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Spirochäten-Biofilme in Alzheimerpatienten?
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Valtuille Offline
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Beitrag #1
Spirochäten-Biofilme in Alzheimerpatienten?
In der Drexel University hat man die Hypothesen von Miklossy und MacDonald weiterverfolgt und die Ergebnisse reproduzieren können.
Bei der Autopsy von 7 Alzheimer Patienten konnte man in allen 7 Fällen vermutete Biofilme erkennen (nicht aber bei 10 Kontrollproben), die man Spirochäten zuordnet (vermutet werden dentale Spirochäten und/oder Borrelien). Eine Hypothese ist, dass Alzheimer dadurch entsteht, dass das Immunsystem versucht, den Biofilm anzugreifen, es aber nicht schafft und stattdessen das benachbarte Gebwebe angreift. Die Krankheit wird also nicht dirket durch die Biofilme, sondern das Immunsystem verursacht.
Das späte Auftreten könnte dadurch erklärt werden, dass es extrem lange Teilungszeiten bei einigen Spirochäten gibt (laut Artikel bis zu 90 Tage) und es daher lange dauert, bis genügend Bakterien vorhanden sind, um einen Biofilm aufzubauen.

Drexel Newsblog:
https://newsblog.drexel.edu/2016/02/10/d...s-disease/

Studie:
http://l.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F...=CAQGdhDNC

"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, and wiser people so full of doubts."
Bertrand Russell
20.02.2016 11:32
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Heinzi Offline
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Beitrag #2
RE: Spirochäten-Biofilme in Alzheimerpatienten?
Alzheimer’s Disease: A Novel Hypothesis Integrating Spirochetes, Biofilm,
and the Immune System
Herbert B. Allen*, Diego Morales, Krister Jones and Suresh Joshi
Drexel University College of Medicine, Philadelphia, USA

Hier der direkte Link zur Studie (ohne Facebook):
http://www.omicsonline.com/open-access/a...000200.pdf
20.02.2016 20:32
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borrärger Offline
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Beitrag #3
RE: Spirochäten-Biofilme in Alzheimerpatienten?
Das hört sich schön logisch an, endlich mal kleine Lichtblicke in der Forschung

liebe Grüße borrärgerIcon_winken3

Glücklich ist der, der hinter den schwarzen Regenwolken auch die Sonne sieht.
20.02.2016 21:44
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borrärger Offline
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Beitrag #4
RE: Spirochäten-Biofilme in Alzheimerpatienten?
Super, daß Du uns sowas zur Verfügung stellst. Interressiert mich besonders, wegen meinem MRT.
Wollte mir nochmal vergegenwärtigen, was ein Biofilm genau ist und hab diesen schönen link von 2002 gefunden.

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/in...p?id=23619

liebe Grüße borrärgerIcon_winken3

Glücklich ist der, der hinter den schwarzen Regenwolken auch die Sonne sieht.
22.02.2016 10:58
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Löwin Offline
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Beitrag #5
RE: Spirochäten-Biofilme in Alzheimerpatienten?
Hallo Borrärger,
Habe heute mein MRT vom Kopf erhalten,mit der Diagnose entzündliche Veränderung an den Blutgefäßen.Ich nehme an,dass das mit der Borreliose zu tun hat.Ich habe schon Antibiose gemacht vor 1 1/2 Jahren.Bis jetzt ging es so weit gut ,leider habe ich in letzter Zeit wieder Hüftschmerzen die mal mehr und weniger sind.Nun soll ich wieder einen Westerblod Test machen,der bei mir schon positiv war.Auch soll ich eine Liquoruntersuchung machen lassen laut Neurologe.Jetzt weiß ich nicht ob ich dies tun soll.
Danke für Info
Tschüss Löwin
02.06.2017 18:13
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Die Ratte Offline
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Beitrag #6
RE: Spirochäten-Biofilme in Alzheimerpatienten?
Hallo Löwin,

Eine Liquoruntersuchung ist mit bedacht zu genießen.

Die Trefferquote liegt bei etwa 5%.

Viele haben mir davon abgeraten.
Ich habe es damals mitmachen lassen in einer Neuroklinik, um zu Wissen "was ist bei mir los"
und um eventuell bei einen Fund, eine iV Therapie zu bekommen, weil meine Spezialistin meinte, wird etwas gefunden bekomme ich iV Ceftriaxon.
Ich habe alle Untersuchungen mitgenommen ,auch ein Mrt.
Mein Befund war pos. mehrere Banden im Liquor, IgG pos., aber keine aktuellen Entzündungswerte.
Darafhin, wurde ich nicht behandelt, trotz meiner einschießenden Schmerzen in den Beinen.
Und noch viel besser, der Entlassungsbericht, wies daraufhin das die Problematik Neuropathien, psychische Schmerzen sein, d. h. Schmerzen werden im Gehirn beibehalten, obwohl da gar nicht mehr ist, mit Gedult , Schmerzmittel und oder Psychopharmaka und oder Psychotherapie kommt es von alleine wieder in die Reihe.
Meine Spezialistin hat mich daraufhin abgeschoben und nicht mehr weiterbehandelt.
Das ist meine Geschichte dazu.

Ich möchte nur das Dilemma, um diese Krankheit aufzeigen.

Aber bei dir wurde eine Entzündung festgestellt, das ist was ganz Anderes.

Wofür du dich auch immer entscheidest,
ich wünsche dir alles Gute von Ratte
03.06.2017 06:10
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urmel57 Offline
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Beitrag #7
RE: Spirochäten-Biofilme in Alzheimerpatienten?
Zitat: Eine Liquoruntersuchung ist mit bedacht zu genießen.

Die Trefferquote liegt bei etwa 5%.

Ich möchte das gerne etwas relativieren. Insbesondere die Zahlen 5% sind bei den frühen Neuroborreliose-Infektionen gefunden worden und beziehen sich auf die im Liquorraum gebildeten Antikörper (intrathekale Antikörper).

Gefunden werden können auch im frühen Stadium dann durchaus schon andere Entzündungswerte, die dann zur Diagnostik zusätzlich zu den Symptomen hinzugenommen werden sollen. Diese Trefferquote liegt erheblich höher.

@ Löwin, wenn es nun zu Entzündungen in den Blutgefäßen gekommen ist, weiß ich zwar nicht, wie man das im MRT festgestellt hat, dann aber sollte auf jeden Fall näher getestet werden, was ansonsten noch im Busch ist. Das würde ich dann auch mehr im Sinne einer Vakulitis sehen, was dann mit der Überschrift des Threads nicht unbedingt was zu tun hat, wo es dann auch sehr entscheidend auf die Behandlungsmöglichkeiten ankommt, je nachdem wie schwer diese ist.

Da wären auch Viren eine Möglichkeit, dieses Krankheitsbild auszulösen. Diese Möglichkeit der Differentialdiagnostik würde ich auf alle Fälle mitnehmen wollen, vorher aber die Ärzte nochmal genau fragen, was sie machen wollen.

Lediglich Ausschluß von Neuroborreliose wäre mir definitiv zu wenig, insbesondere, da man im Spätstadium noch so wenig weiß, wie die Veränderungen im Liquor tatsächlich sind. Geeignete kontrollierte Studien gibt es dazu meines Wissens nicht.

Liebe Grüße einstweilen

Urmel

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org


Möge der Wind immer in deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf deine Felder fallen.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.06.2017 15:56 von urmel57.)
03.06.2017 15:47
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borrärger Offline
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Beitrag #8
RE: Spirochäten-Biofilme in Alzheimerpatienten?
(02.06.2017 18:13)Löwin schrieb:  Hallo Borrärger,
Habe heute mein MRT vom Kopf erhalten,mit der Diagnose entzündliche Veränderung an den Blutgefäßen.
Dazu kann ich nichts sagen. bei mir waren Läsionen im Kopf, das heißt der äußere Teil vom Hirn ist entzündet gewesen gewesen und vernarbt, die Gefäße selbst waren nicht entzündet. Das habe ich speziell im Zusammenhang mit Borreliose noch nie gehört. Aber ich weiß auch nicht alles. Da musst Du unbedingt mit Deinem Arzt drüber sprechen. Hat denn der Neurologe nichts gesagt, woher sowas kommen könnte oder ob er noch Verdachtsmomente hat ???
Ich hab hier einen link zu Gefäßentzündungen im Kopf gefunden,
Riesenzellarteriitis
http://www.onmeda.de/krankheiten/vaskuli...551-4.html
es gibt aber bestimmt viele Krankheiten wo sowas auftreten kann. Ich kenne mich damit nicht aus. Im link hier werden bei möglichen Ursachen auch Infektionen und Borreliose mit aufgezählt.
Über die Liquoruntersuchung hat die Ratte Dir schon berichtet. Ich habe ähnliches erlebt. Ich hatte eine Entzündung im Liquor aber keine nachgewisenen Banden und habe nur ganz kurz Ab bekommen. Die Untersuchnung ist nicht ungefährlich.
Der Ratte und mir hat es nicht viel gebracht, außer dass wir wissen, dass wir wirklich was haben. Es wird aber bei den meisten nichts gefunden und wenn doch wie bei uns, reicht das in vielen Fällen den Ärzten für eine Behandlung auf Kasse icht aus. Bei Spezies, die selbst zu bezahlen sind ist das anders.

Du musst selbst abwägen. Vielleicht hat der Neurologe noch andere Gründe den Liquor zu untersuchen.

Ich würde parallel noch mit einem Spezie sprechen, denn die Borreliose ist bei Dir nachgewiesen, im obigen link steht sie als Symptom. (Voraushesetzt dies Kh, passt nach Meinung der Ärzte zu den Befunden) Wenn sich was im Kopf verändert, ist gruselig, wie ich aus Erfahrung weiß. Mach Dir aber nicht zu viele Sorgen.
Man sollte nach Symptomen behandeln nicht nach Blutwerten. Aber Du musst auch Differenzialdiagnostik betreiben. Man muss erst mal wissen was man behandelt.

liebe Grüße borrärgerIcon_winken3

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.06.2017 07:48 von borrärger.)
03.06.2017 15:59
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fischera Offline
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Beitrag #9
RE: Spirochäten-Biofilme in Alzheimerpatienten?
In Anlehnug an meinem Beitrag
https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...#pid151699
und der danach aufgekommenden Frage nach der Bestimmung der Spirochäten.

Zitat:Nach neuen phylogenetischen Untersuchungen von 2013 durch Gupta u. a. an den Vertretern dieser Spirochäten-Familien wurde vorgeschlagen, die Familien wegen ihrer deutlichen Unterschiede in den Rang einer Ordnung zu erheben (siehe auch Vorschlag einer veränderten Systematik der Spirochaetaceae). Die dafür vorgeschlagenen Namen lauten Brachyspiriales, Brevinematales, Leptospiriales und Spirochaetales. Weiterhin wurde vorgeschlagen, die Gattungen Borrelia und Cristispira der neu etablierten Familie der Borreliaceae zuzuordnen. Diese Familie steht nach diesem Vorschlag in der Ordnung Spirochaetales.[6] Üblicherweise werden derartige Änderungen erst mit Neuauflage des wichtigen Referenzwerks der phylogenetischen Systematik der Bakterien, Bergey's Manual of Systematic Bacteriology, anerkannt.
Aus und mehr
https://de.wikipedia.org/wiki/Spiroch%C3%A4ten

2009
Zitat:Mit Hilfe der Kryotomographie-Mikroskopie ist es nun gelungen nachzuweisen, dass die drei Erregertypen über eine unterschiedliche Anzahl von Flagellen verfügen.
https://www.scinexx.de/news/biowissen/er...-erregers/
Was ist das für eine Mikroskopie?
https://www.presseportal.de/pm/77483/3929763

Warum es keine weiteren Veröffentlichungen dazu nach 2009 gibt?
Prof. Wallrich war Teilnehmer an der Leitline Kutan und NB.

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“


Ich habe aber Kenntnis davon das solche Erreger viele Jahrzehnte eigentlich in einem Medizinstudium fast nur eine Nebenrolle spielten.
Weil die von ihnen übertragenen Krankheiten als eigentlich ausgerottet galten.
Wie das in der Mikrobiologie gehandhabt wird?
https://www.lecturio.de/magazin/medizini...obiologie/

Ich glaube das Rad muss nicht neu erfunden werden.
1958 bestimmte man schon Spirochäten.
https://link.springer.com/article/10.1007/BF00571598

Vielleicht bin ich als Laie aber auch in diesem Bereich überfordert.
Aber der Wille, und zwar der politsche hier für Aufklärung zu sorgen der fehlt, da bin ich mir sicher.

Chapeau, Frau Reemtsma
https://www.zdf.de/gesellschaft/precht/precht-204.html

https://fridaysforfuture.de/
und nicht vergessen
https://www.plant-for-the-planet.org/de/...schokolade
28.07.2019 12:17
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