Forum Borreliose & Co-Infektionen

Normale Version: Bericht in NANO vom 4. Juli 17
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Ein Bericht von "NANO" vom 4. Juli 2017

Mit Prof Rauer und Volker Fingerle

"Fragwürdige Behandlung
Künstliches Fieber hilft wenig gegen die widerstandsfähigen Borrelien: Aus der Angst vor chronischer Borreliose schlagen einige Kliniken Profit - mit wissenschaftlich fragwürdigen Methoden wie der Hyperthermie."


http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=67749
Es geht in diesem Bericht nicht nur um Hyperthermie

Man kann hier auf ihrer Facebook-Seite kommentieren:
https://www.facebook.com/3satnano/posts/...2820004884
Tja, was will man dazu sagen. Und täglich grüßt das Murmeltier - oder so ähnlich.

Die Evidenz der Therapie bei bleibenden Beschwerden nach einer einfachen Antibiotikabehandlung ist nicht da.

Da gibt es keinen großen Unterschied zur Schulmedizin. Da gibt es diese Evidenz nämlich auch nicht, wenn wohlwollende Empfehlungen ausgesprochen werden, die oft ins Leere führen.

Bei ca. 5-15% der Patienten bleiben Beschwerden nach einer Borrelieninfektion und keinen Forscher scheint es ernsthaft zu interessieren, wie diese am Besten weiterbehandelt werden sollten.

Mit solchen Beiträgen ist leider den Patienten auch nicht weitergeholfen.
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Grüße vom Urmel
Wieder mal ein Beitrag bei dem ich würgen muss (GsD bin ich noch nüchternRolleyes)
Ich zitiere aus diesem Fimbeitrag: "Die Unsicherheit unter der Bevölkerung ist sehr groß. Eine Unsicherheit, mit der viele Ärzte viel Geld verdienen."

Da stellt sich doch die Frage: Welche Ärzte sind damit gemeint ???


Sind etwa die Ärzte gemeint,

... die weiter strikt und in letzter Zeit noch verstärkter die Borreliose und ihre Ko-Infektionen leugnen,
... die beschäftigt sind, Leitlinien zu entwickeln,
... die mit anderen Diagnosen, die auch nicht wissenschaftlich fundiert sind, wie die somatoforme Schmerzstörung usw. eine Menge Geld verdienen,
... die als gerichtsgefällige Gutachter durch die Republik reisen und bei jedem klagenden Betroffenen (nicht wegen der Gesundheit, sondern auf Anerkennung und Ansprüche vor Gericht) durch ihre Gutachten, oftmals nach Aktenlage, feststellen, dass keine Borrelioseerkrankung vorliegt,
... die besonders gut kooperieren mit der Pharma und den Versicherungen

???

Nein, wahrscheinlich sind diese nicht gemeint !!!

Aber wer dann ???

Wer die Zeche bezahlt, sind wir Betroffene und deren Familien !!!
Falls ihr euch über solche und andere Beiträge aufregt, dann bedenkt, dass ihre diese (zum Hohn) auch noch selbst zwangsfinanzieren müsst. Im Rundfunkstaatsvertrag heißt es unter § 11 Auftrag:

Zitat:2) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.

Falls ihr diese Objektivität nicht seht, dann bietet sich eine Programmbeschwerde an. Oder man wartet auf den nächsten Beitragsbescheid und legt da Widerspruch mit entsprechender Begründung ein.
Dass die Hyperthermie in XXX (s. Forenregel) nicht das bringt, was sie verspricht, hatten wir schonmal hier
https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...#pid109816

Würde mich schon interressieren ob das nun wirklich stimmt was Fingerle über die Hitze und die Borrelien sagt.
Das dumme dabei ist, dass man so einen Bericht niemls jemdnem der zur Hyperthermie möchte einstellen kann, denn was Rauer am Anfang sagt, ist extrem unglaubwürdig und daher der ganze Bericht. XXX



Edit: Bitte die Netiquette bewahren!
Gruß Moderator
Zwei der drei Trials zu Antibiotikagaben bei PTLDS sind ja positiv verlaufen. Insofern kann man die Aussage von Rauer nicht nachvollziehen. Fallon (der ja eine der Studien zu verantworten hatte) hat zu diesem Thema in Open Neurology schon 2012 Stellung bezogen: A Reappraisal of the U.S. Clinical Trials of Post-Treatment Lyme Disease Syndrome

Noch ein Zitat aus dem Paper:

Zitat:The conclusions of this analysis of the chronic Lyme trials emphasize the benefits of repeated antibiotic therapy for patients with specific chronic symptoms. This is done as a counterbalance to the majority of published guidelines which overlook and/or dismiss the evidence that demonstrates that additional antibiotic therapy can lead to sustained benefit. We hope that our review will lead to more carefully detailed and balanced summaries in future guidelines. However, we also wish to emphasize that while some patients do improve with repeated antibiotic therapy, other patients with persistent symptoms do not. Further, as the clinical trials also demonstrate, antibiotic therapy particularly when given intravenously can put the patient at serious risk.

Zitat:Übersetzung (google translate): Die Schlussfolgerungen dieser Analyse der chronischen Lyme-Studien betonen die Vorteile einer wiederholten antibiotischen Therapie bei Patienten mit spezifischen chronischen Symptomen. Dies geschieht als Gegengewicht zu der Mehrheit der veröffentlichten Leitlinien, die die Beweise übersehen und / oder entlassen, die zeigen, dass zusätzliche Antibiotika-Therapie zu nachhaltigem Nutzen führen kann. Wir hoffen, dass unsere Überprüfung zu sorgfältigeren und ausgewogenen Zusammenfassungen in zukünftigen Richtlinien führen wird. Allerdings möchten wir auch betonen, dass, während einige Patienten mit wiederholter antibiotischer Therapie verbessern, andere Patienten mit anhaltenden Symptomen nicht. Weiterhin, wie die klinischen Studien auch zeigen, kann die Antibiotika-Therapie, besonders wenn sie intravenös gegeben wird, den Patienten ernsthaft gefährden.

Das Paper würde ich mir ausdrucken; kann hilfreich beim Arztbesuch sein.
Zu #6

Es ist unsere Welt (Gesundheit)
"Lieber tanz ich als G20"
Aus:
http://www.heute.de/nachttanzdemo-lieber...10292.html

Es war doch Ingolf Baur (SWR) der durch die Sendung führte, oder ?
Seine "unparteiische Haltung" erinnerte mich an:
http://www.presseportal.de/pm/7169/2329490
(06.07.2017, 10:08)Markus schrieb: [ -> ]Zwei der drei Trials zu Antibiotikagaben bei PTLDS sind ja positiv verlaufen. Insofern kann man die Aussage von Rauer nicht nachvollziehen. Fallon (der ja eine der Studien zu verantworten hatte) hat zu diesem Thema in Open Neurology schon 2012 Stellung bezogen: A Reappraisal of the U.S. Clinical Trials of Post-Treatment Lyme Disease Syndrome

Das Problem ist, dass es keine einheitliche Definition gibt für das PTLDS gibt. Rauer bezieht sich hier auf ein Review von Dersch s. auch

Zitat:Die Prävalenz und Spektrum von Restsymptomen unterscheidet sich entsprechend zur angewendeten Falldefiniton. Symptome wie Müdigkeit sind nicht gemeldet in Studien unter Verwendung der ''wahrscheinlich / definitive '' Falldefinition. Da die '' möglich '' Falldefinition unspezifischer ist, könnten auch Patienten mit anderen Voraussetzungen beinhalted sein. Patientenberichte von lähmender Müdigkeit und kognitiver Beeinträchtigungen nach LNB, ein '' Post-Lyme-Syndrom " könnte daher ein Artefakt unspezifischer Falldefinitionen in Einzelstudien sein.

https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=8018

So ist ein Trennschärfenproblem gegeben - der Individualfall ist da nicht ermittelbar.

Ich finde, grundsätzlich sollten alle und damit meine ich wirklich alle etwas mehr Toleranz und Demut bezüglich der Forschungslage an den Tag legen. Das täte uns allen hier wesentlich besser.

Grüßle vom Urmel
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