Ich habe mich mal lange intensiv mit dem Thema Vitamin D3 beschäftigt, da bei mir letztes Jahr im Rahmen einer endokrinologischen Untersuchung als Nebenbefund mitten im Hochsommer ein nicht mehr messbarer D-Spiegel attestiert wurde, so dass ich hochdosiert aufsättigen musste.
Heute weiß ich übrigens, dass es meine lieben kleinen Körperschmarotzer waren, die sich ausgiebig bedient hatten...
Mittlerweile gilt, glaube ich, auch bei eher kritisch eingestellten (nennen wir sie) Experten die Meinung, dass bis zu 4.000 i. E. an zugefüttertem Vitamin D3 pro Tag als 'sicher' gelten, auch wenn kein Mangel besteht.
Auch das halte ich persönlich noch für ziemlich vorsichtig, und diese alten Angaben von wegen nicht mehr als 800 i. E. pro Tag sind sowieso komplett überholt, auch wenn sie noch auf jedem Drogerieprodukt so zu lesen sind.
Allerdings besteht wohl ein gravierender Unterschied dazwischen, ob man sich völlig überhöhte Mengen über einen gewissen Zeitraum künstlich zuführt oder ob man einfach nur viel sonnenbadet: Bei Sonneneinstrahlung macht der Körper als ganz natürliche Bremse einfach 'dicht' und hört auf, weiterhin Vitamin D3 zu synthetisieren, wenn er einfach genug Vorräte angelegt hat.
Und dieser Mechanismus funktioniert nicht, wenn man viel zu viel davon einfach nur schluckt - da setzt die natürliche Bremse eben nicht ein.
Also, gut zu wissen, dass wir nach ein paar Tagen am Strand nicht tot umfallen müssen.
'Du hast keine Chance, aber nutze sie.'
Herbert Achternbusch, Die Atlantikschwimmer