RE: Borreliose nach 20 Jahren -
Regi - 24.11.2013
Zitat:der (angeblich) erfahren ist mit Borreliose und die Leitlinien kennt.
Kommt immer darauf an,
welche Leitlinien er kennt.
Ob mit Monotherapie starten oder mit Kombi, sollte ein erfahrener Spezi zusammen mit dir entscheiden. Am besten fragst du dann auch den Arzt, warum er in deinem Fall Mono oder Kombi-Therapie macht. Egal, wie und was entschieden wird: Die Borreliose-Therapie in späteren Stadien ist eine Rumpröbelei.
LG, Regi
RE: Borreliose nach 20 Jahren -
Floh - 24.11.2013
Hallo Regi, die Idee erst mit Mono kommt von mir. Der Hintergrund ist wie beschrieben, damit zu sehen, ob eine aktive B.infektion vorliegt oder doch andere Ursachen dahinter stehen.
Ich denke, einen Spezi zu finden und einen Termin zu bekommen, dauert seine Zeit. Nach der letzten Nacht, bin ich froh, wenn bald etwas passiert.
RE: Borreliose nach 20 Jahren -
urmel57 - 24.11.2013
Hallo Floh,
sorry, dass ich auf deine frühere Frage nicht mehr eingegangen bin.
Vitamine und Mineralstoffe werden bei chronischen Infektionen oft mehr verbraucht als man sie normalerweise zuführt. Manchmal ist auch durch die Infektion der Stoffwechsel gestört. Mangelerscheinungen und Borreliosesymptome können dabei Hand-in-Hand gehen und dann geht die Spirale abwärts.
Neben den Vitaminen B12, B6, D sind mir vor allem die Mineralien Selen, Mangan noch sehr wichtig. Wenn du ein wenig suchen magst, bei google oder hier im Forum, finden sich die Symptome der Mangelerscheinungen, die du dann vergleichen kannst, mit deinen Beschwerden.
Wie auch immer, jeder macht seine eigenen Erfahrungen bei der antibiotischen Behandlung. Für mich ist die zweigleisige Betrachtung die logischste.
Sprich, alleine durch eine Probeantibiose muss es keinen deutlichen Erkenntnisgewinn geben.
Ich persönlich würde bei einer alten Infektion auch immer zu einem gut intrazellulär wirksamen Antibiotikum tendieren, kombiniert mit einem sogenannten "Zystenknacker", der die Borrelien auch angreifen kann, wenn sie sich in ihrer Form dem Antibiotikum entziehen wollen.
Ich wünsche dir, dass du mit deinem Arzt zu einer guten Entscheidung kommst.
Liebe Grüße Urmel
RE: Borreliose nach 20 Jahren -
Floh - 30.11.2013
Hallo, wollte mich mal wieder melden, nachdem ihr mir mit so vielen Tipps und Meinungen einen Schritt weiter geholfen habt.
Im Moment bin ich am Ausschließen -soweit das möglich ist- anderer Möglichkeiten. Blut und Nährstoffe soweit gut bis auf ACE (s.Beitrag Runa)
Meine Gelenkschmerzen sind jetzt seit 10 Tagen sehr stark. Medikamente helfen kaum. Mein HA möchte mit dem
XXX (s. Forenregel) telefonieren, die haben das Labor gemacht. Bezweifle, ob ein Spezi, ohne mich zu kennen, zur Antibiose raten kann, nur aufgrund des Labors und der geschilderten Klinik. Bin gespannt auf nächste Woche. Persönlich bin ich jetzt nach all dem Lesen und Informieren und v.a. nach den anhaltenden Schmerzen bereit für AB.
Liebe Grüße an alle
RE: Borreliose nach 20 Jahren -
Floh - 27.12.2013
Das Labor ist fertig. Habe es zugeschickt bekommen, aber noch keinen Arzt gesprochen. Habe nun doch LTT und CD Test gemacht, da mein Arzt meinte, sei nötig zum Therapieverlauf. Ebenso mögliche Co-Infekte.
Heraus kam:
LTT Borrelien positiv, CD Wert erniedrigt.
LTT und IgG auf Chlamy.pneu positiv, Erlichien IgG und LTT positiv, Mykoplasmen IgM positiv.
Jetzt warte ich auf den Therapieplan und Gespräch. Bin auch verwirrt, plötzlich so viele "Sachen" zu haben....
Könnt ihr mir bitte noch ein paar Fragen beantworten:
1. Behandelt man jetzt anders mit den 3 Coinfekten, die alle reaktiviert sind als wenn ich "nur" Borreliose hätte?
2. Behandelt man eigentlich die Coinfekte mit, bis sie nicht mehr reaktiv sind? Denn Antikörper alleine, sind ja keine Aussage für eine aktive Infektion. Das würde auch bedeuten, man müsste danach wieder LTT machen, oder?
Ich habe so viel gelesen hier im Forum, aber leider nicht alles für mich Interessante herausgeschrieben und jetzt weiß ich nicht mehr:
3. Nehmt ihr gleich zu Beginn der Antibiose Probiotika oder danach?
4. NEM auch während der Antibiose?
5. Stehen allgemein noch Untersuchungen vor Beginn einer Antibiose an?
Danke für eure Bemühungen!
RE: Borreliose nach 20 Jahren -
anfang - 27.12.2013
(27.12.2013, 13:07)Floh schrieb: Das Labor ist fertig. Habe es zugeschickt bekommen, aber noch keinen Arzt gesprochen. Habe nun doch LTT und CD Test gemacht, da mein Arzt meinte, sei nötig zum Therapieverlauf. Ebenso mögliche Co-Infekte.
Heraus kam:
LTT Borrelien positiv, CD Wert erniedrigt.
LTT und IgG auf Chlamy.pneu positiv, Erlichien IgG und LTT positiv, Mykoplasmen IgM positiv.
Jetzt warte ich auf den Therapieplan und Gespräch. Bin auch verwirrt, plötzlich so viele "Sachen" zu haben....
Könnt ihr mir bitte noch ein paar Fragen beantworten:
1. Behandelt man jetzt anders mit den 3 Coinfekten, die alle reaktiviert sind als wenn ich "nur" Borreliose hätte?
2. Behandelt man eigentlich die Coinfekte mit, bis sie nicht mehr reaktiv sind? Denn Antikörper alleine, sind ja keine Aussage für eine aktive Infektion. Das würde auch bedeuten, man müsste danach wieder LTT machen, oder?
Ich habe so viel gelesen hier im Forum, aber leider nicht alles für mich Interessante herausgeschrieben und jetzt weiß ich nicht mehr:
3. Nehmt ihr gleich zu Beginn der Antibiose Probiotika oder danach?
4. NEM auch während der Antibiose?
5. Stehen allgemein noch Untersuchungen vor Beginn einer Antibiose an?
Danke für eure Bemühungen!
1--> Je nach Kombi der AB-Therapie werden die eine-oder anderen Infekte getroffen.
2--> Ein guter B-Facharzt hat das im Griff....
3--> Ist nicht verkehrt,gleich zunehjmen....
4--> Sowohl-als auch...
5--> dto.-2.............. - anfang -
RE: Borreliose nach 20 Jahren -
urmel57 - 27.12.2013
Hallo Floh,
ich fang mal von hinten an. Normalerweise macht es Sinn, vor Beginn der Antibiose ein Blutbild mit Leber- und Nierenwerten zu machen und diese dann imVerlauf der Antibiose vom Arzt kontrollieren zu lassen. Sicherlich bekommst du dazu auch von deinem Arzt noch Hinweise.
Bei NEMs während der Antibiose muss man aufpassen, dass sich diese nicht mit den Antibiotika stören in Form von Wechselwirkungen.
Ich selbst habe Probiotika nach der Antibiose genommen und während darauf geachtet, viel Joghurt zu essen (auch hierbei auf Wechselwirkungen achten) , wenig Zucker und auch nie Tabletten auf nüchternen Magen geschluckt.
Es gibt keine standardisierte Behandlung dieser Infekte, das richtet sich meist nach den Erfahrungen des Behandlers. Oft sind aber Antibiotika gegen mehrere Keime wirksam, so werden die Coinfektionen bei der Borrelienbehandlung durchaus auch oft miterwischt.
Was letztlich tatsächlich die Beschwerden verursacht, bzw. welcher Keim welchen Anteil trägt, lässt sich aber leider nicht eindeutig bestimmen.
Liebe Grüße Urmel
RE: Borreliose nach 20 Jahren -
leonie tomate - 27.12.2013
Hallo Floh,
ich persönlich handhabe das mit den Probiotika anders als Urmel und nehme grundsätzlich welche über die gesamte Antibiose ein.
Ich würde sonst ernsthafte Probleme bekommen und keine längere Therapie durchstehen. Soviel Joghurt und Sauerkraut kann ich gar nicht essen.

Während der antibiotischen Therapie finde ich Präparate mit Hefebakterien (Yomogi, Perenterol) ganz gut. Sie verhindern bei mir zuverlässig Durchfälle - das klappt mit anderen Probiotika bei mir leider nicht.
Evtl. zusätzlich oder nach der AB bieten sich auch Produkte mit Milchsäuren an.
Mit E. Coli (Mutaflor) haben auch viele Betroffene gute Erfahrungen gemacht. Es ist nur wichtig zu wissen, dass sie nicht zusammen mit Tetracyclinen genommen werden sollten. Ist rausgeworfenes Geld, weil sie diese Bakterien komplett platt machen.
Dann gibt es noch diverse Bakterien-Kombinationen mit denen nach der Antibiosen eine sogenannte Symbioselenkung erreicht werden soll: Zb. Symbioflor 1+2, Pro Symbioflor etc.
Du musst mal schauen, was zu dir passt.
Liebe Grüße
Leonie
RE: Borreliose nach 20 Jahren -
Floh - 27.12.2013
Danke an Euch, verhindert man die Bildung von Pilzen auch mit zB. Perenterol oder ist das nur gegen Durchfall?
Wie heißt ein Präparat mit dem Wirkstoff Katzenkralle und in Kombi der andere (fällt mir jetzt nicht mehr ein)? Das kann man - soweit ich mich erinnere- nach einer Antibiose nehmen? Lebe im Ausland und muss schauen, was es hier gibt oder bestellen.
RE: Borreliose nach 20 Jahren -
leonie tomate - 27.12.2013
Zitat:verhindert man die Bildung von Pilzen auch mit zB. Perenterol oder ist das nur gegen Durchfall?
Verhindern ist ganz sicher zu viel gesagt, denn es gibt ja keine direkte fungizide Wirkung. Aber die Überwucherung mit Pilzen wird nach meinem Dafürhalten erschwert.
Pilze haben wir schließlich alle, ist halt nur die Frage wieviele.
Alles was die Darmflora und das Immunsystem belastet, leistet letztendlich einer verstärkten Vermehrung von unerwünschten Keimen und Pilzen Vorschub.
L.G.
Leonie