RE: Geistige Leistungsfähigkeit -
FreeNine - 13.12.2013
Hallo Orchidea,
wie schon einige hier geschrieben haben, muss man sich versuchen zu arrangieren mit einigen Problemen, die die geistige Leistungsfähigkeit betreffen. Aber manchmal fällt es halt schwer, das alles zu akzeptieren. Das musste ich gestern auch wieder feststellen.
Wir waren notgedrungen auf der Rückfahrt mit dem Auto quer durch Deutschland. Ich als Beifahrer. Und ab Kasseler Berge wurde es dunkel und "leicht nebelig". Auf alle Fälle bin ich ja viele Jahre selbst täglich auf dem Weg zur Arbeit auf der Autobahn unterwegs gewesen bei Wind und Wetter.
Jedenfalls Konzentration und Reaktion auf diese Situation wäre zur Zeit bei mir absolut nicht möglich.... Ich hatte eine Angst, da ich die Situation z.T. viel zu langsam erfasst habe und habe daraufhin meinen "Fahrer" mehrmals "angemotzt" weil er meiner Auffassung nach zu schnell unterwegs war. Aber nach ein paar Stunden Fahrt war das alles zu viel für mich. (PS. Eigentlich ist mir bewusst, das er ein guter, sicherer Fahrer ist...!)
Und nach der Fahrt war ich fix und fertig, als wenn ich gefahren wäre..
Jedenfalls hätte ich gern auch ein Rezept, was ich dagegen tun könnte. -
Also m. E. - es bleibt uns nichts weiter übrig als allen Stress versuchen zu vermeiden, alle Situationen ruhig anzugehen und unser Immunsystem zu stärken und nicht zusätzlich zu belasten.....
LG
RE: Geistige Leistungsfähigkeit -
Extremcouching - 13.12.2013
(13.12.2013, 14:10)Orchidea schrieb: @Extremcouching:
Hast du denn schon mal richtigen Quatsch fabriziert oder hast du "nur" Angst davor?
Also je nach Auffassung. Meine Kunden halten es bestimmt für großen Mist, wenn ich ihre Anträge vergrabe und nicht schnell genug bearbeite... Ich finde, dass das nicht so toll, aber noch lange kein Fehler ist.
Ich bin im öffentlichen Dienst

und leide zusätzlich zum Chaoskopf noch unter personalmangelbedingter Arbeitsüberlastung. Ich habe keinen Überblick mehr über meine ganzen Fälle und vergrabe tatsächlich schonmal Akten unter den Stapeln auf meinem Schreibtisch, sodass einige Zeit vergeht, bis ich sie wiederfinde.
Ich vergesse z.B. auch schon mal eine wichtige Auflage im Genehmigungsbescheid und muss diese Auflage dann als Ergänzung hinterher schicken. Oder ich gebe eine telefonische Auskunft, die sich hinterher als falsch herausstellt. Alles sehr peinlich für mich, aber eigentlich noch keine Katastrophe. Innerdienstliche Kontrolle gibt es bei uns nicht.
LG Couch
RE: Geistige Leistungsfähigkeit -
FreeNine - 13.12.2013
(13.12.2013, 14:10)Orchidea schrieb: @Extremcouching:
Hast du denn schon mal richtigen Quatsch fabriziert oder hast du "nur" Angst davor?
Hallo Orchidea,
Zu deiner Frage - bin zwar nicht Extremcouching

.
Erst die letzten Jahre mit Borreliose habe ich auf Arbeit gemerkt, das ich mit dem Aufgaben überfordert war. Aber es hat sich langsam (über viele Jahre) aufgebaut. Anfangs habe ich das mit Notizen und Zettelchen und System ganz gut gemeistert. Aber in der letzten Zeit wußte ich 5 Minuten später manchmal nicht genau ob ich 5 Minuten vorher dies oder jenes kontrolliert /überprüft hatte. Und dann mußte ich es wiederholen, das hat mir in meiner sowieso schon stressigen und eigentlich gewissenhaften Arbeit zusätzlich kostbare Zeit gekostet. Und im Endeffekt sind dann auch Fehler entstanden, was in meiner Arbeit gleich Geld gekostet hat, sprich Fehlproduktion. ... Naja zweimal habe ich mit Krankschreibung die Notbremse gezogen, um nicht noch mehr Schaden anzurichten. Habe es z.B. mit Wiedereingliederung ect. versucht. Und da mein Arbeitgeber das letztendlich ja auch mitbekommen hat, und mir dann mehr oder weniger zu verstehen gegeben hat, das ich mich auskurieren/behandeln lassen soll und wenn ich wieder voll Einsatzfähig bin, dann gern wiederkommen kann, bin ich nun schon länger zu Hause. (Allerdings hat er mich auch bisher nicht gekündigt. Entweder hat er mich schon vergessen?!

)
PS.: Es kommt ebend immer auch etwas auf den Arbeitsplatz und Arbeitgeber ect an und auf der anderen Seite auf den gesundheitlichen Zustand eines jeden einzelnen. Wenn man es sich finanziell leisten kann, kann man vieleicht auch in der Arbeitszeit etwas kürzer treten.
Ich war früher so gut wie mit meiner Arbeit "verheiratet" und bin mit den Aufgaben über Jahre gewachsen. Irgendwann habe ich gemerkt, das es nicht mehr in Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand vereinbar ist, und nun bin ich auf dem Weg zu retten, was zu retten ist .....
RE: Geistige Leistungsfähigkeit -
Orchidea - 13.12.2013
(13.12.2013, 16:01)FreeNine schrieb: Hallo Orchidea,
wie schon einige hier geschrieben haben, muss man sich versuchen zu arrangieren mit einigen Problemen, die die geistige Leistungsfähigkeit betreffen. Aber manchmal fällt es halt schwer, das alles zu akzeptieren. Das musste ich gestern auch wieder feststellen.
Ich weiß nicht, wie man sich langfristig damit arrangieren soll ... Man muss ja Aufgaben in bestimmter Zeit erledigen ...

Noch bin ich in der glücklichen Lage, nicht viel zu tun zu haben und mir die Zeit einteilen zu können - und zu Hause "arbeiten" zu können. Da geht das alles. Aber ich merke, wie schlecht es so schon geht - mit den Luxusumständen. Und habe inzwischen wirklich Angst vor dem Beginn der richtigen Arbeit.
(13.12.2013, 16:01)FreeNine schrieb: Wir waren notgedrungen auf der Rückfahrt mit dem Auto quer durch Deutschland. Ich als Beifahrer. Und ab Kasseler Berge wurde es dunkel und "leicht nebelig". Auf alle Fälle bin ich ja viele Jahre selbst täglich auf dem Weg zur Arbeit auf der Autobahn unterwegs gewesen bei Wind und Wetter.
Jedenfalls Konzentration und Reaktion auf diese Situation wäre zur Zeit bei mir absolut nicht möglich.... Ich hatte eine Angst, da ich die Situation z.T. viel zu langsam erfasst habe und habe daraufhin meinen "Fahrer" mehrmals "angemotzt" weil er meiner Auffassung nach zu schnell unterwegs war. Aber nach ein paar Stunden Fahrt war das alles zu viel für mich. (PS. Eigentlich ist mir bewusst, das er ein guter, sicherer Fahrer ist...!)
Und nach der Fahrt war ich fix und fertig, als wenn ich gefahren wäre..
Das kommt mir so bekannt vor ... Nur dass ich gefahren bin. Und zwischendurch das Gefühl hatte, ferngesteuert zu fahren, aber das überhaupt nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Mit 100 hatte ich das Gefühl zu rasen. Seitdem habe ich beschlossen, in nächster Zeit nicht mehr im Dunkeln zu fahren, wenn es nicht unbedingt sein muss.
(13.12.2013, 16:01)FreeNine schrieb: Jedenfalls hätte ich gern auch ein Rezept, was ich dagegen tun könnte. -
Also m. E. - es bleibt uns nichts weiter übrig als allen Stress versuchen zu vermeiden, alle Situationen ruhig anzugehen und unser Immunsystem zu stärken und nicht zusätzlich zu belasten.....
LG
Vermutlich hast du Recht ...

Nur wie, wenn Klitzekleinigkeiten sich schon wie Stress anfühlen?
Wie kommst du denn jetzt damit klar, länger nicht mehr zu arbeiten?
Das kommt bei mir überhaupt nicht in Frage, ich fange ja gerade erst an. Ich hoffe auch immer noch, dass ich eines Morgens aufwache und mich geistig wieder normal leistungsfähig wie früher fühle ...
Irgendwie verstehe ich es auch einfach nicht. Seit 2005 war ich dauern krank und habe trotzdem alles geschafft - und gut geschafft. Warum geht es jetzt plötzlich nicht mehr?
RE: Geistige Leistungsfähigkeit -
Orchidea - 13.12.2013
(13.12.2013, 17:59)Extremcouching schrieb: (13.12.2013, 14:10)Orchidea schrieb: @Extremcouching:
Hast du denn schon mal richtigen Quatsch fabriziert oder hast du "nur" Angst davor?
Also je nach Auffassung. Meine Kunden halten es bestimmt für großen Mist, wenn ich ihre Anträge vergrabe und nicht schnell genug bearbeite... Ich finde, dass das nicht so toll, aber noch lange kein Fehler ist.
Ich bin im öffentlichen Dienst
und leide zusätzlich zum Chaoskopf noch unter personalmangelbedingter Arbeitsüberlastung. Ich habe keinen Überblick mehr über meine ganzen Fälle und vergrabe tatsächlich schonmal Akten unter den Stapeln auf meinem Schreibtisch, sodass einige Zeit vergeht, bis ich sie wiederfinde.
Ich vergesse z.B. auch schon mal eine wichtige Auflage im Genehmigungsbescheid und muss diese Auflage dann als Ergänzung hinterher schicken. Oder ich gebe eine telefonische Auskunft, die sich hinterher als falsch herausstellt. Alles sehr peinlich für mich, aber eigentlich noch keine Katastrophe. Innerdienstliche Kontrolle gibt es bei uns nicht.
LG Couch
Das klingt auch stressig ... Chaos in der Ordnung kenne ich auch - das ist wirklich auch noch schlimmer geworden, seitdem ich diese Symptome habe (vermutlich Borreliose & Co habe - ich weiß es ja nicht, seit wann wirklich).
Man macht sich Zettel mit dem, was man tun muss, und vergisst die Zettel oder verliert sie oder vergisst draufzugucken oder kommt dabei durcheinander ...
Gut, wenn es keine Kontrollen gibt - aber ich finde es für einen selbst so unbefriedigend! ...
RE: Geistige Leistungsfähigkeit -
Regi - 14.12.2013
Zitat:@Regi: Bist du auch bei schon Gelerntem so fit wie früher? Ich habe das Gefühl, dass ich mir Neues kaum merke. Altes Wissen schwirrt noch im Kopf herum, ist aber viel schlechter abrufbar. Das Kurzzeitgedächtnis funktionert viel, viel schlechter, während das (episodische) Langzeitgedächtnis noch normal funktioniert.
Tja, ich bin halt langsamer und kann nicht mehr so lange durchhalten. Ausserdem bin ich nach zwei Std. konzentriertem Arbeiten komplett durch den Wind und nicht mehr in der Lage, die einfachsten Dinge wie z.B. Kochen, Duschen etc. auf die Reihe zu kriegen. Aber nach einer Pause, wo ich in Ruhe überlegen kann, wie und in welcher Reihenfolge es weitergehen soll, gehts so halbwegs wieder.
Allerdings bin ich in der komfortablen Lage, nicht mehr arbeiten zu müssen, da ich aufgrund der chronischen Borreliose (und lt. Gutachten ein paar schweren Persönlichkeitsstörungen) eine Rente bekomme. Da kann ich mir meine Selbstversorgung einteilen und schaue, dass ich verbindliche Termine nicht zu nah aneinanderlege.
LG, Regi
RE: Geistige Leistungsfähigkeit -
BorreLiu - 14.12.2013
(12.12.2013, 20:42)Orchidea schrieb: Wer von euch hat auch Probleme damit, geistige Leistungen zu erbringen?
Hat jemand vielleicht einen Geheimtipp, wie man die
Leistungsfähigkeit wieder verbessern kann?
Wie man ...
... wieder denken kann?
... schwierigere Texte versteht?
... aufnimmt, was andere sagen?
... sich Gelesenes besser merkt?
... das Gefühl los wird, dumm und schwer von Begriff zu sein, nachdem man sein bisheriges Leben dachte, schlau zu sein und eine rasche Auffassungsgabe zu haben?
Wie man es schafft, dass Arbeitgeber nicht merken, wie gering das eigene geistige Level inzwischen geworden ist?
Und wie man Verzweiflungszustände, wenn man merkt, dass es einfach nicht klappt, überwindet?

Am schlimmsten war es bei mir, bevor ich wusste, dass es Auswirkungen der Borreliose sind. Nicht-wissen und Grübeln-müssen ist auch Stress, und Stress wirkt(e) sich verheerend auf meine geistige Restleistungsfähigkeit aus. Unter Druck geht gar nichts, ich wurde auch regelmäßig aggressiv, wenn ich Druck spürte, in unangemessenem Maß aggressiv.
Nun bin ich in Rente und mein Mann ist der Rettungsfallschirm, falls alles schief läuft. Seither bemerke ich zwar Erleichterung, aber (noch) nicht wirklich Verbesserung. Einfache Meditationsübungen und KonzentrationsSPIELE helfen, aber ich ticke einfach anders - arhytmisch und langsamer. Somit nicht im Takt der heutigen Welt. Schlimm, wenn es junge Menschen betrifft.
Hoffnung besteht, denn ich habe gelesen, dass NB Schäden die graue Substanz betreffen, und diese kann mit gezieltem Training wieder aufgebaut werden, sogar überraschend schnell (also nicht wissenschaftliche Texte lesen sondern auf eher spielerische Art mit Farben, Formen, Klängen und Assoziierungen). Das mache ich wohl seit längerem intuitiv, denn ich spiele gerne und übe so Konzentration und Schnelligkeit, ohne unter "echtem" Leistungsdruck zu stehen.
lg
BorreLiu
RE: Geistige Leistungsfähigkeit -
judy - 14.12.2013
Zitat:Hat jemand vielleicht einen Geheimtipp, wie man die
Leistungsfähigkeit wieder verbessern kann?
Geiheimtipps sind das sicherlich keine, doch man kann schon einiges tun.
die Ursache behandeln
mit viel Glück hilft dir deine Rizoltherapie.
Ansonsten ist das liquorgängige Minocyclin bei Borreliose sehr gut.
Coinfektionen abklären
auch z.B. Bartonellen machen heftige kognitive Probleme und können natürlich ebenfalls mit Antibiotika behandelt werden.
Serrapeptase
finde ich persönlich ganz gut. Es ist ein Enzym, das antientzündlich wirkt und Ablagerungen an den Gefäßwänden reduzieren soll. Diese Entzündungen in den Gefäßen machen wohl Borrelien und Bartonellen. Wenn die Durchblutung im Gehirn wieder besser ist, ist schon viel gewonnen
http://www.nutramedix.ec/pdfs/serrapeptase_germanflyer.pdf
Meditation
super, dass Regi das auch schon geschrieben hat. Ich hab zwar im Mom noch nicht die Disziplin, das regelmäßig zu machen, doch das erscheint mir auch sehr sinnvoll. Es gibt sogar neurowissenschaftliche Studien, dass das Gehirn sich sehr schnell im pos. Sinne verändert, wenn Leute regelmäßig meditieren. Und sogar, dass die graue Substanz dichter wird
http://www.nmr.mgh.harvard.edu/~britta/SdF_2011_01_32_33.pdf
eigener Umgang damit
da muss natürlich jeder seinen eigenen Weg finden. Es hängt ja auch sehr damit zusammen, in welcher Lebenssituation man von dieser Krankheit erwischt wird. Hilfreich ist sicherlich, wenn man akzeptiert, dass es von der Krankheit kommt. Sie ist gekommen und sie kann auch wieder gehen

. Oder zumindest können die kognitiven Probleme wieder sehr viel besser werden.
Man kann eh nichts erzwingen. Wenn die Konzentration weg ist ist sie weg. Da kann man noch so gerne Dinge tun wollen, die einem im alten Leben sehr wichtig waren. Es geht einfach nicht. Besser ist es dann sicherlich, eine Pause zu machen, sich hinzulegen, spazieren zu gehen, eben etwas machen, wo man Energie tanken kann. Oder gleich Pausen einplanen und Termine so legen, dass man sie auch schaffen kann...
RE: Geistige Leistungsfähigkeit -
Orchidea - 15.12.2013
Hallo Regi,
(14.12.2013, 07:38)Regi schrieb: Tja, ich bin halt langsamer und kann nicht mehr so lange durchhalten. Ausserdem bin ich nach zwei Std. konzentriertem Arbeiten komplett durch den Wind und nicht mehr in der Lage, die einfachsten Dinge wie z.B. Kochen, Duschen etc. auf die Reihe zu kriegen. Aber nach einer Pause, wo ich in Ruhe überlegen kann, wie und in welcher Reihenfolge es weitergehen soll, gehts so halbwegs wieder.
So ähnlich geht es mir inzwischen auch ...
(14.12.2013, 07:38)Regi schrieb: Allerdings bin ich in der komfortablen Lage, nicht mehr arbeiten zu müssen, da ich aufgrund der chronischen Borreliose (und lt. Gutachten ein paar schweren Persönlichkeitsstörungen) eine Rente bekomme. Da kann ich mir meine Selbstversorgung einteilen und schaue, dass ich verbindliche Termine nicht zu nah aneinanderlege.
LG, Regi
Das ist natürlich (einerseits!) gut ... Wenn die Termine einfach da sind, kann man sie ja nicht legen ... Na ja, NOCH kann ich das. Wie gesagt, ich habe nur Angst davor, wenn sich das ändert ... Und so komme ich mir so faul und ineffizient vor. Dabei weiß ich ja, dass es am Kranksein liegt ...
RE: Geistige Leistungsfähigkeit -
Orchidea - 15.12.2013
Am schlimmsten war es bei mir, bevor ich wusste, dass es Auswirkungen der Borreliose sind. Nicht-wissen und Grübeln-müssen ist auch Stress, und Stress wirkt(e) sich verheerend auf meine geistige Restleistungsfähigkeit aus.[/quote]
Komisch - mir geht es irgendwie, seitdem ich die Diagnose habe, viel schlechter. Als ob sich der Körper jetzt eingestehen würde, krank sein zu dürfen, während er vorher einfach immer noch irgendwie funktionieren musste ...
(14.12.2013, 12:47)BorreLiu schrieb: Unter Druck geht gar nichts, ich wurde auch regelmäßig aggressiv, wenn ich Druck spürte, in unangemessenem Maß aggressiv.
Nun bin ich in Rente und mein Mann ist der Rettungsfallschirm, falls alles schief läuft. Seither bemerke ich zwar Erleichterung, aber (noch) nicht wirklich Verbesserung.
Hat sich der Zustand gar nicht verbessert?
Mich wundert immer noch etwas, dass es mir im ersten halben Jahr von 2013 gut ging ... Wie kann das eigentlich sein? Nur, weil kein Stress mehr da war? (Nach 1 1/2 Jahren Quälerei im Ref zuvor ...)
(14.12.2013, 12:47)BorreLiu schrieb: Einfache Meditationsübungen und KonzentrationsSPIELE helfen,
Zum Meditieren oder Ähnlichem fehlt mir gänzlich die Konzentration. Nachts kann ich schon nicht schlafen, weil ständig irgendwelche Gedanken im Kopf rumwirbeln. Schade nur, dass die sich tagsüber nicht mal sortieren ....
Komischerweise habe ich festgestellt, dass eine kurze Konzentration wie bei Konzentrationsspielen oder Rätseln kein Problem ist. Im Alltag klappt es nur nicht. Und gar nicht mehr, wenn ich durch andere abgelenkt bin und mich auf andere einstellen muss ... Oder wenn es eben umfangreichere Denkaufgaben sind. Kleine Häppchen gehen noch ...
(14.12.2013, 12:47)BorreLiu schrieb: aber ich ticke einfach anders - arhytmisch und langsamer. Somit nicht im Takt der heutigen Welt. Schlimm, wenn es junge Menschen betrifft.
Hoffnung besteht, denn ich habe gelesen, dass NB Schäden die graue Substanz betreffen, und diese kann mit gezieltem Training wieder aufgebaut werden, sogar überraschend schnell (also nicht wissenschaftliche Texte lesen sondern auf eher spielerische Art mit Farben, Formen, Klängen und Assoziierungen). Das mache ich wohl seit längerem intuitiv, denn ich spiele gerne und übe so Konzentration und Schnelligkeit, ohne unter "echtem" Leistungsdruck zu stehen.
lg
BorreLiu
Und merkst du dann keine verbesserten Auswirkungen auf andere Tätigkeiten?
Ich verstehe das bei mir nicht recht. Vor 4 Jahren hatte ich mal eine Phase, wo ich auch dauernd krank war und wo mein Gedächtnis mir überhaupt nicht mehr gefiel. Im Alltag kam es mir vor wie ein Sieb. Als wir aber zufällig im Studium in dieser Zeit einen Gedächtnistest gemacht haben, war ich dennoch die Beste. Was nützt einem ein Gedächtnis, das einem in kleinen Testsituationen (oder auch bei kleinen spielerischen Aufgaben ohne Druck) noch zeigen kann, dass es funktioniert, wenn es will, aber im Alltag völlig versagt?