chronische Borreliose und Eisenmangel -
bineroda - 20.09.2012
Hallo an alle,
ich habe seit letztem Jahr Probleme mit meinen Eisen- und Ferretinwerten.
Diese Eisenmangelanämie war auch das erste greifbar pathologische nach meinem Breakdown durch die Borreliose, die damals noch nicht diagnostiziert war. Nach einem halben Jahr Eisenzufuhr hatte der Ferretinwert sich von 4 auf 38 erholt. Nun ist er wieder bei 11 obwohl Eisen und alle anderen Blutwerte normal sind. (Meine typischen Borresymptome sind auch wieder verstärkt am Kommen, leider)
Die Hausärztin stutzte, und meinte bei chronischen entzündlichen Reaktionen im Körper gäbe es eher erhöhte Ferretinwerte....
Weiß jemand wie sich das bei der chronischen Borrelieninfektion verhält? Da sind ja durch die komplizierten Eigenschaften der Borrelien auch einige andere Laborwerte untypisch normal, obwohl wir uns ganz und garnicht danach fühlen...
(falls ich in falscher Rubrik unterwegs bin bitte weiterleiten)
LG bineroda
RE: chronische Borreliose und Eisenmangel -
Filenada - 20.09.2012
Hier mal eine Art Übersicht zum Thema Eisenmangel. Alles, was Rheuma betrifft, kannste ja überlesen. Aber die anderen Ausführungen sind recht interessant (Ursachen für Eisenmangel, Unterschied zwischen "echtem" und "vorgetäuschtem" Eisenmangel...).
Und auch
hier gilt das Gleiche. Steht viel Interessantes drin. Vor allem die Sache mit dem Hormon Hepcidin, welches die Eisenaufnahme absichtlich verhindert, damit bei Entzündungen nicht noch Öl ins Feuer gegossen wird, da Eisen Entzündungen fördert.
Ich hab die Diagnose Eisenmangelanämie vor drei Jahren bekommen. Dann knapp zwei Jahre lang Eisen (NEM) in mich reingestopft bis Oberkante Unterlippe. Hat sich nichts getan; meine roten Blutkörperchen kamen einfach nicht aus den Puschen. Aus lauter Verzweiflung, weil ich mit dieser entsetzlichen Schlappheit und Müdigkeit nicht klar kam (Nachtrag: Zu diesem Zeitpunkt war ich vermutlich schon seit sechs Jahren Borrelien-Inhaber...), hab ich mich sogar überwunden, Fleisch zu essen. Es war wirklich Überwindung. Jede Woche einmal. Die ersten Döner (Lammfleisch ist recht eisenhaltig) hab ich mir mit 'ner Krähe geteilt...
Es hat nichts gebracht. Die Berliner Krähen sind umsonst verfettet.
Mir ist's schon im alten Forum aufgefallen, wiiiiiie viele Borreliose-Kranke Eisenmangel haben. Aber unsere Untermieter, so die Forscher, stehen gar nicht auf Eisen. Sie mögen eher andere Mineralien.
Aber ich bin mir sicher, daß es einen Zusammenhang gibt. Denn es ist mehr als auffällig.
@ all: Wenn dazu jemand mehr weiß, bitte melden!
RE: chronische Borreliose und Eisenmangel -
Morbus Bahlsen - 20.09.2012
wirklich genaues weiss ich da auch nicht
ich kann nur sagen das bei mir der Eisenwert einer der wenigen ist der im Normbereich liegt
RE: chronische Borreliose und Eisenmangel -
bineroda - 21.09.2012
Liebe Filenada...
vielen Dank für die aufschlußreichen und informativen links zum Thema.
Habe sie eben nur mal überflogen...sie brauchen aber ein intensiveres Studium, damit mein wieder zunehmend wuschiges Hirn sie richtig aufnehmen kann.
Merkwürdigerweise sind die anderes Zeichen der Blutarmut, sprich Hämatokrit, Größe, Form usw. der roten Blutkörperchen bei mir wieder in der Norm, die waren im letzten Jahr auch total im Keller.
Vielleicht wäre es hilfreich in dem Zusammenhang die Vitamin C Zufuhr mal drastisch zu erhöhen...soll ja helfen das Eisen besser aufzunehmen.
Ansonsten fällt mir zum Eisenappetit der Borrelien noch ein, dass es ja nicht die einzigen potentiellen Eisenfresser sind...sprich wer weiß wer von den Cobakterien und- viren noch mitmacht.
LG bineroda
RE: chronische Borreliose und Eisenmangel -
Filenada - 21.09.2012
Zitat:Vielleicht wäre es hilfreich in dem Zusammenhang die Vitamin C Zufuhr mal drastisch zu erhöhen...soll ja helfen das Eisen besser aufzunehmen.
Das hab ich die zwei Jahre lang gemacht. Zu jeder Eisenkapsel (welche mit Folsäure drin, weil dies wohl auch die Fe-Aufnahme verbessern soll) hab ich Vitamin C in Form einer roten Paprikaschote oder zwei Kiwis genommen. Und - was ganz wichtig ist - einen Abstand zu anderen zweiwertigen Elementen (Ca, Mg) gelassen.
Zitat:Eisenappetit der Borrelien
Nee, Borrelia ist wohl eines der wenigen Bakterien, welches KEIN Eisen benötigt für

seinen Stoffwechsel. Deshalb suche ich ja noch nach einem Zusammenhang, sonst wär's ja einfach erklärbar.
RE: chronische Borreliose und Eisenmangel -
bineroda - 21.09.2012
jassu filenada,
Zitat:Eisenappetit der Borrelien
Nee, Borrelia ist wohl eines der wenigen Bakterien, welches KEIN Eisen benötigt für
seinen Stoffwechsel. Deshalb suche ich ja noch nach einem Zusammenhang, sonst wär's ja einfach erklärbar.
ich habe mich falsch ausgedrückt...ich meinte den fehlenden Eisenappetit der Borrelien und dachte die Coinfektemacher könnten aber fressen wollen...
LG bineroda
RE: chronische Borreliose und Eisenmangel -
FreeNine - 21.09.2012
Eisenmangel und Vitamin B12 hängt irgendwie zusammen, das weis ich u.a. da ein naher Verwandter bei Eisenmangel (nach Infektionen u. AB) z.B. immer B12-Spritzen erhalten hat. Und ich kann mich an einen Vortrag erinnern, aber kanns nicht richtig erklären. Zum Vortrag gibt ne Seite:
http://www.borreliose-lorenz.de/oxidativer_stress.html
Vieleicht hilft das etwas weiter -´ist aber kompliziert mit der ganzen Soffwechselgeschichte....
LG FreeNine
RE: chronische Borreliose und Eisenmangel -
-sonnenschein10 - 22.06.2013
mein Arzt hat gesagt er will den eisenspeicherwert messen anstelle den ferritinwert. der würde mehr aussagen. mhhh
nur was wenn man eine Co Infektion hat..die eisen vestoffwechselt. kann man dann trotzdem eisenrabletten nehmen..oder riskiert man dann nen Schub?
und..seid ihr auch so extreeeeeem blass? selbst mein zahnfleisch wird immer heller..
lasse mich jetzt auch nochmal auf leukaemie testen.
LG
RE: chronische Borreliose und Eisenmangel -
Hausel - 22.06.2013
Hi
Babesia macht Eisenmangel
Hausel
RE: chronische Borreliose und Eisenmangel -
Sunflower - 22.06.2013
Hi,
mein Ferritinwert sinkt seit meiner Hashimoto Thyreoiditis (Ausbruch 2005, vor der Borreliose) auch immer wieder.
Aufgrund der geringen Bioverfügbarkeit des oralen Eisens (von 100 mg werden höchstens 1 mg resorbiert) und der entsprechend langen Dauer dieser oralen Therapie habe ich mir vor 2 Jahren für Eiseninfusionen mit Eisensaccharose entschieden. Bereit nach 3 Infusionen waren meine Symptome (Müdigkeit, Schwindel, Konzentrationsschwäche) verschwunden.
Leider musste ich die Infusionen (Ampullen + Arzthonorar) privat bezahlen, da gesetzliche Krankenkassen in Deutschland erst bei einer Eisenmangelanämie mit allen Eisenwerten unter Norm diese Infusionen bezahlen.