RE: Österreich: Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten - Ehemaliges Mitglied 8 - 28.07.2019
(28.07.2019, 12:28)Filenada schrieb: (28.07.2019, 10:48)zausel schrieb: es ist korrekt, das Spirotächen keine Borrelien sind.
Borrelien sind Spirochäten, aber nicht jede Spirochäte ist auch eine Borrelie.
Wer alles zu den Spirochäten gehört, siehe hier.
Danke für den Hinweis Filenada,
ich habe den Fehler in meinem Beitrag 7 behoben. Es wird wohl noch dauern, bis mir solche Fehler nicht mehr unterlaufen.
Liebe Grüsse
zausel
RE: Österreich: Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten - Ehemaliges Mitglied 8 - 28.07.2019
(28.07.2019, 11:23)Markus schrieb: (28.07.2019, 10:48)zausel schrieb: es geht mir darum, das die Dunkelfeldmikroskopie solche Bakterien "sichtbar" nachweist.
Das tut sie mit großer Wahrscheinlichkeit eben nicht und wird in dieser Form daher zurecht von den Schulmedizinern abgelehnt. Aber es ist müßig darüber zu diskutieren. Wer meint, da unter dem DF Borrelien (oder Spirochäten) zu sehen, sollte das belegen, z.B. mittels Verifizierung durch DNA Nachweis. Das könnte dann auch kein Schulmediziner leugnen. Ist mir aber nicht bekannt, dass sowas je stattgefunden hat. Ich habe hier im Forum auch schon zugesagt, dass, sollte es jemandem gelingen den Dunkelfeldnachweis mittels PCR zu verifizieren, ich die Kosten der PCR übernehme.
Für mich ist es klar, dass das unter dem Dunkelfeld nicht nur keine Borrelien, sondern generell keine Bakterien sein können. Denn die Anzahl ist viel zu hoch, als dass es irgendwas Infektiöses sein könnte. Was es ist, kann ich nicht sagen, da ich mich mit dem Thema nicht auskenne; könnte mir aber gut vorstellen, dass es irgendwelche Artefakte sind.
Danke Markus,
aber mir ist schon klar, das ich nicht belegen kann, das es sich bei der Abbildung auf dem Foto im Link, um Borrelien handelt. Ich bin nicht Nadine Bukowski. Und das will ich auch garnicht. Ich weiss aber, was ich sehe und das diese (was für Dich klar ist... nicht nur keine Borrelien, sondern generell keine Bakterien sein KÖNNEN!) Wie hoch darf denn Deiner Meinung nach, die Anzahl (irgendwelcher) Bakterien sein, um Bakterien oder Borrelien genannt zu werden? Kannst denn Du Deine Aussage belegen? Und um was für Artefakte handelt es sich denn Deiner Meinung nach?
Diese Artefakte... wie Du sie nennst... sind nach meiner Behandlung KOMPLETT verschwunden!? Und ich habe keinerlei Borreliosesymptome mehr.
Durch die 7monatige Antibiose, (welche ich in einem anderen Faden beschrieb) wurden meiner Meinung nach Borrelien bekämpft. Ich will nicht bestreiten, das es sich in meinem Fall auch um andere Bakterien handeln "könnte". Glaube auf Grund der vielen Symtome aber nicht daran. Und ich glaube nicht, das es sich um die Gebilde in meinem Blut um "Artefakte" handelte.
Wie gesagt... ich kann nur von meinem Krankheitszustand und meinen eigenen Erfahrungen berichten.
Für mich ist es in der Tat MÜSSIG, hier weitere Beiträge einzubringen.
Schönen Restsonntag wünscht Dir
zausel
RE: Österreich: Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten -
Markus - 28.07.2019
(28.07.2019, 15:15)zausel schrieb: aber mir ist schon klar, das ich nicht belegen kann, das es sich bei der Abbildung auf dem Foto im Link, um Borrelien handelt.
Diese Ansage ging auch nicht an dich, sondern an Leute wie diese Nadine Bukowski. Ich muss und kann im Übrigen nichts belegen, sondern derjenige ist am Zug, der eine Behauptung aufstellt, diese auch zu belegen. Ich habe mich in der Vergangenheit schon verschiedentlich zu DF geäußert, das kannst du ggfs. über die Forensuche finden. Dem habe ich auch nichts hinzuzufügen. Wer an DF glauben will, kann das tun, aber kein seriöser Wissenschaftler wird das ohne handfeste Belege ernstnehmen. Und diese gibt es eben nicht. Wenn die Borrelien so leicht nachzuweisen wären, gäbe es die Diskussion um die Existenz der chronischen Borreliose ja gar nicht.
RE: Österreich: Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten -
mari - 29.07.2019
@ Markus:
Dr. Hopf-Seidel halte ich für eine ernsthafte Ärztin und Wissenschaftlerin. Aus einem Telefonat mit ihr erinnere ich mich ihres Satzes, dass sie nicht nachvollziehen könne, weshalb man in der Gegenwart nicht mehr auf Dunkelfeld-Mikroskopie zurückgreife bei Borreliose - wie das bei Syphilis Standard gewesen sei.
Mag sein, dass DF auch "Fehler-anfällig" ist. Doch es ist mehr als gar nichts - denke ich. Und die Diskussion bzgl. der Existenz der chronischen Borreliose hat m. E. ganz andere Gründe: Diese Erkrankung ist "System-nützlich". Meint: Ärzte verdienen viel an krank bleibenden Kranken; trotz ärztlichem Tun leben viele von den Betroffenen sozialverträglich früh ab. - Klingt zynisch? Ist nicht zynisch gemeint, sondern "nüchtern".
RE: Österreich: Borreliose: Viele Fälle, wenige Daten -
Valtuille - 29.07.2019
Man darf Dunkelfeldmikroskopie nicht pauschal in einen Topf werfen, ich und andere haben hierzu eigentlich schon sehr viel in anderen Threads geschrieben:
In einer Studie in Norwegen, wo ebenfalls eine alternative Dunkelfeldform für Borreliose angeboten wurde, war das Ergebnis beim Vergleich mit PCR nicht gerade berauschend.
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=8438
Hier haben wir auch schon darüber diskutiert:
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=11228&pid=131347#pid131347
Bei Borrelia miyamotoi (mit Rückfallfieber-Borrelien verwandt, die sich vergleichsweise gut im Blut finden) war der Erfolg vom Blutausstrich bei PCR-positiven Proben quasi nicht vorhanden...
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=12445&highlight=dunkelfeldmikroskopie
Von alternativen Anbietern, (bspw. Heilpraktiker, die das Blut bis zum Zerfall beobachten), die das anbieten, halte ich, wie Markus nicht sonderlich viel.
Weshalb Mikroskopie bei Borreliose aus Blut nicht eingesetzt wird, hat ganz simpel damit zu tun, dass Borrelien sich nicht gerne im Blut aufhalten (am ehesten in der disseminierten Frühphase) und die Trefferwahrscheinlichkeit sehr gering ist. Das hat übrigens auch Willy Burgdorfer gesagt, mit dem Satz "It's there, but you don't see it."
Man kann Borrelien also theoretisch im Blut mittels PCR, Kultur oder Mikroskopie nachweisen, das gelingt jedoch nur in sehr seltenen Fällen, weshalb es als Routinemethode nicht geeignet ist. Wenn bestimmte Anbieter häufig Borrelien im Blut nachweisen, wäre ziemliche Skepsis angebracht, ob das wirklich Borrelien sind.
Bei Syphilis wird Mikroskopie teilweise eingesetzt, jedoch nicht von Heilpraktikern aus Blut, sondern meines Wissens aus Läsionen von ausgebildetem Personal in Laboren. Es wäre also die Möglichkeit, bei Erythema migrans statt mit PCR oder Kultur mit Mikroskopie zu untersuchen, wobei die Erregeranzahl bei Syphilis wohl höher ist, die Probengewinnung einfacher.