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Normale Version: GABA Mitochondriopathie Chronisches Müdigkeitssyndrom
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Hallo allerseits,

ich möchte hier einen Thread zum Thema GABA aufmachen. Ich habe schon seit einigen Jahren bei mir gemerkt, dass der leichte Konsum von Alkohol meine Symptome von starker Abgeschlagenheit, Schwindel und allerlei sonstiger komischer nicht emotionaler (aber auch emotionaler) Empfindungen deutlich verbessert. Es war immer ein krasser Unterschied. Jahrelang habe ich damit nicht wirlich etwas anfangen können, bis mir irgendwann der Gedanke kam, dass es daran liegen könnte, dass Alkohol auf GABA-Rezeptoren wirkt. Also habe ich mir mal GABA besorgt und es ausprobiert. Und Tatsache. Ich habe es abends eingenommen, wie ich es von Alkohol "gewöhnt" bin. Am nächsten Tag dann ging es mit merklich besser. Allerdings war noch Luft nach oben. Die folgenden Tage habe ich dann die Dosis gesteigert. Leider war es nach 3 Tagen dann doch wieder so deutlich schlechter, dass ich die Idee mit dem GABA erst mal wieder verworfen. Heute vermute ich, dass es daran gelegen hat, dass meine damals mit noch unbekannte Weizenunverträglichkeit dazwischengefunkt hat. Die macht den Tag nach größerem Weizenkonsum nämlich richtig unausstehlich. Es ist so als wäre da eine Wand zwischen mir und der Außenwelt. Aber egal...

Zum Glück habe ich vor ein paar Wochen wieder damit angefangen mit GABA zu experimentieren. Seitdem ich es nehme, bin ich immer fitter geworden. Ich kann wieder normal denken und sprechen. Meine Wahrnehmung fühlt sich klar an und mein Immunsystem funktioniert auch deutlich besser. Ich war vorher ständig krank und die Pollenallergie auf Birke war so stark ausgeprägt, dass ich nix mehr wirklich tun konnte. Für mich ist das eigentlich der Unterschied zwischen arbeitsfähig und nicht arbeitsfähig. Ich bin ein ganz anderer Mensch.

Laut englischem Wikipedia ist GABA der am häufigst vorkommende Neurotransmitter, wenn es um Hemmung im Gehirn geht. Die Theorie ist, dass er "dazu da ist" das Gehirn ruhigzustellen und damit regenerative Prozesse anstößt.

Leider habe ich gemerkt, dass das Zeug auf die Dauer auch auf den Magen schlägt. Das liegt vielleicht an der hohen Dosis. Außerdem ist mir aufgefallen, dass das Herz auf die Dauer auch gestresst wird. Ich habe so eine Pulsuhr auf der ich das morgens sehen kann. Ich denke, dass Problem ist, dass GABA nicht gut über die Blut-Hirn-Schranke kommt und die Menge die ich dann einnehmen muss, damit es in ausreichender Quantität im Kopf ankommt, für den Rest meines Körpers zu hoch ist. Das Ding ist, dass man bei gehirngängigeren Alternativen sehr schnell im Drogenbereich ankommt. Neben Alkohol: Benzos, Ketamin, GBL.. das sind einige der Kandidaten. Körperliche Abhängigkeit ist bei denen auch dabei. Und dann gibt es häufig auch noch weitere Nebenwirkungen. Alkohol ist zelltoxisch, Ketamin geht auf die Niere.. Keine Ahnung was Benzos machen, aber das wird auch nicht gesund sein. Ich habe bisher jedenfalls noch nichts Positives darüber gehört. Vielleicht wäre Phenibut oder GBL ein Kandidat. Ich GLAUBE, dass sie weniger Nebenwirkungen haben. Das Potential für eine Abhängigkeit ist aber auch da vorhanden! Schön wäre ein schonender Weg, bei dem man den Körper anregt selbst GABA zu produzieren, bzw. seine Symbionten dazu kriegt.

Ich habe gelesen, dass GABA in Mitochondrien hergestellt wird und ich bin mit einer Mitochrondriopathie diagnostiziert. Ich müsste also meine Mitochondien pflegen. (Ich frage, mich in wie weit das mit dem chronischen Müdifkeits/Fatigue Syndrom und Fibromyalgie zusammenhängt, siehe später) Darüber hinaus stellen die Darmbakterien GABA her. Ein Stuhltest ergab bei mir, dass Lactobacillus plantarum bei mir im Darm in deutlich verminderter Menge nur vorkommt. Möglicherweise gibt es auch noch andere Darmbakterien die GABA produzieren. Das heißt also Darmfloraaufbau. Obwohl: seit ein ich seit ein paar Wochen ehrlich sagen muss, dass das gerade endlich mal gut läuft. Subjektiv war ich seit über 10 Jahren nicht mehr so darmgesund wie heute. Vielleicht muss ich einfach weiter so machen. Oder ich mach nochmal einen Stuhltest auf Mikrobiologie.

Vorhin bin auf einen Artikel mit dem Titel "Treating GABA/Glutamate Dysregulation in Fibromyalgia and ME/CFS" gestoßen, dort wird empfohlen es mit 5-HTP, Glutamin, Taurin und Theanin zu probieren. Letzteres wurde mich auch für die Behandlung meiner Mitochondiropathie empfohlen.

So.. jetzt bin ich erst mal alles zum Thema losgeworden, was ich weiß. Vielleicht hat jemand hier ähnliche Erfahrungen mit Alkohol gemacht, wie ich? Vielleicht kann man zusammen ein wenig recherchieren, über das Thema nachsinnen und sich beim Experimentieren gegenseitig bereichern? Fakt ist für mich, dass mein Gehirn sehr leidet, wenn ich es nicht nehme. Es fühlt sich einfach nicht gut an. Jetzt ist für mich die Frage: Wie kriege ich meinen GABA-Haushalt in Griff, ohne mir dabei sonst wie zu schaden. Über Mitstreiter oder einfach nur Denkanstöße, würde ich mich sehr freuen.

--einfach dranbleiben und irgendwann wird es besser
Zitat:Ich denke, dass Problem ist, dass GABA nicht gut über die Blut-Hirn-Schranke kommt...


Hast du mal probiert, GABA mit dem Reishi-Vitalpilz zu kombinieren? Keine Ahnung inwieweit das wissenschaftlich erforscht ist aber Reishi soll angeblich bestimmte Hirnregionen empfindsamer für die Aufnahme von GABA machen.

https://www.ahead-nutrition.com/blogs/er...gen-stress
Danke für den Vorschlag. Vielleicht probier ich es demnächst mal. Baldrian soll wohl auch die Ausschüttung von GABA fördern. Nehme ich auch momentan, aber es braucht wohl etwas länger bis es wirkt, meine ich gelesen zu haben.  In letzter Zeit habe ich es übrigens  Phenibut probiert. Das klappt einigermaßen, aber gefühlt ist Alkohol da effektiver. Vielleicht liegt es daran, dass Phenibut auf GABA B Rezeptoren geht und Alkohol auf GABA A Rezeptoren. Außerdem habe ich gemerkt, dass sie Phenibut bei mir nicht mit Ashwagandha verträgt. Hatte davon einen Ruhepuls von 104 und konnte nicht mehr schlafen. Gefühlt hatte ich auch leichte Wassereinlagerungen in den Beinen. Außerdem muss man mit der Dosierung aufpassen! Wenn man zu viel nimmt, ist man aufgrund der langen Halbwertszeit für länger beeinträchtigt. Das eine Mal war ich den ganzen Tag "angetrunken". Gut ist aber, dass ich mit einer Dosierung von ca. 300 mg auskommen. Eine Toleranzbildung kann ich dabei nicht beobachten.

Mich stört allerdings, dass ich Phenibut irgendwo im Internet kaufen muss und die Qualität dadurch nicht transparent ist. Deshalb habe ich mir jetzt Gabapentin per Rezept in einer Apotheke geholt. Mal schauen, wie das damit funktioniert. Es spricht wohl auch eher die GABA A Rezeptoren an. Das Mittel wird in der Behandlung von epileptischen Anfällen verwendet.

Ein weitere Kandidat könnte übrigens Picamilon sein. Das ist ein Stoff der sich aus GABA und Niacin (Vitamin B3) zusammensetzt und die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann. Im Gehirn wird er dann in die beiden Bestandteile zerlegt und man hat dann das GABA eingeschleust. Blöd ist halt nur, dass man es nicht normal über eine Apotheke beziehen kann. Damit bleibt dann die Qualität unklar. Mal sehen... Hier der Link mit Infos zu Picamilon und einigen anderen Ausführungen zu GABA https://www.vitalstoffmedizin.com/gaba/