Abenteuer Diagnose: Nervensturm -
TomTom - 25.09.2013
Hallo!
Zu Ihrer Information!
Gestern abend auf MDR Visite 2015 Uhr unter Abenteuer Diagnose: Nervensturm
Siehe nachfolgender Link
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/media/visite8969.html
Bitte im Filmbeitrag auf folgende Fakten achten!
Obwohl irgendwann die behandelten Ärzte aufgrund der Angabe der Patienten, Zeckenstich vor 4 Wochen,
auch ein Verdacht auf Borreliose erwägten und dahingehend über Blutentnahme untersuchten.
Durch negative Werte bei den Blutuntersuchungen wurde eine Borreliose ausgeschlossen.
Dann Diagnose Anti NMDA Rezeptor Enzephalitis, siehe unter Wikipedia,
Unter Gabe von stark angstlösenden Medikamenten Gesundung dieser Patienten.
Wie ist Ihre Meinung darüber?
Ich freue mich über eine Rückmeldung.
RE: Abenteuer Diagnose: Nervensturm -
irisbeate - 25.09.2013
Hallo TomTom,
die entsprechenden Antikörper traten im Zuge einer Krebserkrankung, eines Teratoms (Eierstockkrebs) auf. Es handelt sich hierbei um ein sog. paraneoplastisches Syndrom.
Ich denke, daß das im Beitrag zu oberflächlich erwähnt wurde, und es dadurch zu Mißverständnissen gekommen ist.
Bitte korrigiert mich, wenn
ich das falsch mitbekommen haben sollte.
Liebe Grüße, IrisBeate
RE: Abenteuer Diagnose: Nervensturm -
leonie tomate - 25.09.2013
Hallo TomTom,
ich muss einräumen, dass ich den Bericht nicht ganz gesehen habe.
Aber nach dem was ich verstanden habe, ist die Frau nicht durch angstlösende Medis geheilt worden.

Der Durchbruch in der Behandlung wurde durch zwei Krebsmedikamente erzielt, die ihr intravenös verabreicht wurden.
Die angstlösenden "Geschichten" gab es anschließend noch, nachdem sie glücklich aus dem Koma erwacht und geradezu erstarrt, in sich gekehrt und hochgradig verängstigt war.
Ich hab natürlich auch geschluckt und gedacht...klar, die Neurologen haben die Borreliose nicht ausreichend behandelt und darum ging es der armen Frau entsprechend schlecht...aber so einfach scheint dieser Fall nicht "gestrickt" zu sein.
Jedenfalls fühle ich mich hoffnungslos damit überfordert, da eine auch nur halbwegs qualifizierte Einschätzung abzugeben...oder gar zu behaupten, dass die Borreliose für das dramatische Geschehen verantwortlich ist.
Liebe Grüße
Leonie
RE: Abenteuer Diagnose: Nervensturm -
Rosa45 - 25.09.2013
Hallo TomTom,
wenn man den Bericht bis ganz zum Ende schaut, wird einiges klar.
Es ist eine bestimmte Form von Autoantikörpern, die gebildet wurden und sehr sehr selten auftreten.
Das anfängliche klinische Bild deutete eben auf eine infektiös bedingte Erkrankung hin, wurde aber durch die Behandlung auf diese noch schlechter.
Was daran interessant ist, das es schwer gelingt eine einmal eingeleitete Fehlleitung des Immunsystems wieder zu unterbrechen. In diesem Fall war der Auslöser der gutartige Tumor - die Immunreaktion geht aber nach der Entfernung weiter.
Da kann man nur in dem Rahmen austesten was anschlägt und Gott sei dank sind den Neurologen die richtigen Ideen gekommen und der Frau geht es wieder gut.
Hut ab vor diesen Ärzten.
LG Rosa
RE: Abenteuer Diagnose: Nervensturm -
Oolong - 25.09.2013
Den Beitrag habe ich gesehen und dachte zunächst "Wieder ein verkanntes Borrelioseopfer", aber das war zu kurz gesprungen. Ich fand es erstmal gut, daß Borreliose überhaupt in Erwägung gezogen wurde, auch wenn sich später etwas anderes herausstellte.
es war so, wie Leonie schrieb, ein gutartiger Tumor als Auslöser einerArt Autoimmunkrankheit, die mit Krebsmedikamenten beherrscht werden konnte, so daß die Patientin aus dem Koma erwachte, danach Angstlöser, um sie völlig wach zu bekommen ohne diese Blockierung oder Halluzinationen vom Gehirn her.
Auch von mir Bravo für diese Ärzte. Gruß Oolong
RE: Abenteuer Diagnose: Nervensturm -
irisbeate - 25.09.2013
okay... ich hatte mich getäuscht. Zum Glück für die Frau war es ein gutartiger Tumor (ich hatte nur das Wort Teratom im Ohr und wußte nicht, daß ein Teratom sowohl gut- als auch bösartig sein kann).
LG IrisBeate