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NDR Visite 15.1.2018 - Ursula - 15.01.2019

Hallo,

In der Sendung Visite wurde ein Fall vorgestellt, in dem es um einen Mann ging mit starken Gelenkschmerzen. Von mehreren Ärzten bekam er die Diagnose "Rheuma", aber lange Behandlungen mit Cortison und Methotrexat brachten keinerlei Linderung. Dann kam ein Arzt auf die Idee, auf Borreliose zu testen. Ergebnis negativ. Weil er wusste, dass die Tests unzuverlässig sind, bekam der Patient trotzdem Doxycyclin und die Beschwerden verschwanden ganz schnell. Nach kurzer Zeit waren sie aber wieder da. Weil die erneut verordneten Rheumamittel wieder keine Schmerzlinderung brachten, bekam er wieder Antibiotika, diesmal 4 Monate lang. Jetzt ist er beschwerdefrei.

Es wurde zwar so dargestellt, dass solche Fälle weltweit nur sehr selten vorkommen, aber immerhin mal ein gutes Beispiel, dass es eben Ausnahmen von den Lehrbuch-Meinungen gibt.

Grüße von Ursula


RE: NDR Visite 15.1.2018 - USch4 - 15.01.2019

Hier der Link zur Sendung:
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Borreliose-Die-Infektion-sicher-erkennen,zecken151.html


RE: NDR Visite 15.1.2018 - Markus - 15.01.2019

Der Beweis, dass es sich um Borreliose handelte, wurde ja nicht erbracht. Lediglich eine Infektion mit einem auf Doxycyclin empfindlichen Erreger. Damit wird man keine Kritiker überzeugen können.


RE: NDR Visite 15.1.2018 - claudianeff - 16.01.2019

Zitat: "Dr. Harten will die Nuss knacken."

Schon wieder...
Es ist nicht das erste mal und nicht das zweite mal, dass die "Visite" Dr. Harten als einen engagierten Borreliose-Spezialisten darstellt... Dr. Harten sucht nach Lösungen bei ausgesprochen seltenen "rätselhaften" Ausnahmefällen, die einen solch immensen intellektuellen Aufwand erfordern. Icon_denker
Seltsam erscheint nur, dass der Doktor bereits vergessen hat, dass er vor ein paar Jahren bei gleichen Problemen die Lösung schon mal hatte: Antibiose!

Und der Redaktion der NDR mangelt anscheinend an wirklich spannenden Themen, so dass sie das alte "Abenteuer" mit einem anderen Patienten als etwas Neues präsentieren.
Die Tatsache: auf das ernsthafte Abenteuer traut sich die Redaktion nicht (zu Dr. Harten äußere ich mich nur per pn ), dieses wäre, wenn sie hinterfragen würde, was die Sachlage mit dieser "seltenen" Erkrankung ist und zum Vergleich, was die anderen Spezialisten (die sich meistens weniger um die mediale Präsenz bemühen) dazu sagen. Ein anderes, jedoch vielmehr abenteuerlicheres Thema wäre das, was kaum noch Echo bekommen hat: besonders in Beiträgen #1, #3
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=12447&pid=144794#pid144794


Ich bezweifle, dass solche TV Berichte bei Borreliose-Problematik wirklich helfen können. So lange Borreliose, die nach einigen Wochen Doxyciclin nicht ausheilt, als seltene Krankheit präsentiert wird, wird sich auch nichts ändern.
Auch die Erklärung dieser Erkrankung, ohne dass die Rolle der komplexen Immunprozesse erwähnt wurde (was für "Normalverbraucher" die These bestätigt: 3 Wo Ab reicht), gibt das alte Bild wieder.


RE: NDR Visite 15.1.2018 - fischera - 16.01.2019

Wie soll denn eine Datenbank zu diesem Thema gefüllt werden, wenn nach 3 Wochen AB keine Borreliose mehr vorliegt?
Diese Betonung auf 5-6 Fälle weltweit, da war mir klar was die Botschaft ist.

Selbst wenn kleine Verbesserungen/Ansichten der letzten 10 Jahre im Video Eingang finden.
Der Text auf der HP zum Video stellt dann wieder vieles in den Schatten.
Fängt mit dem 1. Satz an.
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Borreliose-Die-Infektion-sicher-erkennen,zecken151.html

Zitat:Hervorzuheben ist dabei eine
in den 90er Jahren in Würzburg und Umgebung durchgeführte zwölfmonatige prospektive , Studie, ...
Dabei wurde eine Anzahl von 313 Fällen mit Lyme-Borreliose (Inzidenz von 111 Fällen pro
100.000 Einwohner) ermittelt. Eine Hochrechnung auf Fallzahlen für Deutschland würde 80.000 bis 120.000 jährlich neue Borreliosefälle bedeuten, so das RKI.

Eine weitere Studie in Niedersachsen
in den 80er Jahren, die ebenso vom RKI zitiert wird, untersuchte Einsendungen von
niedergelassenen Ärzten und kam auf eine Schätzung von 40.000 bis 80.000 jährlichen Borrelioseerkrankungen.
Quelle:
S.8 https://www.bundestag.de/blob/510388/baa593c34d8a69b231021ab2db95a208/wd-9-012-17-pdf-data.pdf

Dieser Hinweis auf Rezidive ist ja auch nicht der 1. aber es wird wohl noch 30 Jahre dauern bis er dort angekommen ist, wo er benötigt wird.
(Aber der letzte Absatz im Ärzteblatt ...
gibt es solche Hinweise bei Krebsbehandlungen oder bei diesen Mitteln in Deutschland?)
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=8470

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/87056/Lyme-Krankheit-Borrelien-ueberleben-Antibiotikabehandlung-im-Tiermodell