Arztwechsel - verunsichert -
isapisa - 20.08.2014
Ich habe seit einem Zeckenbiss vor drei Wochen alle Symptome einer typischen Borreliose. Nachdem ich schon von verschiedenen Hausärzten immer weiterverwiesen wurde, war ich heute auf der Neurologischen Ambulanz (wegen der Vermutung auf Neuroborreliose). Der dortige Arzt untersuchte mich und erklärte mir, dass ich sicher keine Neuroborreliose habe, "aber was mit den Gelenken". Und wenn "er das hätte, würde er Antibiotika nehmen".
Er hat mir jetzt für die nächsten 10 Tage 1x 200mg Doxi verschrieben und die 11 Tage darauf nur 100 pro Tag.
-- Jetzt frag ich mich,
bist das nicht zu wenig? (ich wiege 49kg, bin 160 groß)
--- Ich hätte für nächste Woche Donnerstag (dann ist der Zeckenbiss rund vier Wochen her) erst einen Termin im Wiener AKH, der "Borrelioseambulanz".
Soll ich nun
a) auf "gut Glück" die Antibiotika so einnehmen, wie der Neurologe es mir heute verordnet hat
oder
b) gar nichts einnehmen auf den Termin nächste Woche warten? Hoffen, dass die dort sich auskennen und mir gleich eine höhere Dosis verschreiben (Kennt sich von euch jemand aus mit der Borrelioseambulanz im AKH? Ich bekomm da immer schon Bauchschmerzen, wenn ich nur in das Gebäude reingehe :S)
Der Neurologe meinte auch noch, ich soll mein Blut untersuchen lassen, da Zecken allerhand Coinfektionen verbreiten können. Wo sollte ich das denn machen?
RE: Arztwechsel - verunsichert -
anfang - 20.08.2014
Sei mal recht herzlich Willkommen....
Die erste runde Doxy, als auch dss nachfolgende- ist im Grunde ein Tropfen auf den heißen Stein. Würde da jetzt erstmal abwarten bis zur nächsten untersuchung,weil antibiotikas verfälschen möglich korrektere Ergebnisse. Lies dich in aller Ruhe auch hier ein- du wirst ganz sicher noch einige brauchbarere Einlasungen hier für dich verarbeiten können,dies war jetzt mal von mir nur in kurzform. - anfang -
RE: Arztwechsel - verunsichert -
Indiansummer - 20.08.2014
Hallo ebenso aus Österreich :-)
Deine Dosierung entspricht nicht mal den gängigen Schulmedizinischen Empfehlungen...
Die sehen drei Wochen Doxy200 pro Tag vor.
Ich würde dir empfehlen gleich dazu paralell einen Termin bei einem Borre Spezi zu machen um nicht unnötig Zeit zu verlieren wenn du mit der Borrelioseambulanz nicht weiterkommst.
Den Termin absagen kannst du dann immer noch
Ich schick dir dazu eine persönliche Nachricht
Lg
RE: Arztwechsel - verunsichert -
isapisa - 20.08.2014
(20.08.2014, 13:13)Indiansummer schrieb: Hallo ebenso aus Österreich :-)
Deine Dosierung entspricht nicht mal den gängigen Schulmedizinischen Empfehlungen...
Die sehen drei Wochen Doxy200 pro Tag vor.
Ich würde dir empfehlen gleich dazu paralell einen Termin bei einem Borre Spezi zu machen um nicht unnötig Zeit zu verlieren wenn du mit der Borrelioseambulanz nicht weiterkommst.
Den Termin absagen kannst du dann immer noch
Ich schick dir dazu eine persönliche Nachricht
Lg
Ehrlich gesagt, hatte ich das auch ursprünglich vor. Aber alle sogenannten "Borreliosespezialisten" hier in Wien, die ich angerufen hatte, waren entweder in Urlaub oder wollten 150,- für
einen Termin. :/
Also würdest du an meiner Stelle Finger weg von dem "niedrigdosierten" Zeug lassen und direkt in die Ambulanz oder zu einem Spezialisten gehen?
Herzlichen Dank für eure raschen Antworten, ich werde mich einmal einlesen in Ruhe!
-- eine Frage, die mir nicht mal die Apotheker beantworten konnten, brennt mir noch auf der Zunge: ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion und muss deshalb jeden Tag Medikamente nehmen - stehen diese in Wechselwirkungen mit dem Doxi?
RE: Arztwechsel - verunsichert -
anfang - 20.08.2014
....
-- eine Frage, die mir nicht mal die Apotheker beantworten konnten, brennt mir noch auf der Zunge: ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion und muss deshalb jeden Tag Medikamente nehmen - stehen diese in Wechselwirkungen mit dem Doxi?...
Ganz sicher bin ich nicht- glaube aber kaum.
Die Borreliose ist ein Multiorganerkrankung,sie kann sich auch Symtomhaft auf jedes Organ bwegen,heißt: kann alles sehr irritierend sich auswirken,selbst für Fachärzte.
Nicht umsonst haben viele eine Ärzteodysee hinter sich und nur allzugerne wird zuvieles in die Pychoecke geschickt. Als chroniker- die es ja nicht genen soll laut
Leit(d)linien,schlag ich mich seit 7 jahren herum damit und man wollte mir schon zweimal die SD rausnehmen. Nunja- hab sie heut noch. Komm gut voran. - anfang -
RE: Arztwechsel - verunsichert -
Indiansummer - 20.08.2014
Bei mir war eine niedrigdosierte,zu kurze Ab Behandlung sicher ein entscheidender Faktor dass der Infekt so richtig aufgeblüht ist
Aber das kann man nicht generell sagen.
Wie gesagt ich würde mich sofort in die Hände eines Spezis begeben
Lg
RE: Arztwechsel - verunsichert -
isapisa - 20.08.2014
(20.08.2014, 13:56)anfang schrieb: .... -- eine Frage, die mir nicht mal die Apotheker beantworten konnten, brennt mir noch auf der Zunge: ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion und muss deshalb jeden Tag Medikamente nehmen - stehen diese in Wechselwirkungen mit dem Doxi?...
Ganz sicher bin ich nicht- glaube aber kaum.
Die Borreliose ist ein Multiorganerkrankung,sie kann sich auch Symtomhaft auf jedes Organ bwegen,heißt: kann alles sehr irritierend sich auswirken,selbst für Fachärzte.
Nicht umsonst haben viele eine Ärzteodysee hinter sich und nur allzugerne wird zuvieles in die Pychoecke geschickt. Als chroniker- die es ja nicht genen soll laut
Leit(d)linien,schlag ich mich seit 7 jahren herum damit und man wollte mir schon zweimal die SD rausnehmen. Nunja- hab sie heut noch. Komm gut voran. - anfang -
Ähnliches hab ich auch schon von vielen Schilddrüsenerkrankten gehört (und ich als Psychologiestudentin interessier mich sehr dafür), leider gibt es kaum ein Studiengang, der sich für Somatopsychologie interessiert (also körperliche URSACHEN, die psychische Folgen nach sich ziehen). Dabei wäre da viel mehr Forschung notwendig!
Wahnsinn, sieben Jahre! Mein ehrlicher Respekt und Hut ab, dass du so dranbleibst und dich dafür einsetzt!! Ich hab das ganze "nur" seit drei Wochen, aber fühl mich jetzt schon hundeelend.
Ich glaube, ich warte auf nächsten Donnerstag und begebe mich dann direkt in die Borrelioseambulanz, die Antbiotika vom Neurologen kommen in den Schrank.
RE: Arztwechsel - verunsichert - Ehemaliges Mitglied - 20.08.2014
Hallo Isapsia,
ein Problem, hier können wir in der Regel nur aus eigenen Erfahrungen/Studien, Ratschläge geben. Die Entscheidung, ist von Dir oder Deinem Arzt zu treffen.
Ich möchte versuchen, deutlich zu machen, ist da nicht ein 2. AB sinnvoll ?
Kann der Herr Neurologe dazu befragt/bewegt werden? Seite 8 +
http://www.borreliose-nachrichten.de/wp-content/uploads/2012/03/Internationales-Saarbr%C3%BCcker-LB-Symposium.pdf
Deine Gesamtmenge Doxi = 3300 mg.
Meine Meinung zu 100 mg Doxi / Tag, dann lieber eine Banane essen.
Schau doch hier einmal rein, bitte:
http://www.borreliose-gesellschaft.de/Unterlagen_2012_Frankfurt/Mueller_2012_Frankfurt_Therapie_der_Lyme_Borreliose.pdf
Blutspiegel siehe hier:
http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=2334
Zitat:--- Ich hätte für nächste Woche Donnerstag (dann ist der Zeckenbiss rund vier Wochen her) erst einen Termin im Wiener AKH, der "Borrelioseambulanz".
Ich wünsche Dir, eine andere Behandlung, als hier beschrieben:
http://www.med1.de/Forum/Borreliose/650104/
Ich konnte auf der HP des AKH -NEWS- lesen, bestimmte AB's nur nach Sonderfreigabe. Gern hätte ich Dir mehr positives berichtet.
Viel Erfolg
RE: Arztwechsel - verunsichert -
Betty - 20.08.2014
in Östereich ist es so ein ding mit den "borrelioseambulanzen"
ich hab mich auch vor 3 jahren auf sowas einlassen weil ich die Doxy 100mg (eine einzige schachtel !) etwas wenig fand und doch auf den thermin wartete (eben der gedanke mit den verfälschen der Werte)..
der erfolg,
nachdem ich ja schon zuvor einen pos. test hatte (hab ja schon jahrzehnte Borreliose in mir) hab die dann x-untersuchungen durchgezogen, unter anderen auch eine Lumpalpunktion, der erste Arzt hatte panik da die symtome zu Neuroborreliose passen und habe hat mir AB-infusionen angehängt ohne auf die ergebnisse zu warten.. tage später ein anderer Arzt, ich hab ja gar keine, die Antikörper sind ja überall gleich, endergebniss ich hatte 3wochen AB-infusionen, die auch nur ein tropfen auf den heissen stein waren.
Ich weiß die Spezis sind teuer, sind ja auch alles Privatärzte, und sie nehmen sich auch Zeit.
leider waren die für mich erst fast ein jahr danach erreichbar (wohn zuweit weg und auch die wartezeit auf einen thermin)
Ich hab dir eine Arzt-Liste per PN geschickt, kann dir nur raten zieh die zu rate.
LG und alles gute
RE: Arztwechsel - verunsichert -
Betty - 20.08.2014
Jetzt weiß ich endlich auch, woher mir der Name des Leiters der Ambulanz bekannt vorgekommen ist.
Merk mir doch etwas *stolzbin*
das ist aber leider eher besorgnisserregend wenn man Antibiotika-Gegner ist und Infektionen behandeln soll.
Antiinfektiva
Nun wundern mich die Beiträge nicht mehr, die fischera (danke dafür) gefunden hat.
dort kann man höchstens ein paar Test machen und man darf sich nicht viel erwarten, einfach nur traurig.....