Das Buhner-Protokoll

(24.03.2020, 20:15)Lonne schrieb:  Es freut uns aber sehr das es bei dir aufwärts geht Markus!!Welche Buhner Präparate nimmst du ein?
Pulver von lymeherbs.eu
Im Wesentlichen das Protokoll für Borreliose, das in einem anderen Thread beschrieben ist.
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(17.06.2019, 17:15)Markus schrieb:  
(17.06.2019, 16:40)Valtuille schrieb:  dass die Darmflora nicht negativ beeinflusst wird.
Das halte ich sowieso für eine unplausibel, dass pflanzliche Mittel differenzieren würden zwischen "guten" und "schlechten" Bakterien. E-Coli im Darm ist sicher gut, da physiologisch und notwendig. Wenn sich der E-Coli in die Blase verirrt, ist er nicht mehr gut, weil er eine Blasenentzündung verursacht. Wenn ich nun Cryptlepis dagegen nehme und das wirksam ist, dann wird es genauso die E-Colis im Darm dezimieren.
Hier wurden einmal die verschiedenen Wechselwirkungen von ätherischen Komponenten bekannter Küchengewürze in-vitro unter die Lupe genommen:

Schwarzer Pfeffer (BLP), Cayennepfeffer (CAP), Zimt (CIN), Ingwer (GIN), mediterranes Oregano (ORE), Rosmarin (ROS) und Kurkuma (TUR)
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5600121/

Man kann dort gut erkennen, dass die Extrakte tatsächlich hemmend bzw. regulatorisch auf potentiell pathogene Bakterienstämme wirken (inkl. Coli-Toxine). Und präbiotisch auf bekannte Probiotika. Das komplexe mikrobiologische Zusammenspiel im Darm erscheint mir allerdings ziemlich chaotisch, so dass am Ende eigentlich nur durch eine möglichst abwechslungsreiche Ernährung mit entsprechendem Kräuter/Gewürzanteil auf die Selbstregulationsmechanismen im Darm vertraut werden kann. Weil die konkreten Wirkzusammenhänge wissenschaftlich kausal wahrscheinlich in-vivo nicht nachvollziehbar sind. Ein Wunder der Natur eben. Was mich an die gesundheitsbezogenen Darlegungen aus dem Buch "Ordnung und Chaos: in der unbelebten und belebten Natur" (Seiten 19 bis 41) von Wolfgang Gerok erinnert:

Gesundheit = Ordnung und Chaos
Krankheit    = a) "erstarrte" Ordnung
                      b) "ungesteuertes" Chaos

Wer ähnliche Analysen findet, kann sie hier gerne noch ergänzen. So denke ich, dass z.B. die einjährige Kardewurzel als gekaute Vollspektrumdroge auch ihr maximales Heilpotential entfalten kann (falls nicht direkt antibiotisch, dann immerhin immunmodulatorisch), inkl. Leberstärkung ähnlich wie Mariendistelsamen (gute synergistische Ergänzung obendrein). Diverse Wurzelgemüse bringen zudem generell paleo-orientierte Vorteile (vergl. Ernährung der Hadza), wenn schadstofffrei kultiviert. Ich meine auch gelesen zu haben, dass Artemisia annua als Kraut (Pulver) präbiotische Wirkung zeigt, was man kausal aus seiner Heilanzeige bei Magen-Darm-Beschwerden ableiten könnte.

Siehe auch: https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...#pid160650
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Thanks given by: mari

Danke, krudan,

m. E. wichtige und richtige Betrachtungsweise bzgl. Gesundheit/Krankheit und Kräuternutzung, insbes. Karde. Nicht nur die übliche Tinktur ist der Weg, sondern m. E. auch Blatttee und Wurzel kauen - exakt wegen Leberstärkung und ggf. sogar als Antiparasitenmittel...
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Thanks given by: krudan

(24.03.2020, 22:00)krudan schrieb:  So denke ich, dass z.B. die einjährige Kardewurzel als gekaute Vollspektrumdroge auch ihr maximales Heilpotential entfalten kann (falls nicht direkt antibiotisch, dann immerhin immunmodulatorisch), inkl. Leberstärkung ähnlich wie Mariendistelsamen (gute synergistische Ergänzung obendrein). Diverse Wurzelgemüse bringen zudem generell paleo-orientierte Vorteile (vergl. Ernährung der Hadza), wenn schadstofffrei kultiviert. Ich meine auch gelesen zu haben, dass Artemisia annua als Kraut (Pulver) präbiotische Wirkung zeigt, was man kausal aus seiner Heilanzeige bei Magen-Darm-Beschwerden ableiten könnte.
>>> #303 >>>

"... eine umfassende Zusammenfassung eines spezifischen bioaktiven Profils von Blättern und Wurzeln von Dipsacus fullonum L. In den Blättern waren Cantleyosid und Sylvestrosid die am häufigsten vorkommenden Iridoide III, und in den Wurzeln herrschten Cantleyosid und Logansäure vor. Phenolsäure, Chlorogensäure, 3,5-Dicaeoylchininsäure und Apigenin-6-C-Glucosid-7-O-Glucosid waren gleichmäßig in den Pflanzen verteilt. Zusätzlich ergab unsere Analyse, dass die im zweiten Vegetationsjahr gesammelten Blätter im Vergleich zum ersten Jahr zweimal mehr Polyphenole als Iridoide enthielten. Schließlich enthielten die Wurzeln mehr Iridoide als Blätter. Blattextrakt zeigte eine stärkere antioxidative Aktivität, aber Wurzeln zeigten eine höhere Antiacetylcholinesterase-Aktivität als Blätter. Eine antibakterielle Aktivität gegen Staphylococcus aureus DSM 799 und Escherichia coli ATCC 10536 wurde nur im Wurzelextrakt festgestellt.

Die Studie zeigte, dass Dipsacus fullonum L. als natürliche Quelle bioaktiver Verbindungen, insbesondere Phenole und Iridoide, angesehen werden kann, und bestätigte sein hohes Potenzial für die Pharmaindustrie. Zukünftige Studien, die sich auf den Nährwert und die technologischen Möglichkeiten der Verwendung von Dipsacus fullonum L. konzentrieren, scheinen verdient zu sein." Quelle: https://www.mdpi.com/2223-7747/9/1/78 (Januar 2020)
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Thanks given by: micci , mari


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