und 'Bienengift', als Stoffe gestoßen, die bei in vitro-Versuchen (!) eine ziemlich hohe Wirksamkeit (vor allem gegenüber Biofilmen bzw. generell persistenten Formen) gezeigt hatten bzw. auch positiv von Betroffenen erwähnt wurden. Hier mal ein paar Auszüge und Ergebnisse meiner Recherche:


Antimicrobial effects of lactoferrin and cannabidiol on Borrelia burgdorferi

Zitat:The results show that the amount of biofilm forms can be significantly reduced by lactoferrin. In summary, lactoferrin has showed promising effect on some of the forms of Borrelia burgdorferi and may prove to be a safe and effective treatment for patients with persistent Borrelia burgdorferi bacterial infections.


EFFECTIVENESS OF STEVIA REBAUDIANA WHOLE LEAF EXTRACT AGAINST THE VARIOUS MORPHOLOGICAL FORMS OF BORRELIA BURGDORFERI IN VITRO

Zitat:The effectiveness of Stevia was compared to doxycycline, cefoperazone, daptomycin, and their combinations. Our results demonstrated that Stevia had significant effect in eliminating B. burgdorferi spirochetes and persisters. Subculture experiments with Stevia and antibiotics treated cells were established for 7 and 14 days yielding, no and 10% viable cells, respectively compared to the above-mentioned antibiotics and antibiotic combination. When Stevia and the three antibiotics were tested against attached biofilms, Stevia significantly reduced B. burgdorferi forms. Results from this study suggest that a natural product such as Stevia leaf extract could be considered as an effective agent against B. burgdorferi.


http://flash.lymenet.org/ubb/ultimatebb....758#000010
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In der zuletzt zitierten Diskussion verlinkt, und generell über aktuelle Forschungsergebnisse von Dr. Eva Sapi berichtend:
http://www.nhregister.com/20151011/unive...me-disease


Was meint Ihr dazu bzw. hat vielleicht jemand bereits Erfahrungen mit einem oder mehreren dieser Stoffe gesammelt?

'Bienengift' (einfache Anführungszeichen, weil das letztlich ein ganzer Haufen an Stoffen ist) findet zwar in anderen Bereichen auch medizinische Verwendung, scheint mir aber auch alles andere als ungefährlich zu sein - Also 'einfach so' würde ich da keinen Versuch mit starten.


Für Stevia und Lactoferrin gilt das wohl eher nicht, nur frage ich mich, ob es möglich ist, diese so einzunehmen, dass auch 'in vivo' ein solcher Effekt erzielt wird? Kann es bei Stevia überhaupt sinnvoll sein, auf ein Extrakt zurückzugreifen, da man daraus auch einen (übrigens ziemlich leckeren) Tee zubereiten kann? Vielleicht wäre es ja mal einen Versuch wert, Stevia und Lactoferrin kombiniert einzunehmen?


Irgendwie muss man gegen diese Erreger doch ankommen können... Und nach meiner eigenen (eher negativen) Erfahrung mit ABs frage ich mich schon immer häufiger, ob man da nicht auch mit alternativ-medizinischen Ansätzen (allein) etwas erreichen kann.


Grübelnde Grüße und allen alles Gute

sunset Icon_winken3
27.12.2015 14:57
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sunset Offline
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Beitrag #2
RE: Drei Ansätze: Lactoferrin, Stevia und 'Bienengift'
Soviel also zur (grundsätzlichen) Problematik 'Extrakt ist nicht gleich Extrakt':

EFFECTIVENESS OF STEVIA REBAUDIANA WHOLE LEAF EXTRACT AGAINST THE VARIOUS MORPHOLOGICAL FORMS OF BORRELIA BURGDORFERI IN VITRO

Zitat:Different Stevia extracts manufactured by Nutramedix ® , Now ® , Sweet leaf ® , and Truvia ® were purchased from health food stores in the USA and were labeled randomly as Stevia A, B, C, and D. The extracts A, B, and C were formulated by standard alcohol extraction method whereas extract D was purchased in a powder form dissolved in distilled water.
[S. 3]

Zitat:Our results showed that Stevia A, Stevia B, and Stevia C alcohol extracted agents had significant effects on the viability of Borrelia cells, but Stevia D, powdered form, and Stevioside did not show any significant effect on both the log phase and the stationary phase cells.
[S. 5]


Wenn man sich die ganze Studie durchliest, hatte sich "Stevia A" wohl als am wirksamsten erwiesen - Tja, jetzt wäre es schon recht praktisch, zu wissen, welches dieses war, bevor man halt 'blöderweise' einen unwirksamen Extrakt (umsonst) einnimmt.

EDIT: Ich habe Frau Dr. Sapi mal per Mail vor diesem Hintergrund gefragt, um welches Mittel es sich bei "Stevia A" handelt.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.12.2015 17:18 von sunset.)
27.12.2015 16:22
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urmel57 Offline
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Beitrag #3
RE: Drei Ansätze: Lactoferrin, Stevia und 'Bienengift'
Die Frage dürfte vor allem sein, wie man ausreichende Wirkkonzentrationen im Körper bekommt. Mit ein paar Tropfen auf 70 kg scheint ja nicht so vergleichbar zu sein, wie im Reagenzglas.

Z.B. zu Stevia :

http://www.akademiai.com/doi/pdf/10.1556...2015.00031 aus
http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=7989

Da wurden die Extrakte 1:50 (entspricht 1 ml/ 50 ml)verdünnt und dann mit einer definierten Borrelienzahl zusammengebracht. Da kann man sich unschwer ausrechnen wie viel man nehmen müsste, um theoretisch alleine 7 l Blut auf diese Konzentration zu bringen ...... geschweige denn potentielle Biofilme in Gelenken zu erreichen.

Die anderen Studien müsste man ensprechend ähnlich kritisch betrachten.

Nun Versuch macht kluch..... solange es der Geldbeutel hergibt.

Liebe Grüße Urmel

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org


Möge der Wind immer in deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf deine Felder fallen.
27.12.2015 19:31
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sunset Offline
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Beitrag #4
RE: Drei Ansätze: Lactoferrin, Stevia und 'Bienengift'
Frau Dr. Sapi hatte mir bereits auf meine Frage per Mail geantwortet und im Grunde das bestätigt, was Urmel geschrieben hat: Man müsse erst einmal in vivo-Studien durchführen - Solange es diese nicht gibt, hält sie es (grob übersetzt) nicht für angebracht, die angesprochene Zuordnung zu nennen. [Was ich übrigens auch dahingehend positiv finde, wenn man es als Zeichen dafür interpretiert, dass die Studie wahrscheinlich nicht von einem dieser Hersteller 'gesponsored' wurde.]

Dennoch sollte man die Erforschung neuer Ansätze im Auge behalten, finde ich.
27.12.2015 20:12
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Amandin Offline
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Beitrag #5
RE: Drei Ansätze: Lactoferrin, Stevia und 'Bienengift'
Ich möchte dieses Thema bez. Stevia hier nochmals aufgreifen.

Im Sommer 2018 fragte ich Dr. E. Sapi ebenfalls bez. Stevia an, ob dieses denn mittlerweile klinisch getestet worden sei und falls ja wie es angewendet würde. Hier ihre Antwort:

"Dr. Horowitz is using Nutramedix Stevia in his clinical trail 20-40 drops 2x daily. I have heard that other liquid Stevia preparation are working well with our without antibiotics."

Nun, ich habe dieses Stevia auch bereits ausprobiert mit und ohne Antibiotika. Nebenwirkungen konnte ich keine feststellen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es tatsächlich geholfen hat, weil Besserungen eintraten. Leider hat dann die Dermatologin gemeint, dass Stevia (wird ja aus einer Pflanze extrahiert) mit Paraquat (ein Herbizid) verseucht sei. Deshalb habe ich dann dieses Stevia sofort abgesetzt.

Gefunden habe ich allerdings nichts im Internet bez. angeblicher Verseuchung mit Paraquat. Weiss jemand etwas darüber?
01.05.2019 16:34
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fischera Offline
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Beitrag #6
RE: Drei Ansätze: Lactoferrin, Stevia und 'Bienengift'
Aus der SUCHE hier im Forum
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=9739

Ohne Gewähr
Zitat:Die Naturform des Honigkrauts schmeckt entgegen ihres namens nicht nach Honig, sondern eher holzig und leicht bitter. Das liegt daran, dass die in ihr enthaltenen Süßstoffe nur rund fünf Prozent ausmachen. Eine Zuckerrübe enthält im Vergleich dazu um die 20 Prozent. Um derart konzentriert wie im Handel angeboten werden zu können, muss der Süßstoff also aus dem Kraut extrahiert und angereichert werden. Dieser Prozess vernichtet nicht nur ungefähr 90 Prozent aller Inhaltsstoffe, sondern ist auch hoch chemisch. Hauptproduzent für Stevia Süßstoffe ist die Volksrepublik China. Um den Süßstoff herauszulösen werden umweltbedenkliche Aluminiumsalze eingesetzt, die -wenn nicht korrekt entsorgt- schädliche Säurereaktionen in Verbindung mit vielen tierischen Proteinen auslösen oder Ackerböden versauern. Dies führt unter anderem dazu, dass es Stevia-Süßstoffe nicht mit Bio-Siegel gibt. Auch die Werbung für Stevia als grüner und natürlichen Zuckerersatz stand in der Kritik.

Es dringt nicht mehr viel aus dem Reich der Mitte nach außen was z.B. den Bau der Seidenstrasse gefährdet.
Auch ist vielen Menschen nicht bewußt das fast schon in allen Lebensmittel China drinn ist. Ich meide sie so gut es geht.
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/20...ung-umwelt
02.05.2019 14:18
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