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Autoimmune Gelenkerkrankung nach Borreliose
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Oolong Offline
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Beitrag #11
RE: Autoimmune Gelenkerkrankung nach Borreliose
Dieser thread interessiert mich und ich werde ihn weiter verfolgen, da es nun genau drei Jahre her ist, daß meine Gelenkprobleme, vor allem Schulter, über mich herfielen, die Borreliose ist von 1957 und wurde im Jahr 2000 erkannt. Daneben positiv Clamydien, Yersinien, Epstein B.

In meinem laufenden thread geht es um einen eventuellen Zusammenhang von Borreliose - Reaktive Arthritis - Histamin.

http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=9342

Ich bin mir recht sicher, daß (ohne positiven Rheumafaktor zu haben) hier manches sich ineinanderfügt und schwer zu definierende Beschwerden macht.

LG Oolong

Geduld und Gelassenheit des Gemüts tragen mehr zur Heilung unserer Krankheit bei,
als alle Kunst der Medizin.


Wolfgang Amadeus Mozart
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.10.2016 15:06 von Oolong.)
04.10.2016 14:22
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urmel57 Offline
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Beitrag #12
Die Rolle von Autoantikörpern IgG4 in antibiotikaresistenter Lyme-Arthritis
Correlation of Lyme Disease–Associated IgG4 Autoantibodies With Synovial Pathology in Antibiotic‐Refractory Lyme Arthritis


Katherine B. Sulka BA
Klemen Strle PhD
Jameson T. Crowley PhD
Robert B. Lochhead PhD
Robert Anthony PhD
Allen C. Steere MD


https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/.../art.40566

Mai 2018

Bei Lyme-Arthritis können im Verlauf der Erkrankung Autoantikörper (LD-assoziierte Autoantikörper) gegen Borrelia burgdorferi (B.b) gebildet werden. In dieser Studie wurden die Subklassen der Antikörper auf Borrelia burgdorferi mit denen der auf B.b gebildeteten Autoantikörper verglichen.

Erkrankungen, bei denen diese Autoantikörper gebildet wurden, sprechen dann oft nicht mehr oder nur unzureichend auf Antibiotika an.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Unterklassen der IgG-Antikörper gegen B.b von denen der LD-assoziierten Autoantikörper unterscheiden. Es finden sich vermehrt IgG4-Autoantikörpern auf B.b bei antibiotikarrefraktärer Lyme-Arthritis. Je größer die Schädigung, desto höher ist die gefundene Zahl diese Autoantikörper.

Die normalen Antikörper gegen B.b. sind in den Subklassen IgG1 und IgG3 zu finden. Autoantikörper bei IgG2 und IgG4.

Zitat:Abstract
Objective

To determine whether IgG subclasses of Borrelia burgdorferi antibodies differ from those of 3 Lyme disease (LD)–associated autoantibodies.
Methods

IgG antibody subclasses were determined by enzyme‐linked immunosorbent assay in serum samples from 215 patients with features representative of each of the 3 stages of LD. Antibody and cytokine profiles were measured in matched serum and synovial fluid (SF) samples from patients with Lyme arthritis. Synovial tissue from patients with antibiotic‐refractory arthritis was examined for histologic features, IgG subclasses of plasma cells, and messenger RNA (mRNA) subclass expression.
Results

B burgdorferi antibodies were primarily of the IgG1 and IgG3 subclasses, and the levels increased as the infection progressed. In contrast, LD‐associated autoantibodies were mainly of the IgG2 and IgG4 subclasses, and these responses were found primarily in patients with either antibiotic‐refractory or antibiotic‐responsive arthritis, particularly in SF. However, compared with the responsive group, the inflammatory milieu in SF in the refractory group was enriched for cytokines representative of innate, Th1, Th2, and Th17 responses. Synovial tissue in a subgroup of patients with refractory arthritis showed marked expression of mRNA for IgG4 antibodies and large numbers of IgG4‐staining plasma cells. IgG4 autoantibodies in SF to each of the 3 LD‐associated autoantigens correlated with the magnitude of obliterative microvascular lesions and fibrosis in the tissue.
Conclusion

Our findings indicate that the subclasses of IgG antibodies to B burgdorferi differ from those of LD‐associated autoantibodies. Furthermore, the correlation of IgG4 autoantibodies with specific synovial pathology in the refractory group suggests a role for these autoantibodies, either protective or pathologic, in antibiotic‐refractory Lyme arthritis.

Zitat:Abstrakt
Zielsetzung

Es sollte bestimmt werden, ob sich die IgG-Unterklassen der Borrelia burgdorferi-Antikörper von denen der 3 Borreliose (LD)-assoziierten Autoantikörper unterscheiden.
Methoden

Die IgG-Antikörper-Subklassen wurden durch enzymgebundenen Immunosorbent-Assay in Serumproben von 215 Patienten mit Merkmalen bestimmt, die für jede der 3 Stufen von LD repräsentativ sind. Antikörper- und Zytokinprofile wurden in übereinstimmenden Serum- und Synovialflüssigkeitsproben (SF) von Patienten mit Lyme-Arthritis gemessen. Synoviales Gewebe von Patienten mit antibiotisch-refraktärer Arthritis wurde auf histologische Merkmale, IgG-Subklassen von Plasmazellen und Messenger-RNA (mRNA) Subklassenexpression untersucht.
Ergebnisse

B burgdorferi Antikörper gehörten in erster Linie den Unterklassen IgG1 und IgG3 an, und die Werte stiegen mit fortschreitender Infektion. Im Gegensatz dazu gehörten LD-assoziierte Autoantikörper hauptsächlich zu den Unterklassen IgG2 und IgG4, und diese Reaktionen fanden sich vor allem bei Patienten mit antibiotikaresistenter oder antibiotikaresistenter Arthritis, insbesondere bei SF. Im Vergleich zur reaktiven Gruppe wurde jedoch das entzündliche Milieu in SF in der refraktären Gruppe für Zytokine angereichert, die für angeborene, Th1-, Th2- und Th17-Reaktionen repräsentativ sind. Synoviales Gewebe in einer Untergruppe von Patienten mit refraktärer Arthritis zeigte eine deutliche Expression von mRNA für IgG4-Antikörper und eine große Anzahl von IgG4-färbenden Plasmazellen. IgG4-Autoantikörper in SF gegen jedes der 3 LD-assoziierten Autoantigene, die mit der Größe der obliterativen mikrovaskulären Läsionen und der Fibrose im Gewebe korrelierten.
Fazit

Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich die Unterklassen der IgG-Antikörper gegen B burgdorferi von denen der LD-assoziierten Autoantikörper unterscheiden. Darüber hinaus deutet die Korrelation von IgG4-Autoantikörpern mit spezifischer Synovialpathologie in der refraktären Gruppe auf eine Rolle dieser Autoantikörper hin, entweder protektiv oder pathologisch, bei antibiotikarrefraktärer Lyme-Arthritis.
Titelbild der Publikation

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Möge der Wind immer in deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen
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17.10.2018 07:51
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fischera Offline
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Beitrag #13
RE: Die Rolle von Autoantikörpern IgG4 in antibiotikaresistenter Lyme-Arthritis
Autoantikörper Huh
https://www.imd-berlin.de/spezielle-komp...erper.html
Speziell IgG4
https://www.aerzteblatt.de/archiv/168130...krankungen
17.10.2018 14:34
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magihe Offline
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Beitrag #14
RE: Autoimmune Gelenkerkrankung nach Borreliose
Grundsätzliche Überlegungen:


Im Beitrag #12 ist explizit erwähnt dass nicht klar ist, ob die erhöhten IgG4 Autoimunantikörper pathologisch wirken oder nicht. Beitrag #1 und #12 legen jedoch einen Autoimmunprozess als Ursache von persistierenden Beschwerden nahe.

Ich schließe nicht aus, dass dies zutrifft. Bei alleinigem vorliegen eines Autoimmunprozesses wäre zu erwarten, dass Antibiose im weiteren Verlauf grundsätzlich keinen Nutzen bringt.

Grundsätzlich trifft dies m. E. nicht zu; bei erheblichen Schwierigkeiten. Die Wirkung liegt über dem, was mit einer häufig genannten entzündungshemmenden Wirkung von Antibiotika zu erklären wäre. Eine Zuschreibung, zu der mir noch keine Erklärung und keine Studie untergekommen ist.


(Hier wurden keine Angaben über die Wirkstoffe und Dosierung der Antibiose gemacht.
Ein u. U. weniger informierter Leser nimmt das Wort refraktär – unwirksam - als gegeben hin.
Unterdosierung /MHK, Monotherapie vs. Kombination, Aufenthalt der Erreger in schwer erreichbaren Regionen und nicht zuletzt Coinfektionen, die andere Wirkstoffe erfordern seien hier exemplarisch als Stichpunkte genannt// @#6 wurde Rifampicin i.V gegeben?).

Was ist, wenn Erreger molekulare Mimikry betreiben (der Gedanke eines Mediziners), sich durch Anpassung ihrer Antigene, der Oberfläche, dem Wirt ähnlich machen und letztlich beides vorliegt – ein Autoimmunprozess und ein persistierender Erreger?

Wie oben im Thread genannt, ist durch eine Immunsuppression zunächst eine Besserung – ohne Heilung - zu erwarten. Mit oder ohne Autoimmunprozess!

Bei persistierendem Erreger schreitet die Krankheit jedoch im verborgenen fort mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen.
Ich selbst habe 15 Jahre immunsuppressiv MTX eingenommen und erst dann Antibiotika.


Es gibt ja die Ansicht, es bringe nichts Einzelbeobachtungen zu schildern, aber wie soll es anders funktionieren? In der Wissenschaft wurde von Einzelbeobachtungen vielfach profitiert. Die Immunglobulintherapie geht m.W. auf eine Einzelbeobachtung zurück.



Mit bestem Gruß
20.10.2018 17:46
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