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Stand der Entwicklung von Impfstoffen?
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Niko Offline
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Beitrag #21
RE: Stand der Entwicklung von Impfstoffen?
Zitat:Dass das für andere Übertragungswege dann nicht funktioniert, ist klar - aber was spricht dagegen, erstmal den Hauptübertragungsweg auszuschalten? Ist doch besser als nichts, wo das Ganze doch ohnehin schon kein leichtes Unterfangen ist.
Stimmt in jedem Fall. Und klar, es ist anzunehmen, dass die Fachkräfte, die sich damit beschäftigen, welche sind.
Aber als Borreliosepatient ist man im allgemeinen vielen ärztlichen Fachkräften begegnet, die kaum ausreichendes Wissen über die Krankheit Borreliose haben (können) und aber dennoch stereotype Vorgehensweisen und Erklärungen benutzen, die angesichts der Problematik (letztendlich einige unzureichend aufgeklärte Sachverhalte) dümmlich anmuten. Zudem kommt es häufig vor, dass man (Arzt) sich über Patienten, die das Thema ernst nehmen-oft aus gutem Grund weil betroffen-ungerechtfertigt lustig macht.
Das ist wohl der Grund, warum diese Patienten dann zu einem ähnlichen Mittel greifen. Nur ist es für die einzelne Fachkraft weniger folgenschwer, wenn sich einige Menschen in einem "kleinen Forum" manchmal anonym lustig machen, als ob ein Patient direkt von Angesicht zu Angesicht von vielen Ärzten in Folge oder sogar gleichzeitig verlacht und nicht immer würdig behandelt wird.

Zitat:Das dürfte auch der Punkt sein, warum eine durchgemachte Borrelioseinfektion keine Reinfektionen verhindert - die Antikörper sind dann gegen den spezifischen neuen Stamm nicht zwingend wirksam. Und: Nach und nach verschwinden sie ja dann auch wieder aus dem Blut, wenn da nicht, wie bei einer Impfung, regelmäßig ein Grund zur Reproduktion geliefert wird, und so gibt es dann natürlich keine richtige Immunität.
Hoffentlich ist es "so einfach" und es ist die ganze Wahrheit.

Bei chronischen Borreliosepatienten soll es seronegative Fälle geben. Offensichtlich gibt es keinen Grund mehr zur Reproduktion? Aber der Patient hat seine Krankheit dennoch nicht überwunden.
Bei anderen Patienten bestehen nach der Standardbehandlung noch viele Jahre Antikörper und oft wird interpretiert, dass das nichts zu sagen habe, deshalb müsse keine Infektion mehr vorliegen.
Krank oder nicht krank kann nicht abschließend beurteilt werden durch eine Antikörperbestimmung?
Für mich als Laien ist es seltsam, dass ein Impfstoff entwickelt wird, ohne dass es ein allgemein anerkanntes und verlässliches Instrument gibt, um zu beurteilen, ob man eine aktive Borrelieninfektion hat oder nicht.
Ich habe zumindest die Erfahrungen gemacht, dass egal welche private Analytik im Zusammenhang mit Borreliose ein positives Ergebnis zeigte, dennoch Ärzte (auch Neurologen) die Methoden in Frage stellten und die Standardbehandlung als ausreichend postulierten.
Erst "Borreliosespezialisten", die es als Fachärzte im Gesundheitssystem nicht gibt!, waren in der Lage die Grenzen und den Nutzen von Borreliose-Analytik zu reflektieren.

Aber besser man tut endlich (wann wurden Borrelien das erste Mal "entdeckt" 1982?) einmal etwas statt nichts.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.06.2019 11:28 von Niko.)
11.06.2019 11:27
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Änns Offline
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Beitrag #22
RE: Stand der Entwicklung von Impfstoffen?
Ich will hier keine einzelnen Fachkräfte oder überhaupt irgendwen in Schutz nehmen. Und ich bin selber ja durchaus auch betroffen und von der miesen Standardbehandlung und diversen Ärzten enttäuscht. Nichtsdestotrotz halte ich es für gefährlich, wenn man daraus eine skeptische Grundhaltung macht und das Ganze dann womöglich ins Gegenteil umschlägt und man per se alles aus der Medizin und Forschung für Murks hält (für mich sind die meisten Impfgegner schon so was wie Verschwörungstheoretiker, und das ist auch eine gefährliche Richtung, die die Gesellschaft da einschlägt).
11.06.2019 14:21
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Niko Offline
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Beitrag #23
RE: Stand der Entwicklung von Impfstoffen?
Zitat:Nichtsdestotrotz halte ich es für gefährlich, wenn man daraus eine skeptische Grundhaltung macht und das Ganze dann womöglich ins Gegenteil umschlägt und man per se alles aus der Medizin und Forschung für Murks hält

Die skeptische Grundhaltung ist in meinen Augen erforderlich im Gesundheitssystem.
In meinem Fall habe ich die nicht gemacht, sondern sie ist das natürliche Ergebnis von Erfahrungen. So funktionieren Mensch und Tier. Und dagegen konnte und wollte ich mich gar nicht wehren.

Aber es ist natürlich nicht schön, wenn zu viel gemeckert wird.Icon_winken3
11.06.2019 15:39
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