RE: NDR 14. Mai 2013, 20:15 Borreliose: die Spätfolgen sicher identifizieren -
Rosenfan - 15.05.2013
Pia, man kann doch nicht auf der einen Seite schreiben: *es fehlt das nötige Fachwissen* und auf der anderen Seite: *Die Sendung war in Ordnung*
Das widerspricht sich doch.
Rosenfan
RE: NDR 14. Mai 2013, 20:15 Borreliose: die Spätfolgen sicher identifizieren -
ticks for free - 15.05.2013
In der Mediathek
Borreliose rechtzeitig erkennen und behandeln
Visite - 14.05.2013 20:15 Uhr
Borreliose: Interview
RE: NDR 14. Mai 2013, 20:15 Borreliose: die Spätfolgen sicher identifizieren -
Pia - 15.05.2013
Das es sich um eine gefährliche Erkrankung handelt, gab man zwar zu.
Betrachtet man jedoch die Aussage von diesem Gast Dr.
und die Sendung der letzte Woche, so hat dieser Arzt
aus Hamburg weitaus mehr Informationen zur Grunderkrankung der Borreliose gehabt.
Borreliose wird laut dem Gastarzt auch nicht von Mücken übertragen?

Hat wohl den Durchblick verloren?
L.G. Pia
RE: NDR 14. Mai 2013, 20:15 Borreliose: die Spätfolgen sicher identifizieren -
Oolong - 15.05.2013
Ihr solltet den Filmbeitrag mit dem betroffenen Patienten und dem Hamburger Arzt getrennt bewerten von dem Arzt, der im Studio Interviewpartner war und im Chat antworten wollte.
Diese beiden Ärzte waren sehr unterschiedlich in ihren Aussagen und leider war der Hamburger Arzt nicht auch im Interview und im Chat. Dem würde ich mich glatt anvertrauen, wenn er nicht am anderen Ende von Deutschland wäre.
@ Ponti, ist das der Arzt von deinem Urlaub?
Grüße von Oolong
RE: NDR 14. Mai 2013, 20:15 Borreliose: die Spätfolgen sicher identifizieren -
hanni - 15.05.2013
alles klar:
http://www.ifi-medizin.de/mitarbeit-an-leitlinien.html

hanni
RE: NDR 14. Mai 2013, 20:15 Borreliose: die Spätfolgen sicher identifizieren -
urmel57 - 15.05.2013
Eigentlich sollte hier der Aufschrei deutlich werden:
Der Patient wurde deutlich viel zu spät behandelt und die Erkrankung viel zu spät erkannt, bis durch Zufall mal jemand überhaupt auf die Idee kam. Dafür war dann die Diagnostik bilderbuchmäßig, jedoch wenn man genauer hinschaute - mein Podcast hakte an der Stelle gerade - waren die IgG/IgM nicht eindeutig positiv sondern grenzwertig. Der Blot brachte die besseren Ergebnisse. Ohne den Blot hätte er also schon durchs Raster fallen können. Danach folgte eine 3-wöchige Antibiose. Erst auf Grund der anschließend positiven Liquorergebnisse wurde eine zweite Behandlung erwogen. Da hätte er gut durchs zweite Raster fallen können, wenn sich die Erreger ausschließlich gerade woanders aufgehalten hätten.
Die zweite Behandlung war dann deutlich intensiver und deutlich länger über 35 Tage und brachte Verbesserungen. Warum macht man das dann nicht gleich so? Ohne den positiven Liquortest hätte dieser Patient wahrscheinlich auch Pech gehabt.
Mit den Aussagen zusammen, die Morbus Bahlsen schon aufgeführt hat, ist der Boden schon wieder dafür bereitet, dass sich in der Praxis nicht viel ändert
Es wurde suggeriert, dass die Tests Elisa/Blot (Liquoruntersuchung) auf alle Fälle zuverlässig seien, wenn sie richtig interpretiert werden, das ist für mich auch hier der Hauptknackpunkt. Auch dass der LTT immer wieder als wertlos erklärt wird, finde ich sehr bedenklich mit dem Hintergrund dieser Patientengeschichte - vielleicht sollte man auch den LTT lernen, richtig zu interpretieren?
Vielleicht liest der Patient hier mit: ich wünsche sehr, dass die Beschwerden nicht mehr auf ein aktives bakterielles Geschehen beruhen und dass sich diese auch noch von selbst bessern - es wäre interessant, diese Geschichte weiterzuverfolgen.
Vielleicht lesen die anderen Diskussionspartner mit: Ebenso interessant wäre es, welchen Borrelienstamm man mit dieser Behandlung erkennen und behandeln konnte und ob dies auf die anderen Stämme auch so einfach übertragbar wäre.
Ansonsten bleibt es einfach ein Einzelfallbericht, mit Glück im Unglück, wobei jeder Einzelne einer zuviel ist. Die Dunkelziffer der weniger Glücklichen dürfte entsprechend im nebulösen Kreislauf der medizinischen Unwissenheit verbleiben.
Grüße vom Urmel
RE: NDR 14. Mai 2013, 20:15 Borreliose: die Spätfolgen sicher identifizieren -
Rosenfan - 15.05.2013
Ich habe die Sendung nicht gesehen, aber war zufälligerweise dieser Arzt mit im Studio:
Sendung vom 7.05.?
Im übrigen gibt es auf
NDR jede Menge Artikel zu Borreliose, auch von dem Lieblingsfeind.
Gruß - Rosenfan
RE: NDR 14. Mai 2013, 20:15 Borreliose: die Spätfolgen sicher identifizieren - Ehemaliges Mitglied - 15.05.2013
Hallo,
ich sah den Beitrag nicht, wollte nicht. Doch in der letzten Woche gab es schon einmal hier eine kurze Debatte zu: Nach welcher Zeit ist eine Infektion möglich? Morbus Bahlsen #10 berichtet wieder von einer Zeitangabe. Kann mir jemand bitte kurz erklären, warum es erst eine Zeit X braucht, um zu infizieren. Was ändert sich denn nach X, am Verhalten der Zecke?
Ich bedanke mich.
RE: NDR 14. Mai 2013, 20:15 Borreliose: die Spätfolgen sicher identifizieren -
urmel57 - 15.05.2013
Hallo fischera,
die Zecken haben keine Uhr gestellt

allerdings brauchen die Borrrelien einen Stimulus um auf die Wanderschaft zum Wirt zu gehen. Der wird durch das Blut des Wirtes gegeben und die Borrelien werden sozusagen aktiviert, die Zecke zu verlassen. (Im Hünerfeldfilm war das gut dargestellt worden)*
Wir haben darüber hier schon mal diskutiert, wie es auch schon zu einem früheren Zeitpunkt zu einer Infektion kommen kann, mal abgesehen von anderen Übertragungswegen.
http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=2296
Liebe Grüße Urmel
*Nachtrag :
Die Borrelien haben sich an ihren Überträger, die Zecke, sehr gut angepasst. Sie bilden an ihrer Oberfläche kleine Haken aus, mit denen sie sich in die Darmwand der Zecke einhängen. Wenn die Zecke mit der Blutmahlzeit beginnt, bauen die Borrelien diese Haltehaken ab, verlassen den Zeckendarm und gelangen über die Speicheldrüse des Spinnentiers in die Wunde des Opfers.
RE: NDR 14. Mai 2013, 20:15 Borreliose: die Spätfolgen sicher identifizieren - Ehemaliges Mitglied - 15.05.2013
Es sind doch immer wieder .......
http://forum.csn-deutschland.de/viewtopic.php?f=77&t=17937