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		<title><![CDATA[Forum Borreliose & Co-Infektionen - Studien und wissenschaftliche Artikel]]></title>
		<link>https://forum.onlyme-aktion.org/</link>
		<description><![CDATA[Forum Borreliose & Co-Infektionen - https://forum.onlyme-aktion.org]]></description>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 01:48:03 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Piperacillin als mikrobiomfreundliche Alternative bei Borreliose?]]></title>
			<link>https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15602</link>
			<pubDate>Thu, 24 Apr 2025 18:15:01 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.onlyme-aktion.org/member.php?action=profile&uid=48">Valtuille</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15602</guid>
			<description><![CDATA[Neue Studie aus den USA. Man hat mit Piperacillin ein Beta-Lactam Antibiotikum in einem Screening identifiziert, welches selektiver als Doxy auf Borrelien wirkt und das Mikrobiom weniger belasten könnte. In Vitro und Maussstudien legen das nahe. Auf evtl. Persisterformen wurde in der Studie vermutlich eingegangen, mir liegt aber nur das Abstract vor.<br />
<br />
Da Piperacillin nur parenteral verabreicht wird, eine kurze Halbwertszeit besitzt und daher in der Regel drei Mal täglich gegeben wird, ist die Frage ob es wirklich ein großer Mehrwert ist und ob sich das mit dem Mikrobiom im Menschen bestätigt.<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Ein hochauflösendes Screening identifiziert ein bereits existierendes Beta-Lactam, das spezifisch die Lyme-Krankheit bei Mäusen behandelt<br />
<br />
Die Borreliose, die in den Vereinigten Staaten durch Borrelia burgdorferi verursacht wird, ist ein zunehmendes Gesundheitsproblem, das bei unzureichender Behandlung zu schweren Erkrankungen führen kann. Doxycyclin ist die wichtigste Behandlungsoption für die Lyme-Borreliose; eine hochdosierte Doxycyclin-Behandlung ist jedoch mit einigen Problemen verbunden. So ist Doxycyclin ein Breitbandantibiotikum und tötet nützliche Bakterien ab. Außerdem ist bekannt, dass Doxycyclin unerwünschte Off-Target-Effekte in eukaryontischen Zellen hervorrufen kann. Einigen Risikogruppen wie Kleinkindern kann Doxycyclin nicht verschrieben werden, und zusätzlich zu diesen Unzulänglichkeiten scheint die Behandlung in 10 bis 20 % der Fälle zu versagen. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es möglicherweise sichere alternative Therapien gibt, die aber aufgrund der Schwierigkeiten bei der Arzneimittelprüfung noch nicht gefunden wurden. Wir untersuchten fast 500 von der US Food and Drug Administration zugelassene Wirkstoffe mit einer Reihe von physiologischen, zellulären und molekularen Techniken. Die am besten abschneidenden Kandidaten wurden im Gegenscreening untersucht, um Verbindungen zu identifizieren, die keine Auswirkungen auf andere bakterielle Phyla haben. Piperacillin erwies sich als eine Verbindung, die B. burgdorferi in niedrigen nanomolaren Konzentrationen auslöschte, indem sie spezifisch in das ungewöhnliche, multizonale Peptidoglykan-Synthesemuster eingriff, das für die Borrelien-Klade typisch ist. Mechanistische In-vitro-Studien identifizierten das zelluläre Ziel von Piperacillin in B. burgdorferi und lieferten wichtige Erkenntnisse, die sowohl die Spezifität als auch die Wirksamkeit des Wirkstoffs erklären könnten. In vivo-Studien an einem experimentellen Mausinfektionsmodell zeigten außerdem, dass Piperacillin die Tiere mit einer 100-fach niedrigeren Dosis als der wirksamen Dosis von Doxycyclin behandelte, ohne das Mikrobiom der Maus zu beeinträchtigen. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Piperacillin den Ärzten eine weitere therapeutische Option für die Borreliose bieten könnte.<br />
<br />
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)</blockquote>
<br />
Link zur Studie: <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40267215/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40267215/</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Neue Studie aus den USA. Man hat mit Piperacillin ein Beta-Lactam Antibiotikum in einem Screening identifiziert, welches selektiver als Doxy auf Borrelien wirkt und das Mikrobiom weniger belasten könnte. In Vitro und Maussstudien legen das nahe. Auf evtl. Persisterformen wurde in der Studie vermutlich eingegangen, mir liegt aber nur das Abstract vor.<br />
<br />
Da Piperacillin nur parenteral verabreicht wird, eine kurze Halbwertszeit besitzt und daher in der Regel drei Mal täglich gegeben wird, ist die Frage ob es wirklich ein großer Mehrwert ist und ob sich das mit dem Mikrobiom im Menschen bestätigt.<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Ein hochauflösendes Screening identifiziert ein bereits existierendes Beta-Lactam, das spezifisch die Lyme-Krankheit bei Mäusen behandelt<br />
<br />
Die Borreliose, die in den Vereinigten Staaten durch Borrelia burgdorferi verursacht wird, ist ein zunehmendes Gesundheitsproblem, das bei unzureichender Behandlung zu schweren Erkrankungen führen kann. Doxycyclin ist die wichtigste Behandlungsoption für die Lyme-Borreliose; eine hochdosierte Doxycyclin-Behandlung ist jedoch mit einigen Problemen verbunden. So ist Doxycyclin ein Breitbandantibiotikum und tötet nützliche Bakterien ab. Außerdem ist bekannt, dass Doxycyclin unerwünschte Off-Target-Effekte in eukaryontischen Zellen hervorrufen kann. Einigen Risikogruppen wie Kleinkindern kann Doxycyclin nicht verschrieben werden, und zusätzlich zu diesen Unzulänglichkeiten scheint die Behandlung in 10 bis 20 % der Fälle zu versagen. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es möglicherweise sichere alternative Therapien gibt, die aber aufgrund der Schwierigkeiten bei der Arzneimittelprüfung noch nicht gefunden wurden. Wir untersuchten fast 500 von der US Food and Drug Administration zugelassene Wirkstoffe mit einer Reihe von physiologischen, zellulären und molekularen Techniken. Die am besten abschneidenden Kandidaten wurden im Gegenscreening untersucht, um Verbindungen zu identifizieren, die keine Auswirkungen auf andere bakterielle Phyla haben. Piperacillin erwies sich als eine Verbindung, die B. burgdorferi in niedrigen nanomolaren Konzentrationen auslöschte, indem sie spezifisch in das ungewöhnliche, multizonale Peptidoglykan-Synthesemuster eingriff, das für die Borrelien-Klade typisch ist. Mechanistische In-vitro-Studien identifizierten das zelluläre Ziel von Piperacillin in B. burgdorferi und lieferten wichtige Erkenntnisse, die sowohl die Spezifität als auch die Wirksamkeit des Wirkstoffs erklären könnten. In vivo-Studien an einem experimentellen Mausinfektionsmodell zeigten außerdem, dass Piperacillin die Tiere mit einer 100-fach niedrigeren Dosis als der wirksamen Dosis von Doxycyclin behandelte, ohne das Mikrobiom der Maus zu beeinträchtigen. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Piperacillin den Ärzten eine weitere therapeutische Option für die Borreliose bieten könnte.<br />
<br />
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)</blockquote>
<br />
Link zur Studie: <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40267215/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40267215/</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Inzidenz der Borreliose in Deutschland 2015-2019]]></title>
			<link>https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15489</link>
			<pubDate>Mon, 05 Aug 2024 13:16:03 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.onlyme-aktion.org/member.php?action=profile&uid=48">Valtuille</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15489</guid>
			<description><![CDATA[Neue im Mai erschienene Studie zur Inzidenz der Borreliose in Deutschland, dazu wurden Krankenkassendaten untersucht. Federführend war hier das Pharmaunternehmen Pfizer, vermutlich zum Abschätzen des potentiellen Impfmarktes...<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Inzidenz der Lyme-Borreliose in Deutschland: Eine retrospektive Beobachtungsstudie zu Gesundheitsleistungen<br />
<br />
Zusammenfassung<br />
<br />
Die Lyme-Borreliose (LB) ist die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit in Deutschland. Obwohl die Inzidenz der LB in Deutschland in mehreren Studien untersucht wurde, wurden in diesen Studien entweder Daten aus der gesetzlichen Überwachung verwendet, die häufig Fälle untererfassen, oder Daten aus Datenbanken für Gesundheitsleistungen, die die Fälle aufgrund unspezifischer LB-Falldefinitionen überbewerten können. Hier beschreiben wir unter Verwendung einer spezifischeren Falldefinition die Inzidenz der ärztlich behandelten LB nach Krankheitsmanifestation, Altersgruppe und Bundesland für den Zeitraum 2015-2019. Es wurden sowohl stationäre als auch ambulante Fälle aus einer Leistungsdatenbank analysiert. <br />
<br />
Um in die Studie aufgenommen zu werden, mussten die Patienten einen LB-spezifischen ICD-10 GM-Diagnosecode sowie eine Antibiotika-Verordnung und bei disseminierten Manifestationen zusätzlich eine Labortest-Anordnung haben. <br />
<br />
LB-Fälle wurden als Erythema migrans (EM) oder disseminierte Erkrankung einschließlich Lyme-Arthritis (LA), Lyme-Neuroborreliose (LNB) und alle anderen Krankheitsmanifestationen (OTH) klassifiziert. <br />
<br />
Zwischen 2015 und 2019 lag die Inzidenz der ärztlich behandelten LB-Fälle zwischen 195,7/100.000 Einwohner pro Jahr (95% Konfidenzintervall [CI], 191,0 - 200,5) und 254,5/100.000 Einwohner pro Jahr (95% CI, 249,0 - 260,0). <br />
<br />
Bei der Mehrheit der Fälle (92,2 %) handelte es sich um EM, während 2,8 % als LA, 3,8 % als LNB und 1,2 % als OTH auftraten. Sowohl bei EM als auch bei disseminierter Erkrankung erreichte die Inzidenz ihren Höhepunkt bei Kindern im Alter von 5-9 Jahren und bei älteren Erwachsenen. <br />
<br />
Nach Bundesländern aufgeschlüsselt reichte die Inzidenz der ärztlich behandelten EM von 74,4/100.000 Einwohner pro Jahr (95% CI, 71,9 - 77,0) in Hamburg bis 394,1/100.000 Einwohner pro Jahr (95% CI, 370,7 - 417. 6) pro Jahr in Sachsen, während die höchste Inzidenz für die ärztlich behandelte disseminierte Erkrankung in Thüringen, Sachsen und Bayern zu verzeichnen war (Spanne: 22,0 [95% CI, 19,9 - 24,0] bis 35,7 [95% CI, 34,7 - 36,7] pro 100.000 Einwohner pro Jahr).<br />
<br />
Diese Studie schätzte die Inzidenz aller Manifestationen der medizinisch behandelten LB umfassend und zeigte eine hohe Inzidenz der LB in ganz Deutschland. Die Ergebnisse der Studie sprechen für die Durchführung epidemiologischer Studien in allen Bundesländern, um die Belastung durch LB zu messen und in öffentliche Gesundheitsmaßnahmen zur Prävention zu investieren.<br />
<br />
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)</blockquote>
<br />
Link zum Volltext:<br />
<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1877959X24000190" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.sciencedirect.com/science/ar...9X24000190</a><br />
<br />
Die geschätzte Inzidenz von 196-255 Fälle pro 100.000 Einwohnern liegt ganz leicht über den bisherigen Schätzungen aus Krankenkassendaten.<br />
<br />
Hochgerechnet würde das geschätze 164.000-214.000 jährliche Fälle in Deutschland bedeuten. Wenn man die 92,2 % EM rausrechnet (und annimmt, dass die alle mit einer Behandlung beschwerdefrei geworden sind), wären es immerhin noch um die 16.000 Patienten jährlich mit disseminierter Borreliose. In der Studie wird als Beispiel für sonstige Borreliose-Manifestationen (OTH) übrigens Lyme-Karditis und Lymphozytom genannt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Neue im Mai erschienene Studie zur Inzidenz der Borreliose in Deutschland, dazu wurden Krankenkassendaten untersucht. Federführend war hier das Pharmaunternehmen Pfizer, vermutlich zum Abschätzen des potentiellen Impfmarktes...<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Inzidenz der Lyme-Borreliose in Deutschland: Eine retrospektive Beobachtungsstudie zu Gesundheitsleistungen<br />
<br />
Zusammenfassung<br />
<br />
Die Lyme-Borreliose (LB) ist die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit in Deutschland. Obwohl die Inzidenz der LB in Deutschland in mehreren Studien untersucht wurde, wurden in diesen Studien entweder Daten aus der gesetzlichen Überwachung verwendet, die häufig Fälle untererfassen, oder Daten aus Datenbanken für Gesundheitsleistungen, die die Fälle aufgrund unspezifischer LB-Falldefinitionen überbewerten können. Hier beschreiben wir unter Verwendung einer spezifischeren Falldefinition die Inzidenz der ärztlich behandelten LB nach Krankheitsmanifestation, Altersgruppe und Bundesland für den Zeitraum 2015-2019. Es wurden sowohl stationäre als auch ambulante Fälle aus einer Leistungsdatenbank analysiert. <br />
<br />
Um in die Studie aufgenommen zu werden, mussten die Patienten einen LB-spezifischen ICD-10 GM-Diagnosecode sowie eine Antibiotika-Verordnung und bei disseminierten Manifestationen zusätzlich eine Labortest-Anordnung haben. <br />
<br />
LB-Fälle wurden als Erythema migrans (EM) oder disseminierte Erkrankung einschließlich Lyme-Arthritis (LA), Lyme-Neuroborreliose (LNB) und alle anderen Krankheitsmanifestationen (OTH) klassifiziert. <br />
<br />
Zwischen 2015 und 2019 lag die Inzidenz der ärztlich behandelten LB-Fälle zwischen 195,7/100.000 Einwohner pro Jahr (95% Konfidenzintervall [CI], 191,0 - 200,5) und 254,5/100.000 Einwohner pro Jahr (95% CI, 249,0 - 260,0). <br />
<br />
Bei der Mehrheit der Fälle (92,2 %) handelte es sich um EM, während 2,8 % als LA, 3,8 % als LNB und 1,2 % als OTH auftraten. Sowohl bei EM als auch bei disseminierter Erkrankung erreichte die Inzidenz ihren Höhepunkt bei Kindern im Alter von 5-9 Jahren und bei älteren Erwachsenen. <br />
<br />
Nach Bundesländern aufgeschlüsselt reichte die Inzidenz der ärztlich behandelten EM von 74,4/100.000 Einwohner pro Jahr (95% CI, 71,9 - 77,0) in Hamburg bis 394,1/100.000 Einwohner pro Jahr (95% CI, 370,7 - 417. 6) pro Jahr in Sachsen, während die höchste Inzidenz für die ärztlich behandelte disseminierte Erkrankung in Thüringen, Sachsen und Bayern zu verzeichnen war (Spanne: 22,0 [95% CI, 19,9 - 24,0] bis 35,7 [95% CI, 34,7 - 36,7] pro 100.000 Einwohner pro Jahr).<br />
<br />
Diese Studie schätzte die Inzidenz aller Manifestationen der medizinisch behandelten LB umfassend und zeigte eine hohe Inzidenz der LB in ganz Deutschland. Die Ergebnisse der Studie sprechen für die Durchführung epidemiologischer Studien in allen Bundesländern, um die Belastung durch LB zu messen und in öffentliche Gesundheitsmaßnahmen zur Prävention zu investieren.<br />
<br />
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)</blockquote>
<br />
Link zum Volltext:<br />
<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1877959X24000190" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.sciencedirect.com/science/ar...9X24000190</a><br />
<br />
Die geschätzte Inzidenz von 196-255 Fälle pro 100.000 Einwohnern liegt ganz leicht über den bisherigen Schätzungen aus Krankenkassendaten.<br />
<br />
Hochgerechnet würde das geschätze 164.000-214.000 jährliche Fälle in Deutschland bedeuten. Wenn man die 92,2 % EM rausrechnet (und annimmt, dass die alle mit einer Behandlung beschwerdefrei geworden sind), wären es immerhin noch um die 16.000 Patienten jährlich mit disseminierter Borreliose. In der Studie wird als Beispiel für sonstige Borreliose-Manifestationen (OTH) übrigens Lyme-Karditis und Lymphozytom genannt.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Prävalenz von Erregern in deutschen Zecken]]></title>
			<link>https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15475</link>
			<pubDate>Sat, 20 Jul 2024 13:59:31 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.onlyme-aktion.org/member.php?action=profile&uid=48">Valtuille</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15475</guid>
			<description><![CDATA[Neue interessante Studie, die das Vorkommen von Erregern in Zecken untersucht hat, hierzu wurden die Zecken in 7 in ganz Deutschland verteilten Gebieten gesammelt und Daten von 2011 mit 2019 verglichen. <br />
<br />
Es zeigte sich bei Borrelia spp. im Vergleich keine signifikanten Unterschiede (11,96 % vs. 13,1 %), jedoch gab es regional signifikante Unterschiede.<br />
<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Abstract:<br />
Einleitung: Von Zecken übertragene Krankheitserreger wie Borreliella spp., Rickettsia spp. und Anaplasma spp. werden in Deutschland häufig nachgewiesen. Sie zirkulieren zwischen Tieren und Zeckenüberträgern und können beim Menschen leichte bis schwere Erkrankungen verursachen. Kenntnisse über die Verteilung und Prävalenz dieser Krankheitserreger im Zeitverlauf sind wichtig für die Risikobewertung der Gesundheit von Mensch und Tier.<br />
<br />
Methoden: Ixodes ricinus-Nymphen wurden 2009/2010 und 2019 an verschiedenen Orten in Deutschland gesammelt und mittels real-time PCR und Sequenzierung auf zeckenübertragene Krankheitserreger untersucht.<br />
<br />
Ergebnisse: Borreliella spp. wurden mit einer Prävalenz von 11,96 % in 2009/2010 und 13,10 % in 2019 nachgewiesen, wobei B. afzelii und B. garinii die dominierenden Arten waren. Borrelia miyamotoi wurde in sieben Zecken und in Koinfektion mit B. afzelii oder B. garinii nachgewiesen. Rickettsia spp. wiesen 2009/2010 eine Prävalenz von 8,82 % und 2019 eine Prävalenz von 1,68 % auf, wobei ausschließlich R. helvetica nachgewiesen wurde. Die Prävalenz von Anaplasma spp. betrug 1,00 % im Jahr 2009/2010 und 7,01 % im Jahr 2019. A. phagocytophilum wurde in sieben Zeckenproben nachgewiesen. Keine der Nymphen war positiv für C. burnetii.<br />
<br />
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)</blockquote>
<br />
Link zum Volltext:<br />
<a href="https://www.frontiersin.org/journals/cellular-and-infection-microbiology/articles/10.3389/fcimb.2024.1429667/full" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.frontiersin.org/journals/cel...29667/full</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Neue interessante Studie, die das Vorkommen von Erregern in Zecken untersucht hat, hierzu wurden die Zecken in 7 in ganz Deutschland verteilten Gebieten gesammelt und Daten von 2011 mit 2019 verglichen. <br />
<br />
Es zeigte sich bei Borrelia spp. im Vergleich keine signifikanten Unterschiede (11,96 % vs. 13,1 %), jedoch gab es regional signifikante Unterschiede.<br />
<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Abstract:<br />
Einleitung: Von Zecken übertragene Krankheitserreger wie Borreliella spp., Rickettsia spp. und Anaplasma spp. werden in Deutschland häufig nachgewiesen. Sie zirkulieren zwischen Tieren und Zeckenüberträgern und können beim Menschen leichte bis schwere Erkrankungen verursachen. Kenntnisse über die Verteilung und Prävalenz dieser Krankheitserreger im Zeitverlauf sind wichtig für die Risikobewertung der Gesundheit von Mensch und Tier.<br />
<br />
Methoden: Ixodes ricinus-Nymphen wurden 2009/2010 und 2019 an verschiedenen Orten in Deutschland gesammelt und mittels real-time PCR und Sequenzierung auf zeckenübertragene Krankheitserreger untersucht.<br />
<br />
Ergebnisse: Borreliella spp. wurden mit einer Prävalenz von 11,96 % in 2009/2010 und 13,10 % in 2019 nachgewiesen, wobei B. afzelii und B. garinii die dominierenden Arten waren. Borrelia miyamotoi wurde in sieben Zecken und in Koinfektion mit B. afzelii oder B. garinii nachgewiesen. Rickettsia spp. wiesen 2009/2010 eine Prävalenz von 8,82 % und 2019 eine Prävalenz von 1,68 % auf, wobei ausschließlich R. helvetica nachgewiesen wurde. Die Prävalenz von Anaplasma spp. betrug 1,00 % im Jahr 2009/2010 und 7,01 % im Jahr 2019. A. phagocytophilum wurde in sieben Zeckenproben nachgewiesen. Keine der Nymphen war positiv für C. burnetii.<br />
<br />
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)</blockquote>
<br />
Link zum Volltext:<br />
<a href="https://www.frontiersin.org/journals/cellular-and-infection-microbiology/articles/10.3389/fcimb.2024.1429667/full" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.frontiersin.org/journals/cel...29667/full</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Borreliosewahrscheinlichkeit genetisch veranlagt?]]></title>
			<link>https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15428</link>
			<pubDate>Tue, 14 May 2024 06:10:57 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.onlyme-aktion.org/member.php?action=profile&uid=77">urmel57</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15428</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://www.helmholtz-hzi.de/media-center/newsroom/news-detailseite/borreliose-erkrankungswahrscheinlichkeit-genetisch-veranlagt?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAAR3P4QYuqLtyd7MDFpluvY7xyc5UWt00a-Enz_LNjCKNPPlHHiKw3AWOnDE_aem_AS0yK1JEFQnklVmgcJZG9NtDhWO4i3LgsrxV98_2xRvIBYpAjWl1-f3TnO6dNM7IBlTHDFRgCFSXH3PkmySFd6Cs" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.helmholtz-hzi.de/media-cente...PkmySFd6Cs</a><br />
<br />
<br />
Borreliose ist die häufigste durch Zeckenstiche übertragene Erkrankung in Deutschland. Ob für die Krankheitsentstehung eine besondere genetische Veranlagung eine Rolle spielt und welche immunologischen Prozesse im Körper beteiligt sind, ist bislang noch nicht hinreichend verstanden. Ein Forschungsteam des Zentrums für Individualisierte Infektionsmedizin (CiiM), einer gemeinsamen Einrichtung des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), hat nun in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Radboudumc (Radboud Universitair Medisch Centrum) sowie des Amsterdam UMC (beide Niederlande) eine verantwortliche Genvariante sowie beteiligte Immunparameter entdeckt. Ihre Ergebnisse haben die Forschenden in zwei Studien veröffentlicht. Diese sind im Fachmagazin Nature Communications und BMC Infectious Diseases erschienen.<br />
<br />
<a href="https://www.helmholtz-hzi.de/media-center/newsroom/news-detailseite/borreliose-erkrankungswahrscheinlichkeit-genetisch-veranlagt?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAAR3P4QYuqLtyd7MDFpluvY7xyc5UWt00a-Enz_LNjCKNPPlHHiKw3AWOnDE_aem_AS0yK1JEFQnklVmgcJZG9NtDhWO4i3LgsrxV98_2xRvIBYpAjWl1-f3TnO6dNM7IBlTHDFRgCFSXH3PkmySFd6Cs" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Mehr</a>...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://www.helmholtz-hzi.de/media-center/newsroom/news-detailseite/borreliose-erkrankungswahrscheinlichkeit-genetisch-veranlagt?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAAR3P4QYuqLtyd7MDFpluvY7xyc5UWt00a-Enz_LNjCKNPPlHHiKw3AWOnDE_aem_AS0yK1JEFQnklVmgcJZG9NtDhWO4i3LgsrxV98_2xRvIBYpAjWl1-f3TnO6dNM7IBlTHDFRgCFSXH3PkmySFd6Cs" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.helmholtz-hzi.de/media-cente...PkmySFd6Cs</a><br />
<br />
<br />
Borreliose ist die häufigste durch Zeckenstiche übertragene Erkrankung in Deutschland. Ob für die Krankheitsentstehung eine besondere genetische Veranlagung eine Rolle spielt und welche immunologischen Prozesse im Körper beteiligt sind, ist bislang noch nicht hinreichend verstanden. Ein Forschungsteam des Zentrums für Individualisierte Infektionsmedizin (CiiM), einer gemeinsamen Einrichtung des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), hat nun in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Radboudumc (Radboud Universitair Medisch Centrum) sowie des Amsterdam UMC (beide Niederlande) eine verantwortliche Genvariante sowie beteiligte Immunparameter entdeckt. Ihre Ergebnisse haben die Forschenden in zwei Studien veröffentlicht. Diese sind im Fachmagazin Nature Communications und BMC Infectious Diseases erschienen.<br />
<br />
<a href="https://www.helmholtz-hzi.de/media-center/newsroom/news-detailseite/borreliose-erkrankungswahrscheinlichkeit-genetisch-veranlagt?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAAR3P4QYuqLtyd7MDFpluvY7xyc5UWt00a-Enz_LNjCKNPPlHHiKw3AWOnDE_aem_AS0yK1JEFQnklVmgcJZG9NtDhWO4i3LgsrxV98_2xRvIBYpAjWl1-f3TnO6dNM7IBlTHDFRgCFSXH3PkmySFd6Cs" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Mehr</a>...]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Marine Wirkstoffe gegen Borreliose?]]></title>
			<link>https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15382</link>
			<pubDate>Fri, 01 Mar 2024 14:42:15 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.onlyme-aktion.org/member.php?action=profile&uid=48">Valtuille</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15382</guid>
			<description><![CDATA[Eine neue Studie aus Saudi Arabien:<br />
Man hat 4000 marine Stoffe im Hinblick auf die Wirksamkeit auf Borrelia garinii virtuell gescreent und einige vielversprechende potentielle Wirkstoffe identifiziert. Dies müssen zunächst in weiteren Labor- und ggf. Tierstudien getestet werden, das ist also noch für Patienten Zukunftsmusik, aber eine spannende.<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Abstract schrieb:</cite>Screening mariner mikrobieller Metaboliten als vielversprechende Inhibitoren von Borrelia garinii: Ein struktureller Docking-Ansatz zur Entwicklung einer neuartigen Behandlung der Lyme-Krankheit<br />
<br />
Die durch Borrelien verursachte Lyme-Krankheit stellt in vielen Teilen der Welt ein wachsendes Gesundheitsproblem dar. Die derzeitige Behandlung der Krankheit kann Nebenwirkungen haben, und es besteht auch ein Bedarf an neuen Therapien, die selektiv gegen die Bakterien vorgehen können. Zu den für die Lyme-Krankheit verantwortlichen Erregern gehören B. burgdorferi, B. afzelii und B. garinii. In dieser Studie haben wir ein auf strukturellem Docking basierendes Screening durchgeführt, um potenzielle leitlinienartige Inhibitoren gegen das Bakterium zu identifizieren. Zunächst identifizierten wir den essenziellen Kerngenomanteil des Bakteriums anhand von 37 Stämmen. Anschließend untersuchten wir eine Bibliothek bleiartiger mariner mikrobieller Metaboliten () gegen das Arginin-Deiminase (ADI)-Protein von Borrelia garinii. Dieses Protein spielt eine entscheidende Rolle für das Überleben der Bakterien, und seine Hemmung kann das Bakterium töten. Die priorisierten Leitverbindungen, die günstige Bindungsenergien und Wechselwirkungen mit dem aktiven Zentrum von ADI aufweisen, wurden anschließend auf ihre arzneimittelähnlichen und pharmakokinetischen Parameter untersucht, um ihre Eignung für die Entwicklung von Arzneimitteln zu beurteilen. Die Ergebnisse der Molekulardynamiksimulation (100 ns) und andere Bewertungsparameter deuten darauf hin, dass die Verbindung CMNPD18759 (gebräuchlicher Name: Aureobasidin; IUPAC-Name: 2-[(4R,6R)-4,6-Dihydroxydecanoyl]oxypropan-2-yl (3S,5R)-3,5-Dihydroxydecanoat) ein vielversprechender Kandidat für die Behandlung der durch B. garinii verursachten Lyme-Krankheit ist. Es sind jedoch weitere experimentelle Studien erforderlich, um die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Verbindung in vivo zu validieren.<br />
<br />
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)</blockquote>Link zum Volltext:<br />
<a href="https://www.hindawi.com/journals/bmri/2024/9997082/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.hindawi.com/journals/bmri/2024/9997082/</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine neue Studie aus Saudi Arabien:<br />
Man hat 4000 marine Stoffe im Hinblick auf die Wirksamkeit auf Borrelia garinii virtuell gescreent und einige vielversprechende potentielle Wirkstoffe identifiziert. Dies müssen zunächst in weiteren Labor- und ggf. Tierstudien getestet werden, das ist also noch für Patienten Zukunftsmusik, aber eine spannende.<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Abstract schrieb:</cite>Screening mariner mikrobieller Metaboliten als vielversprechende Inhibitoren von Borrelia garinii: Ein struktureller Docking-Ansatz zur Entwicklung einer neuartigen Behandlung der Lyme-Krankheit<br />
<br />
Die durch Borrelien verursachte Lyme-Krankheit stellt in vielen Teilen der Welt ein wachsendes Gesundheitsproblem dar. Die derzeitige Behandlung der Krankheit kann Nebenwirkungen haben, und es besteht auch ein Bedarf an neuen Therapien, die selektiv gegen die Bakterien vorgehen können. Zu den für die Lyme-Krankheit verantwortlichen Erregern gehören B. burgdorferi, B. afzelii und B. garinii. In dieser Studie haben wir ein auf strukturellem Docking basierendes Screening durchgeführt, um potenzielle leitlinienartige Inhibitoren gegen das Bakterium zu identifizieren. Zunächst identifizierten wir den essenziellen Kerngenomanteil des Bakteriums anhand von 37 Stämmen. Anschließend untersuchten wir eine Bibliothek bleiartiger mariner mikrobieller Metaboliten () gegen das Arginin-Deiminase (ADI)-Protein von Borrelia garinii. Dieses Protein spielt eine entscheidende Rolle für das Überleben der Bakterien, und seine Hemmung kann das Bakterium töten. Die priorisierten Leitverbindungen, die günstige Bindungsenergien und Wechselwirkungen mit dem aktiven Zentrum von ADI aufweisen, wurden anschließend auf ihre arzneimittelähnlichen und pharmakokinetischen Parameter untersucht, um ihre Eignung für die Entwicklung von Arzneimitteln zu beurteilen. Die Ergebnisse der Molekulardynamiksimulation (100 ns) und andere Bewertungsparameter deuten darauf hin, dass die Verbindung CMNPD18759 (gebräuchlicher Name: Aureobasidin; IUPAC-Name: 2-[(4R,6R)-4,6-Dihydroxydecanoyl]oxypropan-2-yl (3S,5R)-3,5-Dihydroxydecanoat) ein vielversprechender Kandidat für die Behandlung der durch B. garinii verursachten Lyme-Krankheit ist. Es sind jedoch weitere experimentelle Studien erforderlich, um die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Verbindung in vivo zu validieren.<br />
<br />
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)</blockquote>Link zum Volltext:<br />
<a href="https://www.hindawi.com/journals/bmri/2024/9997082/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.hindawi.com/journals/bmri/2024/9997082/</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Review zur antimikrobiellen In-Vitro-Empfindlichkeit von Borrelien]]></title>
			<link>https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15276</link>
			<pubDate>Fri, 29 Sep 2023 18:00:03 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.onlyme-aktion.org/member.php?action=profile&uid=48">Valtuille</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15276</guid>
			<description><![CDATA[Neues Review aus Deutschland von Hunfeld et al., beteiligt war auch das Paul-Ehrlich-Institut und die Johns-Hopkins-Universität (USA)<br />
<br />
Abstract:<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>DeepL schrieb:</cite>Die Lyme-Borreliose (LB) des Menschen ist eine Multisystemerkrankung, die stufenweise verlaufen kann. Die Erreger werden von Stechzecken des Ixodes ricinus-Komplexes übertragen, die mit der Spirochäte Borrelia burgdorferi sensu lato infiziert sind. LB gilt heute als die wichtigste durch Zecken übertragene Krankheit des Menschen in der nördlichen Hemisphäre. Der Erreger wurde 1982 identifiziert und erfolgreich isoliert, und kurz darauf erwies sich die antibiotische Behandlung als sicher und wirksam. Seitdem wurden verschiedene In-vitro-Studien durchgeführt, um unser Wissen über die Wirkung antimikrobieller Mittel gegen B. burgdorferi s.l. zu verbessern. Das gesamte Spektrum der In-vitro-Antibiotika-Empfindlichkeit ist für einige der in jüngster Zeit entwickelten Verbindungen noch immer nicht definiert. Darüber hinaus ist unser derzeitiges Verständnis der In-vitro-Wechselwirkungen zwischen B. burgdorferi s. l. und antimikrobiellen Wirkstoffen und ihrer möglichen Resistenzmechanismen nach wie vor sehr begrenzt und beruht weitgehend auf In-vitro-Empfindlichkeitsexperimenten an nur wenigen Borrelienisolaten. Noch weniger ist über die möglichen Mechanismen der In-vitro-Persistenz von Spirochäten bekannt, die in Gegenwart von menschlichen und tierischen Zelllinien antimikrobiellen Wirkstoffen ausgesetzt sind. Es wurde nur eine relativ geringe Anzahl von Laborstudien und Zellkulturexperimenten durchgeführt.Diese Übersichtsarbeit fasst zusammen, was über die In-vitro-Empfindlichkeit von B. burgdorferi s. l. bekannt ist und was nicht. Sie soll Licht in die bekannten Unbekannten bringen, die die aktuellen Debatten über mögliche Behandlungsresistenzen und Mechanismen der Persistenz von Borreliose-Spirochäten in Gegenwart von antimikrobiellen Wirkstoffen weiter anheizen.</blockquote><br />
Übersetztes Zitat aus dem Fazit:<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Deepl schrieb:</cite>die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit bei Patienten, bei denen Borrelien nach einer antimikrobiellen Therapie persistieren, sind schwer abzuschätzen. Extrapoliert man die oben genannten Zahlen aus klinischen Untersuchungen, so ergibt sich bei einer Persistenzrate von 1,5 % bei EM-Patienten und einer jährlichen Zahl von &gt;200.000 LB-Fällen allein in Deutschland eine Summe von ~3000 Patienten mit möglicher Persistenz. Eine solche Spirochätenpersistenz würde jedoch unbemerkt bleiben, da bei diesen Personen unter klinischen Routinebedingungen keine regelmäßigen Folgekulturen durchgeführt werden. Um die Frage der Behandlungsresistenz und Persistenz in Gegenwart antimikrobieller Mittel zu klären, müssen weitere Untersuchungen an mehr klinischen Isolaten von LB-Patienten nach einer Chemotherapie durchgeführt werden. Diese Aufgabe bleibt jedoch eine Herausforderung, da die Gesamtnachweisrate des Erregers in klinischen Proben, die aus Hautläsionen gewonnen wurden, in der Regel 40 bis 70 % nicht übersteigt. Darüber hinaus sinkt die Kulturpositivität bei Lyme-Arthritis sogar auf &lt;1 % und bei Neuroborreliose auf 20 %, und die Kultivierung ist nach einer antimikrobiellen Therapie nur selten erfolgreich.</blockquote><br />
Link zum Volltext:<br />
<a href="https://www.mdpi.com/2076-0817/12/10/1204" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.mdpi.com/2076-0817/12/10/1204</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Neues Review aus Deutschland von Hunfeld et al., beteiligt war auch das Paul-Ehrlich-Institut und die Johns-Hopkins-Universität (USA)<br />
<br />
Abstract:<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>DeepL schrieb:</cite>Die Lyme-Borreliose (LB) des Menschen ist eine Multisystemerkrankung, die stufenweise verlaufen kann. Die Erreger werden von Stechzecken des Ixodes ricinus-Komplexes übertragen, die mit der Spirochäte Borrelia burgdorferi sensu lato infiziert sind. LB gilt heute als die wichtigste durch Zecken übertragene Krankheit des Menschen in der nördlichen Hemisphäre. Der Erreger wurde 1982 identifiziert und erfolgreich isoliert, und kurz darauf erwies sich die antibiotische Behandlung als sicher und wirksam. Seitdem wurden verschiedene In-vitro-Studien durchgeführt, um unser Wissen über die Wirkung antimikrobieller Mittel gegen B. burgdorferi s.l. zu verbessern. Das gesamte Spektrum der In-vitro-Antibiotika-Empfindlichkeit ist für einige der in jüngster Zeit entwickelten Verbindungen noch immer nicht definiert. Darüber hinaus ist unser derzeitiges Verständnis der In-vitro-Wechselwirkungen zwischen B. burgdorferi s. l. und antimikrobiellen Wirkstoffen und ihrer möglichen Resistenzmechanismen nach wie vor sehr begrenzt und beruht weitgehend auf In-vitro-Empfindlichkeitsexperimenten an nur wenigen Borrelienisolaten. Noch weniger ist über die möglichen Mechanismen der In-vitro-Persistenz von Spirochäten bekannt, die in Gegenwart von menschlichen und tierischen Zelllinien antimikrobiellen Wirkstoffen ausgesetzt sind. Es wurde nur eine relativ geringe Anzahl von Laborstudien und Zellkulturexperimenten durchgeführt.Diese Übersichtsarbeit fasst zusammen, was über die In-vitro-Empfindlichkeit von B. burgdorferi s. l. bekannt ist und was nicht. Sie soll Licht in die bekannten Unbekannten bringen, die die aktuellen Debatten über mögliche Behandlungsresistenzen und Mechanismen der Persistenz von Borreliose-Spirochäten in Gegenwart von antimikrobiellen Wirkstoffen weiter anheizen.</blockquote><br />
Übersetztes Zitat aus dem Fazit:<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Deepl schrieb:</cite>die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit bei Patienten, bei denen Borrelien nach einer antimikrobiellen Therapie persistieren, sind schwer abzuschätzen. Extrapoliert man die oben genannten Zahlen aus klinischen Untersuchungen, so ergibt sich bei einer Persistenzrate von 1,5 % bei EM-Patienten und einer jährlichen Zahl von &gt;200.000 LB-Fällen allein in Deutschland eine Summe von ~3000 Patienten mit möglicher Persistenz. Eine solche Spirochätenpersistenz würde jedoch unbemerkt bleiben, da bei diesen Personen unter klinischen Routinebedingungen keine regelmäßigen Folgekulturen durchgeführt werden. Um die Frage der Behandlungsresistenz und Persistenz in Gegenwart antimikrobieller Mittel zu klären, müssen weitere Untersuchungen an mehr klinischen Isolaten von LB-Patienten nach einer Chemotherapie durchgeführt werden. Diese Aufgabe bleibt jedoch eine Herausforderung, da die Gesamtnachweisrate des Erregers in klinischen Proben, die aus Hautläsionen gewonnen wurden, in der Regel 40 bis 70 % nicht übersteigt. Darüber hinaus sinkt die Kulturpositivität bei Lyme-Arthritis sogar auf &lt;1 % und bei Neuroborreliose auf 20 %, und die Kultivierung ist nach einer antimikrobiellen Therapie nur selten erfolgreich.</blockquote><br />
Link zum Volltext:<br />
<a href="https://www.mdpi.com/2076-0817/12/10/1204" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.mdpi.com/2076-0817/12/10/1204</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Interferon-Alpha als Marker für Beschwerden nach therapierter Neuroborreliose?]]></title>
			<link>https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15154</link>
			<pubDate>Sat, 17 Jun 2023 13:36:55 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.onlyme-aktion.org/member.php?action=profile&uid=48">Valtuille</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15154</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Zusammenhang zwischen anhaltenden Symptomen nach Lyme-Neuroborreliose und erhöhten Interferon-α-Spiegeln im Blut<br />
<br />
Zusammenfassung<br />
<br />
Bei Patienten mit Lyme-Neuroborreliose (LNB) kann es zu anhaltenden Symptomen kommen, die trotz Antibiotikatherapie fortbestehen. Wir untersuchten, ob diese Symptome durch maladaptive Immunreaktionen verursacht werden, indem wir bei 79 LNB-Patienten, die ein Jahr lang beobachtet wurden, 20 Immunmediatoren in Serum und Liquor cerebrospinalis (CSF) maßen. Bei Studienbeginn waren die meisten Mediatoren im Liquor, dem Ort der Infektion, stark konzentriert. Diese Reaktionen klangen mit der Antibiotikatherapie ab, und es wurden keine Zusammenhänge zwischen den Liquor-Zytokinen und den Anzeichen und Symptomen von LNB mehr beobachtet. Im Gegensatz dazu waren subjektive Symptome, die nach der Antibiotikabehandlung anhielten, mit erhöhten Serumspiegeln von Interferon-α (IFN-α) verbunden, die bereits zu Beginn der Studie beobachtet wurden und zu jedem weiteren Zeitpunkt erhöht blieben. Die höchsten IFN-α-Spiegel korrespondierten mit einer schweren Erkrankung. Obwohl die Infektion als anfänglicher Auslöser dient, sind die Folgeerscheinungen nach einer Antibiotikatherapie mit ununterbrochenen systemischen IFN-α-Spiegeln verbunden, was mit der pathogenen Rolle dieses Zytokins bei Interferonopathien bei anderen Erkrankungen übereinstimmt.</blockquote>
Link zum Volltext<br />
<br />
<a href="https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/29/6/22-1685_article#r1" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/29/6/2...article#r1</a><br />
<br />
Neue interessante Studie, u. a. mit Beteiligung von Franc Strle und auf der Seite der CDC zu finden...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Zusammenhang zwischen anhaltenden Symptomen nach Lyme-Neuroborreliose und erhöhten Interferon-α-Spiegeln im Blut<br />
<br />
Zusammenfassung<br />
<br />
Bei Patienten mit Lyme-Neuroborreliose (LNB) kann es zu anhaltenden Symptomen kommen, die trotz Antibiotikatherapie fortbestehen. Wir untersuchten, ob diese Symptome durch maladaptive Immunreaktionen verursacht werden, indem wir bei 79 LNB-Patienten, die ein Jahr lang beobachtet wurden, 20 Immunmediatoren in Serum und Liquor cerebrospinalis (CSF) maßen. Bei Studienbeginn waren die meisten Mediatoren im Liquor, dem Ort der Infektion, stark konzentriert. Diese Reaktionen klangen mit der Antibiotikatherapie ab, und es wurden keine Zusammenhänge zwischen den Liquor-Zytokinen und den Anzeichen und Symptomen von LNB mehr beobachtet. Im Gegensatz dazu waren subjektive Symptome, die nach der Antibiotikabehandlung anhielten, mit erhöhten Serumspiegeln von Interferon-α (IFN-α) verbunden, die bereits zu Beginn der Studie beobachtet wurden und zu jedem weiteren Zeitpunkt erhöht blieben. Die höchsten IFN-α-Spiegel korrespondierten mit einer schweren Erkrankung. Obwohl die Infektion als anfänglicher Auslöser dient, sind die Folgeerscheinungen nach einer Antibiotikatherapie mit ununterbrochenen systemischen IFN-α-Spiegeln verbunden, was mit der pathogenen Rolle dieses Zytokins bei Interferonopathien bei anderen Erkrankungen übereinstimmt.</blockquote>
Link zum Volltext<br />
<br />
<a href="https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/29/6/22-1685_article#r1" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/29/6/2...article#r1</a><br />
<br />
Neue interessante Studie, u. a. mit Beteiligung von Franc Strle und auf der Seite der CDC zu finden...]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Fallbericht: Infektion des Gehirns mit mehreren Borrelienarten]]></title>
			<link>https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15078</link>
			<pubDate>Sun, 07 May 2023 11:51:17 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.onlyme-aktion.org/member.php?action=profile&uid=48">Valtuille</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15078</guid>
			<description><![CDATA[Ein tragischer Fallbericht aus Tschechien<br />
<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Gleichzeitige Infektion des menschlichen Gehirns mit mehreren Arten von Lyme-Borreliose-Spirochäten<br />
<br />
Abstract:Es ist bekannt, dass Spirochäten der Lyme-Krankheit (LD) in der Lage sind, sich im Gewebe infizierter Wirte, einschließlich des Menschen, zu verbreiten. Zu den verschiedenen Strategien, die Spirochäten anwenden, um das Immunsystem des Wirts zu umgehen und im Wirt zu überleben, gehören aktive Immunsuppression, Induktion von Immuntoleranz, Phasen- und Antigenvariation, intrazelluläre Abgeschiedenheit und vor allem das Eindringen in immunprivilegierte Bereiche wie das Gehirn. Das Eindringen in immunprivilegierte Bereiche wie das Gehirn ermöglicht den Spirochäten nicht nur die Flucht vor dem Immunsystem des Wirts, sondern kann auch die Wirksamkeit einer Antibiotikatherapie verringern. <br />
Hier stellen wir einen Fall vor, in dem die DNA von Spirochäten des Borrelia burgdorferi sensu lato-Komplexes an mehreren Stellen im postmortalen Gehirn eines LD-Patienten nachgewiesen wurde. Das Vorhandensein einer Koinfektion mit Borrelia burgdorferi sensu stricto und Borrelia garinii im Gehirn des LD-Patienten wurde durch PCR bestätigt. Das Vorhandensein einer atypischen Spirochätenmorphologie wurde durch immunhistochemische Untersuchungen der Gehirnproben und auch in Geweben von Versuchsmäusen bestätigt, die durch gleichzeitige subkutane und intraperitoneale Injektion von Spirochäten mit Borrelien infiziert wurden. Obwohl beide Spirochätenarten gleichzeitig im Gehirn vorhanden waren, waren die Gehirnregionen, in denen die beiden Arten nachgewiesen wurden, unterschiedlich und überlappten sich nicht.</blockquote>
<br />
<br />
<span style="font-family: Arial Black;" class="mycode_font">Triggerwarnung!</span><br />
Hintergrund:<br />
Der Verstorbene infizierte sich mit 8 Jahren mit Borreliose (Wanderröte und nicht dokumentierte antibiotische Behandlung). Danach litt er weiterhin unter neurologischen Beschwerden insbesondere kognitiver Art wie Brainfog, verminderter psychomotorischer Leistungsfähigkeit und Schwierigkeiten bei der Konzentration und der Verarbeitung von visuellen und auditiven Reizen. Mit 21 wurde er in der Neurologie untersucht mit positiver Serologie IgM und IgG, aber negativem PCR in der Lumbalpunktion. Anschließend wurde er stationär in der Psychiatrie behandelt. Ein Jahr später ließ er sich in einer Privatpraxis erneut untersuchen mit grenzwertigem IgM und stark positivem IgG Elisa und wenigen Banden (OspC im IgM und grenzwertigem VlsE im IgG), Tests auf einige Co-Infektionen waren negativ. Er wurde mit Mino, Azi und Hydroxychloroquine behandelt. Später wurde er erneut stationär in der Psychiatrie behandelt und mit einem schizotypen und somatomorphen Zustand diagnostiziert und nach 3 Wochen entlassen. Im August beging der junge Mann im Alter von 23 Jahren Suizid. In einem Abschiedsbrief wünschte er, dass sein Gehirn nach seinem Tod auf Borrelien analysiert wird, was die Studie initiierte.<br />
Post-Mortem fand man im Blut bzw. CSF  Spuren von Hydroxychloroquin und Azithromycin, sowie Psychopharmaka. Der Versuch der Borrelienkultur blieb negativ, jedoch wurden die Borrelien durch die erwähnten Tests nachgewiesen.<br />
<br />
Link zum Volltext:<br />
<a href="https://www.biorxiv.org/content/biorxiv/early/2023/04/28/2023.04.27.538619.full.pdf" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.biorxiv.org/content/biorxiv/...9.full.pdf</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ein tragischer Fallbericht aus Tschechien<br />
<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Gleichzeitige Infektion des menschlichen Gehirns mit mehreren Arten von Lyme-Borreliose-Spirochäten<br />
<br />
Abstract:Es ist bekannt, dass Spirochäten der Lyme-Krankheit (LD) in der Lage sind, sich im Gewebe infizierter Wirte, einschließlich des Menschen, zu verbreiten. Zu den verschiedenen Strategien, die Spirochäten anwenden, um das Immunsystem des Wirts zu umgehen und im Wirt zu überleben, gehören aktive Immunsuppression, Induktion von Immuntoleranz, Phasen- und Antigenvariation, intrazelluläre Abgeschiedenheit und vor allem das Eindringen in immunprivilegierte Bereiche wie das Gehirn. Das Eindringen in immunprivilegierte Bereiche wie das Gehirn ermöglicht den Spirochäten nicht nur die Flucht vor dem Immunsystem des Wirts, sondern kann auch die Wirksamkeit einer Antibiotikatherapie verringern. <br />
Hier stellen wir einen Fall vor, in dem die DNA von Spirochäten des Borrelia burgdorferi sensu lato-Komplexes an mehreren Stellen im postmortalen Gehirn eines LD-Patienten nachgewiesen wurde. Das Vorhandensein einer Koinfektion mit Borrelia burgdorferi sensu stricto und Borrelia garinii im Gehirn des LD-Patienten wurde durch PCR bestätigt. Das Vorhandensein einer atypischen Spirochätenmorphologie wurde durch immunhistochemische Untersuchungen der Gehirnproben und auch in Geweben von Versuchsmäusen bestätigt, die durch gleichzeitige subkutane und intraperitoneale Injektion von Spirochäten mit Borrelien infiziert wurden. Obwohl beide Spirochätenarten gleichzeitig im Gehirn vorhanden waren, waren die Gehirnregionen, in denen die beiden Arten nachgewiesen wurden, unterschiedlich und überlappten sich nicht.</blockquote>
<br />
<br />
<span style="font-family: Arial Black;" class="mycode_font">Triggerwarnung!</span><br />
Hintergrund:<br />
Der Verstorbene infizierte sich mit 8 Jahren mit Borreliose (Wanderröte und nicht dokumentierte antibiotische Behandlung). Danach litt er weiterhin unter neurologischen Beschwerden insbesondere kognitiver Art wie Brainfog, verminderter psychomotorischer Leistungsfähigkeit und Schwierigkeiten bei der Konzentration und der Verarbeitung von visuellen und auditiven Reizen. Mit 21 wurde er in der Neurologie untersucht mit positiver Serologie IgM und IgG, aber negativem PCR in der Lumbalpunktion. Anschließend wurde er stationär in der Psychiatrie behandelt. Ein Jahr später ließ er sich in einer Privatpraxis erneut untersuchen mit grenzwertigem IgM und stark positivem IgG Elisa und wenigen Banden (OspC im IgM und grenzwertigem VlsE im IgG), Tests auf einige Co-Infektionen waren negativ. Er wurde mit Mino, Azi und Hydroxychloroquine behandelt. Später wurde er erneut stationär in der Psychiatrie behandelt und mit einem schizotypen und somatomorphen Zustand diagnostiziert und nach 3 Wochen entlassen. Im August beging der junge Mann im Alter von 23 Jahren Suizid. In einem Abschiedsbrief wünschte er, dass sein Gehirn nach seinem Tod auf Borrelien analysiert wird, was die Studie initiierte.<br />
Post-Mortem fand man im Blut bzw. CSF  Spuren von Hydroxychloroquin und Azithromycin, sowie Psychopharmaka. Der Versuch der Borrelienkultur blieb negativ, jedoch wurden die Borrelien durch die erwähnten Tests nachgewiesen.<br />
<br />
Link zum Volltext:<br />
<a href="https://www.biorxiv.org/content/biorxiv/early/2023/04/28/2023.04.27.538619.full.pdf" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.biorxiv.org/content/biorxiv/...9.full.pdf</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Antibiotika Kombinationen gegen Borrelien-Persister im Mausmodell]]></title>
			<link>https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15057</link>
			<pubDate>Sat, 29 Apr 2023 08:32:41 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.onlyme-aktion.org/member.php?action=profile&uid=48">Valtuille</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15057</guid>
			<description><![CDATA[Neue Maus-Studie zu Borrelien-Persister und deren Therapie mit Antibiotka-Kombinationen vom Team von Monica Embers<br />
<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Überlegene Wirksamkeit der Antibiotika-Kombinationstherapie gegenüber Monotherapie in einem Mausmodell der Lyme-Krankheit<br />
<br />
Zusammenfassung<br />
<br />
Die Lyme-Borreliose (LD) ist mit schätzungsweise 476.000 Fällen pro Jahr die häufigste durch Zecken übertragene Infektion in Nordamerika. Die Krankheit wird durch Borrelia burgdorferi (Bb) verursacht, die durch den Biss von Ixodid-Zecken übertragen wird. Die meisten Fälle, die kurz nach der Infektion behandelt werden, heilen durch eine kurze Behandlung mit oralen Antibiotika ab. Bei 10-20 % der Patienten treten jedoch aufgrund einer verspäteten oder unvollständigen Behandlung chronische Symptome auf, die als Post-Treatment Lyme Disease (PTLD) bezeichnet werden. <br />
<br />
Ein Teil der Borrelien persistiert bei PTLD-Patienten nach der ersten Antibiotikabehandlung, und es ist eine wirksame Behandlung erforderlich, um die persistierenden Borrelien auszurotten. Andere Organismen, die persistierende Infektionen verursachen, wie z. B. M. tuberculosis, werden durch eine Kombination von Therapien und nicht durch eine Monotherapie beseitigt. <br />
<br />
Eine Gruppe von durch die Food and Drug Administration (FDA) zugelassenen Medikamenten, die gegen Bb wirksam sind, wurde als Monotherapie oder in Kombination bei mit Bb infizierten Mäusen eingesetzt. <br />
<br />
Zur Bewertung der Wirksamkeit der Behandlungen bei den infizierten Mäusen wurden verschiedene Nachweismethoden eingesetzt, darunter Kultur, Xenodiagnose und molekulare Techniken.<br />
<br />
Keine der Monotherapien tötete persistierende Bb aus. Mit vier Zweifachkombinationen (Doxycyclin + Ceftriaxon, Dapson + Rifampicin, Dapson + Clofazimin, Doxycyclin + Cefotaxim) und drei Dreifachkombinationen (Doxycyclin + Ceftriaxon + Carbomycin, Doxycyclin + Cefotaxim + Loratadin, Dapson + Rifampicin + Clofazimin) konnten jedoch persistierende Bb-Infektionen getilgt werden. <br />
<br />
Diese Ergebnisse legen nahe, dass eine Kombinationstherapie in präklinischen Studien zur Behandlung der Lyme-Borreliose beim Menschen untersucht werden sollte.</blockquote>
<br />
Link zum Volltext:<br />
<a href="https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2023.04.25.538305v1" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.biorxiv.org/content/10.1101/...5.538305v1</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Neue Maus-Studie zu Borrelien-Persister und deren Therapie mit Antibiotka-Kombinationen vom Team von Monica Embers<br />
<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Überlegene Wirksamkeit der Antibiotika-Kombinationstherapie gegenüber Monotherapie in einem Mausmodell der Lyme-Krankheit<br />
<br />
Zusammenfassung<br />
<br />
Die Lyme-Borreliose (LD) ist mit schätzungsweise 476.000 Fällen pro Jahr die häufigste durch Zecken übertragene Infektion in Nordamerika. Die Krankheit wird durch Borrelia burgdorferi (Bb) verursacht, die durch den Biss von Ixodid-Zecken übertragen wird. Die meisten Fälle, die kurz nach der Infektion behandelt werden, heilen durch eine kurze Behandlung mit oralen Antibiotika ab. Bei 10-20 % der Patienten treten jedoch aufgrund einer verspäteten oder unvollständigen Behandlung chronische Symptome auf, die als Post-Treatment Lyme Disease (PTLD) bezeichnet werden. <br />
<br />
Ein Teil der Borrelien persistiert bei PTLD-Patienten nach der ersten Antibiotikabehandlung, und es ist eine wirksame Behandlung erforderlich, um die persistierenden Borrelien auszurotten. Andere Organismen, die persistierende Infektionen verursachen, wie z. B. M. tuberculosis, werden durch eine Kombination von Therapien und nicht durch eine Monotherapie beseitigt. <br />
<br />
Eine Gruppe von durch die Food and Drug Administration (FDA) zugelassenen Medikamenten, die gegen Bb wirksam sind, wurde als Monotherapie oder in Kombination bei mit Bb infizierten Mäusen eingesetzt. <br />
<br />
Zur Bewertung der Wirksamkeit der Behandlungen bei den infizierten Mäusen wurden verschiedene Nachweismethoden eingesetzt, darunter Kultur, Xenodiagnose und molekulare Techniken.<br />
<br />
Keine der Monotherapien tötete persistierende Bb aus. Mit vier Zweifachkombinationen (Doxycyclin + Ceftriaxon, Dapson + Rifampicin, Dapson + Clofazimin, Doxycyclin + Cefotaxim) und drei Dreifachkombinationen (Doxycyclin + Ceftriaxon + Carbomycin, Doxycyclin + Cefotaxim + Loratadin, Dapson + Rifampicin + Clofazimin) konnten jedoch persistierende Bb-Infektionen getilgt werden. <br />
<br />
Diese Ergebnisse legen nahe, dass eine Kombinationstherapie in präklinischen Studien zur Behandlung der Lyme-Borreliose beim Menschen untersucht werden sollte.</blockquote>
<br />
Link zum Volltext:<br />
<a href="https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2023.04.25.538305v1" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.biorxiv.org/content/10.1101/...5.538305v1</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Disulfiram: Mechanismen, Anwendungen und Herausforderungen]]></title>
			<link>https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15017</link>
			<pubDate>Thu, 16 Mar 2023 20:13:50 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.onlyme-aktion.org/member.php?action=profile&uid=48">Valtuille</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15017</guid>
			<description><![CDATA[Neues review zu Disulfiram aus den USA unter Beteiligung von Kim Lewis und Brian Fallon<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Disulfiram: Mechanismen, Anwendungen und Herausforderungen<br />
<br />
Zusammenfassung:<br />
Hintergrund: Seit der Entdeckung von Disulfiram in den 1940er Jahren und seiner FDA-Zulassung zur Behandlung von Alkoholproblemen wurden auch andere Indikationen untersucht. In dieser Übersicht werden potenzielle klinische Anwendungen, damit verbundene Risiken und Herausforderungen beschrieben. Methoden: Für diese Übersichtsarbeit wurde eine PubMed-Suche nach Artikeln durchgeführt, die sich mit In-vivo-Studien zu Disulfiram befassen, wobei der Schwerpunkt auf dem Repurposing von Arzneimitteln für die Behandlung menschlicher Krankheiten lag. Die wichtigsten Suchbegriffe waren "Disulfiram" und "Antabuse". Tierstudien und In-vitro-Studien, die wichtige Mechanismen und Sicherheitsprobleme aufzeigen, wurden ebenfalls berücksichtigt. Ergebnisse: Insgesamt wurden 196 Quellen zu unserem Forschungsschwerpunkt aus den Jahren 1948 bis 2022 ausgewählt und berücksichtigt. Neben der Alkoholabhängigkeit sprechen neue Daten für eine mögliche Rolle von Disulfiram bei der Behandlung anderer Süchte (z. B. Kokain), Infektionen (z. B. Bakterien wie Staphylococcus aureus und Borrelia burgdorferi, Viren, Parasiten), Entzündungen, neurologischen Erkrankungen und Krebs. Die Nebenwirkungen reichen von geringfügig bis lebensbedrohlich, wobei niedrigere Dosen ein geringeres Risiko mit sich bringen. Bei der Anwendung beim Menschen ist aufgrund der erheblichen Schwankungen der Pharmakokinetik von Disulfiram zwischen den einzelnen Probanden Vorsicht geboten. Schlussfolgerungen: Obwohl Disulfiram ein vielversprechender Wirkstoff für die Behandlung menschlicher Erkrankungen ist, gibt sein Risikoprofil Anlass zur Sorge. Tierstudien und gut kontrollierte klinische Studien sind erforderlich, um seine Sicherheit und Wirksamkeit bei nicht alkoholbedingten Indikationen zu bewerten.</blockquote>
<br />
<br />
<a href="https://www.mdpi.com/2079-6382/12/3/524" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.mdpi.com/2079-6382/12/3/524</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Neues review zu Disulfiram aus den USA unter Beteiligung von Kim Lewis und Brian Fallon<br />
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<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Disulfiram: Mechanismen, Anwendungen und Herausforderungen<br />
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Zusammenfassung:<br />
Hintergrund: Seit der Entdeckung von Disulfiram in den 1940er Jahren und seiner FDA-Zulassung zur Behandlung von Alkoholproblemen wurden auch andere Indikationen untersucht. In dieser Übersicht werden potenzielle klinische Anwendungen, damit verbundene Risiken und Herausforderungen beschrieben. Methoden: Für diese Übersichtsarbeit wurde eine PubMed-Suche nach Artikeln durchgeführt, die sich mit In-vivo-Studien zu Disulfiram befassen, wobei der Schwerpunkt auf dem Repurposing von Arzneimitteln für die Behandlung menschlicher Krankheiten lag. Die wichtigsten Suchbegriffe waren "Disulfiram" und "Antabuse". Tierstudien und In-vitro-Studien, die wichtige Mechanismen und Sicherheitsprobleme aufzeigen, wurden ebenfalls berücksichtigt. Ergebnisse: Insgesamt wurden 196 Quellen zu unserem Forschungsschwerpunkt aus den Jahren 1948 bis 2022 ausgewählt und berücksichtigt. Neben der Alkoholabhängigkeit sprechen neue Daten für eine mögliche Rolle von Disulfiram bei der Behandlung anderer Süchte (z. B. Kokain), Infektionen (z. B. Bakterien wie Staphylococcus aureus und Borrelia burgdorferi, Viren, Parasiten), Entzündungen, neurologischen Erkrankungen und Krebs. Die Nebenwirkungen reichen von geringfügig bis lebensbedrohlich, wobei niedrigere Dosen ein geringeres Risiko mit sich bringen. Bei der Anwendung beim Menschen ist aufgrund der erheblichen Schwankungen der Pharmakokinetik von Disulfiram zwischen den einzelnen Probanden Vorsicht geboten. Schlussfolgerungen: Obwohl Disulfiram ein vielversprechender Wirkstoff für die Behandlung menschlicher Erkrankungen ist, gibt sein Risikoprofil Anlass zur Sorge. Tierstudien und gut kontrollierte klinische Studien sind erforderlich, um seine Sicherheit und Wirksamkeit bei nicht alkoholbedingten Indikationen zu bewerten.</blockquote>
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<a href="https://www.mdpi.com/2079-6382/12/3/524" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.mdpi.com/2079-6382/12/3/524</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Pleomorphe Varianten von Borrelia burgdorferi]]></title>
			<link>https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15016</link>
			<pubDate>Wed, 15 Mar 2023 18:52:57 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.onlyme-aktion.org/member.php?action=profile&uid=48">Valtuille</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=15016</guid>
			<description><![CDATA[Neue Studie aus Kroatien und Deutschland, unter Beteiligung von (ehemaligen?) Mitarbeitenden eines auf Borreliose spezialisierten Labors aus Süddeutschland:<br />
<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Pleomorphe Varianten von Borreliella (syn. Borrelia) burgdorferi weisen evolutionär unterschiedliche Transkriptome auf<br />
<br />
Zusammenfassung<br />
Borreliella (syn. Borrelia) burgdorferi ist ein Spirochätenbakterium, das die von Zecken übertragene Lyme-Borreliose verursacht. Im Laufe seines Lebenszyklus entwickelt B. burgdorferi mehrere pleomorphe Formen mit unklarer biologischer und medizinischer Relevanz. Überraschenderweise wurden diese Morphotypen noch nie auf der Ebene des globalen Transkriptoms verglichen. Um diese Lücke zu schließen, haben wir B. burgdorferi Spirochäten-, Rundkörper-, Blasen- und Biofilm-Kulturen gezüchtet und ihre Transkriptome durch RNAseq-Profiling erfasst. Wir fanden heraus, dass Rundkörper trotz ihrer morphologischen Unterschiede ähnliche Expressionsprofile wie Spirochäten aufweisen. Dies steht in scharfem Kontrast zu Bläschen und Biofilmen, die einzigartige Transkriptome aufweisen, die sich deutlich von Spirochäten und Rundkörpern unterscheiden. Um unterschiedlich exprimierte Gene in Nicht-Spirochäten-Morphotypen besser zu charakterisieren, führten wir funktionelle, positionelle und evolutionäre Anreicherungsanalysen durch. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Übergang von Spirochäten zu Rundkörpern von der feinfühligen Regulierung einer relativ kleinen Anzahl hochkonservierter Gene abhängt, die sich auf dem Hauptchromosom befinden und an der Translation beteiligt sind. Im Gegensatz dazu beinhaltet der Übergang von Spirochäten zu Bläschen oder Biofilmen eine erhebliche Umgestaltung der Transkriptionsprofile hin zu plasmidresistenten und evolutionär jungen Genen, die ihren Ursprung im Vorfahren der Borreliaceae haben. Trotz ihrer Häufigkeit ist die Funktion dieser Borreliaceae-spezifischen Gene weitgehend unbekannt. Viele bekannte Borrelien-Virulenzgene, die an der Immunabwehr und der Gewebeadhäsion beteiligt sind, stammen jedoch aus dieser Evolutionsperiode. Zusammengenommen deuten diese Regelmäßigkeiten auf die Möglichkeit hin, dass Blasen- und Biofilm-Morphotypen für die Verbreitung und Persistenz von B. burgdorferi im Säugetierwirt von Bedeutung sein könnten. Andererseits geben sie dem großen Pool an noch nicht untersuchten Borreliaceae-spezifischen Genen Priorität für die funktionelle Charakterisierung, da diese Untergruppe wahrscheinlich unentdeckte Gene für die Pathogenese der Lyme-Borreliose enthält.<br />
<br />
Übersetzt mit <a href="http://www.DeepL.com/Translator" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.DeepL.com/Translator</a> (kostenlose Version)</blockquote>
<br />
<br />
Volltext: <a href="https://www.mdpi.com/1422-0067/24/6/5594" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.mdpi.com/1422-0067/24/6/5594</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Neue Studie aus Kroatien und Deutschland, unter Beteiligung von (ehemaligen?) Mitarbeitenden eines auf Borreliose spezialisierten Labors aus Süddeutschland:<br />
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<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Pleomorphe Varianten von Borreliella (syn. Borrelia) burgdorferi weisen evolutionär unterschiedliche Transkriptome auf<br />
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Zusammenfassung<br />
Borreliella (syn. Borrelia) burgdorferi ist ein Spirochätenbakterium, das die von Zecken übertragene Lyme-Borreliose verursacht. Im Laufe seines Lebenszyklus entwickelt B. burgdorferi mehrere pleomorphe Formen mit unklarer biologischer und medizinischer Relevanz. Überraschenderweise wurden diese Morphotypen noch nie auf der Ebene des globalen Transkriptoms verglichen. Um diese Lücke zu schließen, haben wir B. burgdorferi Spirochäten-, Rundkörper-, Blasen- und Biofilm-Kulturen gezüchtet und ihre Transkriptome durch RNAseq-Profiling erfasst. Wir fanden heraus, dass Rundkörper trotz ihrer morphologischen Unterschiede ähnliche Expressionsprofile wie Spirochäten aufweisen. Dies steht in scharfem Kontrast zu Bläschen und Biofilmen, die einzigartige Transkriptome aufweisen, die sich deutlich von Spirochäten und Rundkörpern unterscheiden. Um unterschiedlich exprimierte Gene in Nicht-Spirochäten-Morphotypen besser zu charakterisieren, führten wir funktionelle, positionelle und evolutionäre Anreicherungsanalysen durch. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Übergang von Spirochäten zu Rundkörpern von der feinfühligen Regulierung einer relativ kleinen Anzahl hochkonservierter Gene abhängt, die sich auf dem Hauptchromosom befinden und an der Translation beteiligt sind. Im Gegensatz dazu beinhaltet der Übergang von Spirochäten zu Bläschen oder Biofilmen eine erhebliche Umgestaltung der Transkriptionsprofile hin zu plasmidresistenten und evolutionär jungen Genen, die ihren Ursprung im Vorfahren der Borreliaceae haben. Trotz ihrer Häufigkeit ist die Funktion dieser Borreliaceae-spezifischen Gene weitgehend unbekannt. Viele bekannte Borrelien-Virulenzgene, die an der Immunabwehr und der Gewebeadhäsion beteiligt sind, stammen jedoch aus dieser Evolutionsperiode. Zusammengenommen deuten diese Regelmäßigkeiten auf die Möglichkeit hin, dass Blasen- und Biofilm-Morphotypen für die Verbreitung und Persistenz von B. burgdorferi im Säugetierwirt von Bedeutung sein könnten. Andererseits geben sie dem großen Pool an noch nicht untersuchten Borreliaceae-spezifischen Genen Priorität für die funktionelle Charakterisierung, da diese Untergruppe wahrscheinlich unentdeckte Gene für die Pathogenese der Lyme-Borreliose enthält.<br />
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Übersetzt mit <a href="http://www.DeepL.com/Translator" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.DeepL.com/Translator</a> (kostenlose Version)</blockquote>
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Volltext: <a href="https://www.mdpi.com/1422-0067/24/6/5594" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.mdpi.com/1422-0067/24/6/5594</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kundalini Yoga zur Behandlung von PTLDS]]></title>
			<link>https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=14832</link>
			<pubDate>Tue, 30 Aug 2022 18:28:13 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.onlyme-aktion.org/member.php?action=profile&uid=48">Valtuille</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=14832</guid>
			<description><![CDATA[Neuere Studie zur Behandlung des PTLDS mit Yoga, beteiligt sind u. a. Brian Fallon und Raphael Stricker:<br />
<br />
<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Kundalini Yoga zur Behandlung von Post-Treatment Lyme-Disease-Syndrome: Eine vorläufige, randomisierte Studie <br />
<br />
Abstract:<br />
Diese Studie untersuchte die Therapietreue und den potenziellen Nutzen von Kundalini Yoga (KY) für das Borreliose-Syndrom nach der Behandlung (PTLDS). Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip einer 8-wöchigen KY-Kleingruppenintervention oder einer Wartelistenkontrolle (WLC) zugewiesen. Die Adhärenz wurde als Teilnahme an den KY-Gruppensitzungen gemessen. Primäre Endpunkte waren Schmerzen, Schmerzinterferenzen, Müdigkeit und der allgemeine Gesundheitszustand. Die sekundären Ergebnisse betrafen die multisystemische Symptombelastung, die Stimmung, den Schlaf, das körperliche und soziale Funktionieren, die Kognition und die Achtsamkeit. Lineare gemischte Modelle wurden verwendet, um Veränderungen der Ergebnisse im Laufe der Zeit in Abhängigkeit von der Gruppenzuweisung zu testen; die Abschnitte für die Teilnehmer wurden als zufällige Effekte modelliert. Obwohl die angestrebte Stichprobengröße 40 Teilnehmer betrug, wurde die Studie aufgrund von Rekrutierungsproblemen mit 29 Teilnehmern abgeschlossen. Keiner der KY-Teilnehmer brach die Studie ab, und die Teilnehmer nahmen im Durchschnitt zu 75 % an den Gruppensitzungen teil, aber die Beibehaltung der WLC war gering (57 %). Hinsichtlich der primären Ergebnisse gab es keine signifikante Interaktion zwischen Gruppe und Zeit. Bei den sekundären Endpunkten gab es eine signifikante Wechselwirkung zwischen Gruppe und Zeit für die Belastung durch multisystemische Symptome (p &lt; 0,05) und die Kognition (p &lt; 0,01); die KY-Teilnehmer berichteten über eine Verbesserung der Belastung durch multisystemische Symptome und der Kognition im Laufe der Studie im Vergleich zu den WLC-Teilnehmern. Um die Rekrutierung und den Verbleib in der Studie zu verbessern, könnten künftige Studien eine Erweiterung des geografischen Zugangs und unterstützende Verfahren für WLC-Teilnehmer in Betracht ziehen. Diese vorläufige Studie unterstreicht die Notwendigkeit einer größeren Studie, um festzustellen, ob KY die multisystemische Symptombelastung verringert und die kognitiven Fähigkeiten von Menschen mit PTLDS verbessert.</blockquote>
<br />
Link zum Volltext:<br />
<a href="https://www.mdpi.com/2227-9032/10/7/1314/htm" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.mdpi.com/2227-9032/10/7/1314/htm</a><br />
<br />
Das tägliche Yoga-Programm bestand aus 3 Abschnitten: Leichtes Streching (8 min), Atemübungen (8 min) und Meditation (11 min), mehr Infos sind in der Studie angehängt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Neuere Studie zur Behandlung des PTLDS mit Yoga, beteiligt sind u. a. Brian Fallon und Raphael Stricker:<br />
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<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Kundalini Yoga zur Behandlung von Post-Treatment Lyme-Disease-Syndrome: Eine vorläufige, randomisierte Studie <br />
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Abstract:<br />
Diese Studie untersuchte die Therapietreue und den potenziellen Nutzen von Kundalini Yoga (KY) für das Borreliose-Syndrom nach der Behandlung (PTLDS). Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip einer 8-wöchigen KY-Kleingruppenintervention oder einer Wartelistenkontrolle (WLC) zugewiesen. Die Adhärenz wurde als Teilnahme an den KY-Gruppensitzungen gemessen. Primäre Endpunkte waren Schmerzen, Schmerzinterferenzen, Müdigkeit und der allgemeine Gesundheitszustand. Die sekundären Ergebnisse betrafen die multisystemische Symptombelastung, die Stimmung, den Schlaf, das körperliche und soziale Funktionieren, die Kognition und die Achtsamkeit. Lineare gemischte Modelle wurden verwendet, um Veränderungen der Ergebnisse im Laufe der Zeit in Abhängigkeit von der Gruppenzuweisung zu testen; die Abschnitte für die Teilnehmer wurden als zufällige Effekte modelliert. Obwohl die angestrebte Stichprobengröße 40 Teilnehmer betrug, wurde die Studie aufgrund von Rekrutierungsproblemen mit 29 Teilnehmern abgeschlossen. Keiner der KY-Teilnehmer brach die Studie ab, und die Teilnehmer nahmen im Durchschnitt zu 75 % an den Gruppensitzungen teil, aber die Beibehaltung der WLC war gering (57 %). Hinsichtlich der primären Ergebnisse gab es keine signifikante Interaktion zwischen Gruppe und Zeit. Bei den sekundären Endpunkten gab es eine signifikante Wechselwirkung zwischen Gruppe und Zeit für die Belastung durch multisystemische Symptome (p &lt; 0,05) und die Kognition (p &lt; 0,01); die KY-Teilnehmer berichteten über eine Verbesserung der Belastung durch multisystemische Symptome und der Kognition im Laufe der Studie im Vergleich zu den WLC-Teilnehmern. Um die Rekrutierung und den Verbleib in der Studie zu verbessern, könnten künftige Studien eine Erweiterung des geografischen Zugangs und unterstützende Verfahren für WLC-Teilnehmer in Betracht ziehen. Diese vorläufige Studie unterstreicht die Notwendigkeit einer größeren Studie, um festzustellen, ob KY die multisystemische Symptombelastung verringert und die kognitiven Fähigkeiten von Menschen mit PTLDS verbessert.</blockquote>
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Link zum Volltext:<br />
<a href="https://www.mdpi.com/2227-9032/10/7/1314/htm" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.mdpi.com/2227-9032/10/7/1314/htm</a><br />
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Das tägliche Yoga-Programm bestand aus 3 Abschnitten: Leichtes Streching (8 min), Atemübungen (8 min) und Meditation (11 min), mehr Infos sind in der Studie angehängt.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[2 vs. 6 Wochen Doxy-Therapie bei Neuroborreliose]]></title>
			<link>https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=14808</link>
			<pubDate>Sat, 30 Jul 2022 13:42:03 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.onlyme-aktion.org/member.php?action=profile&uid=48">Valtuille</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=14808</guid>
			<description><![CDATA[Neue Studie aus Norwegen:<br />
<br />
Sechs- versus zweiwöchige Behandlung mit Doxycyclin bei europäischer Lyme-Neuroborreliose: eine multizentrische, nicht-unterlegene, doppelblinde, randomisierte und placebokontrollierte Studie <br />
<br />
Zusammenfassung<br />
<br />
Hintergrund: Es gibt nur begrenzte Erkenntnisse über die optimale Dauer der Antibiotikabehandlung bei Neuroborreliose. Wir wollten die Wirksamkeit und Sicherheit von oralem Doxycyclin über 2 und 6 Wochen bei der europäischen Lyme-Neuroborreliose (LNB) vergleichen.<br />
<br />
Methoden: Die Studie war randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert und nicht unterlegen. Patienten mit LNB wurden aus acht norwegischen Krankenhäusern rekrutiert und nach dem Zufallsprinzip entweder mit Doxycyclin 200 mg einmal täglich für 2 Wochen, gefolgt von 4 Wochen Placebo, oder mit Doxycyclin 200 mg einmal täglich für 6 Wochen behandelt. Primärer Endpunkt war die klinische Verbesserung, gemessen an der Differenz des klinischen Gesamtscores (0-64 Punkte) zwischen dem Ausgangswert und 6 Monaten. Die Nichtunterlegenheitsgrenze wurde auf 0,5 Punkte festgelegt.<br />
<br />
Ergebnisse: Einhunderteinundzwanzig Patienten wurden eingeschlossen. Zweiundfünfzig Patienten, die 2 Wochen lang behandelt wurden, und 53, die 6 Wochen lang behandelt wurden, wurden in die Intention-to-Treat-Analyse einbezogen, und 52 bzw. 51 in die Per-Protocol-Analyse. Der mittlere Unterschied in der klinischen Verbesserung zwischen den Gruppen betrug 0,06, 95% CI -1,2 bis 1,2, p=0,99 in der Intention-to-Treat-Population und -0,4, 95% CI -1,4 bis 0,7, p=0,51 in der Per-Protocol-Population, und es konnte keine Nicht-Unterlegenheit festgestellt werden. Es gab keine Behandlungsabbrüche und keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse. Die Gruppen unterschieden sich nicht in den sekundären Ergebnissen, einschließlich der klinischen Scores nach 10 Wochen und 12 Monaten, der Liquordaten und der von den Patienten gemeldeten Ergebnisse. Patienten, die 6 Wochen Doxycyclin erhielten, berichteten in Woche 5 über etwas mehr Nebenwirkungen.<br />
<br />
Schlussfolgerung: Unsere Ergebnisse deuten stark darauf hin, dass eine Doxycyclin-Behandlung über 2 Wochen hinaus bei der europäischen LNB keinen Nutzen bringt. <br />
<br />
Übersetzt mit <a href="http://www.DeepL.com/Translator" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.DeepL.com/Translator</a> (kostenlose Version)<br />
<br />
<br />
<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35896378/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35896378/</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Neue Studie aus Norwegen:<br />
<br />
Sechs- versus zweiwöchige Behandlung mit Doxycyclin bei europäischer Lyme-Neuroborreliose: eine multizentrische, nicht-unterlegene, doppelblinde, randomisierte und placebokontrollierte Studie <br />
<br />
Zusammenfassung<br />
<br />
Hintergrund: Es gibt nur begrenzte Erkenntnisse über die optimale Dauer der Antibiotikabehandlung bei Neuroborreliose. Wir wollten die Wirksamkeit und Sicherheit von oralem Doxycyclin über 2 und 6 Wochen bei der europäischen Lyme-Neuroborreliose (LNB) vergleichen.<br />
<br />
Methoden: Die Studie war randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert und nicht unterlegen. Patienten mit LNB wurden aus acht norwegischen Krankenhäusern rekrutiert und nach dem Zufallsprinzip entweder mit Doxycyclin 200 mg einmal täglich für 2 Wochen, gefolgt von 4 Wochen Placebo, oder mit Doxycyclin 200 mg einmal täglich für 6 Wochen behandelt. Primärer Endpunkt war die klinische Verbesserung, gemessen an der Differenz des klinischen Gesamtscores (0-64 Punkte) zwischen dem Ausgangswert und 6 Monaten. Die Nichtunterlegenheitsgrenze wurde auf 0,5 Punkte festgelegt.<br />
<br />
Ergebnisse: Einhunderteinundzwanzig Patienten wurden eingeschlossen. Zweiundfünfzig Patienten, die 2 Wochen lang behandelt wurden, und 53, die 6 Wochen lang behandelt wurden, wurden in die Intention-to-Treat-Analyse einbezogen, und 52 bzw. 51 in die Per-Protocol-Analyse. Der mittlere Unterschied in der klinischen Verbesserung zwischen den Gruppen betrug 0,06, 95% CI -1,2 bis 1,2, p=0,99 in der Intention-to-Treat-Population und -0,4, 95% CI -1,4 bis 0,7, p=0,51 in der Per-Protocol-Population, und es konnte keine Nicht-Unterlegenheit festgestellt werden. Es gab keine Behandlungsabbrüche und keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse. Die Gruppen unterschieden sich nicht in den sekundären Ergebnissen, einschließlich der klinischen Scores nach 10 Wochen und 12 Monaten, der Liquordaten und der von den Patienten gemeldeten Ergebnisse. Patienten, die 6 Wochen Doxycyclin erhielten, berichteten in Woche 5 über etwas mehr Nebenwirkungen.<br />
<br />
Schlussfolgerung: Unsere Ergebnisse deuten stark darauf hin, dass eine Doxycyclin-Behandlung über 2 Wochen hinaus bei der europäischen LNB keinen Nutzen bringt. <br />
<br />
Übersetzt mit <a href="http://www.DeepL.com/Translator" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.DeepL.com/Translator</a> (kostenlose Version)<br />
<br />
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<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35896378/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35896378/</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kreuzreaktionen bei Borreliosetests aufgrund aktiver viraler Infektionen]]></title>
			<link>https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=14723</link>
			<pubDate>Thu, 03 Mar 2022 18:24:58 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.onlyme-aktion.org/member.php?action=profile&uid=48">Valtuille</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=14723</guid>
			<description><![CDATA[Neue Studie aus Polen:<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Kreuzreaktive Ergebnisse bei serologischen Tests auf Borreliose bei Patienten mit aktiven Virusinfektionen<br />
Derzeit sind serologische Tests für Borreliose (LD), die routinemäßig in Laboratorien gemäß den Empfehlungen der Europäischen Konzertierten Aktion für Lyme-Borreliose als Teil einer zweistufigen Diagnostik durchgeführt werden, oft schwierig zu interpretieren. Dies betrifft sowohl die Erzeugung falsch positiver als auch negativer Ergebnisse, die häufig die korrekte Diagnose und die Durchführung einer angemessenen Behandlung verzögern. Die oben genannten Probleme ergeben sich aus der für die Lebensstrategie der Spirochäte Borrelia burgdorferi sensu lato charakteristischen morphologischen und antigenen Variabilität, einer komplizierten Immunreaktion und Unzulänglichkeiten bei den diagnostischen Methoden. Ziel der Studie war es, die Reaktivität der Seren von 69 Patienten mit bestätigter Infektion mit Epstein-Barr-Virus (EBV), Cytomegalovirus (CMV) und BK-Virus (BKV) mit Borrelia-Antigenen zu überprüfen, die in serologischen Tests verwendet werden: indirekte Immunfluoreszenz (IIFT), Enzymimmunoassay (ELISA) und Immunoblot (IB). In der Gruppe der mit EBV infizierten Patienten wurde der höchste Prozentsatz positiver/grenzwertiger Anti-Borrelia-IgM- und -IgG-Ergebnisse bei den folgenden Tests erzielt: IIFT (51,9% für IgM, 63,0% für IgG), ELISA (22,2% für IgM, 29,6% für IgG) und IB (11,1% für IgM, 7,4% für IgG). In der Gruppe der CMV-infizierten Patienten wurde der höchste Prozentsatz an positiven/grenzwertigen Anti-Borrelien-IgM-Ergebnissen bei den folgenden Tests erzielt: IB (23,1 %), IIFT (15,4 %) und ELISA (7,7 %), während die IgG-Klasse in den Tests IIFT (15,4 %), IB (11,5 %) und ELISA (3,9 %) am höchsten war. In der Gruppe der mit BKV infizierten Patienten wurde der höchste Prozentsatz an positiven/grenzwertigen Anti-Borrelia-IgM-Ergebnissen bei den folgenden Tests erzielt: IIFT (25,0 %), IB (25,0 %) und ELISA (3,9 %), und in der IgG-Klasse in den Tests: IB (50,0 %), IIFT (6,2 %) und ELISA (6,2 %). Das native Flagellin (p41) und die OspC-Proteine waren in allen untersuchten Patientengruppen in beiden Antikörperklassen die am häufigsten nachgewiesenen Borrelienantigene. Ähnlich wie andere Autoren bestätigte die Studie die Tatsache, dass serologische Tests, die zur Diagnose von LD eingesetzt werden, bei Patienten mit aktiven Virusinfektionen ein hohes Potenzial für falsch-positive Ergebnisse haben, was möglicherweise mit kreuzreagierenden Antikörpern zusammenhängt, die während der häufigsten polyklonalen Aktivierung von T/B-Lymphozyten auftreten, die durch virale Superantigene aktiviert werden.<br />
<br />
Übersetzt mit <a href="http://www.DeepL.com/Translator" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.DeepL.com/Translator</a> (kostenlose Version)</blockquote>
Link zum Volltext<br />
<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/labs/pmc/articles/PMC8879713/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.ncbi.nlm.nih.gov/labs/pmc/ar...MC8879713/</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Neue Studie aus Polen:<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Kreuzreaktive Ergebnisse bei serologischen Tests auf Borreliose bei Patienten mit aktiven Virusinfektionen<br />
Derzeit sind serologische Tests für Borreliose (LD), die routinemäßig in Laboratorien gemäß den Empfehlungen der Europäischen Konzertierten Aktion für Lyme-Borreliose als Teil einer zweistufigen Diagnostik durchgeführt werden, oft schwierig zu interpretieren. Dies betrifft sowohl die Erzeugung falsch positiver als auch negativer Ergebnisse, die häufig die korrekte Diagnose und die Durchführung einer angemessenen Behandlung verzögern. Die oben genannten Probleme ergeben sich aus der für die Lebensstrategie der Spirochäte Borrelia burgdorferi sensu lato charakteristischen morphologischen und antigenen Variabilität, einer komplizierten Immunreaktion und Unzulänglichkeiten bei den diagnostischen Methoden. Ziel der Studie war es, die Reaktivität der Seren von 69 Patienten mit bestätigter Infektion mit Epstein-Barr-Virus (EBV), Cytomegalovirus (CMV) und BK-Virus (BKV) mit Borrelia-Antigenen zu überprüfen, die in serologischen Tests verwendet werden: indirekte Immunfluoreszenz (IIFT), Enzymimmunoassay (ELISA) und Immunoblot (IB). In der Gruppe der mit EBV infizierten Patienten wurde der höchste Prozentsatz positiver/grenzwertiger Anti-Borrelia-IgM- und -IgG-Ergebnisse bei den folgenden Tests erzielt: IIFT (51,9% für IgM, 63,0% für IgG), ELISA (22,2% für IgM, 29,6% für IgG) und IB (11,1% für IgM, 7,4% für IgG). In der Gruppe der CMV-infizierten Patienten wurde der höchste Prozentsatz an positiven/grenzwertigen Anti-Borrelien-IgM-Ergebnissen bei den folgenden Tests erzielt: IB (23,1 %), IIFT (15,4 %) und ELISA (7,7 %), während die IgG-Klasse in den Tests IIFT (15,4 %), IB (11,5 %) und ELISA (3,9 %) am höchsten war. In der Gruppe der mit BKV infizierten Patienten wurde der höchste Prozentsatz an positiven/grenzwertigen Anti-Borrelia-IgM-Ergebnissen bei den folgenden Tests erzielt: IIFT (25,0 %), IB (25,0 %) und ELISA (3,9 %), und in der IgG-Klasse in den Tests: IB (50,0 %), IIFT (6,2 %) und ELISA (6,2 %). Das native Flagellin (p41) und die OspC-Proteine waren in allen untersuchten Patientengruppen in beiden Antikörperklassen die am häufigsten nachgewiesenen Borrelienantigene. Ähnlich wie andere Autoren bestätigte die Studie die Tatsache, dass serologische Tests, die zur Diagnose von LD eingesetzt werden, bei Patienten mit aktiven Virusinfektionen ein hohes Potenzial für falsch-positive Ergebnisse haben, was möglicherweise mit kreuzreagierenden Antikörpern zusammenhängt, die während der häufigsten polyklonalen Aktivierung von T/B-Lymphozyten auftreten, die durch virale Superantigene aktiviert werden.<br />
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<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/labs/pmc/articles/PMC8879713/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.ncbi.nlm.nih.gov/labs/pmc/ar...MC8879713/</a>]]></content:encoded>
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			<title><![CDATA[Nachweis von Borrelien-Spirochäten in Autopsie-Proben]]></title>
			<link>https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=14379</link>
			<pubDate>Sun, 25 Apr 2021 10:19:40 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://forum.onlyme-aktion.org/member.php?action=profile&uid=48">Valtuille</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=14379</guid>
			<description><![CDATA[Neue Studie von Monica Embers von der Tulane University, u. a. in Kooperation mit Brian Fallon von der Columbia Universität. <br />
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<blockquote class="mycode_quote"><cite>Abstract schrieb:</cite>Nachweis von Borrelien-Spirochäten in Autopsie-Proben: Validierung und eine Fallstudie <br />
<br />
Die komplexe Ätiologie neurodegenerativer Erkrankungen hat zu Studien über mehrere Mechanismen geführt, darunter genetische Prädisposition, Hirnbiochemie, immunologische Reaktionen und mikrobieller Insult. Insbesondere die Lyme-Borreliose ist häufig mit neurokognitiven Beeinträchtigungen assoziiert, wobei die Manifestationen zwischen den Patienten variieren. Wir haben versucht, Methoden zu entwickeln, um Borrelia burgdorferi, die für die Lyme-Borreliose verantwortlichen Spirochäten, in Autopsieproben von Patienten mit einer Vorgeschichte neurokognitiver Erkrankungen zuverlässig nachzuweisen. In diesem Bericht beschreiben wir den Einsatz mehrerer molekularer Nachweismethoden für diesen Erreger und ihre Anwendung auf eine Fallstudie eines Borreliose-Patienten. Der Patient hatte eine Vorgeschichte von Lyme-Borreliose, wurde mit Antibiotika behandelt und entwickelte Jahre später chronische Symptome einschließlich Demenz. Die Pathologie und die klinische Fallbeschreibung des Patienten stimmten mit einer Lewy-Körper-Demenz überein. B. burgdorferi wurde durch PCR in mehreren ZNS-Geweben und durch Immunfluoreszenzfärbung im Rückenmark identifiziert. Diese Studien bieten den Beweis für das Prinzip, dass eine persistierende Infektion mit der Borreliose-Spirochäte anhaltende Auswirkungen auf das ZNS haben kann. <br />
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Übersetzt mit <a href="http://www.DeepL.com/Translator" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.DeepL.com/Translator</a> (kostenlose Version)<br />
 </blockquote>Link zum Abstract:<br />
<a href="https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fneur.2021.628045/abstract?fbclid=IwAR2D1tmkXrPSlMZbwYJ9oBhza2Izku6SqiknRF4Ewh5XTcXrIzO7MUprbrA" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.frontiersin.org/articles/10....zO7MUprbrA</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Neue Studie von Monica Embers von der Tulane University, u. a. in Kooperation mit Brian Fallon von der Columbia Universität. <br />
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<blockquote class="mycode_quote"><cite>Abstract schrieb:</cite>Nachweis von Borrelien-Spirochäten in Autopsie-Proben: Validierung und eine Fallstudie <br />
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Die komplexe Ätiologie neurodegenerativer Erkrankungen hat zu Studien über mehrere Mechanismen geführt, darunter genetische Prädisposition, Hirnbiochemie, immunologische Reaktionen und mikrobieller Insult. Insbesondere die Lyme-Borreliose ist häufig mit neurokognitiven Beeinträchtigungen assoziiert, wobei die Manifestationen zwischen den Patienten variieren. Wir haben versucht, Methoden zu entwickeln, um Borrelia burgdorferi, die für die Lyme-Borreliose verantwortlichen Spirochäten, in Autopsieproben von Patienten mit einer Vorgeschichte neurokognitiver Erkrankungen zuverlässig nachzuweisen. In diesem Bericht beschreiben wir den Einsatz mehrerer molekularer Nachweismethoden für diesen Erreger und ihre Anwendung auf eine Fallstudie eines Borreliose-Patienten. Der Patient hatte eine Vorgeschichte von Lyme-Borreliose, wurde mit Antibiotika behandelt und entwickelte Jahre später chronische Symptome einschließlich Demenz. Die Pathologie und die klinische Fallbeschreibung des Patienten stimmten mit einer Lewy-Körper-Demenz überein. B. burgdorferi wurde durch PCR in mehreren ZNS-Geweben und durch Immunfluoreszenzfärbung im Rückenmark identifiziert. Diese Studien bieten den Beweis für das Prinzip, dass eine persistierende Infektion mit der Borreliose-Spirochäte anhaltende Auswirkungen auf das ZNS haben kann. <br />
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Übersetzt mit <a href="http://www.DeepL.com/Translator" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.DeepL.com/Translator</a> (kostenlose Version)<br />
 </blockquote>Link zum Abstract:<br />
<a href="https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fneur.2021.628045/abstract?fbclid=IwAR2D1tmkXrPSlMZbwYJ9oBhza2Izku6SqiknRF4Ewh5XTcXrIzO7MUprbrA" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://www.frontiersin.org/articles/10....zO7MUprbrA</a>]]></content:encoded>
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